Justin Heinrich Knecht (1752-1817)

Herzlich willkommen!

 

Neu erschienen:

"Biberacher Choralbuch" mit Kirchenliedmelodien im vierstimmigen Originalsatz von Justin Heinrich Knecht, einigen Faksimiles und außerdem einer fünfstimmigen Orgelfassung eines anonymen "Pastorells" des deutschsprachigen Raums um 1800. Geeignet für die Weihnachtszeit. Herausgeber: Ralf Klotz. (Bestellbar für 5 Euro zzgl. Porto unter Tel. 07351-74984, E-Mail: ralf-klotz@versanet.de, oder unter ISBN: 3-924-392-48-X /Druckerei Dr. Karl Höhn, Biberach)

Liebe Musikfreunde.

Der Biberacher und Königlich Württembergische Musikdirektor Justin Heinrich Knecht (1752-1817) feierte am 30. September 2002 seinen 250sten Geburtstag.

Zu diesem Anlaß ist ein „Biberacher Knecht-Choralbuch“ entstanden, das die schönsten und lohnendsten seiner zahlreichen Choralmelodien und -sätze enthält. Näheres dazu im Inhaltsverzeichnis. Die Sätze sind vierstimmige Originalsätze mit der Choralmelodie im Sopran. Sie sind einerseits für Gemeinde und Organisten (Gemeindesinglage) gedacht, andererseits aber auch für Chöre eingerichtet. Dabei wurden einige zeitbehaftete Texte gegen neue ausgetauscht. Somit entstand eine Fundgrube einfacher, reizvoller Lieder für den Gottesdienst.

aus dem Nachwort zum Knecht-Choralbuch:

Dieses Gesangbüchlein möchte eine Quintessenz des Choralschaffens des Biberacher und königlich württembergischen Musikdirektors Justin Heinrich Knecht anlässlich seines 250. Geburtstages präsentieren. Von seinen etwa 200 Kirchenlied-Melodieschöpfungen ist hier eine Auswahl der heute noch lohnenden und gebräuchlichen getroffen. Melodie und Satz sind bei Knecht mehr denn je unzertrennbare Einheit und bedingen sich gegenseitig. Daher erscheinen seine Lieder hier im vierstimmigen Originalsatz, wobei meist die älteste vorhandene Fassung gewählt wurde. Drei Lieder sind aufgenommen, deren Melodien nicht von Knecht stammen, zu denen er aber reizvolle Satzformen geschrieben hat (Partita, Figuralgesang und Antiphonie). Die Lieder wurden in eine angenehme Singhöhe für die Gemeinde transponiert. Aufgrund ihrer Zeitbehaftetheit wurde, abgesehen von gelegentlichen, kleineren Veränderungen, bei 5 Liedern der ehemalige Text ganz ausgetauscht. Teilweise sind auch Alternativtexte beigegeben. Einige Faksimiles garnieren dieses Büchlein.

In Knechts Oeuvre befinden sich Werke, die ihn zu seiner Zeit zu einem hoch angesehenen Komponisten gemacht haben, wie eine Äußerung Joseph Haydns zeigt: „noch schließe ich mich nicht aus, den Lorbeerkranz zu verdienen, dessen alle Komponisten, besonders aber Knecht, würdig sind.“ Tatsächlich war er als Hauptherausgeber des Choralbuches zum Württembergischen Gesangbuch von 1791 so erfolgreich, daß er von der bayrischen Königin Caroline mit der Herausgabe eines Choralbuches „für die protestantische Gesammt=Gemeinde des Königreichs Baiern“ beauftragt wurde, wofür er 1816 von Caroline mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet wurde.

Mit jeder Epoche entsteht eine große Zahl neuer Liedschöpfungen; jede Epoche atmet ihren Zeitgeist. So nimmt es nicht Wunder, daß – allein im Württembergischen Choralbuch von 1799 sind 97, und damit fast ein Drittel aller Liedmelodien von Knecht – der Umfang seiner Liedanzahl in den Gesangbüchern der nachfolgenden Generationen mehr und mehr schwindet und sich ein immer kleinerer Kernbestand herauskristallisiert, der hier berücksichtigt wird. Im heutigen Evangelischen Gesangbuch Württemberg sind noch 2 Lieder von Knecht enthalten (hier Nr. 3 und 25). Gleichzeitig erfahren einige seiner Lieder Sondertraditionen wie z.B. „Christ, from whom all blessings flow“ (Nr. 9), das sich noch im Methodist Hymn Book (London) finden läßt, und v.a. in seiner Heimatstadt Biberach.

Zum praktischen Gebrauch

1. Zur Begleitung des einstimmigen Gemeindegesangs oder eines Solisten (Melodie immer im Sopran) sind die vierstimmigen Sätze ursprünglich für den Organisten gedacht.

