Laut dpa-Meldung vom 22.5.06 wird ein aus Österreich
nach Bayern eingewanderter Braunbär "aus Sicherheitsgründen" zum Abschuss
freigegeben. Das hat Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf in München
mitgeteilt.
Zuvor hatte es geheißen, der Bär solle nur kurz gefangen und betäubt
werden, um ihn mit einem kleinen Sender zu versehen. Dann wisse man immer, wo
der Bär sich aufhalte und könne gegebenenfalls Vorsorgemaßnahmen treffen.
Es ist
der erste in Freiheit lebende Bär, der seit 170 Jahren seine Tatzen auf
deutschen Boden setzte.
In Österreich hatte es bereits eine Bürger-Kampagne gegeben, die das Abschießen des braunen Riesen
auf österreichischem Boden verhindern wollte.
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Meldungen vom 24.5.:
In einem Interview von heute auf WDR5 hat sich eine
Sprecherin des WWF für das Erschießen des Bären ausgesprochen. Sinngemäß
sagte sie, der Bär verhalte sich nicht naturgemäß, da er die Nähe von Menschen
nicht scheue; dies mache ihn gefährlich. Während der Sendung wurde aber auch
klar, dass durch gezieltes Abschießen von Böllern oder Gummigeschossen dem Bär
die natürliche Scheu vor Menschen leicht wieder beizubringen sei. Bären seien sehr
intelligente Wesen und würden schnell lernen.
Der Bär hält sich zur Zeit
vermutlich im österreichisch-deutschen Grenzgebiet auf. Einer dpa-Meldung
zufolge ist er inzwischen womöglich wieder nach Österreich zurückgekehrt. Dort
sei er aber auch nicht mehr in Sicherheit, weil das Bundesland Tirol ebenfalls
eine "Abschussgenehmigung" erlassen habe.
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Meldungen vom 25.5.:
Der Braunbär ist wieder in Österreich. So wurde er
nach dpa-Meldung vom 25.5. im Tiroler Bezirk Kufstein gesichtet. Zuvor
hatten Experten des WWF im Bezirk Garmisch-Partenkirchen erfolglos
versucht, den Bären zu fangen. Eine Sprecherin des WWF hatte zuvor für das
Erschießen des Bären plädiert. In einem Wald
bei Thiersee in Österreich lief der Bär nun einem Jagdpächter über den Weg. „Er hat mich angebrüllt”,
berichtete der Mann in einem Radio-Interview. Der Bär
sei dann im Wald verschwunden. Man ist sich allerdings wohl noch nicht absolut
sicher, ob es sich hier um denselben Bären handelt.
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Meldungen vom 8.6.:
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Meldungen vom 10.6.:
Finnische Experten sollen nun laut dpa mit speziell ausgebildeten Hunden den
Braunbären „Bruno” fangen. Während des 14-tägigen Einsatzes sei die
Abschussgenehmigung für die bayerischen Jäger aus Sicherheitsgründen ausgesetzt
worden, teilte Umweltminister Werner Schnappauf mit. Der Jungbär, der derzeit im
Karwendelgebirge vermutet wird, solle gestellt und betäubt werden. Ein Abschuss
sei nur in einer Notsituation erlaubt.
Braunbär „Bruno” (amtlicher Name: "JJ1") hält sich laut bayerischem
Umweltministerium weiter in Tirol auf. Er sei weiter in Richtung
Karwendelgebirge gezogen. Zuletzt hatte der Bär in der Nacht zum Dienstag einen
Hasenstall im österreichischen Leutasch geplündert.
Einer Meldung der Nachrichtenagentur APA zufolge wurde das Tier gestern Abend
oberhalb von Zirl bei Innsbruck vom Wirt einer Skihütte gesehen. Bruno habe die
Flucht ergriffen, als der Wirt zusammen mit seiner Freundin draußen nachsehen
wollte. Bei Tagesanbruch habe der Wirt Abdrücke von Bärentatzen gefunden.
Erste Versuche der Naturstiftung WWF, das Tier in Tirol in eine Falle zu locken,
scheiterten bislang. Dies meldete dpa am 10.6. Nach einer Umfrage des Nachrichtensender n-tv seien zurzeit
nur zwölf Prozent der Deutschen dafür, den "rabiaten Streuner" zu töten.
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