Wie auch in anderen deutschen Städten entstand während des Zweiten Weltkriegs in Potsdam die Planung zu einem O-Bus-Netz. Dieses sollte zunächst auf Babelsberg begrenzt bleiben. Der Kriegsverlauf stoppte jedoch die Vorarbeiten.
Nach dem Krieg wurden die Arbeiten wieder aufgenommen, da ein geregelter Betrieb mit konventionellen Bussen kaum möglich war und 1948 wurde die erste Linie in Betrieb genommen. Nach einer Phase des Aufbaus verschwand im Zuge des Wohnbauprogramms im Potsdamer Südosten die Strecke nach Drewitz. Dennoch hielt sich der O-Bus in Potsdam länger als in anderen Städten der DDR, wenngleich sämtliche Ausbauplanungen ad acta gelegt wurden.
Anfang der 80er Jahre stand der Betrieb vor dem endgültigen Aus. Nur die eher überraschende Zuführung fabrikneuer Skoda-Busse stoppte den Niedergang. Dennoch war man mit den Wagen nicht besonders glücklich. Sie zeigten schwere Fertigungsmängel, weshalb sie von ihrem ursprünglichen Besteller Sarajevo nicht abgenommen worden waren. Die parallel beschafften Gelenkwagen von Ikarus waren für den Betriebshof zu groß und mußten außerhalb der Betriebszeiten auf der Straße abgestellt werden. Sie wurden später gegen Eberswalder Skoda-Wagen getauscht.
Nach der Wende begann die vorsichtige Erneuerung des Betriebes und es wurden Fahrzeuge aus Esslingen und Solingen getestet. Allerdings bereitete der Bahnübergang am Bahnhof Drewitz erhebliche Probleme. Im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke Berlin - Dessau musste die Strecke an dieser Stelle gekappt werden. Ein Weiterbetrieb des östlichen Teils war nur mit geliehenen und später dann neuen Duo-Bussen möglich. Dennoch hielt man das kleine Netz für unwirtschaftlich und die sofortige Stillegung der Skoda-Wagen nach einer Untersuchung durch die DEKRA im Januar 1995 machte ihm den Garaus.
Heute sind nur noch wenige Zeugnisse des ehemaligen Betriebes sichtbar. Sämtliche Vorschläge für eine Wiederaufnahme des Betriebes wurden bisher abgelehnt.