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 lyrische Weisen 

 

 

 Lyrik ist Hingabe 

 

ach,  ich liebe zu notieren

warum  sich der Stift bewegt

warum Worte tanzen Cha-Cha

wenn sich der Esprit laut regt

~

Lyrik schreiben ~ heißt Hingabe

Tiefe fühlen ~ Phantasie

paaren sich Gedankenbilder

entsteht aus ihnen Melodie

Wortgewänder werden wallen

knistern ~ flüstern von der Macht

Zauberhaftes zu erschaffen

wenn das Schreiberherz erwacht

 

( 10.10.2011 )

 

 

 

 

 aus großem Repertoire 

 

Melodien will ich schenken

Bilder malen ~ kunterbunt

dass die Menschen sich vergnügen

wenn es Zeit für Mußestund´

zauberhafte Wortgespinste

wundersames Zeilenmeer

so dass Augen werden leuchten

denn nur dieses ~ mein Begehr´

möcht´ auch Schattenlichter zeigen

dunkel ~ mystisch soll´n sie sein

Tiefe öffnen ~ Dimensionen

dazu lad´ ich Denker ein

Parodie darf auch nicht fehlen

schöpf´ aus großem Repertoire

Weltgeschehen ~ ohne Pause

Unsinn ~ Frohsinn ~ wunderbar

 

( 13.10.2011 )

 

 

 

 

 im Rinnstein gefunden 

 

wie schaurig ist es durch die Nacht zu geh´n

wenn des Mondes Bahn im Wind wird verweh´n

wenn Geißel des Frostes nach Hände sich streckt

die da nicht von des Schafes Wolle verdeckt

werden Finger sich steifen

und könn´ nicht mehr greifen

 

wie schaurig ist es durch den Winter zu geh´n

wenn dank Schnee aus Wolken man kann nichts mehr seh´n

wenn das Nass zerrt am Kragen ~ rinnt den Nacken hinab

und der Mantel ~ ein dünner ~ keine Kälte hält ab

wird der Körper auskühlen

und Fieber bald fühlen

 

das Ende nicht schön

es ist schaurig geblieben

weil dort in dem Rinnstein

wurd´ Schicksal geschrieben

 

( 21.12.2011 )

 

 

 

 

 Chamäleon 

 

hüte dich vor den Wechselwarmen

denn oft überwiegt ihre Kaltblütigkeit

 

( 22.05.2008 )

 

 

 

 

 Gedanken zum Leumund 

 

als ich erkannte

jeder will mich sowieso nur so sehen

wie der eigene Charakter es zuläßt

gab ich auf

mir zu viele Gedanken

über meinen guten Leumund zu machen

 

( 16.04.2011 )

 

 

 

 

 Magenknurren 

 

die Maus sie sprach zum Mäusekind

vertrau´ dem Nächsten niemals blind

steht auch ein Lächeln im Gesicht

verachte mir die Zähne nicht

~

sitzt eine Katze vor dem Loch

und raspelt Süßholz noch und noch

glaub´ niemals ihrem Gurren

denn das ist Magenknurren

 

( 18.06.2011 )

 

 

 

 

 Protokoll gelungen 

 

da sitzen sie um runde Tische

und fühlen sich ~ wie dicke Fische

die Münder werden vollgenommen

weil sie in Theorie vollkommen

es wird gesprochen ~ debattiert

bis Köpfe rauchen ~ diskutiert

 

sie planen, malen und versprechen

dass sie demnächst die Bahnen brechen

bei ihren Worten wackeln Wände

sie klopfen Schultern ~ schütteln Hände

mit lauter Stimme ~ froh im Klang

rühmen sie ihren Tatendrang

 

was ihren Köpfen ist entsprungen

im Protokoll wirkt es gelungen

sie sonnen sich im Rampenlicht

bis Vorhang fällt ~ der Tag anbricht

und mit ruhigem Gewissen

fallen sie dann in die Kissen

 

doch solltet Handlung ihr erwarten

könnt ihr wohl lange darauf warten

nur im Bericht kann man noch lesen

was auf der Sitzung einst gewesen

denn seit am Tisch sie nicht mehr sitzen

die Ausführung sie stets verschwitzen

 

( 18.11.2006 )

 

 

 

 

 Streichholz möcht´ ich sein 

 

bist abgebrannt, doch nicht umsonst

dein Einsatz etwas brachte

du schenktest kleinen Funken nur

doch Flamme sich entfachte

so möcht´ auch ich ein Streichholz sein

fortleben in dem Feuer

dass einst mein Wort entzündete

das wäre ungeheuer

 