2. Darüber hinaus sind die Choralsätze - übrigens ganz im Sinne Knechts - so eingerichtet, daß sie vom Chor vierstimmig gesungen werden können. Dabei sind originale, tiefe Instrumentallagen noch als Stichnoten für den Organisten erhalten, für den Chor aber oktaviert notiert worden. Chören wird die am Ende angegebene höhere Originaltonart zur Aufführung empfohlen, da die Stücke so am Strahlendsten klingen. Der Organist möge außerdem die orgeltypischen Bindungen bei Tonrepetitionen wieder ergänzen. Knecht schreibt im Vorwort zum Choralbuch von 1799: „Die im Choralbuch befindlichen Melodien sind wesentlich vierstimmig bearbeitet, das ist, jede ...Stimme zeichnet sich durch einen eigenen Gesang aus: man kann demnach alle Stimmen sowohl zum Gebrauche für wirkliche 4 Singstimmen ...ausschreiben“.

Der aufgenommene Figuralgesang „Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden“ ist von zwei Sopranen mit Orgelbegleitung auszuführen. Die Antiphonie (Wechselgesang) „Vom Himmel hoch“ denkt ursprünglich an eine strophenweise Abwechslung von Gemeindelied und freiem Chorgesang. Das ganze Lied könnte aber auch nur von der Gemeinde gesungen werden. Knechts Absicht damit war „Bei gewissen Feierlichkeiten Wechselgesänge zwischen dem Chor und der Gemeine, zu mehrerer Spannung der Aufmerksamkeit und Erhöhung der Feierlichkeit und des Eindrucks, anzubringen“.

Im Anhang

des Knecht-Choralbuches steht das Pastorell eines unbekannten Komponisten des deutschsprachigen Raumes um 1800. Dieses innige Stück soll hier in einer fünfstimmigen Einrichtung für Orgel oder Klavier nach originalen Einzelstimmen im Besitz des Katholischen Kirchenchores Biberach einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Quellen

Als Hauptquelle diente das 97 Melodien und noch mehr Sätze von Knecht enthaltende Orgelchoralbuch „Vollständige Sammlung theils ganz neu componirter, theils verbesserter, vierstimmiger Choralmelodien für das neue Wirtembergische Landgesangbuch [1791]. Zum Orgelspielen und Vorsingen in allen vaterländischen Kirchen und Schulen ausschließend, gnädigst verordnet... Herausgegeben von Christmann und Knecht. Mit einem landesherrlichen, gnädigst ertheilten Privilegio“ Stuttgart, im Gebrüder Mäntler´schen Verlage, 1799.

Sowie dessen „Zweitem Theil“„Vollständiges Württembergisches Choralbuch...“, Stuttgart, in dem Verlage der Gebrüder Mäntler, 1816. Hieraus sind der Figuralgesang und die Antiphonie entnommen.

u.a.

Würdigung

Im Anhang zum Württembergischen Choralbuch steht über seine Choralsätze: `Im Choralsatz, der schwerer ist, als sich wohl mancher vorstellt, kommt ihm nicht leicht jemand gleich. Geschickt, demselben das Trockene zu benehmen, gibt er dagegen jeder Stanze so viel Schönes und Rührendes, und doch zugleich Faßliches, daß Kenner wie Laie davon mächtig ergriffen wird. Das Einfache und Feierliche, das man in der neuen Kirchenmusik so sehr vermißt, ist der Hauptcharakter von Knechts Kirchen-Compositionen´. Knechts Choräle waren weit über Biberach hinaus bekannt. Sogar das Hamburgische Choralbuch nahm Knecht-Choräle auf.

INHALT

Ach wiederum ein Jahr verschwunden.......….…..................Jahreswechsel

Ach, sieh ihn dulden................................................……..……........Passion

Das walte Gott, der helfen kann.......................………......Glaube; Arbeit

Du, des sich alle Himmel freu´n........................………......Lob und Dank

Erwacht zum neuen Leben steht vor mir die Natur….......................Natur

Freuet euch, ihr Christen alle...............................…………..Weihnachten

Gott der Wahrheit und der Liebe........................………....Lob und Dank

Herr, dir ist niemand zu vergleichen......................………...Lob und Dank

Himmel, Erde, Luft und Meer.....................................……….........Natur

oder: Christ, from whom all blessings flow………...……………..Glaube

Ich singe dir mit Herz und Mund........................................Lob und Dank

Jauchzt dem Herren alle Welt.........................................Psalmengesang

