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Teil
1
An
einem kalten und stürmischen Herbstwochenende
setzte ich mich an meinen Computer um mein Kamel
zu füttern doch plötzlich sprang die Tür auf
und...
Ich drehte mich um und traute meinen Augen nicht!
Da stand doch tatsächlich mein Kamel in der Tür!!
Irritiert wanderte mein Blick zwischen
Computerbildschirm und Türrahmen hin und her!
Dann stammelte ich: "wache ich oder träume
ich ?" Ein wahrhaftiges Kamel in meinen
Kinderzimmer, ist wohl aus dem naheliegende Zoo
ausgebrochen. Ich ging zur Tür und fühlte es war
doch kein Traum.
Aber um
Himmelswillen, was möchte dieses Kamel hier in
meinen Zimmer ?! Und dann fängt es noch an mit
mir zu sprechen. so ich traute nicht mehr meinen
Augen aber was soll´s, ich versuchte dann auch
Kontakt mit dem Kamel aufzunehmen und sagte
deswegen: "hallo!" zu mehr kam
ich dann nicht mehr, denn das Kamel streckte mir
die Zunge aus und ging aufs Klo. Ich denke mir : "Häh
was ist jetzt los" und dann rieche ich
auch noch so einen Geruch der so stinkt das ich
umkippte.
Als ich nach einer
Minute wieder aufstand,
war das ganze Badezimmer voller Scheiße
und das Kamel war spurlos verschwunden. Jedenfalls
eine Riesenschweinerei. Wenn jetzt meine Eltern
hereingescheit kämen das gäbe Riesenärger. Das
mit dem Kamel glauben sie doch auf kein Fall. Also
machte ich mich an die Arbeit das Bad zu putzen.
Teil
2
Nach
einer Stunde Arbeit war ich dann endlich fertig.
*schwitz* Ich habe mich kurz an den Badewannenrand
gesetzt um einen klaren Gedanken zu fassen. "Wo
ist das Kamel denn?!" dachte ich mir und
ging ins Wohnzimmer und sah wie das Kamel dort
seelenruhig vor dem Fernseher saß. Gott sei Dank
hat es seinen Kot alles im Bad abgelassen,
jedenfalls war das Wohnzimmer noch sauber. Ich
ging durch die Wohnung, und suchte meine Eltern,
aber sie waren nicht da.
Ich
ging wieder ins Wohnzimmer. Da saß doch tatsächlich
dieses Kamel und aß meine Lieblingsfrühstücksflocken.
"Du hast Nerven !" keifte ich und
riss sie ihm aus der Hand. Leider fielen sie mir
dabei auf den Boden. das Kamel grinste frech und
sagte: "jetzt kannst du sie haben. ich
will sie nicht mehr." "Du kannst
sprechen?!?!?!" - "Ja das hab ich
mal gelernt, da war ich so groß" und es
machte eine vage Handbewegung. Na toll dachte ich
mir. Genauso groß wie es jetzt ist. Ich fragte
dann, wie alt es wäre. Nachdem es überlegte
sagte es mit aus gestreckter Zunge :-P "sag
ich nicht" "omg", dachte
ich mir. Na toll das kann ja heiter werden. Das
Kamel fragte mich: "Wo ist euer
Schlafzimmer?" ohne darüber nachzudenken
antwortete ich: "Das fünfte Zimmer
links". Das Kamel ohne lange zu zögern
stand auf und ging. Nein dachte ich mir das nächste
Zimmer das er in eine Müllhalde verwandelt. ich
rannte ihm hinterher und hielt es am Schwanz fest.
"Autsch!" rief das Kamel und
teleportierte sich weg zum Planeten Zorg.
Teil
3
Na
jetzt herrscht endlich Ruhe in meiner Wohnung.
Gott sei Dank hat das Kamel das Wohnzimmer nicht
auch so versaut wie das Bad. Aber meine Eltern
sind immer noch nicht zu Hause, obwohl sie schon längst
hier sein müssten. Ach so der Mülleimer muss
hinausgestellt werden. Als ich das Haus verließ
befand ich mich plötzlich in Budapest. Wie bitte
unser Haus steht doch nicht in Budapest. Aber was
ich draußen war , war es eindeutig Budapest, und
die Leute sprachen alle ungarisch. Was soll das.
Ich ging wieder ins Haus, schaute aus dem Fenster
und alles war normal. Ich sah wieder meine
gewohnte Heimatstadt. Also ging ich wieder nach
draußen. Wieder war ich in Budapest und ging
wieder ins Haus schaute aus dem Fenster. Alles
normal meine gewohnte Heimat.
Ob das was mit dem Teleportieren zu tun
hat, was heute mein Kamel gelernt hatte. Mir wurde
es richtig unheimlich. Es war schon Mitternacht und meine Eltern
wollten doch schon um 19 Uhr kommen .....
....
Dann fiel mir ein das meine Eltern doch ein Handy
mit hatten. Ich ging zum Telefon, doch wo war es,
da wo es stehen sollte steht es nicht mehr. plötzlich
wurde es im Zimmer hell so das ich sogar vom Licht
geblendet wurde. nachdem ich wieder sehen konnte
sah ich das Kamel wieder. anscheinend musste es
sich wieder zurück teleportiert haben. Ich fragte
es: "Was ist passiert, wieso steht das
Haus in Budapest und wo sind meine Eltern?"
Das Kamel erwiderte: "Schön war es auf
Zorg“ Ich war so wütend. "Sag mir
wo meine Eltern sind ? Und was ist mit unserem
Haus los, Warum steht es in Budapest. Soll ich
etwa dort zur Schule gehen, ich kann kein
ungarisch !" Das Kamel lächelte und
sagte. "Ich gehe wieder nach Zorg, tschüss".
Ein heller Lichtblitz und weg war es. Dann
klingelte in der Küche ein Mobiltelefon, ich ging
hin. Es meldete sich meine Mutter: "Kind
wo bleibst du ich mache mir große Sorgen."
Teil
4
| Ich sagte: "Ich
bin zuhause."
|
| Mutter: "Das
kann aber nicht sein, wir sind doch daheim
in unseren Haus. Du bist, aber nicht hier." |
| Ich: "Das
kann doch nicht sein, Ich bin hier in
unserem Haus, und ihr seid nicht da." |
| Mutter: "Willst
du mich veralbern. Du kannst ..." |
Plötzlich im
Hintergrund ein Aufschrei vom Vater: "Was
ist das ? Aus dem Fenster sehe ich die Skyline von
Budapest. Aber unser Haus steht nicht dort. Und in
der Küche liegt den großer Haufen Scheiße."
Ich war ganz baff am Telefon. Denn bei mir ist die
Küche sauber.
Vater
ging hinaus aus dem Haus, und sah das dass Haus
wieder in der gewohnten Heimatstadt stand. Als er
wieder hereintrat sah er aus dem Fenster wieder
Budapest. Nun merkte es auch Mutter das mit
unserem Haus was nicht stimmte.
