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Teil 1

An einem kalten und stürmischen Herbstwochenende setzte ich mich an meinen Computer um mein Kamel zu füttern doch plötzlich sprang die Tür auf und...
Ich drehte mich um und traute meinen Augen nicht! Da stand doch tatsächlich mein Kamel in der Tür!! Irritiert wanderte mein Blick zwischen Computerbildschirm und Türrahmen hin und her! Dann stammelte ich: "wache ich oder träume ich ?" Ein wahrhaftiges Kamel in meinen Kinderzimmer, ist wohl aus dem naheliegende Zoo ausgebrochen. Ich ging zur Tür und fühlte es war doch kein Traum.

Aber um Himmelswillen, was möchte dieses Kamel hier in meinen Zimmer ?! Und dann fängt es noch an mit mir zu sprechen. so ich traute nicht mehr meinen Augen aber was soll´s, ich versuchte dann auch Kontakt mit dem Kamel aufzunehmen und sagte deswegen: "hallo!" zu mehr kam ich dann nicht mehr, denn das Kamel streckte mir die Zunge aus und ging aufs Klo. Ich denke mir : "Häh was ist jetzt los" und dann rieche ich auch noch so einen Geruch der so stinkt das ich umkippte.

Als ich nach einer Minute wieder aufstand,  war das ganze Badezimmer voller Scheiße und das Kamel war spurlos verschwunden. Jedenfalls eine Riesenschweinerei. Wenn jetzt meine Eltern hereingescheit kämen das gäbe Riesenärger. Das mit dem Kamel glauben sie doch auf kein Fall. Also machte ich mich an die Arbeit das Bad zu putzen.

Teil 2

Nach einer Stunde Arbeit war ich dann endlich fertig. *schwitz* Ich habe mich kurz an den Badewannenrand gesetzt um einen klaren Gedanken zu fassen. "Wo ist das Kamel denn?!" dachte ich mir und ging ins Wohnzimmer und sah wie das Kamel dort seelenruhig vor dem Fernseher saß. Gott sei Dank hat es seinen Kot alles im Bad abgelassen, jedenfalls war das Wohnzimmer noch sauber. Ich ging durch die Wohnung, und suchte meine Eltern, aber sie waren nicht da.

Ich ging wieder ins Wohnzimmer. Da saß doch tatsächlich dieses Kamel und aß meine Lieblingsfrühstücksflocken. "Du hast Nerven !" keifte ich und riss sie ihm aus der Hand. Leider fielen sie mir dabei auf den Boden. das Kamel grinste frech und sagte: "jetzt kannst du sie haben. ich will sie nicht mehr." "Du kannst sprechen?!?!?!" - "Ja das hab ich mal gelernt, da war ich so groß" und es machte eine vage Handbewegung. Na toll dachte ich mir. Genauso groß wie es jetzt ist. Ich fragte dann, wie alt es wäre. Nachdem es überlegte sagte es mit aus gestreckter Zunge :-P "sag ich nicht" "omg", dachte ich mir. Na toll das kann ja heiter werden. Das Kamel fragte mich: "Wo ist euer Schlafzimmer?" ohne darüber nachzudenken antwortete ich: "Das fünfte Zimmer links". Das Kamel ohne lange zu zögern stand auf und ging. Nein dachte ich mir das nächste Zimmer das er in eine Müllhalde verwandelt. ich rannte ihm hinterher und hielt es am Schwanz fest. "Autsch!" rief das Kamel und teleportierte sich weg zum Planeten Zorg.

Teil 3

Na jetzt herrscht endlich Ruhe in meiner Wohnung. Gott sei Dank hat das Kamel das Wohnzimmer nicht auch so versaut wie das Bad. Aber meine Eltern sind immer noch nicht zu Hause, obwohl sie schon längst hier sein müssten. Ach so der Mülleimer muss hinausgestellt werden. Als ich das Haus verließ befand ich mich plötzlich in Budapest. Wie bitte unser Haus steht doch nicht in Budapest. Aber was ich draußen war , war es eindeutig Budapest, und die Leute sprachen alle ungarisch. Was soll das. Ich ging wieder ins Haus, schaute aus dem Fenster und alles war normal. Ich sah wieder meine gewohnte Heimatstadt. Also ging ich wieder nach draußen. Wieder war ich in Budapest und ging wieder ins Haus schaute aus dem Fenster. Alles normal meine gewohnte Heimat.  Ob das was mit dem Teleportieren zu tun hat, was heute mein Kamel gelernt hatte. Mir wurde es  richtig unheimlich. Es war schon Mitternacht und meine Eltern wollten doch schon um 19 Uhr kommen .....

.... Dann fiel mir ein das meine Eltern doch ein Handy mit hatten. Ich ging zum Telefon, doch wo war es, da wo es stehen sollte steht es nicht mehr. plötzlich wurde es im Zimmer hell so das ich sogar vom Licht geblendet wurde. nachdem ich wieder sehen konnte sah ich das Kamel wieder. anscheinend musste es sich wieder zurück teleportiert haben. Ich fragte es: "Was ist passiert, wieso steht das Haus in Budapest und wo sind meine Eltern?" Das Kamel erwiderte: "Schön war es auf Zorg“ Ich war so wütend. "Sag mir wo meine Eltern sind ? Und was ist mit unserem Haus los, Warum steht es in Budapest. Soll ich etwa dort zur Schule gehen, ich kann kein ungarisch !" Das Kamel lächelte und sagte. "Ich gehe wieder nach Zorg, tschüss". Ein heller Lichtblitz und weg war es. Dann klingelte in der Küche ein Mobiltelefon, ich ging hin. Es meldete sich meine Mutter: "Kind wo bleibst du ich mache mir große Sorgen."

Teil 4

Ich sagte: "Ich bin zuhause."  
Mutter: "Das kann aber nicht sein, wir sind doch daheim in unseren Haus. Du bist, aber nicht hier."
Ich: "Das kann doch nicht sein, Ich bin hier in unserem Haus, und ihr seid nicht da."
Mutter: "Willst du mich veralbern. Du kannst ..."