Kommt, kommt den Herrn zu preisen............Lob und Dank; Erntedank

oder: Lobsinge, meine Seele, dem Welterlöser........…………Ostern

Lobt den Herrn! Der Tag erscheint……............................………Advent

Mein erst Gefühl sei Preis und Dank…….........................……..Morgen

oder: Du höchstes Licht, ewiger Schein……..................…Morgen

Nun danket alle Gott…………….............................……..Lob und Dank

Rund um mich her ist alles Freude…….................Lob und Dank; Natur

Singt unserm Gott ein dankvoll Lied……….....................Lob und Dank

Soll sich mein Geist, o Gott, zu dir erheben…......................……Glaube

Stärk uns, Mittler, dein sind wir…….............................…………Glaube

oder: Mitten wir im Leben sind…………............…………Ewigkeit

Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden……...........…………Figuralgesang

21/21a Vom Himmel hoch…......….Choral/Antiphonie (Wechselgesang)

Welche großen Seligkeiten……......................……..Glaube; Abendmahl

Wer doch den lieben Gott nur walten………......................…….Glaube

Wer nur den lieben Gott läßt walten……………..........................Glaube

Wie groß ist des Allmächt´gen Güte……….........................……Glaube

Wie können wir, Vater der Menschen, dir danken.............Weihnachten

Wie selig bin ich, wenn mein Geist…………...........................….Glaube

Womit soll ich dich wohl loben….....................…………..Lob und Dank

ANHANG

Pastorell (anonym; deutschsprachiger Raum um 1800)...Orgel-/Klavierfassung

Ahnentafel von Justin Heinrich Knecht (1752-1817)

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Justin Heinrich Knecht (1752-1817) wirkte in Biberach an der Riß und am Stuttgarter Hof und galt zu seiner Zeit als einer der angesehensten Komponisten in Süddeutschland und im deutschsprachigen Raum. Joseph Haydn selbst brachte Knecht höchste Wertschätzung entgegen. Bisher war Knecht in Musikerkreisen v.a. bekannt durch seine Orgelwerke. Die weiter unten beschriebene CD mit Knechts Chorwerken schließt einen Teil der Lücke in diesem Bereich und stellt seine Chormusik gleichzeitig einem breiten Publikum zur Verfügung.

Knecht wurde am 30. September 1752 in Biberach als Sohn des Kollaborators (Behelfslehrer) und evangelischen Kantors Johann Georg geboren. Waehrend seiner Ausbildungslaufbahn im Alumnat (Pflegestaette von kirchlichem Chorgesang und Instrumentalmusik), an der Lateinschule und schliesslich, sechzehnjährig, am Kollegiatstift Esslingen foerderten ihn fundiert im Klavier-, Orgel-, Violinspiel, Gesang, im Spielen verschiedener Blasinstrumente, im Komponieren und Sachverstand der evangelische Musikdirektor Doll, der Organist Cramer und der Dichter Chr. M. Wieland. In Esslingen wurde er angeregt durch das Orgelspiel des Musikdirektors G. D. Schmid und Chr. F. D. Schubarts Klavierspiel. Hier lernte er spaetbarocke Kompositionen und musiktheoretische Schriften, insbesondere von Marpurg und C.P.E. Bach, kennen. Neunzehnjaehrig kehrte Knecht im Jahr 1771 nach Biberach zurueck und trat in der Nachfolge von Doll als Musikdirektor - neben der Mitwirkung bei der Evang. Komoediantengesellschaft - sein anstrengendes Doppelamt in Kirche und Schule an, weswegen ihm ein Universitaetsstudium untersagt blieb. Erst 1792 konnte er sein Lehramt beenden und uebernahm das evangelische Organistenamt an der simultanen Stadtpfarrkirche. Knecht konnte schon in fruehester Jugend die Musik seiner Zeitgenossen studieren in Konzerten der Warthauser Hofkapelle des Grafen Stadion und in den Partituren des lokalen Musikgeschaeftes Kick. Knecht konzertierte, komponierte und verfasste musiktheoretische und musikpaedagogische Schriften, und hob das buergerliche Musikleben in Biberach auf einen ansehnlichen Stand. Sein Verlangen nach groesserer Entfaltungsmoeglichkeit und Ortswechsel wurde allerdings erst im Jahre 1806, im Alter von 54 Jahren, erfuellt. Er wurde vom wuerttembergischen Koenig zum 2. Musikdirektor ("Direktor beim Orchester") am Stuttgarter Hof ernannt, eine Stellung, von der er aber - weil er mit der Situation am Hof nicht klar kam - schon wieder im November 1808 entlassen wurde. Knecht soll - so beschrieben in J. B. Pflugs "Erinnerungen eines Schwaben" - hierzu gesagt haben: "...da will ich lieber in Biberach bei meinem Bierle sitzen, als eine solche Hofluft atmen, die mich vom freien zum unfreien Menschen machte. Nur keine solche eigenliebische, niemals fehlen wollende Musik=Menschen dirigieren zu wollen!". So setzte er sein Schaffen wieder in seiner alten Funktion in Biberach fort, beeinflusst vom Vorbild des zeitgenoessischen Theoretikers Georg Joseph (Abbé) Vogler, wo er nach einem Schlaganfall am 1.12.1817 starb. Sein Geburtshaus stand auf dem Obstmarkt, sein Wohnhaus liegt zwischen Weberberg und Marktplatz, heute Justin-Heinrich-Knecht-Strasse 1. Ein Epitaph in der Heilig-Geist-Kirche erinnert an ihn. Jakob Friedrich Kick wurde von 1818-76 Amtsnachfolger Knechts.