Wie ich so weiter mit Mutter telefonierte sah ich
durchs Küchenfenster und sah dort draußen meinen
Vater. Ich ging zum Fenster und rief: "
Vater ich bin doch hier." Auch mein Vater
sah mich durchs Fenster und rief zurück: "Gott
sei Dank Christine ist wieder da." Er
ging nun ins Haus und ging verließ das Haus
Richtung Haustür. Dann befand ich mich plötzlich
wieder in Budapest. Und ich sah durch Küchenfenster
wieder meinen Vater. Papa rief: "Ich stehe
vor dem Fenster." " Ja ich sehe dich, aber
wir sind wieder in Budapest, unser Haus ist
verhext." Nach
einigen rumprobieren stellten wir dann alle fest,
das ich mich in Budapest befinde wenn ich unser
Haus verlasse, und meine Eltern wenn sie das Haus
betreten. In unserer Heimat bin ich wenn ich im
Haus bin und meine Eltern draußen stehen. Und das
alle Fenster genauso wie die Haustür uns von
einem Ort zum anderen teleportierten. Meine Eltern
waren so nah und doch so fern.
Teil
5
Es
wurde uns klar das es unser Haus nun zweimal gibt.
Einmal hier in unserer Heimat und einmal in
Budapest. Auch die Einrichtung schien identisch zu
sein. Wir standen nun draußen und unsere Tochter
war in der Küche und wir redeten auf Distanz
miteinander. Plötzlich hatte Vater eine großartige
Idee: "Christine, du packst nun den Koffer
und fährst mit dem Zug von Budapest nach uns
Zuhause, dann stehst du wie wir vor unserem Haus
in unserer Heimat. Wenn alles doppelt ist, ist
auch unser Geld doppelt. Hole bitte die Portemonnaie
aus dem Küchenschrank, und schließe bitte das
Haus gut ab." Das tat ich auch unverzüglich.
Ich ging zum Bahnhof und fuhr mit dem Zug Richtung
Heimat. Als ich Zuhause ankam standen meine Eltern
vor unserem Haus und begrüßten mich. Wir gingen
gemeinsam ins Haus und schauten aus dem Fenster,
und sahen Budapest. Aber dies störte uns im
Moment gar nicht. Wenn wir unser Haus verlassen
sind wir sowieso wieder in unserer Heimat.
Allerdings
hätte es mich interessiert ob auch alle anderen
Familien aus unserer Nachbarschaft jetzt teils in
Budapest und teils daheim lebten und ich hätte
gerne gewusst, ob meine Kamel noch im Computer
sind oder, ob ich mir ein neues schaffen muss,
wobei ich stark daran zweifle ob ich das will. Also
ging ich in meine Zimmer d.h. ich wollte in mein
Zimmer gehen, landete aber versehentlich im
Badezimmer, weil jetzt komischerweise alles
spiegelverkehrt war. Auch wurscht, dachte ich und
ging auf kamelclub.de. Tatsächlich, da war mein
Kamel ! Ich hatte eine Idee. Als das Kamel das nächste
mal kam, um seinen Darm zu lehren klickte ich auf
"Kamel einfrieren". "Perfekt!"
freute ich mich, und nahm an, dass ich jetzt
wieder daheim bin, aber ich war immer noch in
Budapest!!!
Teil
6
Aus
dem Fenster sah ich zwar Budapest, aber als ich
vor der Tür hinaustrat, war ich wieder in meiner
Heimat. Und das alles spiegelverkehrt war habe ich
mir im Moment selber nur eingebildet.
Spiegelverkehrt war es als ich das Bad putzte.
Nachdem das Kamel wieder nach Zorg verschwand, war
unser Haus wieder normal. Es war halt der Schock.
Ich bin danach ja schließlich mit dem Zug nach
Hause gefahren. Jetzt fällt mir es wieder ein so
wie es jetzt ist, ist es normal so ist es richtig.
Die Zeitungen in Spiegelschrift habe ich doch in
Ungarn gesehen, nicht hier! Jedenfalls ist jetzt
alles wieder in Ordnung.
Wir
gewöhnten uns daran, alles nahm seinen gewohnten
Gang. Wir waren alle wieder Zuhause. Aber unsere
Haustür und alle Fenster waren verhext. Wenn wir
hinausschauten sahen wir Budapest. Wenn wir in den
Garten gingen konnte man uns von Fenster aus nicht
sehen. Also gingen wir immer mit dem Mobiltelefon
in den Garten. Wenn wir vom Garten in unser Haus
schauten sahen wir das sich dort Kamele aufhalten.
Aber wenn wir das Haus betreten, verschwinden die
Kamele wieder. Also halten sich die Kamele in
unseren Haus in Budapest auf. So ist es also.
Wir
beobachten vom Fenster unseren Garten, sahen
„natürlich“ unseren Garten in Budapest. Und
sahen das sich dort immer mehr Kamele aufhielten.
Genauso schauten wir vom Garten aus in unser Haus,
und sahen was sich in unserem Haus in Budapest
sich abspielte. Drin waren jede Menge Kamele. Wohl
die ganze Karawane. Jedenfalls war der Garten und
das Haus völlig zugekackt. Wir sahen die Kacke
konnte sie aber nicht riechen, und auch nicht
anfassen. Gingen wir durch die Tür, waren wir
automatisch in unseren richtigen Haus, und alle
war blitzblank sauber. Und von Kamelen keine Spur.
Unser Haus funktionierte also wie ein
riesiger Fernseher, auf dem immer das gleiche
Programm lief.
Teil
7
Zum Abendbrot sagte
mein Vater: "Unseren geplanten
Camping-Urlaub müssen wir von Holland nach Ungarn
verlegen. Das ist klar. Schließlich haben wir
dort ein Haus und müssen es sauber halten. Die
Kamele dort stellen sonst alles auf dem Kopf.
Morgen ist mein letzter Arbeitstag. Übermorgen
fahren wir los."
Endlich
war es soweit, wir konnten losreisen. Nach paar
Stunden waren wir da und standen vor unserem Haus.
Erst mal trauten wir uns erst gar nicht ins Haus
zu gehen, doch dann versuchten wir es einfach und
was war ?? Die Kamele die wir in unserem Haus in
Deutschland sahen waren nicht mehr da. Außerdem
war auch alles wieder sauber. Kein Mist, kein
Kamel, alles frisch sauber, einfach wie immer. Das
verwunderte uns jetzt. Wir gingen dann in den
Garten und sahen durchs Fenster. Dort sahen wir
dann wieder die Kamele die bei uns zuhause ´ne
Party feierten. Wir wussten einfach nicht mehr
weiter. Um dem auf den Grund zu gehen haben wir
uns entschieden, das mein Vater wieder zurück fährt.