Plötzlich im Hintergrund ein Aufschrei vom Vater: "Was ist das ? Aus dem Fenster sehe ich die Skyline von Budapest. Aber unser Haus steht nicht dort. Und in der Küche liegt den großer Haufen Scheiße." Ich war ganz baff am Telefon. Denn bei mir ist die Küche sauber. Vater ging hinaus aus dem Haus, und sah das dass Haus wieder in der gewohnten Heimatstadt stand. Als er wieder hereintrat sah er aus dem Fenster wieder Budapest. Nun merkte es auch Mutter das mit unserem Haus was nicht stimmte. Wie ich so weiter mit Mutter telefonierte sah ich durchs Küchenfenster und sah dort draußen meinen Vater. Ich ging zum Fenster und rief: " Vater ich bin doch hier." Auch mein Vater sah mich durchs Fenster und rief zurück: "Gott sei Dank Christine ist wieder da." Er ging nun ins Haus und ging verließ das Haus Richtung Haustür. Dann befand ich mich plötzlich wieder in Budapest. Und ich sah durch Küchenfenster wieder meinen Vater. Papa rief: "Ich stehe vor dem Fenster." " Ja ich sehe dich, aber wir sind wieder in Budapest, unser Haus ist verhext." Nach einigen rumprobieren stellten wir dann alle fest, das ich mich in Budapest befinde wenn ich unser Haus verlasse, und meine Eltern wenn sie das Haus betreten. In unserer Heimat bin ich wenn ich im Haus bin und meine Eltern draußen stehen. Und das alle Fenster genauso wie die Haustür uns von einem Ort zum anderen teleportierten. Meine Eltern waren so nah und doch so fern.

Teil 5

Es wurde uns klar das es unser Haus nun zweimal gibt. Einmal hier in unserer Heimat und einmal in Budapest. Auch die Einrichtung schien identisch zu sein. Wir standen nun draußen und unsere Tochter war in der Küche und wir redeten auf Distanz miteinander. Plötzlich hatte Vater eine großartige Idee: "Christine, du packst nun den Koffer und fährst mit dem Zug von Budapest nach uns Zuhause, dann stehst du wie wir vor unserem Haus in unserer Heimat. Wenn alles doppelt ist, ist auch unser Geld doppelt. Hole bitte die Portemonnaie aus dem Küchenschrank, und schließe bitte das Haus gut ab." Das tat ich auch unverzüglich. Ich ging zum Bahnhof und fuhr mit dem Zug Richtung Heimat. Als ich Zuhause ankam standen meine Eltern vor unserem Haus und begrüßten mich. Wir gingen gemeinsam ins Haus und schauten aus dem Fenster, und sahen Budapest. Aber dies störte uns im Moment gar nicht. Wenn wir unser Haus verlassen sind wir sowieso wieder in unserer Heimat.

Allerdings hätte es mich interessiert ob auch alle anderen Familien aus unserer Nachbarschaft jetzt teils in Budapest und teils daheim lebten und ich hätte gerne gewusst, ob meine Kamel noch im Computer sind oder, ob ich mir ein neues schaffen muss, wobei ich stark daran zweifle ob ich das will. Also ging ich in meine Zimmer d.h. ich wollte in mein Zimmer gehen, landete aber versehentlich im Badezimmer, weil jetzt komischerweise alles spiegelverkehrt war. Auch wurscht, dachte ich und ging auf kamelclub.de. Tatsächlich, da war mein Kamel ! Ich hatte eine Idee. Als das Kamel das nächste mal kam, um seinen Darm zu lehren klickte ich auf "Kamel einfrieren". "Perfekt!" freute ich mich, und nahm an, dass ich jetzt wieder daheim bin, aber ich war immer noch in Budapest!!!

Teil 6

Aus dem Fenster sah ich zwar Budapest, aber als ich vor der Tür hinaustrat, war ich wieder in meiner Heimat. Und das alles spiegelverkehrt war habe ich mir im Moment selber nur eingebildet. Spiegelverkehrt war es als ich das Bad putzte. Nachdem das Kamel wieder nach Zorg verschwand, war unser Haus wieder normal. Es war halt der Schock. Ich bin danach ja schließlich mit dem Zug nach Hause gefahren. Jetzt fällt mir es wieder ein so wie es jetzt ist, ist es normal so ist es richtig. Die Zeitungen in Spiegelschrift habe ich doch in Ungarn gesehen, nicht hier! Jedenfalls ist jetzt alles wieder in Ordnung.

Wir gewöhnten uns daran, alles nahm seinen gewohnten Gang. Wir waren alle wieder Zuhause. Aber unsere Haustür und alle Fenster waren verhext. Wenn wir hinausschauten sahen wir Budapest. Wenn wir in den Garten gingen konnte man uns von Fenster aus nicht sehen. Also gingen wir immer mit dem Mobiltelefon in den Garten. Wenn wir vom Garten in unser Haus schauten sahen wir das sich dort Kamele aufhalten. Aber wenn wir das Haus betreten, verschwinden die Kamele wieder. Also halten sich die Kamele in unseren Haus in Budapest auf. So ist es also.

Wir beobachten vom Fenster unseren Garten, sahen „natürlich“ unseren Garten in Budapest. Und sahen das sich dort immer mehr Kamele aufhielten. Genauso schauten wir vom Garten aus in unser Haus, und sahen was sich in unserem Haus in Budapest sich abspielte. Drin waren jede Menge Kamele. Wohl die ganze Karawane. Jedenfalls war der Garten und das Haus völlig zugekackt. Wir sahen die Kacke konnte sie aber nicht riechen, und auch nicht anfassen. Gingen wir durch die Tür, waren wir automatisch in unseren richtigen Haus, und alle war blitzblank sauber. Und von Kamelen keine Spur.  Unser Haus funktionierte also wie ein riesiger Fernseher, auf dem immer das gleiche Programm lief.

Teil 7

Zum Abendbrot sagte mein Vater: "Unseren geplanten Camping-Urlaub müssen wir von Holland nach Ungarn verlegen. Das ist klar. Schließlich haben wir dort ein Haus und müssen es sauber halten. Die Kamele dort stellen sonst alles auf dem Kopf. Morgen ist mein letzter Arbeitstag. Übermorgen fahren wir los."

Endlich war es soweit, wir konnten losreisen. Nach paar Stunden waren wir da und standen vor unserem Haus. Erst mal trauten wir uns erst gar nicht ins Haus zu gehen, doch dann versuchten wir es einfach und was war ?? Die Kamele die wir in unserem Haus in Deutschland sahen waren nicht mehr da. Außerdem war auch alles wieder sauber. Kein Mist, kein Kamel, alles frisch sauber, einfach wie immer. Das verwunderte uns jetzt. Wir gingen dann in den Garten und sahen durchs Fenster. Dort sahen wir dann wieder die Kamele die bei uns zuhause ´ne Party feierten. Wir wussten einfach nicht mehr weiter. Um dem auf den Grund zu gehen haben wir uns entschieden, das mein Vater wieder zurück fährt. Nach 5 Stunden meldete er sich wieder. Doch in Deutschland waren auch keine Kamele. Dann wunderten wir uns. Ich wollte dann bisschen Zeit für mich selbst haben, deshalb ging ich dann in den Wald der hinter unserem Garten lag. Doch kaum war ich draußen befand befand ich mich auf einem anderen Planeten und sah mein Haus in dem ich meinen Vater sah? Jetzt war ich total fertig mit den Nerven. 

