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 lyrische Weisen & Prosa 

 

 

 Eine Gebrauchsanweisung für Lyrik 

 

lesen

dabei ~ Gehirn einschalten

das Dazwischen erkunden

Metaphern erkennen

um die Ecke denken

eigene Schlüsse ziehen

~

Schreiber und Leser

müssen bei ~ des Pudels Kern

nicht exakt übereinstimmen

Interpretationen sind gewollt

 

 

 

 

 wer austeilt... 

 

wenn jemand nach der Lyrik schlägt

mit Schandmaul sie verwundet

und dadurch das Gemüt erregt

das Widerstand bekundet

so darf er nicht erschrecken

wenn er dran zum Einstecken

 

 

 

 

 jeder Stein ~ ein Wort 

 

Schreibkunst gleicht einem Hausbau

die Idee ~ das Fundament

eine Basis für das Werk

jeder Stein ~ ein Wort

die Reihen ~ wachsende Zeilen

der Mörtel

Verbindung zwischen Anfang und Ende

Fenster und Türen

werden zu Einblick und Durchblick

in den Räumen agiert das Herzblut

~ in den Zwischenwänden ~ der Tiefsinn

die Phantasie malert ~ dekoriert

im Keller ~ noch verborgen

Aha-Effekte ~ Pointen

und das Dach ~ ein Schutz

~ das Urheberrecht

 

 

 

 

 Das Lyrisch-Ich kennt vieles 

 

Gedanken malen Bilder

die Hand ~ sie führt sie aus

sie schreibt und sie kreieret

daheim und außer Haus

der Inhalt häufig heiter

auch oft Melancholie

das Lyrisch-Ich kennt vieles

schenkt mir die Poesie

es macht mich stets zum Werkzeug

für manchen Raum und Traum

wie sich ein Werk gestaltet

das weiß ich voher kaum

drum denkt bei meinen Zeilen

auch wenn sie traurig scheinen

ich zeige euch Gefühle

doch bin ich nicht am Weinen

 

 

 

 

 Das Atemholen 

 

die trügerische Stille

oftmals ist sie das Atemholen

für einen Hinterhalt

 

 

 

 

 Niveau ~ kann man das essen 

 

ein jeder will beweisen

dass er der Größte ist

er hofft auf viel Publicity

drum fabriziert er Mist

mit Worten und mit Taten

schlägt er auf alle ein

ihm ist's egal ~ welch Schublade

am liebsten ~ sehr gemein

die Werte ~ Rücksicht ~ Toleranz

sind lang schon unmodern

Niveau ~ kann man das essen

ach ~ hab’ mich doch mal gern

Respekt ~ was für ein Fremdwort

wer kann am besten hetzen

die Schlammschlacht ~ Tagesordnung

sie geh’n die Messer wetzen

 

 

 

 

 Die Währung der Seele 

 

selbst ein betuchter Mensch

kann sehr arm sein

denn die Seele

sie kennt weder Gold noch Edelstein

ihre Währung lautet

Wärme

 

 

 

 

 Blendung mißlungen

 

er strickte sich ein gold'nes Kleid

mit dem kann er gut blenden

sein Außen strahlt so wunderbar

doch würde man es wenden

kann man sogleich erkennen

dass Glanz sehr schnell verfliegt

dass feiner Zwirn oft nur verbirgt

welch Geist im Dunkeln liegt

 

 

 

 

 Beleuchtung des Kerns 

 

erst

wenn man auch den Kern

gut durchleuchtet

erfährt man jene Dinge

welche sich

auf der Oberfläche

meistens nicht abzeichnen

 

 

 

 Biß und beißen

 

etwas Biß

sollte der Mensch besitzen

wenn seine Zähne aber

tiefe Wunden schlagen

sollte er sich

beizeiten einen Maulkorb zulegen

 

 

 

 

 nicht im Irgendwo 

 

allein ist nur der

der sich nicht zu beschäftigen weiß

der das sucht

was er eigentlich schon längst besitzen sollte

Zufriedenheit findet sich nicht im Irgendwo

sie liegt tief in uns

jene überall zu spüren

eine Frage der Lebenseinstellung

 

 

 

 

 Den Leumund polieren? 

