Nachwort

As times goes by...

Tiwanaku  Ruinen von Tiwanaku

.... hier endet mein Reisebericht. Leider ist mein letztes Tagebuch zur Zeit nicht auffindbar und bis ich es gefunden habe, muss der geneigte Leser leider auf die abenteuerlichen Geschichten aus den Yungas verzichten, dem Nebelwald Boliviens und der heimtückischen tropischen Ameise, die mich bei einer Tour durch den Urwald angefallen hatte und deren Biss sich entzündete, so dass ich heute noch ein vorzeigbare Narbe von diesem Zwischenfall habe. Und dann gab es natürlich die Geschichte, als Micha stundenlang ein bolivianisches Urwaldflüsschen aufstaute und dem Coca-Bauern, den wir in seiner Siesta störten und der uns empfahl, lieber einen anderen Weg zu laufen, als durch seine Coca-Plantage.

Bergpiste in den Yungas  Bergpiste in den Yungas

Wenn ich das Tagebuch finde, werde ich auch noch von unserer Reise nach Tiwanaku berichten, Ruinen, die von einer Zivilisation lange vor den Inkas stammen. Die Geschichte, wie mein Fahrrad in einen Jute-Sack eingenäht und per Post nach Deutschland verschickt wurde und meinem abenteuerlichen Rückflug von La Paz über Santa Cruz nach Caracas und schließlich über London nach Frankfurt, warum es kein Licht am Flughafen von La Paz gibt und die Start- und Landbahnen mit Fackeln beleuchtet sind. Und natürlich von dem traurigen Abschied von Michael und Südamerika und der Kampf um eine Kerze im einem Hotel in Caracas, in dem es keinen Strom und kein Wasser gab.

Wanderung in den Yungas  Wanderung in den Yungas

Seit meiner Fahrradtour in Chile sind schon viele Jahre vergangen und obwohl ich sehr viele andere Dinge seitdem erlebt habe, denke ich immer noch gerne an diese Zeit zurück und vermisse die Unbeschwertheit und Freiheit von damals. Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich im Laufe der Jahre in meinem Gästebuch eingetragen und die mir Emails geschrieben haben. Und ich möchte auch meine liebenswerten Kollegen und alte Freunde grüßen, die sich ab und zu einmal auf meine Homepage verirren und sich nie in mein Gästebuch eingetragen. Viele Grüße schicke ich auch an meine Freundin Sabine, die mir immer Briefe und Pakete postlagernd nach Chile gesendet hat.

Die Weltfinanzkrise 2008/2009 und die wirtschaftlichen Kalkulationen von Yahoo führten dazu, dass die kostenlosen Homepages bei Geocities zum 26. Oktober 2009 geschlossen werden. Auf diesen Seiten hatte sich mein Reisebericht bisher getummelt. Ich habe mich - gut dass ich gerade Elternzeit habe - hingesetzt und meine Homepage umgezogen. Ist ganz schön viel Arbeit, kann ich nur sagen. Es kann nun sein, dass die auf mich verlinkten Seiten nicht mehr alle funktionieren, aber unter www.hetzelt.de findet man meinen Reisebericht immer.

Frankfurt am Main, im Juli 2009
Marion Hetzelt

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ein paar tausend Kilometer Abenteuer