dashboard, iRights & Freundschaftsdienste
02Juni08 Abgelegt in:Persönliches
WordPress
hat kürzlich das Dashboard-Design geändert und in
diesen Tagen scheinen auch die Übersetzungsarbeiten für
die Benutzerführung in Deutsch abgeschlossen zu sein.
Ich selbst habe nun zwar den Eindruck, dass etliches moderner und vielleicht auch übersichtlicher erscheint, doch habe ich mit der einen oder anderen neuen Schwierigkeit besonders beim Einfügen von Bildern aus meinem Picasa-Account zu kämpfen (z.B. verlieren einige Bilder immer wieder den Link zu Picasa und auch im Thema »Neat« ihren schönen schmalen blauen Rahmen, wenn ich sie mittig ausrichten will). Hier ist also immer noch allerlei Improvisationstalent gefragt. Vielleicht werden diese Bugs ja auch noch behoben …
Solange werde ich nun in der Regel meine Bilddateien direkt zu WordPress hochladen. Drei Gigabyte Speicherplatz machen es möglich.
Ich aktualisiere nun nach und nach die wichtigsten PDF-Dateien meiner Seite »Hilfen für das Gestalten eines Blogs bei WordPress« und versehe sie mit einem unmissverständlichen »neu« nach der Seitenzahl, belasse die alten aber bis zum Abschluss dieses »Updates« noch an ihrem Platz …
Eine Bitte um Verständnis:
Du wirst es vielleicht schon bemerkt haben – einige meiner Seiten und Artikel erscheinen als »geschützt« und können nur nach der Eingabe eines Passworts geöffnet werden. Diese Seiten enthalten Informationen, Bilder und Texte, die ich (auch aus urheberrechtlichen Gründen) nur Freunden und Kollegen hinsichtlich ihrer (kunst)–pädagogischen Arbeit zur Verfügung stellen möchte.
Auch in diesem Zusammenhang möchte ich hier gern auf drei Links hinweisen:
Arnaba’s Weblog [ http://arnaba.wordpress.com/ ] mit dem Schwerpunkt:
ASSET ( Application of Social Software in Education und Teaching )
Lehrer-online (Unterricht mit digitalen Medien) [ http://www.lehrer-online.de/ ]
iRights-info (Urheberrecht in der digitalen Welt) [ http://www.irights.info/ ]
Ich selbst habe nun zwar den Eindruck, dass etliches moderner und vielleicht auch übersichtlicher erscheint, doch habe ich mit der einen oder anderen neuen Schwierigkeit besonders beim Einfügen von Bildern aus meinem Picasa-Account zu kämpfen (z.B. verlieren einige Bilder immer wieder den Link zu Picasa und auch im Thema »Neat« ihren schönen schmalen blauen Rahmen, wenn ich sie mittig ausrichten will). Hier ist also immer noch allerlei Improvisationstalent gefragt. Vielleicht werden diese Bugs ja auch noch behoben …
Solange werde ich nun in der Regel meine Bilddateien direkt zu WordPress hochladen. Drei Gigabyte Speicherplatz machen es möglich.
Ich aktualisiere nun nach und nach die wichtigsten PDF-Dateien meiner Seite »Hilfen für das Gestalten eines Blogs bei WordPress« und versehe sie mit einem unmissverständlichen »neu« nach der Seitenzahl, belasse die alten aber bis zum Abschluss dieses »Updates« noch an ihrem Platz …
Eine Bitte um Verständnis:
Du wirst es vielleicht schon bemerkt haben – einige meiner Seiten und Artikel erscheinen als »geschützt« und können nur nach der Eingabe eines Passworts geöffnet werden. Diese Seiten enthalten Informationen, Bilder und Texte, die ich (auch aus urheberrechtlichen Gründen) nur Freunden und Kollegen hinsichtlich ihrer (kunst)–pädagogischen Arbeit zur Verfügung stellen möchte.
Auch in diesem Zusammenhang möchte ich hier gern auf drei Links hinweisen:
Arnaba’s Weblog [ http://arnaba.wordpress.com/ ] mit dem Schwerpunkt:
ASSET ( Application of Social Software in Education und Teaching )
Lehrer-online (Unterricht mit digitalen Medien) [ http://www.lehrer-online.de/ ]
iRights-info (Urheberrecht in der digitalen Welt) [ http://www.irights.info/ ]
Blog-Nachrichten
In meinem Blog [ http://khnemo.wordpress.com/ ] habe
ich nun unter Pages eine Seite »betrifft BK« eingefügt.
In unregelmäßiger Reihenfolge, doch vorerst zwei bis
dreimal im Monat, erscheinen hier Links und Ergänzungen
zu Einträgen, Unterrichtsideen, Schülerarbeiten … – die
das Fach »Bildende Kunst« betreffen.
Eine weitere Seite hält jetzt eingeordnete Phasenbilder eines ganzen Lehrgangs als »Hilfen für das Gestalten eines Blogs bei Wordpress« im PDF-Format zum Download bereit.