Teil 8

Doch Gott sei Dank hatte ich das Mobiltelefon noch in der Hosentasche. Ich rief also meinen Vater an und fragte ihn ob er mich durchs Fenster sehen konnte. "Nein" antwortete er. Alles wurde immer verzwickter. Aber ich hatte eine Idee ! Ich sagte: "Geh doch mal in den Garten !"  Er ging raus und sah mich ! Es musste also eine Verbindung zwischen den Welten geben.

Mein Vater und ich standen nun im Garten. Wir schauten uns um und sahen das wir uns in Deutschland befinden. Gut mein Vater war zurückgefahren, aber ich. Nur ein paar Schritte und ich hatte Ungarn verlassen, und befinde mich nun in meiner Heimat. Außerdem sagte mein Vater das kurz vor Wien auf der Autobahn plötzlich wie durch einen Blitz aus heiterem Himmel ein Kamel erschien und gleich wieder verschwand, sofort befand er sich auf der Autobahn bei Düsseldorf. Deswegen hatte die Fahrt auch nur 5 Stunden gedauert ! Da fiel mir ein das sich nur bei unseren Haus in Deutschland ein Wald hinter unserem Garten befindet. Hinter unseren ungarischen Garten befindet sich normalerweise ein Supermarkt.

Wir riefen meine Mutter an, und fragten was sie hinter unserem ungarischen Garten befindet. "Was sich dort immer befindet, ein Supermarkt." Wir gingen in den Wald hinter unseren Garten, aber nichts geschah. Die Verbindung existierte nur für kurze Zeit. Schließlich sagte Vater: "Wir wollten doch eigentlich einen Camping-Urlaub machen, ich hole jetzt den Wohnwagen vom Campingplatz ab." Meine Schwester Sarah soll, wenn wir weg sind, auf unser Haus aufpassen.

Teil 9

Vater holte den Wohnwagen vom Campingplatz ab. Als er ihn im Garten geparkt hatte, kam es zu Blitzen und jede Menge Kamele erschienen. Die Kamele gingen in den Wohnwagen. Und es blitzte wie Teufel.  Dann war der Wohnwagen spurlos verschwunden. Wir saßen nun verzweifelt in den Garten und waren sprachlos. Da kam ein Blitz und plötzlich stand unser Wohnwagen wieder im Garten. Dann klingelte mein Mobiltelefon. Die Mutter rief an. Sie sagte: "Ein Blitz kam aus heiterem Himmel und plötzlich steht unser Wohnwagen hier in Ungarn." "Bei uns steht er auch", antwortete ich. Also haben wir jetzt zwei Wohnwagen. Neugierig wie Mutti oft ist, bestieg sie den Wohnwagen. Machte die Tür zu. Und dann blitzte es.

Mutti erschrak, öffnete die Tür wieder und stieg aus dem Wohnwagen wieder heraus. Dann sah sie uns und rief verschreckt: "Manfred, ich denke du bist in Deutschland ?" Mein Vater sagte: "Wir sind in Deutschland !" Mutter stotterte. "Ich mümümümüsste dododoch in Ungarn sein. Ich sehe den Wald." "Beate du träumst nicht", rief mein Vater: "Du bist wieder zu Hause, hier in unsere Heimat." "Aber ich war doch in Ungarn. Ich versteh die Welt nicht mehr. Dieser Wohnwagen ist doch wohl verhext !" Ich dachte mir jetzt probiere ich es selber aus. Ich bestieg den Wohnwagen und machte die Tür zu. Es blitzte, ich stieg wieder aus. Und wo befand ich mich ? Da wo ich es vermutet hatte in unserem Garten in Ungarn ! Wiederholte das Gleiche noch einmal. Dann befand ich wieder in unseren deutschen Garten. Toll, dieser Wohnwagen, wir können in Sekunden von unseren Häusern in Deutschland und Ungarn hin und her reisen. Einfach super !!!

Teil 10

Ich überlegte ob wir den Wohnwagen an Leute vermieten sollten, die nach Ungarn wollen, aber mein Vater meinte, kein Mensch würde uns das glauben. Schade! Ade ihr Träume vom Reichtum.  :-(  Aber es wurde langsam lästig. Wenn ich auf den Dachboden ging war ich in Grönland, im Keller in China und im Wintergarten auf einem Planeten, der aus Pudding zu bestehen schien. Vielleicht gab es ja auch einen Weg aus diesem Schlamassel, wenn ich irgendwas mit meinem Kamel machte. Aber irgendwie fing ich an das auch witzig zu finden. Außerdem war das Essen in China einfach köstlich, auch wenn ich gar nicht wissen wollte was die da alles reinmischten.

Nun war alles durcheinander. Hatten wir es bisher Übersicht das man sich abwechseln in Deutschland oder in Ungarn aufhält, so reiste man plötzlich durch die ganze Welt. Und es blitzte und donnerte wie Teufel. Dann war alles wieder „normal“. Entweder Deutschland oder Ungarn. Aber der Garten war voller Kamele. Man sah nur noch Kamel dicht an dicht. Mein Kamel sagte, das Zorg von feindlichen Pinguinen besetzt wurde. Deswegen möchte ich Karate lernen, und wissen wie man eine Atomrakete baut. Christine, bringe mir das bitte bei. Ich riet die Kamele sollten sich in den Wald hinter unseren Garten zurückziehen, damit wir wieder Platz in unseren Garten haben. Die Kamele gehorchten, und begaben sich in den Wald.  Ich unterhielt mich noch mit meinen Kamel in unserem Garten. Das Kamel sagte mir die Teleportation ist durch Pinguine gestört worden. Sie haben Zorg besetzt und der Pudding erstarrt dort zu Eis. Außerdem wollen alle Kamele in Eiswürfel stecken. Dann ging es wieder los, laufend kamen Kamele aus unseren Wohnwagen und gingen in den Wald. Es waren etwa 18000 Kamele. Also die ganze Kamelfarm suchte in unserem Wald Asyl.

Teil 11

Der Förster war verzweifelt, wie soll da noch Platz für Fuchs, Hase und Reh sein, wenn jetzt alles voller Kamele ist ? Jedenfalls wurde es ein kommunalpolisches Thema wohin mit den Kamelen ? In einem Monat sind Kommunalwahlen, und der Bürgermeister fürchtet um seine Wiederwahl, wenn die Kamele nicht wieder verschwinden.