 

warum sollt ich mich ändern

fänd mich dann gar nicht mehr

müßt ständig Masken waschen

das wäre mir zu schwer

den Leumund zu polieren

damit er heller strahlt

das kann man schlicht vergessen

wär sowieso geprahlt

~

und außerdem und überhaupt

ist es doch so im Leben

„die Besseren“ ~ die sterben nie

für manchen ~ man daneben

der Nächste wird stets blicken

wie sein Charakter ist

der prägt seine Empfindung

ob gut ~ oder ob Mist

 

 

 

 

 beschränktes Gehirn 

 

wenn Neid und Hass die Welt durchtränkt

wirkt das Gehirn oft wie beschränkt

Vernunft ~ sie zeigt sich stark verwirrt

und rasend schnell ~ sie sich verliert

die Empathie

 

 

 

 

 Schweigendes Licht 

 

derweil manch einer

vieles spricht

bringt wahrer Freund

oft schweigend Licht

 

 

 

 

 Nur teils gelungen 

 

dereinst verließen sie die Bäume

doch dieser Schritt

nur teils gelungen

denn Reife und Charakterstärke

wird nicht gelebt

nur laut gesungen

der Mensch

~ er gibt sich sehr gern lächelnd

aber im Herz regiert der Neid

drum wird der Nächste oft verdroschen

man hört es täglich

~ weit und breit

 

 

 

 

 arme Seele 

 

was nützt uns all der Mammon

wenn in unserer Seele

die Armut regiert

ihr Reichtum

der definiert sich anders

 

 

 

 

 ein Pfefferspray muß her 

 

wir rüsten auf ~ Verteidigung

nicht nur etwas für Frauen

notwendig ist's ~ in uns'rem Land

wer läßt sich gern verhauen

wir sind kein Freiwild ~ hört ihr mich

und jenes ~ sag’ ich barsch

langst du mich an ~ nimm dich in Acht

denn mir gehört mein Arsch

dochs Pfefferspray als Waffe gilt

so lang nicht auf ihm steht

zur Tierabwehr ~ zu was auch sonst

ein Mensch ~ sich nicht vergeht

 

~

 

(Auslöser für das Werk, sexuelle Übergriffe an einigen Orten in der Silvesternacht 2015)

 

 

 

 

 Der Respekt liegt in Ketten 

 

Wir schrieben eine sehr traurige Zeit, niemand wußte wirklich warum, aber das Sozialverhalten wurde nur noch kleingeschrieben. Die Soziale Kompetenz lag am Boden und konnte nicht begreifen, wieso die Wertschätzung mit Füßen getreten wurde.
Geschändet ging die Selbstdisziplin am Stock und es kam fast täglich zu verbalen und auch handgreiflichen Ausfällen, einige Mitbürger erklärten sich mancherorts sogar den Krieg. Kaum einer scheute sich noch, Grenzen unbedarft zu übertreten, infolgedessen gehörten Schlammschlachten quasi zur Tagesordnung.
Die Respektlosigkeit gewann zunehmend an Größe. Man konnte es spärlich glauben, aber sie wurde tatsächlich glorifiziert. Auf vielen Marktplätzen stellte man sie öffentlich zur Schau, wo sich der Mob dann die Blöße gab, ihr applaudierte und sich damit selbst ein Armutszeugnis ausstellte, was er aber nicht bemerkte. Solch eine Gesellschaft gab ein erbärmliches Bild ab und war sich dessen nicht einmal bewußt.

In einer Zeit, in der ein Mensch in der einen Hand ein Gebetbuch und in der anderen schon das Gewehr bei Fuß trug, fragten sich leider nur wenige: Wie läßt sich das überhaupt miteinander verbinden?"

Und als die Empathie starb und das Vertrauen nur noch ein Wort war, was man irgendwo einmal gehört hatte, übernahm der Hass das Regiment und wie eine Seuche breitete er sich aus.

Es war, es ist eine traurige Zeit... .

 

 

 

 

 ich will sagen ~ können 

 

Melancholie am Himmel

die Wolken tragen dunkle Bronze

Gedanken werden schwer ~ vorausschauend

~

wenn ich gehen muß

so will ich sagen ~ können

ja ~ ich habe gelebt ~ geliebt

mein Dasein teilen dürfen

mein Handeln war

vielleicht nicht immer gut

aber

wenn die Menschen

für mich noch Worte finden werden

sollen jene

meine vergangenen Unzulänglichkeiten

in den Schatten stellen

 

 

 

 

 Humor 

~ Elfchen ~

 

Humor

eine Gabe

etwas schmunzelnd hinnehmen

Unzulänglichkeiten mit Heiterkeit betrachten

Gelassenheit

 

 

 

 

 Humorphilosophie

 

 

Humor ist, wenn man trotz allem lacht.
Dieses Lachen benötigt man, um der aufkommenden Schwärze den Schrecken zu nehmen, denn das Schwarz gilt im Allgemeinen als unbunt und manch einer billigt ihm nicht mal das Wort Farbe zu.
Das Wort Humor kommt aus dem Lateinischen und es bedeutet Feuchtigkeit. Diese Bedeutung ist auch kaum von der Hand zu weisen, da bei humoristischen Anfällen durchaus auch mal Tränen fließen können, welche die Wangen benässen.
Tränen, sind sie erst einmal versiegt, stellt sich oftmals eine Befreiung ein, man nennt das Selbsttröstung und dieser Faktor bringt mich zu der Schlußfolgerung, dass man dem Schwarz einen Farbtupfer genehmigen sollte.