( 12.06.2010 )

 

 

 

 

 Herrschaft nicht nötig 

 

die Erde braucht die Menschheit nicht

denn´s Leben ist geliehen

er, der Planet, wird ohne uns

auch seine Bahnen ziehen

ein jeglich´ Leben hat ein Recht

auf Erden zu verweilen

ob klein, ob groß, ob schwarz, ob weiß

wir müssen sie uns teilen

und wer da meint, sie wäre weiß

und farbig müßt´ er schlagen

die Menschheit kommt aus Afrika

das kann er gern nachfragen

 

( 19.07.2011 )

 

 

 

 

 Runzelträume 

 

der Blick versonnen

Runzelträume

Erinnerungen tragen weit

doch Strahlen liegt in diesen Augen

Freude war größer

als manch Leid

wenn ich zufrieden

wie der Alte

kann blicken auf ~ vergang´ne Zeit

dann war mein Leben wohl gelungen

und für das Weit´re ich bereit

 

( 03.08.2011 )

 

 

 

 

 meine Passion 

 

möcht´ in der Tiefe euch berühren

entführen euch

in fremde Welt

bereichern will ich die Gedanken

Schranken öffnen

grenzenlos

 

entfesseln möcht´ ich

Stürme, Feuer

Ungeheuer in der Nacht

das Gruseln will ich euch auch lehren

begehren werdet ihr´s

gewiß

 

Gemüter können sich gern scheiden

verleiden mir

die Träume nicht

Phantasie will ich anregen

bewegen Herz

und den Verstand

 

( 28.06.2006 )

 

 

 

 

 der Verstand als Spaßbremse 

 

das Gefühl sprach zum Verstand

du bist eine wahre Spaßbremse

der Verstand entgegnete

niemals bedenkst du das Für und Wider

aber wenn dich eine Verletzung trifft

heulst du mir garantiert wieder die Ohren voll

 

( 15.05.2010 )

 

 

 

 

 gibt es nur Egomanen 

 

warum ist es so schwierig

das miteinander sein

wieso schlägt Kain dem Abel

den Schädel ständig ein

weshalb kann man nicht ehren

was anderem gehört

warum wird Ruf nach Frieden

ganz einfach überhört

 

gibt es nur Egomanen

die sich nur selber seh´n

ich kann so´n faules Denken

ganz einfach nicht versteh´n

 

warum sind sie nur neidisch

auf and´rer Menschen Geld

wieso ergötzt sie fremdes Leid

der Kummer dieser Welt

wieso sind sie so gierig

so hungrig nach der Macht

warum, das ist die Frage

die mir stets Sorge macht

 

gibt es nur Egomanen

die einfach nicht versteh´n

die Welt braucht and´res Denken

sonst wird sie untergeh´n

 

( 24.04.2010 )  

 

 

 

 

 heiß und innig 

 

die Besinnung auf das Leben

bringt die Muse stets zum Kuß

nicht ein Dichter kann da schweigen

frönt dem lyrischen Erguß

das Papier wird die Geliebte

und die Feder zarte Hand

bis das letzte Wort gefunden

ihm die Sinne heiß entbrannt

 

( 18.08.2009 )

 

 

 

 

 Inspiration 

 

laß Worte ~ dich finden

sie flüstern

höre ihre Stimme

und wenn sie knospen

schenke ihnen Farbe

so dass sie erblühen

tauche deine Feder in Tinte

das Tor zur Innenwelt wird sich öffnen

und das Papier

wird Zeugnis deiner Phantasie

 

( 08.03.2009 )

aus dem Buch

seltsam...

aber nicht unmöglich

 

 

 

 

 Falschheit 

 

Es gibt Menschen

die sich geschickt

hinter einer Maske aus Liebenswürdigkeit verbergen.

Fällt sie eines Tages hinunter

blickt man

in die häßliche Fratze der Realität.

 

( 16.02.2005 )

aus dem Buch

aus der Feder mein

 

 

 

 

 armselig  

 

was nützt mir eine schöne Fassade

wenn dahinter

ein armseliges Denkgebäude liegt

 

( 12.02.2007 )

 

 

 

 

 Wer maßt sich an 

 

wer hat den Mensch ans Kreuz genagelt

ihm Wunden beigebracht

ihm Dornenkranz auf´s Haupt gesetzt

und ihn noch ausgelacht

 

wer hat die Freiheit ihm genommen

zu sagen, was ist gut, was schlecht

wer ließ ihn für den Glauben sterben

für Denken, was doch Menschenrecht

 

( 24.12.2008 )

