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Zuchtziele Zuchtmethoden Decken Werfen Aufzucht
Genetik        

Wer nicht nur Kaninchen vermehren, sondern züchten will, muss sich im Vorfeld Gedanken über die Zusammenstellung der Zuchtpaare und seine Zuchtziele machen. Welche Eigenschaften sind dem Züchter wichtig? Wenn er seine Prioritäten festgelegt hat oder sich am Standart des DKZ orientiert, kann er seine Zuchttiere auswählen. Das trifft nicht nur für den Rassekaninchenzüchter zu. Auch der Hobbyzüchter, der wie ich in den ersten Jahre bunt gescheckte Hauskaninchen gezüchtet hat, sollte seine Tiere genau überprüfen, ob sie seinen Wünschen entsprechen. Ein wichtiges Ziel für mich ist die Frohwüchsigkeit. Die Jungtiere müssen schnell heranwachsen. Die Häsin sollte nicht zu kleine Würfe haben (7 bis 8 Junge) und gut aufziehen. Bissige oder sehr scheue Tiere verwende ich nicht zur Zucht.

Es gibt verschiedene Zuchtmethoden. Aus dem Bereich der Verwandtschaftszucht ist die Linienzucht am weitesten verbreitet. Hier werden die Elterntiere mit ihren direkten Nachkommen verpaart. Durch diese Methode lassen sich positive Eigenschaften in dem Zuchtstamm sehr gut verstärken. Das gilt aber auch für negative Merkmale. Eine strenge Auslese ist wichtig.

Bei der Fremdzucht werden Tiere verschiedener Rassen oder Tier der gleichen Rasse, die aber nicht miteinander verwandt sind verpaart. Bei der Herauszüchtung neuer Rassen hat diese Methode wichtige Dienste geleistet, da durch sie  Merkmale verschiedener Rassen miteinander kombiniert wurden. Wer am Anfang eines Aufbaus eines Zuchtstamms steht kann durch die geschickte Kombination unterschiedlicher Tiere (auch rassegleicher Tiere) gute Merkmale miteinander kombinieren. Voraussetzung ist aber sehr gute Rassekenntnis und ein wenig Glück.

 

Eigentlich gilt der Grundsatz beim Decken die Häsin immer in den Stall des Bocks zu setzen. Das ist auch in den allermeisten Fällen empfehlenswert. Wenn eine Häsin aber sehr zurückhaltend ist, kann man auch damit Erfolg haben, das man den möglichst erfahrenen Bock zur Häsin lässt. Eine ehemalige Zuchthäsin von mir lies sich nur in ihrem Stall decken. Im Stall des Bocks war sie zu verunsichert.
Sollte die Häsin den Bock nicht annehmen, hilft es oft sie eine Nacht im Stall des Bocks zu lassen. Gute Erfolge habe ich auch mit der Gabe von Hafer gemacht.

 

Ohne grundlegende Kenntnisse der Genetik kann auch keine erfolgreiche Zucht aufgebaut werden. Das Thema ist aber zu komplex um hier ausführlich behandelt zu werden. Deshalb hier nur eine Tipps:

  • Auf dieser Seite wird die Vererbung, insbesondere die Systematik der Farbvererbung sehr gut dargestellt. http://www.satinangora.de/genetik.html
  • Sehr kompetent und sehr ausführlich wird auch dem Buch "Fortpflanzung und Vererbung in der Kaninchenzucht" von Karl Weißenberger das Thema behandelt. (Lehrmeisterbücherei, ISBN 3790710784)

 

 

 

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