Wenn Knecht auch weniger nationale Bedeutung zukam, so praegte er das Musikleben seiner Stadt, Wuerttembergs und Sueddeutschlands beachtlich in seiner Position als musikalisches Bindglied zwischen Klassik und Romantik. Von vielen Zeitgenossen geschaetzt, hinterliess Knecht ein beachtliches Oeuvre an Kirchenmusik (Vokal- und Orgelmusik), aber vor allem auch an weltlicher Musik (Opern, Instrumentalmusik) und Lehrwerken, aus denen sein wuerttembergisches Choralbuch von 1799, seine Programmsinfonie "Portrait de la nature" von 1784 (85), und seine "Vollstaendige Orgelschule" von 1795/ 96/ 98 herausragen. Mit dem "Magnificat (1792)" und dem "Dixit Dominus (1800)" hat Knecht Kompositionspreise gewonnen. Am Ende eine Wuerdigung durch Joseph Haydn: "noch schliesse ich mich nicht aus, den Lorbeerkranz zu verdienen, dessen alle Komponisten, besonders aber Knecht, wuerdig sind."

 

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Neu erschienen: CD und Aufführungsmaterial:

CD "Justin Heinrich Knecht - Chorwerke"

mit festlicher, bisher unveröffentlichter Chormusik des Klassik-Komponisten Justin Heinrich Knecht (1752-1817). Neben den zwei halbstündigen oratorischen Werken "Magnificat" und "Te Deum", festlich mit Pauken und Trompeten besetzt, befinden sich die Choräle "Das walte Gott", "Wie groß ist des Allmächtgen Güte", "Womit soll ich dich wohl loben" und "Rund um mich her ist alles Freude" auf der CD. Aufnahmeorte sind der barocke Bibliothekssaal Bad Schussenried und die Stadtpfarrkirche St. Martin Biberach, Knechts Wirkungsstätte. Beiliegend ist ein umfangreiches, reich illustriertes Einlegeheft. Spieldauer: 68 Minuten. Hörfunkproduktion veit olischläger DDD, 1998. Mitwirkende: Barbara Fleckenstein (Sopran), Betty Klein (Alt), Sebastian Hübner (Tenor) und Stefan Geyer (Baß); Evangelische Kantorei Biberach, Tritonus-Junger Kammerchor, Orchester Capella Novanta. Gesamtleitung: Ralf Klotz. Die Vokalsolisten zeichnen sich durch internationale Konzerttätigkeit und Mitwirkung bei zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen aus.

Die CD kann für 15 €/Stck. (zzgl. Porto; ab 3 Stck. portofrei) bestellt werden bei Kantor Ralf Klotz, Stecherweg 13, D-88400 Biberach an der Riss, Tel. 07351/74984, FAX 07351/42 144 46 oder als E-Mail.

 

Aufführungsmaterial

Wenn Sie Interesse an professionellem Aufführungsmaterial (Partitur, Chorpartitur, Orchesterstimmen im Computersatz) von Knechts "Magnificat" oder "Te Deum" haben oder an den Chorälen sowie dem Schützenfestlied, ist dies über Ralf Klotz zu erfragen.

 

Näheres zur Knecht-CD

ZU DEN WERKEN [in chronologischer Folge]

