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Sommertour 2012 - Nach Gemünden am Main

Der Tag empfing uns mit strahlend blauem Himmel, aber frischen Temperaturen. Zunächst stärkten wir uns mit einem guten Frühstück auf der ‚Hopfenveranda' ehe sich unsere Motoren warmliefen. Wir brachen in verschiedene Richtungen auf. Mein Freund und Begleiter wollte nach Norden, nach Thüringen um in der Nähe von Erfurt 10 Kg der besten Thüringer Bratwürste vom Schlachter mitzunehmen. Für diese Bratwürste macht man schon mal einen großen Umweg auf dem Nachhauseweg in den Süden Berlins.

Ich fuhr zunächst ein Stück nach Süden, über die tschechische Grenze in das Egerland, an As vorbei und kam nach kurzer Zeit bei Selb wieder auf deutschen Boden. Selb ist eine Kreisstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Es ist das Zentrum der deutschen Porzellanindustrie. Im Fichtelgebirge wandte ich mich nach Südwesten, über Wunsiedel,Warmensteinach, Weidenberg und Speichersdorf kam ich bei Creußen in die Fränkische Schweiz. Ich war in Hochstimmung und genoss dabei die kurvenreichen Landstraßen, die mal durch Waldstücke und mal durch weite Felder führen. Bei der Fahrt in der Fränkischen Schweiz hatte ich immer wieder mal einen atemberaubenden Ausblick auf die bizarren Karstfelsen aus Kalk und Dolomit in diesem Teil der Fränkischen Alb. Das Gebiet ist wie geschaffen für die Erholung in der freien Natur beim Wandern, Mountenbiken, Klettern, Kanufahren - oder Motorradfahren. Dabei kommt die Kultur nicht zu kurz. Wer mag kann jede Menge Burgen besichtigen. Viel zu schnell hatte ich bei Hirschaid die Regnitz und den Main-Donaukanal erreicht und damit die Fränkische Schweiz wieder verlassen.

Ich nahm dann die Landstraße längs der Regnitz nach Süden bis Eggolsheim unter die Räder. Weiter ging es längs der Aisch nach Südwesten. Mit diesem Nebenfluss der Regnitz schwenkte ich nach Westen, mitten durch den Steigerwald. Dabei war es immer heißer geworden. Meine Stimmung konnte da nicht mitsteigen. Sie war schon den ganzen Tag auf dem Höhepunkt. Die Kuppen des Steigerwaldes ließen meine Hände und Füße nicht zur Ruhe kommen. Die Straßen im Frankenland sind einfach zu schön zum Wedeln mit meinem kleinen Tourer.

Langsam wechselte ich die Richtung und fuhr weiter nach Nordwesten. Bei Dettelbach kreuzte ich zuerst die A3 und kurz danach den Main. Ich blieb auf meinem Kurs Nord-West um Würzburg zu umfahren. Bei Markt Retzbach sah ich den Main wieder nach seiner großen Schleife durch Würzburg und blieb an seinen Ufern bis Gemünden am Main. Diese Stadt liegt im fränkischen Weinland am Rande von Spessart und Rhön. Die Weinberge auf denen der gute Frankenwein wächst, begleiteten schon den ganzen Nachmittag meine Fahrt.

Gegen 18:00 Uhr, die Sonne kratzte bereits an den Gipfeln des Spessarts im Nordwesten der Stadt, klang ein besonders schöner Tourtag aus.

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