 

 

 

 

 abscheulich 

 

wenn sie in den Spiegel schauen

treffen manche auf das Grauen

diesem Blick hält niemand stand

wenn Verachtung reicht die Hand

 

( 11.12.2007 )

 

 

 

 

 so lang ich lebe 

 

sollten arglistige Gedanken

meinen Geist benebeln

bescheinigt mir Unzurechnungsfähigkeit

sollten rücksichtslose Dämonen

von mir Besitz ergreifen

leitet einen Exorzismus ein

 

niemals will ich zu dem werden

was hinter eurer Fassade steckt

niemals will ich meine Prinzipien vergessen

und

mag es auch

einem Kampf gegen Windmühlen gleichen

die Fahne der Menschlichkeit in der Hand

presche ich erneut voran

denn erst

wenn ich am Boden liegen bleibe

wird der Sieg euer sein

 

bin ich tot

 

( 30.11.2007 )

 

 

 

 

 wird mein Warten belohnt 

 

auch wenn ich nichts besitze

meine Statur nur noch zwergenhaft ist

so rage ich doch über euch hinaus

 

erkennt ihr meinen Namen

so tragt auch ihr mich im Herzen

wißt um meine Gesinnung

und ich werde

durch euch

zu neuer Größe gelangen

 

solltet ihr mich vergessen haben

aber Sehnsucht spüren

so findet ihr mich

unter dem Buchstaben „M“

im Buch der Liebe

dort stehe ich

nicht fettgedruckt

aber deutlich lesbar

zur Mitnahme bereit

 

warte auf euch

 

herzlichst

Menschlichkeit

 

 

( 19.04.2008 )

 

 

 

 

 das, was ihr sät 

 

oh Menschheit ~ bitte höre mich

reicht euch ein Nagasaki nicht

ein Hiroshima, Tschernobyl

verseucht das Land ~ der Menschen viel

wer braucht noch den Atomversuch

ein jeder kennt des Pilzes Fluch

 

es möge Hirn vom Himmel regnen

und euch Gewissen soll begegnen

der Gegner, den ihr euch erwählt

beileibe keinen Spaß versteht

die Ernte dieser Saat folgt gleich

doch sie wird nicht sein ~ segensreich

 

ob unterirdisch ~ oder nicht

denkt ihr ~ Natur ~ sie merkt das nicht

wenn ihr der Erde nehmt das Leben

wird sie euch dieses nicht vergeben

Bikini strahlt auch heute noch

will das denn nicht in euren Kopf

 

( 05.01.2007 )

aus dem Buch

seltsam...

aber nicht unmöglich

 

 

 

 

 Inspirationsfluß 

 

fange ich den Augenblick

verinnerlicht ~ sich mir die Tiefe

durchwandert Sinne und das Herz

die Schönheit, sie ist nah

 

ergreif´ die Feder ~ es wird fließen

ich weiß genau ~ es wird gescheh´n

Inspiration wird sich ergießen

enthüllet sich so klar

 

Sendung aus des Herzens Tiefe

verschmelzet mit der Poesie

möchte den Schöngeist ~ pur verwöhnen

Esprit bringt es ~ nun flink ans Licht

 

zart ummantele ich Worte

welche ich empfangen hab´

spür´ die Zeilen ~ wie sie strömen

hinaus, hinaus ~ es werd´ Gedicht

 

( 17.06.2006 )

 

 

veröffentlicht in der Advent - Lyrikedition

Frankfurter Bibliothek

"Das neue Gedicht"

2006

 

 

 

 

 Neu entdeckt 

 

wenn alle Menschen Brüder werden

kein Hunger mehr auf dieser Welt

und keine Kriege mehr auf Erden

weil Einigkeit den Einzug hält

 

dann werden Menschen wieder lachen

die Weichen werden neu gestellt

und neue Hoffnung wird erwachen

weil Menschlichkeit die Welt erhellt

 

Gefühle werden neu empfunden

Sinne die so lang´ versteckt

das was die Menschen einst verbunden

hätten sie dann neu entdeckt

 

 

( 04.09.2004 )

aus dem Buch

Fluß der schönen Worte

 

 

 

 