Das MAGNIFICAT C-Dur

Die Vertonung des Lobgesangs der Maria (Lukasevangelium 1, 46-55) entstand vor 1772 anlaesslich der Ausschreibung eines Kompositionswettbewerbes der Buchhandlung Varentrapp und Wenner in Frankfurt. Er ist in sechs in sich abgeschlossene Saetze gegliedert. Der vierstimmige Chor dominiert und ist begleitet von einem Orchester mittlerer Groesse: 2 Trompeten, Pauken, 2 Hoerner, 2 Floeten, 2 Oboen oder Klarinetten, Streicher, Orgel und 4 Soli (SATB). So fehlt im Gegensatz zum spaeter komponierten " Te Deum" das Fagott, die Klarinetten sind noch wahlweise zu den Oboen zu besetzen. Durch seine grossflaechige und schlichte Harmonisierung wirkt der mit Trompeten und Pauke besetzte Eingangschor, ein Allegro maestoso, festlich und leicht zugleich. Chor und Solistenensemble wechseln bestaendig miteinander ab. Eingestreut sind laengere Solisten-Duette in ausdrucksvollem, fast kindlichem Terzparallelengang. Ausladend praesentieren sich die zwei sich anschliessenden Solo-Arien der Frauenstimmen Nr. 2 und Nr. 4. Arien fuer Maennerstimmen fehlen. Die reich verzierte Sopran-Arie "Ecce enim" ist mit 2 Floeten, die Alt-Arie "Suscepit Israel" anstelle der Floeten mit 2 Oboen besetzt. Das dazwischen liegende, mit "Fuga libera" ueberschriebene "Fecit potentiam" laesst die dem Text innewohnende Dramatik nur in Ansaetzen spueren. Nach dem homophonen, choralsatzartigen und gravitaetischen "Gloria Patri", vom Dirigenten colla parte orchestriert, folgt die "Fuga legata: Nunc et semper". In formaler Konsequenz wird das konservativ-barock anmutende Thema fliessend durchgefuehrt. Diese im Tutti besetzte zweite Fuge beschliesst das Werk. Hier zeigt Knecht seine Staerke im stylus gravis, dem kontrapunktischen, streng-kirchlichen Kompositionsstil, und erfuellt damit die Forderungen des Kompositionswettbewerbes: "Man wird in der Beurtheilung darauf sehen, ob das Verstaendnis der reinen Harmonie vorhanden sey, und verlangt daher sonderlich zwey mit Kunsteinsicht durchgearbeitete Fugen. Zum Massstab wird das [moderne] Voglerische Tonsystem aufgestellt." Knecht ueberschreibt das Werk mit einem Motto nach Horaz: "Omne tulit punctum, qui miscuit utile dulci", d.h. "Derjenige erntet allerseits einen Punkt (Beifall), der das Nuetzliche mit dem Angenehmen vermischt." Im Wissen um sein Einreichen beim Kompositionswettbewerb, erschliesst sich das Verstaendnis dieses Wahlspruches. Auf der Titelseite der handschriftlichen Magnificat-Partitur sowie im Vorwort ist folgendes zu lesen (uebersetzt aus dem Lateinischen): "Lobgesang der heiligen Jungfrau Maria / Magnificat / fuer vier Stimmen / und diverse Begleitinstrumente / in Musik gesetzt / von / Justino Henrico Knecht / Praeceptor der Lateinschule / und / Musikdirektor / in / der freien Reichsstadt heiligen roemischen Reiches / Biberach / in / Oberschwaben." "Vorwort / Angeregt durch jenes Lob, das Kunst- und Musikkenner bereits meinen musikalischen Werken, die ich bisher insbesondere im Kirchenstil komponiert und herausgegeben habe, gespendet haben, habe ich nicht gezoegert, auch in diesem erhabenen Mariengesang mich in musikalischem Ausdruck zu messen und mit den uebrigen in Wettstreit zu treten. Schon zuvor habe ich mich dem neuen musikalischen System des hochberuehmten Abbé Vogler, meines hoechst verehrten Lehrers, angeschlossen und mich darin geuebt, wie nicht nur alle Musikfreunde in ganz Deutschland wissen, sondern auch aus dieser meiner Komposition von neuem deutlich zu erkennen ist... Die zweite Fuge [Nunc et semper...] ist von mir nach der Vorschrift Voglers mit ganzem Eifer ausgearbeitet worden. Im uebrigen habe ich mich befleissigt, in Anlehnung an das Beispiel des grossen Meisters Vogler, auch das " Nuetzliche mit dem Angenehmen" zu verbinden." Das Werk kam nicht in Druck, fand aber ueber Kopisten Verbreitung.