Immerhin haben wir durch unsere Wohnwagen, eine ganz neue Form von Mobilität gewonnen haben. Wir benutzen sie als Teleporter zwischen unseren Häusern. Wir hatten nun Kontrolle über beiden Häusern. Wir wohnten in unserem Haus in Deutschland. In das ungarische Haus zogen nun meine Großeltern und Tante Sarah ein.  Ständig pendelten wir alle durch unsere Wohnwagen, zwischen Deutschland und Ungarn hin- und her. Alles hatten wir jetzt nun doppelt. Unser Haus, unser Wohnwagen, unseren Garten. Wir hatten uns häuslich eingerichtet. Die Kamele störten uns nicht, sie stehen ja im Wald. Bis eines Tages es blitzte und der Garten voller Pinguine war.  Da standen sie nun gegenüber die Kamele und die Pinguine. Der Krieg steht vor der Tür, unmittelbar vor unserem Haus. Bleibt es bei Karate, oder kommt es zum Einsatz der von den Kamelen gebauten Atomraketen ?

Doch die Pinguine zogen nicht Richtung Wald, sondern Richtung Eissporthalle. Die Eissporthalle wurde von den Pinguinen gestürmt und besetzt. Denn dort ist es kalt, dort fühlen sie sich wohl. Dort errichten sie ihr militärisches Hauptquartier. Die Kamel zogen darauf hin weiter zur nahe gelegenen Braunkohlegrube. Dort ist es wie in der Wüste, dort fühlen sich Kamele wohl. Dort errichteten sie ihr militärisches Hauptquartier. Die Kamele demontierten den riesigen Schaufelradbagger, um daraus Atomraketen zu bauen. Uns alle wurde es Angst und bange, die Lage spitzt sich zu, es droht Krieg. Hilfe !!!!

Teil 12

Sowohl die Kamele als auch die Pinguine verschanzten sich in ihr militärischen Hauptquartier. Beide Parteien bauten Atomraketen. Und beide hatten das gleiche Problem. Sie verfügten nicht über spaltbares Plutonium. Nun bedrohten sie sich mit gegenseitig mit funktionsunfähigen Atomwaffen. Aber den Leuten gaukelten beide vor das sie funktionsfähige Atomraketen hätten.

Die Kamele und die Pinguine betrieben deswegen auch laute verbale Propaganda. Denn beide wollen die Bevölkerung an ihre Seite ziehen, um dann gemeinsam gegen ihre Erzfeinde zu kämpfen. Die Kommunalwahlen die kurz bevorstanden wurden ganz zur Nebensache. Die Kamele und Pinguine machten nun die Politik !

Dann fuhr ein Eisverkäufer an unserem Haus vorbei. Mein kleiner Bruder Tobias wollte sich dort ein Eis kaufen. Doch der Eisverkäufer war ein Pinguin. Die Pinguine schnappten sich meinen Bruder und entführten ihn. Sie brachten in ihr Hauptquartier. Trotz des Ärgers standen wir alle auf der Seite der Kamele. Sie haben ja schließlich unser Vermögen verdoppelt. Unser Haus, unsere Autos, unser Wohnwagen, unsere Möbel, ja sogar unser Geld. Einfach Alles. Deswegen waren wir ihnen letztendlich auch dankbar. Und nun kamen die bösen Pinguine und halten meinen kleinen Bruder als Geisel. Wo soll dies noch alle hinführen  ?!

Teil 13

Mein Vater und meine Mutter waren natürlich bestürzt über den Verlust meines Bruders. Mutter weinte fast den ganzen Tag und Vater musste sie dann immer trösten.

Eines Tages hatte ich dann die Nase voll von soviel Trübsal. Ich nahm mir vor heute noch zu den Kamelen zu gehen und ihnen zu sagen, sie sollten meinen Bruder gefälligst zurück holen. Mein Kamel - oder auch ein anderes, ich wusste es nicht genau, schließlich sehen die doch alle gleich aus- erklärte mir, das ein Angriff noch nicht möglich war, weil die Atomraketen noch nicht vollständig waren, denn es fehlte ihnen noch spaltbares Plutonium. Ich hatte eine Idee. Ich teilte den Kamelen meinen Vorschlag mit und sie erklärten sich schließlich für einverstanden.

Am nächsten Morgen um 6:00 Uhr fuhr ich mit dem Bus zu der deutschen Bundeswehr um mir dort das nötige Material zu beschaffen. Doch oh Schreck! Was war denn das? Die Bundeswehr war zu der Zeit schon längst von den feindlichen Pinguinen besetzt. Ich wollte weg rennen, doch sie sahen mich und eine aufregende Verfolgungsjagd begann! Ich rannte davon und versteckte in einer Scheune. Dort hatte ich Herzrasen, hoffentlich werde ich nicht entdeckt. Durch ein Guckloch sah ich das die Pinguine wieder umkehrten und die Verfolgung wohl aufgaben. Die Luft schien wieder rein zu sein. Da fiel mir ein das die Bundeswehr überhaupt nicht über Atomwaffen verfügt. Eine Anfrage wäre eh zwecklos gewesen. Und niemand würde mir auch Plutonium geben. Normale Menschen bekommen so etwas sowieso nie zu Händen. Dann wurde ich von einem Tier angeleckt. Ich dachte zunächst es wäre mein Kamel. Es sind ja schon viele merkwürdige Dinge geschehen. Aber es war nur eine gewöhnliche Kuh.

Teil 14

Ich schaute mich um. Der ganze Bauernhof schien menschenleer zu sein. Aber die Tiere waren alle im Stall und schienen gut versorgt zu sein. Ich suchte jemanden, aber ich fand niemanden.

Der Bauernhof war verlassen, aber technisch völlig intakt. Dann machte ich mich auf dem Weg und ging über die Weide spazieren. Weit und breit war kein Mensch, kein Kamel und kein Pinguin zu sehen. Aber jede Menge von Kühen. Jedenfalls waren die Kühe friedlich, aber ich war mutterseelenallein. Oder doch nicht? Ich fühlte mich beobachtet und drehte mich blitzschnell um. Doch da war keiner (außer den Kühen). Plötzlich kam mir die verrückte Idee, dass mich vielleicht schon die ganze Zeit ein Satellit beobachtete. Ich schaute hoch zum Himmel. Als ob ich da einen Satelliten sehen könnte der im Weltraum schwebte! Nichts war zu sehen, außer ein paar Vögeln am fernen Horizont. Ich fühlte mich immer noch unbehaglich und so beschloss ich, wieder ins Bauernhaus zurück zu kehren. Erst ging ich dann lief ich immer schneller und schneller, also ob ich um mein Leben rennen würde. Im Haus angekommen knallte ich die Türe zu und warf mich gegen sie. Schwer keuchend sah ich mich um. Im ersten Moment dachte ich, die Wohnstube würde voll mit Pinguinen stehen, wie im Fernsehen, doch da waren keine Pinguine. Ich atmete erleichtert auf. "Na endlich hab' ich dich gefunden!" Ich schoss herum da stand mein Kamel in der Türe, denn welches Kamel würde sonst nach mir suchen? Es kniete sich auf den Boden und sagte: "Das machen wir virtuellen Kamele zwar eigentlich nie, aber was soll's? Schließlich haben wir ja auch noch nie eine Schlacht mit euch Menschen geschlagen. Also steig auf!'' Ich gehorchte.