Nach 5 Stunden meldete er sich wieder. Doch in
Deutschland waren auch keine Kamele. Dann
wunderten wir uns. Ich wollte dann bisschen Zeit für
mich selbst haben, deshalb ging ich dann in den
Wald der hinter unserem Garten lag. Doch kaum war
ich draußen befand befand
ich mich auf einem anderen Planeten und sah mein
Haus in dem ich meinen Vater sah? Jetzt war ich
total fertig mit den Nerven.
Teil
8
Doch
Gott sei Dank hatte ich das Mobiltelefon noch in
der Hosentasche. Ich rief also meinen Vater an und
fragte ihn ob er mich durchs Fenster sehen konnte.
"Nein" antwortete er. Alles wurde
immer verzwickter. Aber ich hatte eine Idee ! Ich
sagte: "Geh doch mal in den Garten !"
Er ging raus und sah mich ! Es musste also eine
Verbindung zwischen den Welten geben.
Mein
Vater und ich standen nun im Garten. Wir schauten
uns um und sahen das wir uns in Deutschland
befinden. Gut mein Vater war zurückgefahren, aber
ich. Nur ein paar Schritte und ich hatte Ungarn
verlassen, und befinde mich nun in meiner Heimat.
Außerdem sagte mein Vater das kurz vor Wien auf
der Autobahn plötzlich wie durch einen Blitz aus
heiterem Himmel ein Kamel erschien und gleich
wieder verschwand, sofort befand er sich auf der
Autobahn bei Düsseldorf. Deswegen hatte die Fahrt
auch nur 5 Stunden gedauert !
Da fiel mir ein das sich nur bei unseren Haus in
Deutschland ein Wald hinter unserem Garten
befindet. Hinter unseren ungarischen Garten
befindet sich normalerweise ein Supermarkt.
Wir
riefen meine Mutter an, und fragten was sie hinter
unserem ungarischen Garten befindet.
"Was
sich dort immer befindet, ein Supermarkt."
Wir gingen in den Wald hinter unseren Garten, aber
nichts geschah. Die Verbindung existierte nur für
kurze Zeit. Schließlich sagte Vater: "Wir
wollten doch eigentlich einen Camping-Urlaub
machen, ich hole jetzt den Wohnwagen vom
Campingplatz ab." Meine Schwester Sarah
soll, wenn wir weg sind, auf unser Haus aufpassen.
Teil
9
Vater
holte den Wohnwagen vom Campingplatz ab. Als er
ihn im Garten geparkt hatte, kam es zu Blitzen und
jede Menge Kamele erschienen. Die Kamele gingen in
den Wohnwagen. Und es blitzte wie Teufel.
Dann war der Wohnwagen spurlos
verschwunden. Wir saßen nun verzweifelt in den
Garten und waren sprachlos. Da kam ein Blitz und
plötzlich stand unser Wohnwagen wieder im Garten.
Dann klingelte mein Mobiltelefon. Die Mutter rief
an. Sie sagte: "Ein Blitz kam aus heiterem
Himmel und plötzlich steht unser Wohnwagen hier
in Ungarn." "Bei uns steht er auch",
antwortete ich. Also haben wir jetzt zwei
Wohnwagen.
Neugierig wie Mutti oft ist, bestieg sie den
Wohnwagen. Machte die Tür zu. Und dann blitzte
es.
Mutti
erschrak, öffnete die Tür wieder und stieg aus
dem Wohnwagen wieder heraus. Dann sah sie uns und
rief verschreckt: "Manfred, ich denke du
bist in Deutschland ?" Mein Vater sagte: "Wir
sind in Deutschland !"
Mutter stotterte. "Ich mümümümüsste
dododoch in Ungarn sein. Ich sehe den Wald."
"Beate du träumst nicht", rief mein
Vater: "Du bist wieder zu Hause, hier in
unsere Heimat." "Aber ich war doch in
Ungarn. Ich versteh die Welt nicht mehr. Dieser
Wohnwagen ist doch wohl verhext !" Ich
dachte mir jetzt probiere ich es selber aus. Ich bestieg
den Wohnwagen und machte die Tür zu. Es blitzte,
ich stieg wieder aus. Und wo befand ich mich ? Da
wo ich es vermutet hatte in unserem Garten in
Ungarn ! Wiederholte das Gleiche noch einmal. Dann
befand ich wieder in unseren deutschen Garten.
Toll, dieser Wohnwagen, wir können in Sekunden
von unseren Häusern in Deutschland und Ungarn hin
und her reisen. Einfach super !!!
Teil
10
Ich
überlegte ob wir den Wohnwagen an Leute vermieten
sollten, die nach Ungarn wollen, aber mein Vater
meinte, kein Mensch würde uns das glauben.
Schade! Ade ihr Träume vom Reichtum. :-(
Aber es wurde langsam lästig. Wenn ich auf den
Dachboden ging war ich in Grönland, im Keller in
China und im Wintergarten auf einem Planeten, der
aus Pudding zu bestehen schien. Vielleicht gab es
ja auch einen Weg aus diesem Schlamassel, wenn ich
irgendwas mit meinem Kamel machte. Aber irgendwie
fing ich an das auch witzig zu finden. Außerdem
war das Essen in China einfach köstlich, auch
wenn ich gar nicht wissen wollte was die da alles
reinmischten.
Nun
war alles durcheinander. Hatten wir es bisher Übersicht
das man sich abwechseln in Deutschland oder in
Ungarn aufhält, so reiste man plötzlich durch
die ganze Welt. Und es blitzte und donnerte wie
Teufel. Dann war alles wieder „normal“.
Entweder Deutschland oder Ungarn. Aber der Garten
war voller Kamele. Man sah nur noch Kamel dicht an
dicht. Mein Kamel sagte, das Zorg von feindlichen
Pinguinen besetzt wurde. Deswegen möchte ich
Karate lernen, und wissen wie man eine Atomrakete
baut. Christine, bringe mir das bitte bei. Ich
riet die Kamele sollten sich in den Wald hinter
unseren Garten zurückziehen, damit wir wieder
Platz in unseren Garten haben. Die Kamele
gehorchten, und begaben sich in den Wald.
Ich unterhielt mich noch mit meinen Kamel
in unserem Garten. Das Kamel sagte mir die
Teleportation ist durch Pinguine gestört worden.
Sie haben Zorg besetzt und der Pudding erstarrt
dort zu Eis. Außerdem wollen alle Kamele in Eiswürfel
stecken. Dann ging es wieder los, laufend kamen
Kamele aus unseren Wohnwagen und gingen in den
Wald. Es waren etwa 18000 Kamele. Also die ganze
Kamelfarm suchte in unserem Wald Asyl.
Teil
11
Der
Förster war verzweifelt, wie soll da noch Platz für
Fuchs, Hase und Reh sein, wenn jetzt alles voller
Kamele ist ? Jedenfalls wurde es ein
kommunalpolisches Thema wohin mit den Kamelen ? In
einem Monat sind Kommunalwahlen, und der Bürgermeister
fürchtet um seine Wiederwahl, wenn die Kamele
nicht wieder verschwinden.
