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 Etwas über mich 

 

 

Mein Name ist Uschi Pohl, eigentlich Ursula,

aber kein Mensch nennt mich so,

da ich den Namen nicht leiden kann *lach*.

Geboren am 20.02.1962 in Rheda-Wiedenbrück,

wo ich auch aufgewachsen bin und mein Leben verbringe.

Ich bin glücklich verheiratet mit einem Schatz von Mann.

Schreibe seit Jahren Gedichte, Kurzgeschichten

und auch zwei Romane darf ich zu meinen Veröffentlichungen zählen.

Meine andere Leidenschaft ist das Fotografieren,

und so kommt es, dass sich zwei Dinge ergänzen.

Die gesammelten digitalen Impressionen regen die Phantasie an,

Lyrik erwacht und die Feder beginnt zu schreiben.

 

 

Wenn mich jemand fragt, wie ich mich sehe, dann heißt meine Antwort, ich sehe mich immer noch als eine Art Azubi. Mein Ausbildungsziel lautet, lerne das Leben und vor allen Dingen die Menschen kennen.
Menschen sind eine merkwürdige Spezies und sie sind es wert genau betrachtet zu werden.  Ich habe gute und weniger schöne Erfahrungen mit ihnen gemacht, trotzdem versuche ich immer zuerst das Gute im Menschen zu sehen. Das, was ich höre und sehe, hilft mir bei der Umsetzung meiner Leidenschaft, denn ganz früh entdeckte ich die Liebe zum Schreiben. Mein erstes Gedicht, das ich in einem kleinen Poesiealbum verewigte, verfasste ich 1975. Ich muß zugeben, es war nichts Weltbewegendes, aber immerhin war es mein Werk.

So schrieb ich Jahr um Jahr, Zeile für Zeile und sammelte alles in einer Kladde. Dann kam nach fast 20 Jahren die Wende, ein PC  wurde angeschafft, das Schreiben ward erleichtert und ich eroberte das Internet und manches Leserherz.

 

 

 erfolgreiche Wettbewerbe

 

unsere Heimatzeitung ~ die Glocke

 

 

 

Lesung und Preisverleihung

war am 07.11.2008

in der VHS Reckenberg-Ems

 

 

 

 Was gibt es zu sehen

 

Wieder einmal waren die Alltagsmenschen, Betonskulpturen der Künstlerin Christel Lechner, zu Besuch in Wiedenbrück. Interessant waren sie alle anzusehen und doch war es der Himmelsgucker mit dem Fernrohr vor den Augen, der diesen Mann animierte neben ihm stehenzubleiben. Die Hand waagerecht an die Stirn haltend tat er es ihm gleich und schaute in die Höhe. Er verharrte in dieser Stellung und es schien ihm sichtlich zu gefallen, er war ausdauernd. Menschen kamen vorüber und einige, die ihn dort stehen sahen, gesellten sich zu ihm, um kurz darauf in die gleiche Richtung zu schauen. Manch anderer jedoch schüttelte nur mit dem Kopf, oder sah erst gar nicht zu ihnen hin, eilte nur seinem Ziel entgegen.
Nach und nach füllte sich die kleine Straße mit Menschen, doch die Geschäftigkeit verebbte. Obwohl hier eine Traube Leute stand, vernahm man kaum einen Laut, es war, als hielten sie alle den Atem an. Folgte man nun den Blicken, so war es eigentlich nicht viel, was es zu sehen gab, denn nur das längere Schauen ließ sehend werden.
Ein Strahlen untermalte den blauen Himmel, zarte Schäfchenwolken zogen vorüber, ein paar Insekten surrten hin und her und ab und an kreuzten ein paar Vögel den Blick der Menschen. Nun, es war wohl nicht das, was sie sahen, sondern es war eher die Ruhe, die von dieser Beschaulichkeit ausging, sie spiegelte sich in den Gesichtern wider. Die Beobachter hatten ihre Hektik abgelegt und für die Momente des Innehaltens wurden sie belohnt.

Als der Tag sich neigte, senkten die Menschen ihre Blicke. Sie mußten sich zwar regelrecht losreißen, doch nicht nur der Himmel hielt für sie ein Geschenk bereit, auch in ihrem Gegenüber fanden sie, was sie schon lange vermißten, ein Lächeln. Hier standen tatsächlich fremde Menschen, die sich in die Augen schauten, das gab es also noch. Einige der Umherstehenden suchten den Dialog, sie sprachen über die Ungewöhnlichkeit ihres Handelns und redeten über dieses und jenes, es wurden sogar Adressen ausgetauscht und Verabredungen getroffen.
Zu sehr später Stunde leerte sich die Straße, die Menschen nickten, oder winkten sich noch einmal kurz zu und gingen ihrer Wege. Der Mann, der sich als erster zum Himmelsgucker gesellte, war immer noch da und er blieb auch als einziger übrig. Er klopfte dem Alltagsmenschen auf die Schulter und dieser ließ doch tatsächlich sein Fernrohr sinken.

>> Na, haben wir das nicht prima hinbekommen? Diese Menschen werden wohl wieder mit anderen Augen sehen, ihr Blick wird nicht mehr nur stur geradeaus gerichtet sein. Du magst zwar nur aus Beton sein, aber deine Schöpferin hat dir einen schönen Blickwinkel geschenkt, deine Ausdruckskraft half mir die Menschheit wieder ein klein wenig zusammenrücken zu lassen. Wir waren ein gutes Team, ich danke dir. <<

Nach diesen Worten spreizte der Mann zwei weiße Flügel und strebte dem Himmel entgegen.
Der Alltagsmensch lächelte, setzte sein Fernrohr wieder auf die Augen und verfolgte weiterhin das Himmelsgeschehen.

 

Uschi Pohl

im Mai 2008

 

 

 

 und im Jahr darauf 

 der Gedichtewettbewerb 

 

 

dort belegte mein Werk

im Mai 2009

den zweiten Platz

 

 

 

 

 

Alltagsmensch

eine Betonskulptur

von Frau Christel Lechner

 

 

 

 

 der Mann im weißen Anzug

 

 

bei dem Beete, an dem Baume

steht er ~ lächelt ~ schweiget still

die Gedanken nicht im Zaume

weiß er dennoch, was er will

er ergebet sich dem Traume

grelles Leben ihm zu schrill

nein ihm lieget nicht das Eilen

frönet lieber demVerweilen

 

und so steht er Stund´ um Stunde

Zeiger drehen sich im Kreis

blicket freudig in die Runde

die Zufriedenheit sein Preis

seine Ruhe schenket Kunde

ganz egal, ob Kind, ob Greis

willst am Leben nicht verdrießen

solltest du es mal genießen

 

 

( Versform Stanze )

 

 

 

 

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