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Sommertour 2012 - Das CB500er Forumstreffen 2012

Gestärkt durch ein gutes, gemeinsames Frühstück brachen wir um 10 Uhr zu unseren gemeinsamen Touren auf. Ich , wie immer, war der Tourguide der Krabbelgruppe. Hinter mir war ein Gemisch aus Anfängern bis beschaulichen Tourern. Ich hatte eine Rundtour von Bad Breisig durch die Eifel bis zur Mosel, ein ganzes Stück längs der Mosel und dann wieder zurück durch die Eifel zusammengestellt. Ein kleines Stück im Hunsrück südlich der Mosel wartete auch auf uns. Insgesamt waren neun Teilnehmer hinter mir.

Eine Teilnehmerin hatte zwar seit einem Jahr ihren Führerschein aber erst seit zwei Wochen ein Motorrad. Sie war noch recht unsicher, vorsichtig und ein wenig ängstlich. So haben wir alle mal angefangen. Unterstützt wurde sie von ihrem Freund, der auch bei uns mitfuhr.

Nach 50 Kilometern herrlichster Landstraßentour legten wir in Adenau eine erste Pause ein. Von einem Hügel hat man einen Blick auf zwei bis drei Kurven der legendären Nordschleife des Nürburgringes. Mit Müh und Not fanden wir einen Parkplatz in der Nähe. Es wimmelte nur so von Renn-Verrückten. Ich blieb bei den Motorrädern und schickte die Anderen auf den Hügel. Mich interessiert dieser Sport eher wenig. Noch war es ruhig auf der Nordschleife. Aber schon nach wenigen Minuten war ein Höllenlärm von der Rennstrecke zu hören. Wir kamen gerade rechtzeitig zur Einführungsrunde. Dann war es kurz ruhig, aber als die Rennautos in der ersten Runde vorbeidonnerten wurde der Lärm unerträglich. Wenn ich da wohnen würde, würde ich wegziehen, sofort, - oder ich hätte einen Imbiss.

Auf kleinen Landstraßen steuerten wir in einen großen Bogen Ulmen an. Die vielbefahrenen Bundesstraßen meide ich natürlich. Aber die muss es auch geben. Sie ziehen den ganzen Autoverkehr an und die feinen Landstraßen bleiben für uns. Nach ca. 45 Kilometern, um 13:15 Uhr, erreichten wir den Hauptplatz von Ulmen in der idyllischen Landschaft der Vulkaneifel. Ich hatte uns in einem rustikalen Restaurant am Platz zum Mittagessen angemeldet. Das Wetter war gut, wir entschieden uns deshalb für einen großen Tisch im Freien auf dem Marktplatz. Vor der Sonne schütze uns ein großer Schirm. Gut gestärkt verließen wir eine gute Stunde später Ulmen.

Nach einer weiteren herrlichen Stunde in der Eifel, in der wir uns von Kurve zu Kurve schwangen, erreichten wir bei Alf die Mosel. An einer Tankstelle gönnten wir uns ein leckeres Eis ehe wir weiterfuhren. Am Moselufer rollten wir entspannt auf der Bundesstraße dahin. Bei der ersten Gelegenheit, die kam zwischen Nehren und Senhals, wechselten wir an das Südufer der Mosel. Jetzt folgten wir der Mosel auf einer Landstraße auf ihrem Weg zum Rhein. Einen Unterschied zur Bundesstraße konnte ich aber nicht feststellen. Nach einigen großen Schleifen verließen wir bei Bruttig-Fankel die Mosel und steuerten die Höhenzüge des Hunsrücks an. Bei der vorigen Pause hatten wir entschieden eine leichtere Strecke als meine zuvor gewählte zu nehmen. Unsere Anfängerin zeigte doch schon leichte Müdigkeitserscheinungen von den unzähligen Kurven auf den Hängen der Eifel. Die Ausweichstrecke im Hunsrück war aber auch ohne großes Können zu meistern.

Nach einiger Zeit erblickten wir unter uns die Mosel bei Treis-Karden. Wir fuhren kehrenreich hinunter und wechselten wieder zum Nordufer der Mosel. Ganz beschaulich und entspannt folgten wir den Moselschleifen auf der B 416. Links von uns die Weinberge an den Südhängen, rechts die Mosel mit den Bergen des Hunsrücks im Hintergrund . Immer wieder mal tauchte eine Burg auf den Bergspitzen auf. Weinberge sind auf den Nordhängen eher selten. Darüber der blaue, sommerliche Himmel. Wir genossen das herrliche Panorama.

Ich gab das Tempo mit max. 80 Km/h vor. Alle sollten sich entspannen und sich ausruhen für das folgende Highlight der Tour. Bei Kobern-Gondorf verließen wir das Tal der Mosel um zur Mathias-Kapelle hochzufahren. Am Beginn der schmalen Bergstraße hielt ich an, und fragte alle, ob sie sich die schmale und steile Auffahrt zutrauen würden. Unsere Anfängerin stieg ab und nahm hinter ihrem Freund auf dem Soziussitz platz. Eine andere Teilnehmerin verzichtete ebenfalls auf die Auffahrt. Die Auffahrt ist wirklich steil, sehr schmal, gepflastert und man muss zwei Spitzkehren bewältigen. Auf der schmalen Straße sind die noch enger als sonst. Als wir oben ankamen vermisste ich eine weitere Teilnehmerin. Sie hatte unterwegs aufgegeben. Wir anderen wurden von einem phantastischen Ausblick auf das Moseltal unter uns belohnt. Direkt unter uns lagen die Weinberge, unser Blick schweifte schräg hinunter zur Unterburg, die auf einer Bergspitze neben Kobern-Gondorf erbaut wurde. Die Oberburg mit der Mathiaskapelle daneben ist aber auf einem noch höheren Berg. Eine Burgruine von oben sieht man nicht alle Tage.

Auf dem letzten Abschnitt der Tour ließen wir Koblenz und Andernach am Rhein rechts liegen. Wir fuhren wieder auf kleineren Landstraßen zum Laacher See und erreichten erst bei Brohl-Lützing den Rhein. Das waren aber keine Wedelstrecken mehr. Nach 230 Kilometern war unsere Tour um 18:30 Uhr zu Ende.

Am Abend saßen wir zusammen am Lagerfeuer und aßen selbst gegrilltes. Andere unterhielten sich an der Bar oder spielten mit den Frisbeescheiben hinter dem Haus. Es wurde dabei viel Benzin geredet und die Welt gerettet. Wie das eben so ist wenn 50 Motorradbegeisterte aus ganz Deutschland zusammenkommen.

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Sommertour 2012 - Nach Langenholzhausen im Kalletal

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