Immerhin
haben wir durch unsere Wohnwagen, eine ganz neue
Form von Mobilität gewonnen haben. Wir benutzen
sie als Teleporter zwischen unseren Häusern. Wir
hatten nun Kontrolle über beiden Häusern. Wir
wohnten in unserem Haus in Deutschland. In das
ungarische Haus zogen nun meine Großeltern und
Tante Sarah ein.
Ständig pendelten wir alle durch unsere
Wohnwagen, zwischen Deutschland und Ungarn hin-
und her. Alles hatten wir jetzt nun doppelt. Unser
Haus, unser Wohnwagen, unseren Garten. Wir hatten
uns häuslich eingerichtet. Die Kamele störten
uns nicht, sie stehen ja im Wald. Bis eines Tages
es blitzte und der Garten voller Pinguine war.
Da standen sie nun gegenüber die Kamele
und die Pinguine. Der Krieg steht vor der Tür,
unmittelbar vor unserem Haus. Bleibt es bei
Karate, oder kommt es zum Einsatz der von den
Kamelen gebauten Atomraketen ?
Doch
die Pinguine zogen nicht Richtung Wald, sondern
Richtung Eissporthalle. Die Eissporthalle wurde
von den Pinguinen gestürmt und besetzt. Denn dort
ist es kalt, dort fühlen sie sich wohl. Dort
errichten sie ihr militärisches Hauptquartier.
Die Kamel zogen darauf hin weiter zur nahe
gelegenen Braunkohlegrube. Dort ist es wie in der
Wüste, dort fühlen sich Kamele wohl. Dort
errichteten sie ihr militärisches Hauptquartier.
Die Kamele demontierten den riesigen
Schaufelradbagger, um daraus Atomraketen zu bauen.
Uns alle wurde es Angst und bange, die Lage spitzt
sich zu, es droht Krieg. Hilfe !!!!
Teil
12
Sowohl
die Kamele als auch die Pinguine verschanzten sich
in ihr militärischen Hauptquartier. Beide
Parteien bauten Atomraketen. Und beide hatten das
gleiche Problem. Sie verfügten nicht über
spaltbares Plutonium. Nun bedrohten sie sich mit
gegenseitig mit funktionsunfähigen Atomwaffen.
Aber den Leuten gaukelten beide vor das sie
funktionsfähige Atomraketen hätten.
Die
Kamele und die Pinguine betrieben deswegen auch
laute verbale Propaganda. Denn beide wollen die
Bevölkerung an ihre Seite ziehen, um dann
gemeinsam gegen ihre Erzfeinde zu kämpfen. Die
Kommunalwahlen die kurz bevorstanden wurden ganz
zur Nebensache. Die Kamele und Pinguine machten
nun die Politik !
Dann
fuhr ein Eisverkäufer an unserem Haus vorbei.
Mein kleiner Bruder Tobias wollte sich dort ein
Eis kaufen. Doch der Eisverkäufer war ein
Pinguin. Die Pinguine schnappten sich meinen
Bruder und entführten ihn. Sie brachten in ihr
Hauptquartier. Trotz
des Ärgers standen wir alle auf der Seite der
Kamele. Sie haben ja schließlich unser Vermögen
verdoppelt. Unser Haus, unsere Autos, unser
Wohnwagen, unsere Möbel, ja sogar unser Geld.
Einfach Alles. Deswegen waren wir ihnen
letztendlich auch dankbar. Und nun kamen die bösen
Pinguine und halten meinen kleinen Bruder als
Geisel. Wo soll dies noch alle hinführen
?!
Teil
13
Mein
Vater und meine Mutter waren natürlich bestürzt
über den Verlust meines Bruders. Mutter weinte
fast den ganzen Tag und Vater musste sie dann
immer trösten.
Eines Tages hatte ich dann die Nase voll von
soviel Trübsal. Ich nahm mir vor heute noch zu
den Kamelen zu gehen und ihnen zu sagen, sie
sollten meinen Bruder gefälligst zurück holen.
Mein Kamel - oder auch ein anderes, ich wusste es
nicht genau, schließlich sehen die doch alle
gleich aus- erklärte mir, das ein Angriff noch
nicht möglich war, weil die Atomraketen noch
nicht vollständig waren, denn es fehlte ihnen
noch spaltbares Plutonium. Ich hatte eine Idee.
Ich teilte den Kamelen meinen Vorschlag mit und
sie erklärten sich schließlich für
einverstanden.
Am nächsten Morgen um 6:00 Uhr fuhr ich mit dem
Bus zu der deutschen Bundeswehr um mir dort das nötige
Material zu beschaffen. Doch oh Schreck! Was war
denn das? Die Bundeswehr war zu der Zeit schon längst
von den feindlichen Pinguinen besetzt. Ich wollte
weg rennen, doch sie sahen mich und eine
aufregende Verfolgungsjagd begann!
Ich rannte davon und versteckte in einer Scheune.
Dort hatte ich Herzrasen, hoffentlich werde ich
nicht entdeckt. Durch ein Guckloch sah ich das die
Pinguine wieder umkehrten und die Verfolgung wohl
aufgaben. Die Luft schien wieder rein zu sein. Da
fiel mir ein das die Bundeswehr überhaupt nicht
über Atomwaffen verfügt. Eine Anfrage wäre eh
zwecklos gewesen. Und niemand würde mir auch
Plutonium geben. Normale Menschen bekommen so
etwas sowieso nie zu Händen. Dann wurde ich von
einem Tier angeleckt. Ich dachte zunächst es wäre
mein Kamel. Es sind ja schon viele merkwürdige
Dinge geschehen. Aber es war nur eine gewöhnliche
Kuh.
Teil
14
Ich
schaute mich um. Der ganze Bauernhof schien
menschenleer zu sein. Aber die Tiere waren alle im
Stall und schienen gut versorgt zu sein. Ich
suchte jemanden, aber ich fand niemanden.
Der
Bauernhof war verlassen, aber technisch völlig
intakt. Dann machte ich mich auf dem Weg und ging
über die Weide spazieren. Weit und breit war kein
Mensch, kein Kamel und kein Pinguin zu sehen. Aber
jede Menge von Kühen. Jedenfalls waren die Kühe
friedlich, aber ich war mutterseelenallein. Oder doch
nicht? Ich fühlte mich beobachtet und drehte mich
blitzschnell um. Doch da war keiner (außer den Kühen).
