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Sommertour 2012 - Nach Langenholzhausen im Kalletal

Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen nahmen wir am Grillplatz Aufstellung für das obligatorische Gruppenfoto. Dann folgte, wie immer, eine lange Ansprache eines unserer recht redegewandten Forenadmins. Zuerst wurden alle gelobt die auch nur irgendwie zum gelungenen Treffen beigetragen hatten. Dann erhielten viele ein kleines Präsent, der Jüngste, der mit der weitesten Anreise, die Tourguides, die Organisatoren des Treffens und natürlich alle Frauen die zum Treffen gekommen waren. Ich schätze ein Drittel der Teilnehmer waren weiblich. Gegen 10 Uhr löste sich das Treffen auf. Alle waren am Packen und nach und nach zerstreuten wir uns in alle Himmelsrichtungen.

Mein Weg führte mich nach Norden. Das heißt, zuerst musste ich über den Rhein. Dafür bemühte ich wieder die Rheinfähre von Bad Breisig nach Bad Hönningen. Der Himmel sah an diesem Sonntagmorgen etwas besorgniserregend aus. Bedrohliche schwarze Wolken blickten auf mich herab. Sollte mich tatsächlich das bestellte éHoch Lorenz' heute im Stich lassen? Eine halbe Stunde ging alles gut auf der Tour im Westerwald. Dann kam der erste kleine Schauer. Der war eigentlich ganz harmlos und schnell wieder vorbei. Der folgende zweite Schauer dauerte schon länger - und ging in leichten Nieselregen über. Die Sonne hatte sich zur Gänze hinter den Regenwolken versteckt. Unter einer Brücke hielt ich an und schlüpfte in meine Regenklamotten. Na und, heute regnet es eben, dachte ich. Es war der elfte Tourtag und bis jetzt war kein Tropfen auf mich gefallen. Der Wettergott hatte es gut gemeint mit mir.

Ruhig und etwas vorsichtig fuhr ich nach Norden längs der Wied bis Neustadt an der Wied und weiter nach Nordosten im Westerwald über Bad Marienberg bis Haiger, das ich um 13:30 Uhr erreichte. In Haiger besuchte ich einen Freund und Motorradkollegen. Nach einer Stunde und gut gestärkt mit einem großen Stück Kuchen brach ich auf. Es regnete immer noch in Strömen. Ich entschied mich die restlichen schönen Ziele im Sauerland zu streichen. Bei so einem Sauwetter macht das Scarven auf den Berghängen des Sauerlandes wenig Spaß. Mein Navi berechnete in Sekunden eine neue Strecke zu meinem Ziel im Weserbergland.

Die neue Strecke war bis Dillenburg auf der B 277, dann die B 253 bis Frankenberg an der Eder, weiter auf der B 252 zum Edersee, vorbei an Korbach, Bad Arolsen usw. Neben dem Regentag der Tour war das also auch mein Bundesstraßentag. Da es ein Sonntag war, waren auf den Bundesstraßen so gut wie keine LKWs unterwegs. Ganz ruhig konnte ich meist mit 80 bis 90 Km/h dahingleiten. Geplant hatte ich, dass ich ca. 50 Kilometer links davon im Sauerland die kurvigen Landstraßen genießen wollte.

Die B 252 verließ ich erst an der Kreuzung mit der B 1 im Weserbergland. Nach einem kleinem Stück auf der Landstraße bis Lemgo benutzte ich die B 238 bis nach Langenholzhausen. Auf dem Parklatz des selben Gasthofes, in dem ich nach dem ersten Tourtag abgestiegen war, machte ich den Motor aus, klappte den Seitenständer aus und bezog wieder das selbe Zimmer wie vor zwei Wochen. Ungefähr eine halbe Stunde vorher hatte es aufgehört zu regnen. Von den 350 Kilometern, die ich an diesem Tag im Sattel meiner CS verbrachte, war ich ca. 300 Kilometer im Regen unterwegs. Dank ABS und der Michelin Pilot Road 3 Reifen an meiner CS hatte ich immer ein sicheres Gefühl auf den 300 Kilometern. Gripp fühlen und Straße lesen gehört nach der richtigen Blickführung zu den wichtgsten Dingen beim Motorradfahren. Ohne ABS und mit Reifen, die mir bei Regen nicht so ein gues Grippgefühl vermittelt hätten, hätte auf den 300 Kilometern in meiner Motorradseele ein wenig Angst gesessen.

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Sommertour 2012 - Nach Königslutter am Elm

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