Warum ich zu diesem Ergebnis komme? Die Antwort darauf ist eine ganz einfache. Wenn uns etwas befreit, sind wir kurze Zeit später auch wieder in der Lage Farben in ihrem Glanz zu sehen und sei es auch nur, dass wir ein blankes Rabenschwarz entdecken, denn auch solch ein Schimmer kann den eigenen Gemütszustand heben, den Humor wieder zurückbringen.

 

 

 

 

 Selbstironie 

~ Elfchen ~

 

Selbstironie

ein Charakterzug

positiv und sympathisch

heitere Darstellung eigener Schwächen

Humor

 

 

 

 

 Chamäleon 

 

hüte dich vor den Wechselwarmen

denn oft überwiegt ihre Kaltblütigkeit

 

 

 

 

 

 weil sie unbequem waren 

 

sag die Wahrheit

setz dich ein

man wird es dir selten danken

so mancher wurde schon

mißhandelt

ermordet

und das nur

weil er unbequem war

 

 

z.B.: Rosa Luxemburg ~ Martin Luther King ~ Mahatma Gandhi...

 

 

 

 

 die Unverstandenen 

 

es hing ein Bild an einer Wand

doch der Betrachter nicht verstand

was ihm der Künstler wollte sagen

es blieben ihm nur tausend Fragen

so ging er hin

versucht sein Glück

bei einem seichten Bühnenstück

doch dafür wollt er auch nicht brennen

konnte den Sinn dort nicht erkennen

er fand nur Hülsen ~ leere Worte

drum suchte er sich and're Orte

er schaute hier und da mal rein

Ausstellung ~ Bühne ~ dachte Nein

und weil sein Denken nicht mehr schlief

wurd er nun selber kreativ

er schrieb ~ kreierte ~ und erfand

was dann manch and'rer nicht verstand

 

 

 

 

 für die Schöngeister 

 

~ Satire ~

 

hey Autor ~ soll ich dir was sagen

verfasse Schriften ~ die anklagen

nimm Sex ~ den Krieg ~ und die Gewalt

dem Gürtel fern ~ geschmacklos ~ kalt

ob Schadenfreude ~ Menschenwürde

denk nicht mal nach ~ ist keine Hürde

und Wahrheit ~ die gehört vertrimmt

dann wird's ein Bestseller ~ bestimmt

 

ihr Künstlervolk ~ was könnt ich schreiben

will euch die Muße nicht verleiden

doch hört ~ das müßt ihr wirklich wissen

so ein Mäzen wär gut in Kissen

denn vieles regelt erst ein Bett

manch Meinung wird dadurch ganz nett

Motiv egal ~ es zählt Vergnügen

verkaufe dich ~ dann wird's sich fügen

 

 

 

 

 das Gesicht verloren

 

er trägt ein großes Päckchen

darin

Geheimnisse

nun kann er nicht mehr er selbst sein

muß Masken ausprobieren

 

zieht weiterhin an Fäden

erschafft Marionetten

packt neue Päckchen

und tanzt auf manchem Grab

sein Spiegel

der bleibt leer

 

 

 

 

 das ehrliche Lächeln 

 

kleine Sterne sah ich funkeln

lagen in dem Augenlicht

tanzten ~ weil ganz tief im Innern

alles war im Gleichgewicht

fern von Neid ~ von dunklen Schatten

säumte Lächeln einen Mund

füllte das gesamte Antlitz

das war ehrlich ~ der Befund

 

 

 

 

 Schokolade als Metapher 

 

wenn du dem Leben

seiner Bedeutung auf der Spur bist

und du unterwegs Schokolade findest

ist es eventuell eine Metapher

welche dir sagen möchte

versüße dir die Zeit auf Erden

denn sie kann

manchmal sehr kurz sein

 

 

 

 

 die Endlichkeit bemerkt

 

als ich bemerkte

dass die Endlichkeit auch mich betrifft

nahm ich mir Zeit zum Leben

 

 

 

 

 das andere Lesen 

 

das Innere zeichnet Spuren ins Gesicht

egal welche

man kann sie dort lesen

doch nur

wer dieser Sprache mächtig ist

wird jene Emotionen entziffern können

 

 

 

 

 Gedanken zum Leumund 

 

als ich erkannte

jeder will mich sowieso nur so sehen

wie der eigene Charakter es zuläßt

gab ich auf

mir zu viele Gedanken

über meinen guten Leumund zu machen

 