Plötzlich kam mir die verrückte Idee, dass mich
vielleicht schon die ganze Zeit ein Satellit
beobachtete. Ich schaute hoch zum Himmel. Als ob
ich da einen Satelliten sehen könnte der im
Weltraum schwebte! Nichts war zu sehen, außer ein
paar Vögeln am fernen Horizont. Ich fühlte mich
immer noch unbehaglich und so beschloss ich,
wieder ins Bauernhaus zurück zu kehren. Erst ging
ich dann lief ich immer schneller und schneller,
also ob ich um mein Leben rennen würde. Im Haus
angekommen knallte ich die Türe zu und warf mich
gegen sie. Schwer keuchend sah ich mich um. Im
ersten Moment dachte ich, die Wohnstube würde
voll mit Pinguinen stehen, wie im Fernsehen, doch
da waren keine Pinguine. Ich atmete erleichtert
auf. "Na endlich hab' ich dich
gefunden!" Ich schoss herum da stand mein
Kamel in der Türe, denn welches Kamel würde
sonst nach mir suchen? Es kniete sich auf den
Boden und sagte: "Das machen wir
virtuellen Kamele zwar eigentlich nie, aber was
soll's? Schließlich haben wir ja auch noch nie
eine Schlacht mit euch Menschen geschlagen. Also
steig auf!'' Ich gehorchte.
Teil
15
20
min später standen wir vor unserem Haus. Mein
Kamel ließ mich runter und trabte davon. Ich
schaute ihm nicht lange nach und ging ins Haus.
Mutter und Vater hatten lange am Küchentisch auf
mich gewartet und Mutter sprang auf und umarmte
mich stürmisch. "Wo warst du denn so
lange?" Lange?, dachte ich und schaute
auf die Uhr. Ich war wirklich schon lange weg
gewesen, denn inzwischen war es schon 12:00 Uhr
geworden. Ich fühlte mich plötzlich sehr müde
uns stieg in mein Bett ohne mir auch nur die Mühe
zu machen meine Klamotten aus zu ziehen.
Am
nächsten morgen wachte ich erst so um 1 Uhr auf,
das war dann wohl eher am Vormittag. Ich ging ins
Bad und wollte duschen, aber die Dusche war
besetzt. Mein Kamel war gerade am Duschen. Ich war
nicht so überrascht, wie du vielleicht gewesen wärst,
in meiner Situation, aber ich war's nicht, weil
ich in den letzten Tagen schon total viel ungewöhnliches
erlebt hatte. Ich fragte nur: "Was machst
du denn hier?" Mein Kamel grinste frech
und antwortete: "Na was wohl? Ich dusche
grade! Sieht man dass denn nicht?" - "Raus
aus meinem Badezimmer! Ich will duschen!",
sagte ich - "Ist ja schon gut! Beruhig
dich! Bin ja schon weg!" sprach das Kamel
und verzog sich aus dem Bad. Nachdem ich geduscht
hatte, ging ich in die Küche um zu frühstücken.
Mein Kamel saß, wie nicht anders zu erwarten, am
Küchentisch und fraß mir mein ganzes Frühstück
weg. Ich riss ihm die Tüte Haferflocken aus der
Hand und holte mir ein Schälchen und Milch. "Ach
ja, hab' ich dir eigentlich schon erzählt, warum
ich dich holen sollte?", fragte mein
Kamel. "Nein", antwortete ich mit
vollem Mund "Erzähl!"
Teil
16
Es
ist so: "Unsere Feinde die Pinguine haben
schon unsern Planeten Zorg besetzt. Sie haben dort
eine Eiszeit hervorgerufen, und nun wollen sie
dies auch auf der Erde tun. Sie wollen mit
Atomwaffen das Eis von Grönland sprengen.
Billionen von Tonnen von Eis würden in den
Atlantik stürzen und die Luft darüber würde
schlagartig abkühlen. Der Golfstrom würde
gestoppt werden und ganz Europa würde unter einer
meterhohen Schneemassen begraben. Das Sonnenlicht
würde dann so stark in den Weltraum reflektiert
werden, das es noch kälter wird. Eine
Kettenreaktion würde in Gang gesetzt werden die
innerhalb eines Jahres die Welt in eine Eiszeit führt.
Eine Eiszeit wie zur Zeit der Mammute."
Dann
ging in unseren Garten, denn wenn man aus unseren
verhexten Fenster schaute sah man eh nicht unsere
Heimatstadt, sondern man sah Budapest. Ich hörte
wie ein Propagandawagen an unser Haus vorbeifuhr.
Es war ja schließlich Wahlkampf. Es wird ein
neuer Stadtrat und ein neuer Bürgermeister gewählt.
Und ich hörte das sich nun auch ein Pinguin zur
Wahl stellte. Die pinguinische Eispartei (PEP)
betrieb heftig Wahlkampf. Überall hörte man nur
noch von der PEP. Die Eissporthalle wird vergrößert,
mittlerweile ist sie schon viermal so groß wie
vorher. Und es wird weiter kräftig angebaut. Mir
wird schaurig wenn ich an die Zukunft denke. Ein
Pinguin als Bürgermeister. Die Pinguine haben
schließlich meinen kleinen Bruder entführt. Mein
Kamel sagte mir: Wir müssen die Pinguine mit
gleichen Waffen zurückschlagen. Ich werde eine
Kamelpartei gründen. Das teleportierte sich mein
Kamel weg. Nächsten Tag fuhr ein Propagandawagen
der WPK ( Wüstenpartei der Kamele ) an unser Haus
vorbei. Für das Bürgermeisteramt kandidiert nun
auch ein Kamel.
Teil
17
Und
so gab es nur noch ein Wahlkampfthema. Für die
Kamele, für die Pinguine oder gegen beide.
Nachbarn
stritten sich zu wem sie halten wollen. Oft ging
der Riss mitten durch die Familie. In meiner
Familie herrschte bei diesem Thema
Eintracht: Für die Kamele und gegen die
Pinguine. Schließlich ist mein Bruder immer noch
bei den Pinguinen in Gefangenschaft.
Dann
kam das Wochenende wo die Pinguine die Fußgängerzone
unserer Stadt überdachten, und sämtliche Geschäfte
und Wohnungen der Innenstadt damit in ihrer
Eishalle integrierten. Die Fertigbauteile hatten
die Pinguine schon vorher auf Zorg gefertigt. Das
Montieren ging somit in Windeseile. Es wurden überall
Kühlanlagen verlegt. Die Halle hatte mittlerweile
eine Fläche über 200 Hektar.
Als
ich dann am Montag darauf zur Schule ging hatten
die Pinguine unsere Sporthalle zu einen Teil ihrer
riesigen Eishalle gemacht. Da
das eigentliche Schulgebäude aber, war
noch nicht Bestandteil der Eishalle. Deshalb fand
dort noch normaler Unterricht statt. Die letzten
beiden Stunden sollten dann Sportunterricht sein.
Die Pinguine boten uns Schlittschuhe an, wir
sollten im Sportunterricht Schlittschuhlaufen.
Aber meine Klassenkameraden waren wie ich voll auf
der Seite der Kamele. Und deswegen lehnten wir das
Angebot der Pinguine ab. Schüler und Lehrer waren
sich da einig. Und so hatten wir Politikunterricht
in den letzten beiden Stunden. Thema war natürlich
"Kamele und Pinguine in unserer Stadt".
