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Sommertour 2012 - Nach Bad Breisig in der Eifel

Der Tag begann bedeckt, der Himmel war verhangen, der Wind trieb dunkle Regenwolken vor sich her. In der Nacht hatte es geregnet, alles war nass. Aber am Morgen setzte sich das bestellte éHoch Lorenz' durch. Ich trocknete die Maschine ab und startete um 8:30 Uhr in meinen neunten Tourtag.

Schnell ließ ich den morgendlichen Verkehr Gemündens auf der B 26 hinter mir. Bis Lohr am Main blieb ich am Mainufer auf der Bundesstraße. Dann setzte ich meinen Weg nach Nord-Westen fort. Die nun trockenen Landstraßen bis Hanau waren genau nachmeinem Geschmack. Schnell fand ich mein Tempo und schwang mich rhythmisch auf den sich windenden Straßen des Spessarts dahin. So schön hätte es von mir aus den ganzen Tag weiter gehen können. Aber ab Hanau war der Spaß erst mal vorbei. Zu nahe war ich dran am Städtegemisch Frankfurt, Offenbach, Bad Vilbel, Bad Homburg und Oberursel. Diese Metropolregion wollte ich auf möglichst verkehrsarmen Nebenstraßen im Norden umfahren. Das war mein Plan und der war gar nicht so schlecht. Ich kam besser als erwartet voran. Nur bei der Fahrt im Norden von Bad Vilbel kam ich in einen kleineren Stau.

Auf dem Parkplatz der U-Bahn-Endhaltestelle im Nord-Westen Oberursels machte ich eine Pause. Hier war ich mit einer Kollegin aus dem CB500er-Forum um 11:30 bis 12:00 Uhr verabredet. Ich war pünktlich und nach 10 Minuten Wartezeit kam sie mit ihrer CB500 zum Treffpunkt. Wir freuten uns beide einander persönlich kennen zu lernen. Nicht nur aus dem Forum über das Internet. Nach einem kleinen Smalltalk setzten wir die Fahrt gemeinsam fort.

Wir genossen zusammen die kurvenreichen Straßen über den großen Feldberg im Taunus. Für mich war es die erste Tour in der Region. Für sie nicht, es waren ihre Hausstrecken. Ich war bestimmt nicht das letzte Mal im Taunus. Unsere Hauptrichtung war nach Westen. Aber immer wieder schwenkten wir nach Norden oder Süden um dort besonders kurvige Strecken unter unsere Räder zu nehmen. Das hatte ich alles vorher schön geplant und in mein Navi eingegeben.

Kurz bevor wir westlich von Limburg auf die Lahn trafen versperrte uns eine Baustelle die Weiterfahrt. Kein Problem mit meinem Navi. Ich gab die nächsten 500 Meter als gesperrt ein und ließ das Navi eine Umleitung berechnen. Auf dieser Umleitung kamen wir zur nächsten Sperre. Der Weg vor uns sah aber sehr verlockend aus, wir beschlossen die Sperre zu ignorieren und fuhren weiter. Nach ca. 4 Kilometern ging es aber nicht weiter. Der Asphalt vor uns war weg, zwei LKWs und ein großer Bagger benötigten die komplette Straßenbreite. Links der Straße ragte eine Felswand in die Höhe und rechts plätscherte ein Gebirgsbach durch die Landschaft. Ein Arbeiter kam uns entgegen. Wir fragten, ob es nicht doch eine Möglichkeit gebe weiterzufahren. Er meinte ja, das müsste gehen. Der Baggerfahrer würde eben eine kleine Pause machen. Wir fuhren langsam auf dem Straßenunterbau auf den Bagger zu. Tatsächlich hörte er kurz auf den Unterbau aufzureißen und auf die LKWs zu verladen. Er drehte seine Schaufel so, dass wir zwischen ihm und den Lastern vorbei konnten. Links und rechts von unseren Lenkern und Ellbogen waren aber nur wenige Zentimeter Platz. Wir mussten noch einige Kilometer mit dem grob planierten Straßenunterbau vorlieb nehmen ehe wir wieder Asphalt unter unseren Rädern hatten.

Bei Laurenburg überquerten wir die Lahn um zur nächsten Umleitung anzusetzen. Die war aber geplant. Die Straße nach Norden nach Montabaur und etwas westlich davon wieder zurück zur Lahn sah auf der Karte zu gut aus, als dass ich darauf verzichten wollte. Diese 40 Kilometer sollten uns nicht enttäuschen. Inmitten tausender dunkler Tannen warteten unzählige Kurven, Kehren und Serpentinen darauf, vernascht zu werden. Etwas östlich von Nassau erreichten wir wieder die Ufer der Lahn. Die langgezogenen Kurven im Lahntal brachten unseren Adrenalinspiegel wieder etwas herunter.

In Bad Ems legten wir wieder eine Pause ein und gönnten uns einen leckeren Cappuccino an einer Tankstelle. Dabei beschlossen wir den Rest der Tagestour abzukürzen. Eigentlich wollte ich zunächst nach Norden in den Westerwald um dann wieder über das Tal der Wied zum Rhein zurück zu kommen. Aber dann wären wir erst nach 18:00 Uhr im Eifeldorf in Bad Breisig zu unserem Forumstreffen angekommen. Wir entschieden uns für die Bundesstraße längs des Rheins von Koblenz bis Bad Breisig. Es wurde eine flotte Fahrt auf der mehrspurigen Bundesstraße. Aber auch recht langweilig, so mit annähernd 100 Km/h in der lockeren, mehrspurigen Autoschlange fast immer geradeaus bis zum Horizont. Dafür erreichten wir Bad Breisig schon kurz nach 17:00 Uhr. Ich war etwas überrascht über die geringe Anzahl der bereits neu angereisten. Einige waren bereits am Vortag angereist und hatten an dem Tag bereits eine schöne Eifeltour unternommen. So nach und nach trudelten alle Teilnehmer des Forumstreffens ein. Mit vielen gab es ein freudiges Wiedersehen, einige waren das erste Mal dabei. Der Abend klang ganz gemütlich an der Bar aus. Alle freuten sich schon auf die gemeinsamen Ausfahrten am nächsten Tag.

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Sommertour 2012 - Das CB500er Forumstreffen

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