Das älteste Horoskop der Welt
Im Rahmen der Ausstellung “Ägyptens versunkene Schätze“ ist vom 14. Mai bis 4.
September 2006 im
Martin-Gropius-Bau in Berlin das älteste Horoskop der Menschheit zu sehen.
Im Jahre 2000 entdeckte das Team des französischen Meeresarchäologen Franck
Goddio in der Bucht von Abukir unter einer meterdicken Schlammschicht begraben
Fragmente von Steintafeln, die zum berühmten schwarzen Granitschrein “Naos der
Dekaden“ gehören.
Der Schrein galt als eines der höchsten Heiligtümer des alten Ägyptens. Erbaut
wurde er von Pharao Nektanebos I im 4. Jahrhundert vor Christus.
Die auf den Seitenwänden des Schreins eingeritzten Hieroglyphen stellen einen
astrologischen Kalender dar, der das ägyptische Jahr mit seinen 36 Dekaden in
Abschnitte von jeweils 10 Tagen (1 Dekade) einteilt.
Ihr Beginn wurde jeweils durch nacheinander aufgehende Sterne eingeleitet
(Dekan-Sterne) und mit einer bestimmten Prophezeiung verbunden. Die Texte auf
den Seitenwänden des Schreins zeugen von der großen Bedeutung und prophetischen
Kraft, die bereits die Ägypter den Sternen zuwiesen.
Der Fund gilt als eines der sensationellsten Zeugnisse der aus der griechischen
Mythologie bekannten Stadt Heraklion, die vor mehr als 1000 Jahren durch eine
schwere Naturkatastrophe im Meer versank und von Franck Goddio wiederentdeckt
wurde.
Die geborgenen Steintafeln sind das letzte Fragment, mit dem das astrologische
Puzzle fast vollständig rekonstruiert werden konnte. Bereits im Jahr 1777 wurde
das Dachstück des Schreins entdeckt.
Ein zweites Fragment wurde dann 1940 freigelegt.
zum Museum!
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