Teil 15

20 min später standen wir vor unserem Haus. Mein Kamel ließ mich runter und trabte davon. Ich schaute ihm nicht lange nach und ging ins Haus. Mutter und Vater hatten lange am Küchentisch auf mich gewartet und Mutter sprang auf und umarmte mich stürmisch. "Wo warst du denn so lange?" Lange?, dachte ich und schaute auf die Uhr. Ich war wirklich schon lange weg gewesen, denn inzwischen war es schon 12:00 Uhr geworden. Ich fühlte mich plötzlich sehr müde uns stieg in mein Bett ohne mir auch nur die Mühe zu machen meine Klamotten aus zu ziehen.

Am nächsten morgen wachte ich erst so um 1 Uhr auf, das war dann wohl eher am Vormittag. Ich ging ins Bad und wollte duschen, aber die Dusche war besetzt. Mein Kamel war gerade am Duschen. Ich war nicht so überrascht, wie du vielleicht gewesen wärst, in meiner Situation, aber ich war's nicht, weil ich in den letzten Tagen schon total viel ungewöhnliches erlebt hatte. Ich fragte nur: "Was machst du denn hier?" Mein Kamel grinste frech und antwortete: "Na was wohl? Ich dusche grade! Sieht man dass denn nicht?" - "Raus aus meinem Badezimmer! Ich will duschen!", sagte ich - "Ist ja schon gut! Beruhig dich! Bin ja schon weg!" sprach das Kamel und verzog sich aus dem Bad. Nachdem ich geduscht hatte, ging ich in die Küche um zu frühstücken. Mein Kamel saß, wie nicht anders zu erwarten, am Küchentisch und fraß mir mein ganzes Frühstück weg. Ich riss ihm die Tüte Haferflocken aus der Hand und holte mir ein Schälchen und Milch. "Ach ja, hab' ich dir eigentlich schon erzählt, warum ich dich holen sollte?", fragte mein Kamel. "Nein", antwortete ich mit vollem Mund "Erzähl!"

Teil 16

Es ist so: "Unsere Feinde die Pinguine haben schon unsern Planeten Zorg besetzt. Sie haben dort eine Eiszeit hervorgerufen, und nun wollen sie dies auch auf der Erde tun. Sie wollen mit Atomwaffen das Eis von Grönland sprengen. Billionen von Tonnen von Eis würden in den Atlantik stürzen und die Luft darüber würde schlagartig abkühlen. Der Golfstrom würde gestoppt werden und ganz Europa würde unter einer meterhohen Schneemassen begraben. Das Sonnenlicht würde dann so stark in den Weltraum reflektiert werden, das es noch kälter wird. Eine Kettenreaktion würde in Gang gesetzt werden die innerhalb eines Jahres die Welt in eine Eiszeit führt. Eine Eiszeit wie zur Zeit der Mammute." 

Dann ging in unseren Garten, denn wenn man aus unseren verhexten Fenster schaute sah man eh nicht unsere Heimatstadt, sondern man sah Budapest. Ich hörte wie ein Propagandawagen an unser Haus vorbeifuhr. Es war ja schließlich Wahlkampf. Es wird ein neuer Stadtrat und ein neuer Bürgermeister gewählt. Und ich hörte das sich nun auch ein Pinguin zur Wahl stellte. Die pinguinische Eispartei (PEP) betrieb heftig Wahlkampf. Überall hörte man nur noch von der PEP. Die Eissporthalle wird vergrößert, mittlerweile ist sie schon viermal so groß wie vorher. Und es wird weiter kräftig angebaut. Mir wird schaurig wenn ich an die Zukunft denke. Ein Pinguin als Bürgermeister. Die Pinguine haben schließlich meinen kleinen Bruder entführt. Mein Kamel sagte mir: Wir müssen die Pinguine mit gleichen Waffen zurückschlagen. Ich werde eine Kamelpartei gründen. Das teleportierte sich mein Kamel weg. Nächsten Tag fuhr ein Propagandawagen der WPK ( Wüstenpartei der Kamele ) an unser Haus vorbei. Für das Bürgermeisteramt kandidiert nun auch ein Kamel.

Teil 17

Und so gab es nur noch ein Wahlkampfthema. Für die Kamele, für die Pinguine oder gegen beide. Nachbarn stritten sich zu wem sie halten wollen. Oft ging der Riss mitten durch die Familie. In meiner Familie herrschte bei diesem Thema  Eintracht: Für die Kamele und gegen die Pinguine. Schließlich ist mein Bruder immer noch bei den Pinguinen in Gefangenschaft.

Dann kam das Wochenende wo die Pinguine die Fußgängerzone unserer Stadt überdachten, und sämtliche Geschäfte und Wohnungen der Innenstadt damit in ihrer Eishalle integrierten. Die Fertigbauteile hatten die Pinguine schon vorher auf Zorg gefertigt. Das Montieren ging somit in Windeseile. Es wurden überall Kühlanlagen verlegt. Die Halle hatte mittlerweile eine Fläche über 200 Hektar. 

Als ich dann am Montag darauf zur Schule ging hatten die Pinguine unsere Sporthalle zu einen Teil ihrer riesigen Eishalle gemacht. Da  das eigentliche Schulgebäude aber, war noch nicht Bestandteil der Eishalle. Deshalb fand dort noch normaler Unterricht statt. Die letzten beiden Stunden sollten dann Sportunterricht sein. Die Pinguine boten uns Schlittschuhe an, wir sollten im Sportunterricht Schlittschuhlaufen. Aber meine Klassenkameraden waren wie ich voll auf der Seite der Kamele. Und deswegen lehnten wir das Angebot der Pinguine ab. Schüler und Lehrer waren sich da einig. Und so hatten wir Politikunterricht in den letzten beiden Stunden. Thema war natürlich "Kamele und Pinguine in unserer Stadt".