DIE CHORÄLE

Die ersten drei Choralsaetze enstammen dem in Stuttgart erschienenen "Choralbuch fuer die evangelische Kirche in Wuerttemberg" fuer die Orgel von 1862 (2. Auflage), das zu dem zuvor im Jahr 1842 erschienenen Gesangbuch gehoert. Namentlich sind mindestens 14 der insgesamt 211 Nummern Knechts eigene vierstimmige Kantionalsaetze. Zu den jeweils abgedruckten ersten Strophen der Lieder dieses Orgelbuches wurden fuer diese Aufnahme noch weitere hinzugefuegt. Im vierstimmigen Singen dieser Orgelsaetze erschliesst sich auch hier Knechts kompositorische Qualitaet, der Ausdruck seiner Melodien und ein durchgehend sicherer Personalstil Knechts. " Der Choral " Rund um mich her" wurde wie die anderen (neuen) Choralmelodien durch den Wochengesang der Alumnen (Singknaben) und durch das Abblasen vom Gigelturm bekannt. Die Kraissche Chronik sagt aus, dass1802 beim evangelischen Schuetzenfest zum ersten Mal aus dem neuen Biberacher Gesangbuch " Rund um mich her" gesungen wurde. Die Schuetzenfeste jener Zeit, viel kleiner dimensioniert als heute, hatten mehr einen konfessionell-kirchlichen Charakter, auch wenn schon damals ein Umzug dazugehoerte, bei dem mit Begleitung von Blasinstrumenten die Choraele gesungen wurden. Den Forschungen von Andrea Riotte zufolge wurde 1804, beim ersten konfessionell gemeinsamen Schuetzenfest, auf Anordnung der badischen Obrigkeit (Biberach war 1802-1806 badisch) das lutherische, katholikenfeindliche Kampflied " Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort" gegen " Rund um mich her" als gemeinsames Festlied ausgetauscht. Zum alleinigen Schuetzenfestlied wurde " Rund um mich her" 1802 demnach noch nicht; man hatte, wie zuvor schon, auch andere Chorallieder, beispielsweise " Schoen ist`s, schoen ist`s in Gottes Welt" , wohl das anfaengliche " Schuetzenlied" . Und es gab ja dann - bis zur endgueltigen Einfuehrung der gemeinsamen Schuetzenfeste 1825 - wieder die konfessionell getrennten Schuetzenfeste. In der Kraisschen Chronik findet man erst 1832 wieder einen Hinweis auf " Rund um mich her". Knecht komponierte neue Choraele, um, wie er schreibt, den Liedern eine ihrem Inhalt angemessene Melodie zu geben. Dies ist ihm hier besonders gut gelungen. Mit der Charakterbezeichnung - einer damals ueblichen Eigenart - " Munter und angenehm" hat Knecht sein Lied ueberschrieben. Das legt nahe, dass es nicht zu langsam gesungen werden soll. Das Schuetzenfestlied - heute eher in der tieferen Tonart F-Dur als in der hoeheren A-Dur-Originaltonart angestimmt - darf wohl als der meistgesungene Choral in Biberach gelten." (nach Franz Schlegel)

Das TE DEUM

ist in mehrerer Hinsicht ein bemerkenswertes Werk. Zum einen in der vollen Orchesterbe-setzung mit allen Holzblaesern, bei der man Knechts reiferen Umgang mit demselben erkennt. Zum andern in der durchgehend doppelchoerigen Anlage des Chores und der Solisten, in allen Varianten abwechslungsreich durchgefuehrt. Vielleicht mag ihn das einander Zusingen der Engel, wie es in Jesaja 6 beschrieben ist, dazu animiert haben: "Ich sah den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und sein Saum fuellte den Tempel. Seraphim standen ueber ihm...und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!" Es ist eines seiner umfangreichsten Werke, besetzt mit Soli, Doppelchor, 2 Trompeten, Pauken, 2 Hoernern, 2 Floeten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotten, Streichern und Orgel. Das Werk laeuft im Chorsatz nicht selten real achstimmig - bei gleichzeitig sanglicher Einzelstimmfuehrung. Im Vergleich zu seinen Kantatinen nimmt Knecht hier wenig Ruecksicht auf die Schwierigkeit seiner Chorkomposition. Es befindet sich, abgesehen vom Duett Nr. 3 "Tu, rex gloriae, Christe", bemerkenswerterweise keine Arie in dem Stueck. Ausserdem sind erste Ansaetze zum Ueberleiten von Satzteilen, so in Nr. 1abc und Nr. 4abc erkennbar, wenngleich das Werk klar siebenteilig, ebenfalls eine "heilige" Zahl wie das sechsteilige Magnificat, ist. Nach interessanten doppelchoerigen Spielereien und modisch-melodioesen Dreiklangsbrechungen des Tutti-Eingangschores reizen im Sanctus die Echoeffekte. Das sich anschliessende "Pleni sunt coeli" nimmt die Musik des Anfangs wieder auf, ein Mittel, dessen sich Knecht auch bei Nr. 4 bedient. Das "Tu rex gloriaeChriste" will virtuos und glorios sein, im "Per singulos dies" (Nr. 5) singen die Solisten den einen, die Chorsaenger vereint den zweiten Chor. Dabei verlangt Knecht den Solisten gleiche Beweglichkeit in den Verzierungen und Koloraturen ab wie den Instrumentalisten. Die Schlussfuge ist, gerade unter dem Aspekt der Moeglichkeiten der Doppelchor-Technik betrachtet, ein Meisterwerk. Es ist eine Doppelfuge, bei der der erste Chor zunaechst ein chromatisch durchsetztes erstes Fugenthema durchfuehrt, sich der zweite Chor mit der Durchfuehrung eines kontrastierenden Achtel-Themas anschliesst, um dann in einem dritten Teil raffiniert zu verschmelzen. Das Werk ist dem Kaiser Franz II. und dem ersten Consul Napoleon Buonaparte gewidmet. Auf dem Titelblatt der Andréschen Ausgabe der gedruckten Einzelstimmen lesen wir (uebersetzt aus dem Lateinischen): "Hymnus / Te Deum laudamus / fuer acht menschliche Stimmen / welche in zwei, bald wechselnd bald zusammen singende Choere / verteilt sind, / und sechzehn Musikinstrumente. / Dergestalt mit deutscher Uebersetzung unterlegt / und Franz dem Zweiten, / dem allzeit erlauchten roemisch-deutschen Kaiser / und / [Napoleon] Buonaparte / dem ersten Consul der franzoesischen Republik, / als sie / durch Beendigung des Krieges Europa die Ruhe / den Voelkern das Glueck / wiedergeschenkt hatten, / in Ehrfurcht / gewidmet / von Justinus Henricus Knecht, / Musikdirektor in Biberach, / die freie Reichsstadt ist bei Ulm in Oberschwaben. / Im Jahre 1801 n. Chr. / im neunten [Jahr] der franzoesischen Republik. / Offenbach am Main / Verlag und Druck von Johann André." Es schliesst sich Knechts Vorwort an: "An den Leser. Dieses grosse, aus zwei Sing=Choeren bestehende und in seiner Art ziemlich einzige Werk, [...ist] zunaechst fuer ein grosses Orchester bestimmt, und [kann] freylich nur dann die gehoerige grosse Wirkung hervorbringen, wenn es mit allen Stimmen aufgefuehret wird... Uebrigens muessen beyde Sing=Choere bey Auffuehrung dieses Stueckes einander gegenuebergestellt werden, damit sowohl ihre Abwechslung, als ihre Wetteiferung desto bemerkbarer gegen einander abstechen. Der Verfasser." Beitraege: Ralf Klotz (soweit nicht anders vermerkt)