 Verkehrsteilnehmer 

 

sehr viele Dinge gibt´s im Leben

worüber Mann ~ sich kann aufregen

und die Frau natürlich auch

jeder macht davon Gebrauch

denn so viele Idioten

werden uns stets dargeboten

im Verkehr kann man sie seh´n

radeln, fahren und auch steh´n

 

die Autofahrer hör´n wir fluchen

dass auf der Straße nichts zu suchen

die Radfahrer, die lahmen Schnecken

sind doch für sie der wahre Schrecken

die sollen sich gefälligst schleichen

von ihrem Wege endlich weichen

ein Radler auf der Straße, Nein

das seh´n sie absolut nicht ein

~

wo soll er hin, der arme Wicht

wenn zugeparkt der Radweg ist

 

und erst die Frauen, welch ein Graus

der Mann hält das im Kopf nicht aus

den Führerschein soll´n sie sich sparen

denn diese können gar nicht fahren

und parken erst, er lacht sich weg

selbst Übung, die verfehlt den Zweck

sie zuckeln, als wär´n sie gebrechlich

was ihn erzürnt, findet´s entsetzlich

den Finger an die Stirne hebend

gibt er flink Gas und fühlt sich schwebend

 

die Frau, sie schüttelt mit dem Kopf

so ein Idiot, so´n alter Tropf

das ist doch wieder typisch Mann

will mir nur zeigen, was er kann

er rast, als ging es um sein Leben

dies findet sie total daneben

mein Ziel erreiche ich auch so

und sicherer ist´s sowieso

~

er denkt sein Fahrstil wär´ ein Traum

und sieht am Ende nicht den Baum

der ihm dort vorn im Wege war

sein Ende war ihr vorher klar

 

meine Moral von der Geschichte

welche ich euch hier berichte:

im Verkehr sei kein Idiot

sonst bist am Ende mausetot

 

( 24.11.2006 )

 

 

 

 

 hinter der Fassade 

 

eine Uniform

macht noch lange keinen Hauptmann

und nicht jeder Lumpenrock

beherbergt einen Lump

wir müssen den Menschen „nackt“ beurteilen

alles andere ist eh nur Fassade

 

( 29.07.2008 )

aus dem Roman

der Grünwaldmythos

 

 

 

 

 der mit dem Messer 

 

trau´ niemals einem heuchelnd´ Mund

er wird dich nicht entzücken

er stößt

mit Lächeln im Gesicht

ein Messer dir in Rücken

 

( 24.03.2010 )

 

 

 

 

 Luft zum Atmen 

 

Wenn kein Fisch schwimmt mehr im Wasser

und kein Vogel singt im Wald

wird die Sonne sich verdunkeln

auf der Erde wird es kalt.

 

Dann weint der Himmel saure Tränen

und das Korn verdirbt im Feld

alle Tiere werden schwinden

kein Lebensraum in dieser Welt.

 

Kommt der Mensch wohl dann zur Einsicht

ob er es dann wohl versteht

dass wir brauchen Luft zum Atmen

hier auf unserem Planet.

 

Denn das Geld kann man nicht essen

Reichtum nützt uns wirklich nicht

wenn am Ende unseres Ruhmes

die Natur zusammenbricht.

 

( 17.05.2004 )

aus dem Buch

Fluß der schönen Worte

 

 

 

 

 am Trägheitsprinzip gescheitert 

 

da das Drehen des Kopfes

mit Arbeit verbunden ist,

scheitern viele Menschen

am Trägheitsprinzip:

 

„Ein Körper verharrt im Zustand der Ruhe

oder der geradlinigen Bewegung,

sofern er nicht durch einwirkende Kräfte

zur Änderung seines Zustands gezwungen wird.“

Sir Isaac Newton 1638

 

Also, ich denke mal,

es muß erst etwas Gravierendes geschehen,

ein derber Impuls von außen,

bevor der Blickwinkel sich verändern wird.

 

( 02.01.2009 )

 

 

 

 

 Lebensbegleiter 

 

der Tod kommt oft in unser Leben

begegnet uns auf Schritt und Tritt

doch niemals kommt er mir gelegen

und keiner gerne von ihm spricht

 

er begleitet unser Leben

facettenreich und unbestimmt

war bei mir bereits zugegen

ein Stück der Seele er sich nimmt

 

vor der Geburt, im hohen Alter

Unfall und Krankheitsverlauf

er ist vom Ende der Verwalter

Schicksal nimmt stets seinen Lauf

 

so schenkt er Trauer und Verzweiflung

und macht sich unbeliebt als Gast

doch folgt er nur seiner Bestimmung

sein Uhrwerk, das kennt keine Rast

 

und mancher, der sich ihm will schenken

den nimmt er gerne bei sich auf

da hat der Tod keine Bedenken

ist´s einer mehr, er zahlt nicht drauf

 

( 14.01.2006 )

 

 

 

und dort

in der Lyrikecke

gibt es noch viel mehr Zeilen

von mir

 

 

 

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