Teil 18

Als wir am Dienstag zur Schule gingen war die ganze Schule von den Pinguinen in ihrer Halle integriert. Der Schulunterricht musste nun ganz ausfallen. Alle Schulklassen gingen mit ihren Lehrern zum Rathaus. Dort sahen wir wie die Pinguine auch dieses versuchten in ihre Eishalle einzugliedern. Doch nun formierte sich der Widerstand. Die Polizei griff mit Tränengas und Wasserwerfer gegen die Pinguine ein. Es herrscht Bürgerkrieg. Weil es unter den Passanten auch Fanatiker gibt die die Pinguine bei ihrer Arbeit unterstützen.

Es flogen nur so die Fetzen, deshalb rief ich mein Kamel. Es blitzte und mein Kamel stand bei mir. Und meine Mitschüler taten das gleiche. Nun standen sich vor dem belagerten Rathaus von Pinguine und Kamele gegenüber. Leider konnte nur ein kleiner Teil unsere Kamele Karate, aber die Polizei half ja mit das Rathaus zu verteidigen. Aber auch die Pinguine wurden von Passanten unterstützt. Es waren hauptsächlich Familienmitglieder von Bergleuten. Diese hatten durch die Kamele ihren Arbeitsplatz verloren, weil diese ihr Braunkohlebergwerk besetzten. Es reisten immer mehr Leute an. Bald flogen auch Molotowcocktails, das Rathaus brannte. Die Menschenmassen behinderten die Arbeiten der Feuerwehr. Schließlich schoben sich die Leute gegenseitig die Schuld zu. Es kam zu Raufereien und Plünderungen. Und ich saß mitten drin...

Teil 19

Die Leute begannen nun sich gegenseitig mit Steinen zu bewerfen. Es waren zwar jede Menge Polizisten vor Ort. Aber statt für Ruhe und Ordnung zu sorgen, fingen auch sie an in der Schlacht mitzuwirken. Die Polizisten waren unter sich total zerstritten und bekämpften sich nun auch gegeneinander, weil ein Teil der Polizisten auf Seiten der Kamele und ein anderer Teil auf Seiten der Pinguine stand. So ging es den ganzen Nachmittag. Dann wurde von der Regierung der Ausnahmezustand erklärt, die Bundeswehr rückte ein. Doch auch in den Reihen der Soldaten brach die Zwietracht vor. Auch hier gab es eine tiefe Spaltung zwischen Kamelfans und Pinguinfans. Die Schlacht wurde immer noch größer. Einig waren sich nur noch die Pinguine und die Kamele untereinander. Und beide Tierarten versuchten nun die Menschen auf ihre Seite zu ziehen. Auch mich ließ dies nicht kalt, und ich warf Steine auf die bösen Pinguine. Als es dunkel wurde zogen sich die meisten Leute vom Schlachtfeld zurück, und gingen in ihre Häuser, auch ich ging um 21 Uhr nach Hause. Aber einige kämpften die ganze Nacht hindurch und am nächsten Morgen flammte der Konflikt wieder in voller Stärke auf.

Durch die Kämpfe entstanden überall neue Brandherde. Das sich die Flammen dennoch nicht so sehr ausbreiteten lag daran, das die Pinguine weite Teile der Innenstadt vereist hatten. Aber das Eis taute durch die Hitze weg es wurde überall matschig. Während am Dienstag das Rathaus zerstört wurde, verlagerten sie die Kämpfe am Mittwoch auf den Weihnachtsmarkt. Der war schon am Vormittag nur noch ein Trümmerfeld. Dort prügelten sich die Leute mit den Kamelen und Pinguinen bis in den späten Abend. Während der Nacht ebbten die Kämpfe wieder ab um dann am Donnerstagmorgen erneut aufzuflammen.

Teil 20

Ich ging auch am Donnerstag zum Schlachtfeld in der Innenstadt. Die Pinguine haben nun das Kaufhaus besetzt, und wollen es in ihrer Eishalle integrieren. Die Pinguine verbreiten über Lautsprechern folgende Propaganda. "Liebe Kinder, den Weihnachtsmann gibt es nicht. Eure Eltern müssen die Geschenke von ihrem Geld einkaufen. Das wollen wir ändern. Wir spielen zuerst Robin Hood, und dann den Weihnachtsmann. Wir beschlagnahmen die Spielwaren aus diesem Kaufhaus und verschenken sie an euch Kinder zu Weihnachten. Deshalb liebe Kinder lasst die blöden Kamele links liegen und kommt zu uns Pinguinen !" Von vielen Kinder waren aber auch die Eltern anwesend. Die Eltern versuchten auf ihre Kinder einzureden. "Was die Pinguine machen wollen ist kriminell, macht dort bloß nicht mit !" Doch die Pinguine machten sich dadurch die anwesenden Polizisten und Bundeswehrsoldaten zu ihren Feinden. Waren diese zuvor gespalten zwischen Pinguinfans und Kamelfans, so schlugen sie sich nun endgültig auf die Seite der Kamele. Sie sperrten den Zugang zum Kaufhaus ab und verhinderten somit Plünderungen. Dann begannen die Soldaten das Quartier der Pinguine zu stürmen. Die Pinguine sahen sich in die Ecke gedrängt.

Ja so war es, die Soldaten eroberten Haus für Haus und Straße für Straße von den Pinguinen zurück. Der größte Widerstand kam von den Schlittschuhfahrenden Pinguinsfans auf den vereisten Straßen. Die Pinguine sahen es als letzten Ausweg Puddingbomben zu werfen. Die Pinguine begannen nun von Zorg gefrorenen Pudding zur Erde zu beamen. Da große Teile der Gefrieranlangen durch Kämpfe mittlerweile zerstört waren, schmolzen weite Teile des Eises, und auch der Pudding von Zorg wurde butterweich.

Teil 21

Da es sich um Pudding handelte, konnte man ihn auch essen. So kam es das immer mehr Leute von ihn naschten. Aber es waren solche Mengen davon da, das es Jahre dauern würde um ihn aufzuessen. Der Pudding vermischte sich mit dem Straßendreck und fing dadurch furchtbar an zu kleben. Er klebte wie Pattex. Und viele Leute saßen deswegen fest. Durch all die Wirren wurden auch einige entführte Kinder befreit. Unter ihnen auch mein Bruder Tobias. Tobias lief mir über´n Weg. Ich war überglücklich, wir gingen dann beide sofort nach Hause. Aber die Schlacht um die vereiste Innenstadt ging noch weiter. Den Lärm hörten wir noch in unserem Garten.  Es schien so als würden die Pinguine bald kapitulieren. Aber Freitagmorgen um 4 Uhr wurden wir alle aus dem Schlaf gerissen, die Pinguin hatten zurückgeschlagen. Sie haben die Superpuddingbombe eingesetzt. Sie erzeugte einen Pudding der sich selbst vermehren kann. Der Pudding bedeckte inzwischen die ganze City und drang unaufhaltsam zu den Vororten. Um 6.30 erreichte der Pudding auch unser Haus.  Ich ging in den Garten zum Wohnwagen, und rief alle meine Kamele. Auch meine Eltern und mein Bruder kamen in den Garten. Vorher verschlossen wir alle Fenster und Türen, damit der Pudding nicht in unsere Wohnung eindringt. Gemeinsam mit meinen Kamelen versuchten wir nun unseren Garten vom vordringenden Pudding freizuhalten.

