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Umleitungstour 2016
Nach Wangen im Allgäu

Am 4. Reisetag blieben wir zunächst ein kleines Stück am Westufer des Inns ehe wir bei Braunau am Inn den Inn und damit die Grenze zu Österreich überquerten. Über die Salzachbrücke bei Tittmoning wechselten wir wieder die Seite nach Oberbayern. Von hier steuerten wir das nördliche Ufer des Chiemsees an, den wir bei Seebruck erreichten. Am Seeufer machten wir eine schöne Pause und genossen die Urlaubsstimmung am Ufer. Bis hierher konnten wir unseren Motorradurlaub voll genießen, da wir kaum Verkehr hatten.

Das änderte sich leider sehr schnell. Auf unserer weiteren Fahrt nach Prien am Chiemsee und dann über Miesbach nach Bad Tölz wurde der Verkehr immer dichter. Vor Bad Tölz gerieten wir in einen größeren Stau. Ganz langsam kroch die Autoschlange mit uns mittendrinn einige Hügel hoch und wieder runter. Selbst mit zwei Solomotorrädern hätte es wegen des recht flüssigen Gegenverkehrs auf der Bäh 472 einige Zeit gedauert, bis wir dem Stau entronnen wären. Aber mit dem Seitenwagengespann meines Freundes mussten wir geduldig mitkriechen.

In Bad Tölz bogen wir nach Süden ab um über Lenggries zum Sylvensteinstausee zu fahren. Erst nach Lenggries hatten wir wieder freie Fahrt, so wie wir es mögen. Am Seeufer und längs der Isar kamen wir nach Vorderriss. In dem schönen Gasthof, auf dessen Terrasse wir eine Kleinigkeit zu Mittag aßen, gab es als Tagesempfehlung eine ‚Scholle Finkenwerder Art mit Kartoffeln und Salat'. Ob die Schollen wohl frisch aus der Isar waren? Oder aus dem Rißbach, der hier in die Isar mündet? Egal, wir fuhren weiter in das Engtal, mitten hinein in das Karwendelgebirge, querten die Grenze nach Tirol und besuchten den großen Ahornboden. Das Stück ab Hinterriß ist mautpflichtig. Die Ahornbäume in diesem prächtigen Hochgebirgstal des Tiroler Karwendelgebirges sind ca. 300 bis 600 Jahre alt und stehen schon lange unter Naturschutz. Den knorrigen Bäumen sieht man das Alter an, finde ich. Da das Engtal eine Sackgasse ist mussten wir auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Die Waldstraße von Vorderriss nach Walgau ist eine Privatstraße längs der Isar. Der Besitzer hat sie gegen Maut für den allgemeinen Verkehr freigegeben. In Wallgau bogen wir rechts ab um zum Walchensee zu gelangen. Auf der B 11 nahmen wir die ehemalige Bergrennstrecke nach Kochel am Kochelsee unter die Räder. Die Kurven auf der Keselbergstraße sind wirklich klasse, aber die durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung wird anscheinend scharf überwacht. So kam es, dass wir die schönen, flüssigen Kurven in touristischem Tempo meisterten. Schwindelig wurde uns dabei nicht.

Unsere Reise ging weiter nach Westen. Wir kamen in den Allgäu. In Wangen im Allgäu hatten wir ein Privatzimmer für die Nacht bestellt. Das Haus war sehr schön. Es liegt in einer Siedlung am Rand von Wangen an einer steilen Bergstraße. Zum Abendessen mussten wir hinunter in die Stadt. Zwischen der Siedlung und dem Ortszentrum liegt ein Gewerbegebiet. Vier Restaurants, Imbisse und Pizzerien auf dem Weg hatten geschlossen. Auf der Suche nach einem Restaurant ließen wir uns von meinem Navi leiten. So landeten wir bei Burger King. Das war keine so gute Idee. Wir wurden satt, es schmeckte, na ja. Aber ich habe in der Nacht schlecht geschlafen. Die Whoppersoße lag mir schwer im Magen, sie wollte immer wieder hoch.

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Umleitungstour 2016 - Nach Wächtersbach im Spessart

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