Literaturhinweise:

Georg Reichert: Knecht-Artikel in "Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG)"

Franz Schlegel, "Justinus Heinrich Knecht - Ein Biberacher Komponist" ; 1979 /80

Dr. Michael Ladenburger: "Justin Heinrich Knecht - Leben u. Werk" ; Dissertation 1984

Informationen zu Notenmaterial von Magnificat u. Te Deum:

Ralf Klotz, Stecherweg 13, D-88400 Biberach, Tel. 07351/ 74984

 

ZUM HINTERGRUND DER CD - AUFNAHME

Sehr geehrte Musikfreunde. Anlaesslich des 450-jaehrigen Simultaneum-Jubilaeums in Biberach im Jahr 1998 enstand die Idee, den Biberacher Komponisten Justin Heinrich Knecht mit bedeutsamen Chorwerken zu wuerdigen. Aus seinen insgesamt drei etwa halbstuendigen groesseren lateinisch-liturgischen kirchenmusikalischen Werken, dem "Magnificat", dem "Dixit Dominus" und dem "Te Deum laudamus" habe ich das erst- und letztgenannte gewaehlt, den Lobgesang der Maria und den dem Kirchenvater Ambrosius (340-397) zugesprochenen Lobgesang, ein zu Knechts Zeit vielvertonter Text. In das Lob des Schoepfergottes stimmen die Kirchenlieder "Rund um mich her ist alles Freude", "Wie gross ist des Allmaechtgen Guete", "Womit soll ich dich wohl loben" und "Das walte Gott" mit ein. Die - ausgehend von den Quellenforschungen von Dr. Michael Ladenburger - von KMD Hildburg Rittau in Zusammenarbeit mit dem Wieland-Archiv Biberach aus der Staatsbibliothek Berlin und der oesterreichischen Nationalbibliothek Wien besorgten Kopien der handschriftlichen Originalpartituren des Magnificats und Te Deums wurden von mir in modernen Notensatz und neue Schluesselung umgesetzt und als einwandfreies Auffuehrungsmaterial bereitgestellt. Wegen der im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte durchs Papier geflossenen Tinte ist das autographe Te Deum an vielen Stellen unleserlich geworden. Gluecklicherweise konnten die sich ebenfalls im Wieland-Archiv befindlichen gedruckten Orchestereinzelstimmen des Offenbacher Verlages J. André von 1801 zur Umschrift ergaenzend herangezogen werden. Leider waren auch in jenen eine erhebliche Ungenauigkeit des Druckes hinsichtlich Dynamik und Artikulation sowie Ton-, Pausen- und Rhythmusfehler festzustellen. Eine etwa gedruckte Partitur ist fuer beide Werke nicht auffindbar. Es sollte eine moeglichst grosse Naehe zum Komponisten hergestellt werden, das Lied "Rund um mich her ist alles Freude" ist daher in Knechts Wirkungsstaette, der Biberacher Stadtpfarrkiche St. Martin, aufgenommen. Der Dirigent steht in direkter Amtsnachfolge Knechts und die Evangelische Kantorei in der Nachfolge des damaligen Chores. Neben den Vokalsolisten wirken Musiker aus Sueddeutschland mit, so das Vokalensemble "Tritonus" aus Ochsenhausen und das Orchester "Capella Novanta", eine Praxis, die auch Knecht - man erinnere sich an seine Auffuehrung von J. Haydns "Schoepfung" im Jahr 1802 - ausuebte. Die ausgewaehlten Kirchenlieder sind zum Teil durchs neue Evangelische Gesangbuch im Gottesdienst weiter lebendig, das "Rund um mich her" ist als "Schuetzenfest-Lied" aus dem alljaehrlichen Biberacher Schuetzenfest nicht wegzudenken. Die Wiederauffuehrung des Te Deum fand am 7./.8. November 1998 zusammen mit den anderen Chorwerken in Illertissen und Biberach/Riss statt. Der Bibliothekssaal des nahegelegenen Klosters von Bad Schussenried als Raum fuer die Tonaufzeichnung repraesentiert typisch ein Juwel oberschwaebischen Barocks.