Es war eine Mordsarbeit ständig den ganzen Pudding aus unserem Garten räumen. Die Kamele und wir kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Und dann fingen die Pinguine an uns an dieser Arbeit zu hindern. Ich hörte im Hintergrund, das sie unseren Garten erobern wollten. Und ich hörte einige male das Wort "Wohnwagen". Da wurde es mir klar. Sie wollen unseren Wohnwagen im Garten. Weshalb ist doch klar. Wenn sie diesen Wohnwagen in Besitz nehmen, können sie augenblicklich sich und den Pudding nach Budapest teleportieren. Sie würden dann in Budapest das gleiche Chaos wie in meiner Heimat verursachen. Das wollten wir auf alle Fälle verhindern ! 

Teil 22

So kam es das meine Kamele sich Verstärkung aus Budapest holten. Und so stiegen viele Kamele aus unserem Wohnwagen aus und betraten unseren Garten. Nun stand unser Garten voller Kamele. Damit müssen wir leben, wir dürfen unseren strategisch wichtigen Wohnwagen nicht den Pinguinen überlassen. Gefragt sind Fähigkeiten wie Karate zum Vertreiben der Pinguine, und Schneeschlacht um den Pudding fort zu schleudern. Die Übermacht der Kamele war jetzt so groß, das sich die Pinguine zunächst von hier sich wieder zurückzogen. Danach kamen Kamele die Luftschlossbau und Schweißen beherrschten. Und sie bauten eine riesige Halle in unser Stadtviertel. 28 Einfamilienhäuser, ein Supermarkt, eine Bäckerei, ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Kinderspielplatz und unser Marktplatz wurden dadurch vollkommen überdacht. 

Nun befinden sich unser Einfamilienhaus und unser Garten in der Halle von den Kamelen. Aber auch die Pinguine konnten ihre Front stabilisieren. Ihr Eishalle ist allerdings auf einer Fläche von nur noch 52 Hektar geschrumpft. Die Fußgängerzone mit ihren Kaufhäusern und Geschäften wurden aus ihrer Eishalle ausgegliedert, auch meine Schule ist nicht mehr Bestandteil der Eishalle. Die am kommenden Sonntag stattfindenden Kommunalwahlen wurden wegen des Ausnahmezustande erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Am Samstag ebbten die Straßenkämpfe so langsam ab. Und ab Sonntag herrsche eine gespenstische Ruhe, die Pinguine und Kamele haten sich in ihre Stützpunkte zurückgezogen. Die Leute begannen den Pudding von den Straßen wegzuräumen. Aber auch an den Weihnachtstagen lag noch so viel Pudding auf den Straßen, das ein zügiges Durchkommen mit dem Auto unmöglich war. Da wir es versäumt hatten uns rechtzeitig einen Weihnachtsbaum und Geschenke zu kaufen, fiel diesmal das Weihnachtsfest bei uns zu Hause aus.

Teil 23   (eingestellt von: Sindbad [8998], ihr/sein Herrchen/Frauchen Dorian am 31.12.2003 um 05:15:01 Uhr)

Auch unsere Nachbarn hatten es versäumt Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Die Schlachten in der City standen in der Adventszeit im Mittelpunkt. Kamele oder Pinguine war das Thema das Familien entzweite. Aber Weihnachten einfach so zu übergehen, das wollte man dann doch nicht. Die Gärten der Einfamilienhäusern und auch ein Stück Wald wurde ja mit überdacht. Deswegen standen auch Tannenbäume in der Kamelhalle.  Also wurden die Tannen in den Gärten als Weihnachtbäume geschmückt. Man feierte gemeinsam mit den Nachbarn den heiligen Abend. Es gab als Geschenke nur Kleinigkeiten, wie Süßigkeiten. Und man tauschte den Krempel aus dem Keller mit dem Krempel von anderen Leuten. Nach dem Motto: Jemand anderer könne das noch gebrauchen was bei uns nur unbenutzt in der Ecke liegt.  Man improvisierte, und war froh das die Kämpfe in der City während der Feiertage ruhten. Die Nachbarn rückten näher zusammen, man war sich nicht mehr so fremd. Sogar die Kinder hatten Verständnis das die Bescherung der großen Geschenke diesmal ausfiel. Die Leute erkannten den wahren Sinn des Weihnachtsfest. Es ist das Fest der Liebe und nicht das Fest der Geschenke !

Unser Wohnwagen dient den Kamelen nun als Teleporter, dort herrscht ein reger Durchgangsverkehr. Man kann dort augenblicklich zwischen Budapest und meiner Heimatstadt hin und her pendeln. Nicht nur die Kamele, sondern auch die Menschen benutzten ständig diese Abkürzung nach Ungarn. Deswegen wurde er auch aus unserem Garten entfernt und auf dem überdachten Marktplatz abgestellt. Der Marktplatz ist nun das Herz der Kamelhalle, dort spielt sich das öffentliche Leben ab. Alle Leute sind den Kamelen dankbar, das sie durch ihre Halle den wabbelnden Pudding von ihren Häusern fernhalten.

Auch die Pinguine umschlossen mit ihrer Eishalle Wohnungen von Menschen. Auch dort sind Anwohner vom wabbelnden Pudding befreit. Das verdanken sie den Pinguinen. Nachteilig ist die Tatsache, das die Wege zwischen den überdachten Häusern vereist sind. Also müssen sie Schlittschuh laufen. Aber es macht ja vielen schließlich Spaß. Genauso wie in der Kamelhalle herrscht dort Friede, Freude, Eierkuchen. Die Leute sind mit den Pinguinen glücklich.

