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Als Ergänzung zum Straßenbahnverkehr hat der Bus in Potsdam in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, während er bis in die 80er Jahre hinein eher stiefmütterlich behandelt wurde.

Keimzelle des Busverkehrs waren drei Linien im damals noch eigenständigen Babelsberg (Nowawes). Diese Linien wurden aber nach dem Krieg durch die O-Busse ersetzt und der Bus übernahm angesichts der Grenzschließung den Ersatz für nicht mehr benutzbare Verbindungen. Auch die Erschließung der Schlösser und Gärten im Potsdamer Westen und Norden ist bis heute eine reine Angelegenheit des Busverkehrs.

Aufsehen erregte Potsdam in den 60er Jahren, als es dem Direktor der damaligen Verkehrsbetriebe PVB gelang 6 französische Busse der Marken Chausson und Saviem direkt von der Leipziger Messe weg zu kaufen. Diese Busse waren einzigartig und wurden erst Ende der 70er Jahre durch die in der gesamten DDR üblichen Busse des ungarischen Herstellers Ikarus ersetzt.

Nach der Wende stellte man den Buswagenpark komplett auf niederflurige Fahrzeuge der Hersteller Mercedes-Benz und MAN um und der Bus gewann zunehmend an Bedeutung - auch angesichts der Einstellung des O-Bus-Verkehrs in Babelsberg.

Im Zuge einer Netzumstellung im Jahre 2000 wurde der Stadtbus auf eine Zubringerfunktion zur Straßenbahn zurückgedrängt, hat heute aber in einigen Stadtteilen immer noch die Funktion als Hauptverkehrsmittel. Touristen schätzen insbesondere die Linien 695 und X15 nach Sanssouci, die Linie 692 zum Neuen Garten und die Linie 694 zum Park Babelsberg. Die Innenstadt ist aber inzwischen komplett stadtbusfrei - lediglich Regionalbusse halten heute noch an der einstigen Zentralhaltestelle am Platz der Einheit.

Die Berliner Verkehrsbetriebe betreiben zusätzlich die Linien 316 (Wannsee - Glienicker Brücke) und 118 (Stern-Center - Rathaus Zehlendorf) als Zubringer zum Potsdamer Stadtverkehr. Hier kommen Berliner Busse (vor allem polnische Volvos) zum Einsatz, die in ihrem gelben Farbkleid das Potsdamer Stadtbild beleben.


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