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Die Geschichte der “Liedertafel Eintracht Munkbrarup” ist mit dem Jahre 1864 beginnend festgelegt. Sie hat ihren Anfang aber
schon 1842. Angeregt durch die nationalpolitischen Ereignisse in Schleswig-Holstein entstand, wie in vielen anderen umliegenden Kirchspielen, auch in unserem Kirchspiel großes Interesse für die Pflege des deutschen
Liedes und daher auch für die Gründung eines Gesangvereins. |
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Sangesfreudige Einwohner des Kirchspiels gewannen durch den Kätner Johann Sandhoff von Rüde dessen Vetter, den Musiker Georg
Philipp Sandhoff von Schiol im Kirchspiel Großquern, zum musikalischen Leiter des Vereins und kamen zur Pflege des deutschen Liedes regelmäßig zusammen. |
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In der Zeit der Dänenherrschaft von 1850 bis 1864 aber, als man sogar für nach- barliche Besuche an den Winterabenden
polizeiliche Gehemigung einholen mußte, war es nicht leicht, Singeabende im Verein abzuhalten, weil solchen Abenden immer nationalpolitische Bedeutung zugemessen wurde. Daher wurden Singeabende streng überwacht.
So trug der damalige Gesangverein Munkbrarup das Zeichen der Unre- gelmäßigkeit auf seiner Stirn, wenn auch die einzelnen Sänger treu zur Sache hielten. |
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Das ereignisvolle Jahr 1864 brachte durch die siegreiche Auseinandersetzung mit Dänemark volle Umgestaltung. Die Sache der
Gesangvereine erhielt durch das Gefühl der freien Gestaltungsmöglichkeit neuen Aufschwung und zeigte daher auch innere Festigung. Von 1864 an zeigte sich diese Tatsache recht deutlich im Leben und Auf- treten des
Gesangvereins. Die Pflege des deutschen Liedes ist von da an im Munkbra- ruper Gesangverein und darüber hinaus bei den Einwohnern unseres Kirchspiels zu einen festen Begriff geworden. |
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Seinen heutigen Namen “Liedertafel-Eintracht-Munkbrarup von 1864” erhielt der Verein im Jahre 1884. Drei Jahre nachher
schenkten die Frauen der Sangesbrüder dem Verein sein Banner. Seiner Bestimmung gemäß sollte das Banner als Symbol des Vereins das äußere Zeichen der Verbundenheit sein und die Sänger stets ermahnen zu Treue,
Beständigkeit und Festigkeit zum Verein. Bei fröhlichen Festen und zum letzten Geleit für verstorbene Sangesbruder sollte es getragen werden. |
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Auf Anregung des verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Vereins, Peter Lund Ulstrup, trat die Liedertafel-Eintracht dem am
06.06.1862 gegründeten “Niedersächsischen Sängerbund bei und erhielt zu ihrem 50jährigen Bestehen in Jahre 1914 eine Mitgliedsurkunde, welche eingerahmt das Vereinslokal ziert. |
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Am 01. Okt. 1939 erhielt die Liedertafel-Eintracht vom Deutschen Sängerbund die
Urkunde zum 75jährigen Bestehen. |
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In beiden Weltkriegen haben Sangesbrüder unseres Vereins Blut und Leben fürs Vaterland opfern müssen. Zur Tafel 1914-1918 -
Zur Tafel 1939-1945. |
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Durch alle Wirrnisse der Zeit hat die Liedertafel-Eintracht sich standhaft gezeigt und ist ein fester Bestandteil des
Dorfgeschehens. |