Die Arschkarte haben jene Leute gezogen dessen Häusern weder von den Kamelhalle noch von der Eishalle der Pinguine überdacht wurde. Dort wütete immer noch der wabbelnde Pudding von Zorg. Er zerstört parkende Autos und dringt durch offene Türen und Fenster in Wohnungen ein. Überall auf der Straße liegen vom Pudding zerstörte Möbel rum. Die Polizei ist ständig mit Flammenwerfern unterwegs um den Pudding niederzubrennen. Nebenan ist die Feuerwehr dabei, die entstehenden Brände sofort wieder zu löschen. Der Pudding ist zwar essbar und schmeckt ausgezeichnet, aber er ist total verdreckt vom Unrat der überall rumliegt.

Teil 24   (eingestellt von: Danuta [2542], ihr/sein Herrchen/Frauchen Felix am 03.01.2004 um 12:46:24 Uhr)

Auch nach Weihnachten blieb es relativ friedlich. Beide Parteien waren nach wie vor kriegsmüde und hatten keine Lust auf den Straßen zu kämpfen. Die Bewohner dessen Häusern die neben der Kamelhalle oder neben der Eishalle der Pinguine stehen, begannen damit ihre Häuser mit der benachbarten Halle anzuschließen. Sie wollten den Pudding loswerden ! So wuchsen beide Hallen.

Weil in der Kamelhalle recht warm ist, verlangten zuerst die Kinder nach einem Schwimmbad. Dann kam auch bei den Erwachsenen der Wunsch nach einem Schwimmbad auf. Also begann man das angrenzende Freibad zu überdachen und man integrierte es in die Kamelhalle. Es war eine Mordsarbeit den ganzen Pudding aus den Schwimmbecken zu entfernen. Aber die Arbeiten gingen zügig voran. Weil immer mehr mithalfen. Am Silvestertag um 16 Uhr wurde es eröffnet. Die Leute waren begeistert. Als Hallenbad können sie es ganzjährig nutzen.

Teil 25   (eingestellt von: Aurora [803], ihr/sein Herrchen/Frauchen Ajax am 05.01.2004 um 22:44:36 Uhr)

Nun stand der Jahreswechsel vor der Tür. Da gab es ein Problem, die Silvesterraketen würden an der Decke der Kamelhalle abprallen, deswegen müsste man die Halle verlassen, um sie unter freien Himmel zu starten zu können. Der Weg nach draußen führt durch eine Schleuse, um den Wabbelpudding daran zu hindern, das er in die Halle eindringt. Außerdem hatte man Angst das Saboteure eindringen könnten. Einfacher war es sich durch den Wohnwagen auf unseren Marktplatz sich nach Budapest zu beamen, und dort die Silvesterraketen starten zu lassen. Etwa 2000 menschlichen Bewohner der Kamelhalle gingen alle durch den Wohnwagen nach Budapest. Es bildete sich eine so lange Schlange das es fast eine Stunde dauerte bis alle drüben waren. Viele kamen erst nach Mitternacht rüber, weil sie sich zu spät anstellten. Wir ließen die Raketen also in Budapest starten, und kehrten danach wieder durch den Wohnwagen zurück. Wieder gab es eine lange Warteschlange. Wir haben den Jahreswechsel gut überstanden. Aber draußen wo der Pudding wütet war der Teufel los ...

Teil 26   (eingestellt von: Israel [5855], ihr/sein Herrchen/Frauchen Felix am 06.01.2004 um 16:55:24 Uhr)

Tatsächlich ! Die Straßen waren zwar schon weitgehend von Pudding befreit, doch überall lagen noch Puddingreste herum. Harmlos ist der Pudding direkt vor der Eishalle der Pinguine, weil er dort wegen der Kälte festfriert. Deswegen gingen die Bewohner der Eishalle auch nach draußen und feuerten dort ihre Böller und Silvesterraketen ab. Aber auch Bewohner der Stadt, dessen Häusern bisher vom Pudding weitgehend verschont geblieben sind feuerten Böller und Raketen ab. Und dann geschah das Unheil. Unzählige Knaller landeten im Pudding, und der Pudding wurde wieder aktiv. Der vermehrte sich so rasant, das bald die ganzen Straßen wieder voll davon waren. Der Pudding drang auch wieder in Wohnungen ein, wo Fenster oder Türen offen standen. Mitten in der Freude der Neujahrsfeiern platzte mit voller Stärke das Pudding-Inferno ein. Überall lag nun wieder die klebrige verdreckte Masse herum, und hinderte die Leute am weiter gehen. Nur mit Mühe konnten sich die Leute wieder in ihrer Häuser schleppen. Drinnen in der Wohnung hatten sie allerlei Mühe sich von den Puddingresten zu befreien. In den Wohnungen vermehrte sich der Pudding und beschädigte dort die Möbel. Nach dem die Knallerei verebbte, beruhigte sich der Pudding wieder. Und da es sehr kalt war erstarrte er an vielen Stellen blitzschnell. So stand den Leuten draußen wieder eine Menge Arbeit bevor um die Straßen wieder vom Pudding zu räumen. Es kamen von außerhalb Räumdienste und nach einem Tag waren die Straßen wieder weitgehend frei. Doch ganz verschwunden war der Pudding immer noch nicht. Immer wieder gab es lokale Nester von den es immer wieder Puddingausbrüche gab. Die Bewohner der Kamelhalle und der Pinguinhalle bleiben weiterhin von den verwüstenden Wirkungen des Pudding verschont. Deswegen vergrößern sich beide Hallen ständig. Niemand mehr in der Stadt wollte seine Wohnung außerhalb einer der beiden Hallen haben.

Teil 26   (eingestellt von: Kevina [1426], ihr/sein Besitzer/in Dorian am 31.03.2004 um 18:54:48 Uhr)

Nun sind einige Wochen ins Land gezogen. Die ganze Stadt ist von beiden Hallen überdacht worden. Pinguinhalle und Kamelhalle grenzen unmittelbar einander. Jede Halle hat eine Hälfte der Stadt vollständig überdacht. Eine undurchlässige Mauer trennt nun beide Riesenhallen und somit auch beide Stadthälften voneinander. Kamelfreunde und Pinguinfreunde stehen nun im kalten Krieg gegenüber. Jede Partei lebt nun für sich und lästert verbal über die anderen. Aber man ist kriegsmüde und lässt die anderen in Ruhe.
Alle gehen wieder ihren gewohnten Tagesgeschäften nach. Die Verwüstungen durch den Pudding sind vollkommen beseitigt, und auch letzte Rest des Puddings ist verschwunden. Sowohl bei den Kamelen, als auch bei den Pinguinen geht alles wieder seinen gewöhnten Gang. Die Pudding-Katastrophe gehört nun endgültig der Vergangenheit an.
Karneval ist wegen des Wiederaufbau völlig untergegangen, und wurde deswegen nicht gefeiert. Nun steht Ostern vor der Tür
....

Fortsetzung folgt ...

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