 

 

 

 Freundschaft kennt keinen Neid 

 

Freunde sind keine Neider

sie sind Gönner

und sind sie es nicht

wird ihnen als Freund

wohl nur noch die Einsamkeit bleiben

 

 

 

 

 um den heißen Brei herum 

 

als der Kern verpaßt wurde

die Worte ins Uferlose drifteten

Umständlichkeit und unvorsichtige Zeilen

den heißen Brei erkalten ließen

lautete das Resultat

Gespräch ~ gänzlich mißlungen

 

 

 

 

 Sympathie 

 

~ Elfchen ~

 

Sympathie

wahre Herzlichkeit

wenn Charisma spricht

ist Vertrautheit nicht fern

Nähe

 

 

 

 

 fromme Begegnung 

~ Satire ~

 

kaum ist das letzte Amen

aus meinem Mund geflossen

schnapp ich Gebetbuch ~ Waffe

denn dann wird gleich geschossen

was andere so denken

das kann ich gar nicht leiden

drum nehm ich Kugel ~ Dynamit

zum Widerwort vermeiden

seht ~ meine Gloriole

den Terror sie absegnet

bin oben hell erleuchtet

dem Ziel wird fromm begegnet

 

 

 

 

 sehr tief gesunken 

 

du liegst am Boden

blutend

Menschen eilen herbei

du denkst

Hilfe naht

doch sie öffnen ihre Handykameras

 

 

 

 

 stummes Gaffen 

 

man spricht von Weisheit jener Affen

die taub und stumm und gar nichts seh'n

doch find beim Mensch ich jenes Handeln

werd ichs als Weisheit nicht versteh'n

wenn diese Tauben würden hörend

und jene Blinden mal hinseh'n

und wenn die Stimmen nicht mehr schweigen

würd sich was ändern am Gescheh'n

dann

wenn die gleichgültigen Laffen

beenden endlich stummes Gaffen

 

 

 

 

 Eisberge des Lebens 

 

das Leben hält so manchen Eisberg bereit

jener

der heute kaum sichtbar ist

kann morgen schon

eine unüberwindbare Barriere sein

doch irgendwann

schmelzen selbst die dicksten Eisberge

 

 

 

 

 Streichholz möcht ich sein 

 

bist abgebrannt, doch nicht umsonst

dein Einsatz etwas brachte

du schenktest kleinen Funken nur

doch Flamme sich entfachte

so möcht auch ich ein Streichholz sein

fortleben in dem Feuer

das einst mein Wort entzündete

das wäre ungeheuer

 

 

 

 

 Falschheit 

 

Es gibt Menschen

die sich geschickt

hinter einer Maske aus Liebenswürdigkeit verbergen.

Fällt sie eines Tages hinunter

blickt man

in die häßliche Fratze der Realität

 

 

 

 

 armselig  

 

was nützt mir eine schöne Fassade

wenn dahinter

ein armseliges Denkgebäude liegt

 

 

 

 

 abscheulich 

 

wenn sie in den Spiegel schauen

treffen manche auf das Grauen

diesem Blick hält niemand stand

wenn Verachtung reicht die Hand

 

 

 

 

 wird mein Warten belohnt 

 

auch wenn ich nichts besitze

meine Statur nur noch zwergenhaft ist

so rage ich doch über euch hinaus

 

erkennt ihr meinen Namen

so tragt auch ihr mich im Herzen

wißt um meine Gesinnung

und ich werde

durch euch

zu neuer Größe gelangen

 

solltet ihr mich vergessen haben

aber Sehnsucht spüren

so findet ihr mich

unter dem Buchstaben „M“

im Buch der Liebe

dort stehe ich

nicht fettgedruckt

aber deutlich lesbar

zur Mitnahme bereit

 

warte auf euch

 

herzlichst

Menschlichkeit

 

 

 

 

 der mit dem Messer 

 

trau' niemals einem heuchelnd' Mund

er wird dich nicht entzücken

er stößt

mit Lächeln im Gesicht

dir’s Messer ~ in den Rücken

 

 

 

 

 am Trägheitsprinzip gescheitert 

 

da das Drehen des Kopfes

mit Arbeit verbunden ist,

scheitern viele Menschen

am Trägheitsprinzip:

 

„Ein Körper verharrt im Zustand der Ruhe

oder der geradlinigen Bewegung,

sofern er nicht durch einwirkende Kräfte

zur Änderung seines Zustands gezwungen wird.“

Sir Isaac Newton 1638

 

Also, ich denke mal,

es muß erst etwas Gravierendes geschehen,

ein derber Impuls von außen,

bevor der Blickwinkel sich verändern wird

 

 

 

 

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