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Sommertour 2012 - Nach Ergoldsbach in Niederbayern

Nachts gab es ein Gewitter in Worms. Am Morgen war die Straße nass und der Himmel voller grauer Regenwolken. So bleib es den ganzen Tag. Der süddeutsche Wettergott hatte ein Einsehen mit mir, kein Tropfen fiel auf mich. Die Schauer, die hin und her zogen, waren immer vor mir da. Aber ca. zwei Drittel meiner Strecke fuhr ich auf feuchten bis nassen Straßen. Da hieß es mal wieder ‚Gripp' fühlen.

Mit der Fähre bei Gernsheim überquerte ich den Rhein. Kurze Zeit später ereichte ich die Kreisstadt Heppenheim. Die Stadt war voller Verkehr, ich quälte mich von Ampel zu Ampel. Aber das nächste Stück, die Stunde bis Hirschhorn am Neckar ist wirklich weltmeisterlich zu fahren. Auf diese Strecke in der Hessischen Bergstraße schwingt man so schön von Kurve zu Kurve, dass ein Teil davon an den Wochenenden für Motorräder gesperrt ist. Wobei der super Streckenverlauf bestimmt nicht der Grund der Sperre ist! Ich folgte dann dem Neckar im Odenwald in vielen langgezogenen, flotten Kurven bis Obrigheim. An den Ausläufern des Odenwaldes scarvte ich über Mosbach und Billigheim bis Möckmühl zum Fluss Jagst. An seiner Seite blieb ich ein langes Stück bis Crailsheim. Zwischendurch nahm ich ein Stück der deutschen Limesstraße und der Württembergischen Weinstraße unter die Räder und begleitete noch den Fluss Kocher auf seinem Weg. Mit spielerischer, sanfter Leichtigkeit schwenke ich dabei die BMW über fantastische Motorradstraßen.

Es muss nicht immer der Schwarzwald sein. Auch hier in Baden-Württemberg und weiter in Franken und Niederbayern gibt es viele tolle, abwechslungsreiche Motorradstrecken. Diese Strecken werden eingerahmt durch liebliche Landschaften, wie z.B. das Altmühltal, dass ich am Nachmittag erreichte. Nördlich von Ingolstadt fuhr ich weiter nach Osten um in Neuburg an der Donau diese zu überqueren. Die Donau fließt weiter nach Nordosten nach Regensburg, ich wandte mich mehr nach Südosten. Gegen 18:00 Uhr erreichte ich den kleinen Ort Ergoldsbach. Im dortigen Gasthof hatte ich ein Zimmer reserviert. Die Gäste im Gasthof und die Wirtsleute sprachen alle bayrisch. Ich konnte zum ersten Mal mit meiner Muttersprache aus Österreich gut mitreden.

Auch dieser Urlaubstag war wieder ein toller Urlaubstag. Nicht nur weil ich großes Glück mit dem Wetter hatte. Sondern vor allem die Strecke machte den Tag so schön. Ich wedelte immer wieder 15° bis 18° steile Berghänge in der Hessischen Bergstraße und im Odenwald in engen Kurven hoch und runter. Dazwischen waren viele langgezogene, schnellere Kurven längs der Flüsse Neckar, Kocher und Jagst. Dazu noch die Landstraßen Frankens und Niederbayerns, die über und um viele Hügel herum angelegt sind. Wald wechselt sich ab mit Mais, Hopfen und Getreidefeldern die schon fast gänzlich abgeerntet waren. Dazu noch die Fahrten in den Weinbergen in der Hessischen Bergstraße und am Neckar in Baden-Württemberg.

Nicht nur ich fand den Tag großartig. Einmal spielten zwei junge Füchse auf der Straße miteinander. Sie flüchteten erst in das angrenzende Maisfeld als ich mich ihnen schon bis auf wenige Meter langsam genähert hatte.

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