Teil
18
Als
wir am Dienstag zur Schule gingen war die ganze
Schule von den Pinguinen in ihrer Halle
integriert. Der Schulunterricht musste nun ganz
ausfallen. Alle Schulklassen gingen mit ihren
Lehrern zum Rathaus. Dort sahen wir wie die
Pinguine auch dieses versuchten in ihre Eishalle
einzugliedern. Doch nun formierte sich der
Widerstand. Die Polizei griff mit Tränengas und
Wasserwerfer gegen die Pinguine ein. Es herrscht Bürgerkrieg.
Weil es unter den Passanten auch Fanatiker gibt
die die Pinguine bei ihrer Arbeit unterstützen.
Es
flogen nur so die Fetzen, deshalb rief ich mein
Kamel. Es blitzte und mein Kamel stand bei mir.
Und meine Mitschüler taten das gleiche. Nun
standen sich vor dem belagerten Rathaus von
Pinguine und Kamele gegenüber. Leider konnte nur
ein kleiner Teil unsere Kamele Karate, aber die
Polizei half ja mit das Rathaus zu verteidigen.
Aber auch die Pinguine wurden von Passanten
unterstützt. Es waren hauptsächlich
Familienmitglieder von Bergleuten. Diese hatten
durch die Kamele ihren Arbeitsplatz verloren, weil
diese ihr Braunkohlebergwerk besetzten. Es reisten
immer mehr Leute an. Bald flogen auch
Molotowcocktails, das Rathaus brannte. Die
Menschenmassen behinderten die Arbeiten der
Feuerwehr. Schließlich schoben sich die Leute
gegenseitig die Schuld zu. Es kam zu Raufereien
und Plünderungen. Und ich saß mitten drin...
Teil
19
Die
Leute begannen nun sich gegenseitig mit Steinen zu
bewerfen. Es waren zwar jede Menge Polizisten vor
Ort. Aber statt für Ruhe und Ordnung zu sorgen,
fingen auch sie an in der Schlacht mitzuwirken.
Die Polizisten waren unter sich total zerstritten
und bekämpften sich nun auch gegeneinander, weil
ein Teil der Polizisten auf Seiten der Kamele und
ein anderer Teil auf Seiten der Pinguine stand. So
ging es den ganzen Nachmittag. Dann wurde von der
Regierung der Ausnahmezustand erklärt, die
Bundeswehr rückte ein. Doch auch in den Reihen
der Soldaten brach die Zwietracht vor. Auch hier
gab es eine tiefe Spaltung zwischen Kamelfans und
Pinguinfans. Die Schlacht wurde immer noch größer.
Einig waren sich nur noch die Pinguine und die
Kamele untereinander. Und beide Tierarten
versuchten nun die Menschen auf ihre Seite zu
ziehen. Auch mich ließ dies nicht kalt, und ich
warf Steine auf die bösen Pinguine. Als es dunkel
wurde zogen sich die meisten Leute vom
Schlachtfeld zurück, und gingen in ihre Häuser,
auch ich ging um 21 Uhr nach Hause. Aber einige kämpften
die ganze Nacht hindurch und am nächsten Morgen
flammte der Konflikt wieder in voller Stärke auf.
Durch
die Kämpfe entstanden überall neue Brandherde.
Das sich die Flammen dennoch nicht so sehr
ausbreiteten lag daran, das die Pinguine weite
Teile der Innenstadt vereist hatten. Aber das Eis
taute durch die Hitze weg es wurde überall
matschig. Während am Dienstag das Rathaus zerstört
wurde, verlagerten sie die Kämpfe am Mittwoch auf
den Weihnachtsmarkt. Der war schon am Vormittag
nur noch ein Trümmerfeld. Dort prügelten sich
die Leute mit den Kamelen und Pinguinen bis in den
späten Abend. Während der Nacht ebbten die Kämpfe
wieder ab um dann am Donnerstagmorgen erneut
aufzuflammen.
Teil
20
Ich
ging auch am Donnerstag zum Schlachtfeld in der
Innenstadt. Die Pinguine haben nun das Kaufhaus
besetzt, und wollen es in ihrer Eishalle
integrieren. Die Pinguine verbreiten über
Lautsprechern folgende Propaganda.
"Liebe Kinder, den
Weihnachtsmann gibt es nicht. Eure Eltern müssen
die Geschenke von ihrem Geld einkaufen. Das wollen
wir ändern. Wir spielen zuerst Robin Hood, und
dann den Weihnachtsmann. Wir beschlagnahmen die
Spielwaren aus diesem Kaufhaus und verschenken sie
an euch Kinder zu Weihnachten. Deshalb liebe
Kinder lasst die blöden Kamele links liegen und
kommt zu uns Pinguinen !" Von vielen
Kinder waren aber auch die Eltern anwesend. Die
Eltern versuchten auf ihre Kinder einzureden. "Was
die Pinguine machen wollen ist kriminell, macht
dort bloß nicht mit !" Doch die Pinguine
machten sich dadurch die anwesenden Polizisten und
Bundeswehrsoldaten zu ihren Feinden. Waren diese
zuvor gespalten zwischen Pinguinfans und
Kamelfans, so schlugen sie sich nun endgültig auf
die Seite der Kamele. Sie sperrten den Zugang zum
Kaufhaus ab und verhinderten somit Plünderungen.
Dann begannen die Soldaten das Quartier der
Pinguine zu stürmen. Die Pinguine sahen sich in
die Ecke gedrängt.
Ja
so war es, die Soldaten eroberten Haus für Haus
und Straße für Straße von den Pinguinen zurück.
Der größte Widerstand kam von den
Schlittschuhfahrenden Pinguinsfans auf den
vereisten Straßen. Die Pinguine sahen es als
letzten Ausweg Puddingbomben zu werfen. Die
Pinguine begannen nun von Zorg gefrorenen Pudding
zur Erde zu beamen. Da große Teile der
Gefrieranlangen durch Kämpfe mittlerweile zerstört
waren, schmolzen weite Teile des Eises, und auch
der Pudding von Zorg wurde butterweich.
Teil
21
Da
es sich um Pudding handelte, konnte man ihn auch
essen. So kam es das immer mehr Leute von ihn
naschten. Aber es waren solche Mengen davon da,
das es Jahre dauern würde um ihn aufzuessen. Der
Pudding vermischte sich mit dem Straßendreck und
fing dadurch furchtbar an zu kleben. Er klebte wie
Pattex. Und viele Leute saßen deswegen fest.
Durch all die Wirren wurden auch einige entführte
Kinder befreit. Unter ihnen auch mein Bruder
Tobias. Tobias lief mir über´n Weg. Ich war überglücklich,
wir gingen dann beide sofort nach Hause. Aber die
Schlacht um die vereiste Innenstadt ging noch
weiter. Den Lärm hörten wir noch in unserem
Garten. Es
schien so als würden die Pinguine bald
kapitulieren. Aber Freitagmorgen um 4 Uhr wurden
wir alle aus dem Schlaf gerissen, die Pinguin
hatten zurückgeschlagen. Sie haben die
Superpuddingbombe eingesetzt. Sie erzeugte einen
Pudding der sich selbst vermehren kann. Der
Pudding bedeckte inzwischen die ganze City und
drang unaufhaltsam zu den Vororten. Um 6.30
erreichte der Pudding auch unser Haus.