DIE AUSFUEHRENDEN

Barbara Fleckenstein, Sopran, aus Muenchen, studierte an der Musikhochschule Frankfurt, unter anderem bei E. Cavelti und Ch. Spencer. Umfangreiche Konzerttaetigkeit im In- und Ausland. Betty Klein, Alt/Mezzosopran, aus Hamburg, studierte an der Hochschule der Kuenste in Berlin, u.a. bei D. Fischer-Dieskau. Teilnahme an zahlreichen Kursen, u.a. bei H. Zadek, sowie Rundfunk- und Fernsehauftritte. Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volks. Preise bei verschiedenen europaeischen Gesangs-Wettbewerben.

Sebastian Huebner, Tenor, geboren in Heidelberg. Gesangsstudium an den Musikhochschulen Stuttgart und Heidelberg-Mannheim bei Prof. G. Jelden, Prof. A. Ramirez und G. Tuerk, privat bei A. Ostertag. Seit 1993 rege Konzerttaetigkeit in ganz Deut schland u.a. bei H. Max, J. Faerber, C. Kabitz und D. Fischer-Dieskau, sowie auf breiter internationaler Ebene.

Stefan Geyer, Bass, aus Karlsruhe, Studium an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. K.-D. Kern und in Berlin bei D. Fischer-Dieskau. Konzertexamen mit Auszeichnung. Kurse bei E. Schwarzkopf und Sonzay. Preistraeger mehrerer internationaler Wettbewerbe. Reiche Konzerttaetigkeit im In- und Ausland. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen.

Das Kammerorchester Capella Novanta hat sich in den vergangenen Jahren zu einem in Oberschwaben und im bayerisch-schwaebischen Raum vielgefragten Klangkoerper etabliert. Guenther Luderer als Konzertmeister gruendete das Ensemble im Jahr 1990. Die Orchestermitglieder sind junge professionelle Musiker der Region, die sich projektbezogen und in variabler Besetzung treffen. Umfangreiches Oratorien- und Orchesterrepertoire.

Die Evangelische Kantorei Biberach steht unter der Leitung von Ralf Klotz, der Junge Kammerchor Tritonus unter der Leitung von Klaus Brecht und Walter Gropper. Liegt bei der traditionsreichen Kantorei der Schwerpunkt auf oratorischer und liturgischer Kir-chenmusik, so umfasst das Repertoire des Tritonus auch weitere v.a. A-Capella-Chormusik. Die zwei Choere haben sich erstmals zu einem Gemeinschaftsprojekt zusammengefunden.

Ralf Klotz, Studium der Evangelischen Kirchenmusik A an der Staatlichen Hochschule fuer Musik Trossingen. Zahlreiche Orgel- und Chorkurse sowie Konzerte. Von 1992 bis 1996 Bezirkskantor des Kirchenkreises Gelnhausen, Hessen . Zeitweise Schul- und Dozententaetigkeit. Seit 1996 evang. Kantor an der Simultanen Stadtpfarrkirche St. Martin in Biberach. 1998 Druckfassung der oratorischen Werke " Magnificat" und " Te Deum" von J. H. Knecht. In Vorbereitung: Herausgabe eines Knecht-Gesangbuches.