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Ställe Roste Wurfkiste Wurfkiste II Tränken Krankheiten  

Erst der Stall, dann das Tier. So lautet das Motto für den Beginn jeder Tierhaltung, also auch beim Kaninchen. So war es auch bei uns und die Zahl der Ställe wuchs in den letzten drei Jahren stetig. Im Winter 2004/5 wurde die alte Anlage abgerissen und durch eine neue, im einheitlichen Look ersetzt.

Die Ställe entstanden im Selbstbau, da dies die kostengünstigste Variante ist. Gekaufte Ställe geben zwar (zum Teil) funktionell  und vor allen Dingen optischen mehr her, haben aber auch Nachteile:

  • sie passen sich nicht so gut den Gegebenheiten an
  • sie haben nur Normgrößen
  • sie sind wesentlich teurer (6er Stall ab ca. 300 €).

Ich habe vier große Buchten für die Zucht bzw. für die Unterbringung von Gruppen. Die Ställe sind mindestens 150 cm breit und und 70 cm tief. Bei den Gruppen handelt es sich um Wurfgeschwister, die ich mittlerweile bis zur 12 Woche gemeinsam unterbringe. Das ist nicht nur weniger arbeitsintensiv, sondern entspricht auch mehr der natürlich Lebensweise der Kaninchen. Streitereien oder gar wilde Beißereien gibt es nicht. Auch nach dem Trennen der Wurfgeschwister nach Geschlechtern bleiben die Tier in den Buchten mindestens zu zweit. In vier weiteren Buchten können Einzeltiere, wie z.B. Zuchttiere, oder Zweiergruppen untergebracht werden. In einem 6 m2 großen Auslauf leben die beiden Widderkaninchen "Moppel" und "Sissi". Jeder von den beiden Böcken hat einen eigenen Stall, da sie sich wie wild raufen, wenn sie gemeinsam im Auslauf verweilen.

Richtwerte des ZDK für Mindestgrößen von Kaninchenkäfigen

Gewichtsklasse

Breite (cm) 

Tiefe  (cm) 

Höhe  (cm) 

Fläche/Tier (m2) 

< 2,0 Kg 50 50 50 0,25
2,0 - 3,5 Kg 60 60 50 0,36
3,5 - 5,5 Kg 80 60 60 0,48
> 5,5 Kg 100 80 70 0,80

Käfigmaße ( Fläche, Höhe ) bei deutschen Rassekaninchenzüchtern - aufgestellt nach Rassengröße

Rassengröße

Mittelwert (m2)

Maximum (m2)

Minimum (m2)

Höhe (cm)

1 ( > 5 Kg )

0,54

1,22

0,20

60

2 ( 2,25 - 5 Kg )

0,30

0,90

0,20

60

3 (< 2,25 Kg) 

0,27

0,58

0,20

60

vgl. http://www.widderclub.de/

Eine sehr gute Bauanleitung für einen 6.-Stall gibt es hier: http://www.satinangora.de. Auch viele weitere praktische Tipps sind auf der Seite.

Die Böden sind aus Beton, in dem Stahleinlagen eingegossen wurden. Alte Fliesen wurden in den frischen Speis gelegt. An den Wänden gibt es eine Fliesenkante. Auf den Fliesen stehen selbst gebaute Roste. Die erst geplante Stroh oder Sägespänehaltung erwies sich als zu unsauber und aufwendig. Im Sommer flog sehr viel von dem Einstreu rund um den Stall herum. Im Winter wird auf die Roste Stroh als Einstreu gegeben.
Als günstig erwies sich eine Spaltengröße von ca. 1,5 cm. Es gibt speziellen "Kaninchendraht" mit einer Maschenweite von 1,6 x 1,6 cm. Geringere Abstände sind unvorteilhaft bei der Reinigung. Auf dem Geflecht sitzen auch unsere beiden Widderzwerge gerne. Bei kleineren Jungtieren sollte man kurze Zeit Stroh auf das Drahtgeflecht legen.

Seit 2005 setze ich mit gutem Erfolg Wurfkisten ein. Die Kisten haben die Maße 60 cm x 35cm x 35 cm. Sie sind auch für die großen Blauen Wiener ausreichend. Im Deckel befindet sich eine Klappe über die das Nest leicht kontrolliert werden kann. Die Kiste sollte genügend Abstand zur Stalldecke haben, da sich die Häsin gerne auf die Kiste legen. Hier haben sie erst noch Ruhe vor den Jungen. Beim Einschlupf (20 cm x 20 cm) sollte die Kante (ca. 10 cm) nicht zu niedrig sein, da sonst eventuell Jungtiere versehentlich mit aus dem Nest gezogen werden. Das ist besonders bei den Würfen in der kalten Jahreszeit für die Kleinen tödlich. Einige Züchter haben auch zwei Einschlupflöcher im Kasten, die wechselseitig verschlossen werden können. Sind die Jungen noch klein, muss die Häsin über eine "Dachluke" in die Wurfkiste springen. Wenn die Jungen auch im Stall herumlaufen sollen, wir die Dachluke geschlossen und eine seitliche Öffnung frei gegeben.

Eine interessante Variante die Wurfkiste zu nutzen zeigt ein Schweizer Kaninchenzüchter. Hier ein Auszug von seiner Homepage. Alternative Nutzung der Wurfkiste.

 

Nach dem ich jahrelang Trinkflaschen verwendet habe, und sie in einigen Ställen auch heute noch verwende, habe ich mir im Sommer 2005 ein neues System zugelegt. Das ist zwar deutlich teurer als das System "Trinkflasche", aber es spart sehr viel Arbeit. Der größte Vorteil ist, dass es wenig tropft. So  laufen die Ställe nicht voll Wasser. Das macht sich beim Reinigen sehr positiv bemerkbar.

Hier gibt es auch ein pfiffige und kostengünstige Lösung zum Tränken der Kaninchen: http://www.satinangora.de.

 

 

 

 

Krankheiten

Leider gibt es immer wieder Krankheiten im Kaninchenbestand. Auch bei bester Haltung. In vielen Beständen taucht immer wieder die Enterocolitis auf. Eine Darmerkrankung die zu massiven Verlusten führen kann. Die Erforschung einer Therapie steck noch in den Kinderschuhen. Frau Dr. Rossi ist hier in Deutschland führend. Einen einführenden  Artikel zu der Krankheit gibt es hier. Enterocolitis

 

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