Ich ging in den Garten zum Wohnwagen, und
rief alle meine Kamele. Auch meine Eltern und mein
Bruder kamen in den Garten. Vorher verschlossen
wir alle Fenster und Türen, damit der Pudding
nicht in unsere Wohnung eindringt. Gemeinsam mit
meinen Kamelen versuchten wir nun unseren Garten
vom vordringenden Pudding freizuhalten.
Es
war eine Mordsarbeit ständig den ganzen Pudding
aus unserem Garten räumen. Die Kamele und wir
kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Und dann
fingen die Pinguine an uns an dieser Arbeit zu
hindern. Ich hörte im Hintergrund, das sie unseren
Garten erobern wollten. Und ich hörte einige male
das Wort "Wohnwagen". Da wurde es
mir klar. Sie wollen unseren Wohnwagen im Garten.
Weshalb ist doch klar. Wenn sie diesen Wohnwagen
in Besitz nehmen, können sie augenblicklich sich
und den Pudding nach Budapest teleportieren. Sie würden
dann in Budapest das gleiche Chaos wie in meiner
Heimat verursachen. Das wollten wir auf alle Fälle
verhindern !
Teil
22
So
kam es das meine Kamele sich Verstärkung aus
Budapest holten. Und so stiegen viele Kamele aus
unserem Wohnwagen aus und betraten unseren Garten.
Nun stand unser Garten voller Kamele. Damit müssen
wir leben, wir dürfen unseren strategisch
wichtigen Wohnwagen nicht den Pinguinen überlassen.
Gefragt sind Fähigkeiten wie Karate zum
Vertreiben der Pinguine, und Schneeschlacht um den
Pudding fort zu schleudern. Die Übermacht der
Kamele war jetzt so groß, das sich die Pinguine
zunächst von hier sich wieder zurückzogen.
Danach kamen Kamele die Luftschlossbau und Schweißen
beherrschten. Und sie bauten eine riesige Halle in
unser Stadtviertel. 28 Einfamilienhäuser, ein
Supermarkt, eine Bäckerei, ein Kindergarten, eine
Grundschule, ein Kinderspielplatz und unser
Marktplatz wurden dadurch vollkommen überdacht.
Nun
befinden sich unser Einfamilienhaus und unser
Garten in der Halle von den Kamelen. Aber auch die
Pinguine konnten ihre Front stabilisieren. Ihr
Eishalle ist allerdings auf einer Fläche von nur
noch 52 Hektar geschrumpft. Die Fußgängerzone
mit ihren Kaufhäusern und Geschäften wurden aus
ihrer Eishalle ausgegliedert, auch meine Schule
ist nicht mehr Bestandteil der Eishalle. Die am
kommenden Sonntag stattfindenden Kommunalwahlen
wurden wegen des Ausnahmezustande erst einmal auf
unbestimmte Zeit verschoben. Am Samstag ebbten die
Straßenkämpfe so langsam ab. Und ab Sonntag
herrsche eine gespenstische Ruhe, die Pinguine und
Kamele haten sich in ihre Stützpunkte zurückgezogen.
Die Leute begannen den Pudding von den Straßen
wegzuräumen. Aber auch an den Weihnachtstagen lag
noch so viel Pudding auf den Straßen, das ein zügiges
Durchkommen mit dem Auto unmöglich war. Da wir es
versäumt hatten uns rechtzeitig einen
Weihnachtsbaum und Geschenke zu kaufen, fiel
diesmal das Weihnachtsfest bei uns zu Hause aus.
Teil
23 (eingestellt von: Sindbad
[8998], ihr/sein Herrchen/Frauchen Dorian am
31.12.2003 um 05:15:01 Uhr)
Auch
unsere Nachbarn hatten es versäumt
Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Die Schlachten in
der City standen in der Adventszeit im
Mittelpunkt. Kamele oder Pinguine war das Thema
das Familien entzweite. Aber Weihnachten einfach
so zu übergehen, das wollte man dann doch nicht.
Die Gärten der Einfamilienhäusern und auch ein
Stück Wald wurde ja mit überdacht. Deswegen standen
auch Tannenbäume in der Kamelhalle.
Also wurden die Tannen in den Gärten als
Weihnachtbäume geschmückt. Man feierte gemeinsam
mit den Nachbarn den heiligen Abend. Es gab als
Geschenke nur Kleinigkeiten, wie Süßigkeiten.
Und man tauschte den Krempel aus dem Keller mit
dem Krempel von anderen Leuten. Nach dem Motto:
Jemand anderer könne das noch gebrauchen was bei
uns nur unbenutzt in der Ecke liegt.
Man improvisierte, und war froh das die Kämpfe
in der City während der Feiertage ruhten. Die
Nachbarn rückten näher zusammen, man war sich
nicht mehr so fremd. Sogar die Kinder hatten Verständnis
das die Bescherung der großen Geschenke diesmal
ausfiel. Die Leute erkannten den wahren Sinn des
Weihnachtsfest. Es ist das Fest der Liebe und
nicht das Fest der Geschenke !
Unser
Wohnwagen dient den Kamelen nun als Teleporter,
dort herrscht ein reger Durchgangsverkehr. Man
kann dort augenblicklich zwischen Budapest und
meiner Heimatstadt hin und her pendeln. Nicht nur
die Kamele, sondern auch die Menschen benutzten ständig
diese Abkürzung nach Ungarn. Deswegen wurde er
auch aus unserem Garten entfernt und auf dem überdachten
Marktplatz abgestellt. Der Marktplatz ist nun das
Herz der Kamelhalle, dort spielt sich das öffentliche
Leben ab. Alle Leute sind den Kamelen dankbar, das
sie durch ihre Halle den wabbelnden Pudding von
ihren Häusern fernhalten.
Auch
die Pinguine umschlossen mit ihrer Eishalle
Wohnungen von Menschen. Auch dort sind Anwohner
vom wabbelnden Pudding befreit. Das verdanken sie
den Pinguinen. Nachteilig ist die Tatsache, das die Wege zwischen den überdachten
Häusern vereist sind. Also müssen sie
Schlittschuh laufen. Aber es macht ja vielen
schließlich Spaß. Genauso wie in der Kamelhalle
herrscht dort Friede, Freude, Eierkuchen. Die
Leute sind mit den Pinguinen glücklich.
Die
Arschkarte haben jene Leute gezogen dessen Häusern
weder von den Kamelhalle noch von der Eishalle der
Pinguine überdacht wurde. Dort wütete immer noch
der wabbelnde Pudding von Zorg. Er zerstört
parkende Autos und dringt durch offene Türen und
Fenster in Wohnungen ein. Überall auf der Straße
liegen vom Pudding zerstörte Möbel rum. Die
Polizei ist ständig mit Flammenwerfern unterwegs
um den Pudding niederzubrennen. Nebenan ist die
Feuerwehr dabei, die entstehenden Brände sofort
wieder zu löschen. Der Pudding ist zwar essbar
und schmeckt ausgezeichnet, aber er ist total
verdreckt vom Unrat der überall rumliegt.
Teil
24 (eingestellt von: Danuta [2542], ihr/sein Herrchen/Frauchen
Felix am 03.01.2004 um 12:46:24 Uhr)
Auch
nach Weihnachten blieb es relativ friedlich. Beide
Parteien waren nach wie vor kriegsmüde und hatten
keine Lust auf den Straßen zu kämpfen. Die
Bewohner dessen Häusern die neben der Kamelhalle
oder neben der Eishalle der Pinguine stehen,
begannen damit ihre Häuser mit der benachbarten
Halle anzuschließen. Sie wollten den Pudding
loswerden ! So wuchsen beide Hallen.
Weil in der Kamelhalle recht warm ist, verlangten
zuerst die Kinder nach einem Schwimmbad. Dann kam
auch bei den Erwachsenen der Wunsch nach einem
Schwimmbad auf. Also begann man das angrenzende
Freibad zu überdachen und man integrierte es in
die Kamelhalle. Es war eine Mordsarbeit den ganzen
Pudding aus den Schwimmbecken zu entfernen. Aber
die Arbeiten gingen zügig voran. Weil immer mehr
mithalfen. Am Silvestertag um 16 Uhr wurde es eröffnet.
Die Leute waren begeistert. Als Hallenbad können
sie es ganzjährig nutzen.
Teil
25 (eingestellt von: Aurora [803], ihr/sein Herrchen/Frauchen
Ajax am 05.01.2004 um 22:44:36 Uhr)
Nun stand der Jahreswechsel vor der Tür. Da gab
es ein Problem, die Silvesterraketen würden an
der Decke der Kamelhalle abprallen, deswegen müsste
man die Halle verlassen, um sie unter freien
Himmel zu starten zu können. Der Weg nach draußen
führt durch eine Schleuse, um den Wabbelpudding
daran zu hindern, das er in die Halle eindringt.
Außerdem hatte man Angst das Saboteure eindringen
könnten. Einfacher war es sich durch den
Wohnwagen auf unseren Marktplatz sich nach
Budapest zu beamen, und dort die Silvesterraketen
starten zu lassen. Etwa 2000 menschlichen Bewohner
der Kamelhalle gingen alle durch den Wohnwagen
nach Budapest. Es bildete sich eine so lange
Schlange das es fast eine Stunde dauerte bis alle
drüben waren. Viele kamen erst nach Mitternacht rüber,
weil sie sich zu spät anstellten. Wir ließen die
Raketen also in Budapest starten, und kehrten
danach wieder durch den Wohnwagen zurück. Wieder
gab es eine lange Warteschlange. Wir haben den
Jahreswechsel gut überstanden. Aber draußen wo
der Pudding wütet war der Teufel los ...
Teil
26 (eingestellt von: Israel [5855], ihr/sein Herrchen/Frauchen
Felix am 06.01.2004 um 16:55:24 Uhr)
Tatsächlich
! Die Straßen waren zwar schon weitgehend von
Pudding befreit, doch überall lagen noch
Puddingreste herum. Harmlos ist der Pudding direkt
vor der Eishalle der Pinguine, weil er dort wegen
der Kälte festfriert. Deswegen gingen die
Bewohner der Eishalle auch nach draußen und
feuerten dort ihre Böller und Silvesterraketen
ab. Aber auch Bewohner der Stadt, dessen Häusern
bisher vom Pudding weitgehend verschont geblieben
sind feuerten Böller und Raketen ab. Und dann
geschah das Unheil. Unzählige Knaller landeten im
Pudding, und der Pudding wurde wieder aktiv. Der
vermehrte sich so rasant, das bald die ganzen Straßen
wieder voll davon waren. Der Pudding drang auch
wieder in Wohnungen ein, wo Fenster oder Türen
offen standen. Mitten in der Freude der
Neujahrsfeiern platzte mit voller Stärke das
Pudding-Inferno ein. Überall lag nun wieder die
klebrige verdreckte Masse herum, und hinderte die
Leute am weiter gehen. Nur mit Mühe konnten sich
die Leute wieder in ihrer Häuser schleppen.
Drinnen in der Wohnung hatten sie allerlei Mühe
sich von den Puddingresten zu befreien. In den
Wohnungen vermehrte sich der Pudding und beschädigte
dort die Möbel. Nach dem die Knallerei verebbte,
beruhigte sich der Pudding wieder. Und da es sehr
kalt war erstarrte er an vielen Stellen
blitzschnell. So stand den Leuten draußen wieder
eine Menge Arbeit bevor um die Straßen wieder vom
Pudding zu räumen. Es kamen von außerhalb Räumdienste
und nach einem Tag waren die Straßen wieder
weitgehend frei. Doch ganz verschwunden war der
Pudding immer noch nicht. Immer wieder gab es
lokale Nester von den es immer wieder Puddingausbrüche
gab. Die Bewohner der Kamelhalle und der
Pinguinhalle bleiben weiterhin von den verwüstenden
Wirkungen des Pudding verschont. Deswegen vergrößern
sich beide Hallen ständig. Niemand mehr in der
Stadt wollte seine Wohnung außerhalb einer der
beiden Hallen haben.
Teil
26 (eingestellt von: Kevina [1426], ihr/sein
Besitzer/in Dorian am 31.03.2004 um 18:54:48 Uhr)
Nun
sind einige Wochen ins Land gezogen. Die ganze
Stadt ist von beiden Hallen überdacht worden.
Pinguinhalle und Kamelhalle grenzen unmittelbar
einander. Jede Halle hat eine Hälfte der Stadt
vollständig überdacht. Eine undurchlässige
Mauer trennt nun beide Riesenhallen und somit auch
beide Stadthälften voneinander. Kamelfreunde und
Pinguinfreunde stehen nun im kalten Krieg gegenüber.
Jede Partei lebt nun für sich und lästert verbal
über die anderen. Aber man ist kriegsmüde und lässt
die anderen in Ruhe.
Alle gehen wieder ihren gewohnten Tagesgeschäften
nach. Die Verwüstungen durch den Pudding sind
vollkommen beseitigt, und auch letzte Rest des
Puddings ist verschwunden. Sowohl bei den Kamelen,
als auch bei den Pinguinen geht alles wieder
seinen gewöhnten Gang. Die Pudding-Katastrophe
gehört nun endgültig der Vergangenheit an.
Karneval ist wegen des Wiederaufbau völlig
untergegangen, und wurde deswegen nicht gefeiert.
Nun steht Ostern vor der Tür ....
Fortsetzung
folgt ...
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