Einen generellen Link [ http://rolfholunder.wordpress.com/ ] füge ich gleich hier an dieser Stelle noch ein: Es ist der Blog von »Rolf Holunder«, ein Blog, den Du in seiner Art auch zusammen mit Kindern bzw. Schülern gestalten könntest. Ursprünglich stellte er nur einen »Lernblog« dar, um meine Tochter per »Fernunterricht« bei der Einrichtung ihres eigenen Blogs zu unterstützen. Doch nun, da er so gut funktioniert und einen gewissen Liebreiz ausstrahlt, … (ich bin nun einmal Fan von Pu dem Bären) … – entsteht auch allmählich ein gewisses inhaltliches und gestalterisches Konzept …
Die Landesanstalt für Medien - Nordrhein-Westfalen [ http://www.lfm-nrw.de/ ] stellt einen Ratgeber »Neue Medien Band 5« der Deutschen Medienakademie Köln zur Verfügung. Unter dem Titel »"Weblogs, Podcasts & Co" - Eine Broschüre für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz« kann man sich den Text sowohl in einer Bildschirm (72 dpi)- als auch in Druckauflösung (300 dpi) herunterladen. [ http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444 ]
Besonders Eltern, Lehrer und Erzieher finden bei »Klicksafe.de« alle wichtigen Informationen zu diesem Thema. Der Name ist Programm.
[ http://www.klicksafe.de ] .
Hier noch einmal die Links:
http://www.lfm-nrw.de/
http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444
http://www.klicksafe.de
http://khnemo.wordpress.com/
http://rolfholunder.wordpress.com/
Eine weitere Seite hält jetzt eingeordnete Phasenbilder eines ganzen Lehrgangs als »Hilfen für das Gestalten eines Blogs bei Wordpress« im PDF-Format zum Download bereit.
Einen generellen Link [ http://rolfholunder.wordpress.com/ ] füge ich gleich hier an dieser Stelle noch ein: Es ist der Blog von »Rolf Holunder«, ein Blog, den Du in seiner Art auch zusammen mit Kindern bzw. Schülern gestalten könntest. Ursprünglich stellte er nur einen »Lernblog« dar, um meine Tochter per »Fernunterricht« bei der Einrichtung ihres eigenen Blogs zu unterstützen. Doch nun, da er so gut funktioniert und einen gewissen Liebreiz ausstrahlt, … (ich bin nun einmal Fan von Pu dem Bären) … – entsteht auch allmählich ein gewisses inhaltliches und gestalterisches Konzept …
Die Landesanstalt für Medien - Nordrhein-Westfalen [ http://www.lfm-nrw.de/ ] stellt einen Ratgeber »Neue Medien Band 5« der Deutschen Medienakademie Köln zur Verfügung. Unter dem Titel »"Weblogs, Podcasts & Co" - Eine Broschüre für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz« kann man sich den Text sowohl in einer Bildschirm (72 dpi)- als auch in Druckauflösung (300 dpi) herunterladen. [ http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444 ]
Besonders Eltern, Lehrer und Erzieher finden bei »Klicksafe.de« alle wichtigen Informationen zu diesem Thema. Der Name ist Programm.
[ http://www.klicksafe.de ] .
Hier noch einmal die Links:
http://www.lfm-nrw.de/
http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444
http://www.klicksafe.de
http://khnemo.wordpress.com/
http://rolfholunder.wordpress.com/
Cyrano von Bergerac – Monolog
02Dezember07 Abgelegt in:Persönliches
Wie soll ich’s
halten künftig?
Mir einen mächtigen Patron entdecken
Und als gemeines Schlinggewächs dem Schaft,
An dem ich aufwärts will, die Rinde lecken?
Durch List empor mich ranken, nicht durch Kraft?
Nein, niemals! Oder soll ich, wie so viele,
Ein Loblied singen auf gefüllte Taschen,
Soll eines Hofmanns Lächeln mir erhaschen,
Indem ich seinen Narren spiele?
Nein, niemals! Oder soll ich Kröten schlucken,
Auf allen Vieren kriechen, gleich dem Vieh,
Durch Rutschen wund mir scheuern meine Knie,
Kreuzschmerzen leiden durch beständ’ges Ducken?
Nein, niemals! Soll ich einem Schäfchen gleichen,
Um selbst mir eins ins Trockene zu bringen?
Soll Honig streun um Zucker einzustreichen?
Und unermüdlich Weihrauchfässer schwingen?
Niemals! Soll ich als lust’ger Zeitvertreiber
Nach großem Ruhm in kleinem Kreise spähn,
Damit sich von den Seufzern alter Weiber
Des Dichterschiffleins schlaffe Segel blähn?
Niemals! Für meine Verse dem Verleger,
Der sie mir druckt, bezahlen runde Summen?
Niemals! In der Verbrüderung der Dummen
Gefeiert werden als der Bannerträger?
Ein einziges Sonett wie ein Hausierer
Vorzeigen, statt noch andre zu verfassen?
Niemand talentvoll nennen als die Schmierer?
Vor jedem Literatenklatsch erblassen
Und eifrig forschen: Werd ich anerkannt?
Hat der und jener lobend mich genannt?
Niemals! Stets rechnen, stets Besorgnis zeigen,
Lieber Besuche machen als Gedichte,
Bittschriften schreiben, Hintertreppen steigen?
Nein, Niemals, niemals, niemals! - Doch im Lichte
Der Freiheit schwärmen, durch die Wälder laufen,
Mit fester Stimme, klarem Falkenblick,
Den Schlapphut übermütig im Genick,
Und je nach Laune reimen oder raufen!
Nur singen, wenn Gesang im Herzen wohnt,
Nicht achtend Geld und Ruhm, mit flottem Schwunge
Arbeiten an der Reise nach dem Mond
Und insgeheim sich sagen: Lieber Junge,
Freu dich an Blumen, Früchten, selbst an Blättern,
Die du von deinem eignen Beet gepflückt!
Wenn dann vielleicht bescheidner Sieg dir glückt,
Dann mußt du nicht ihn teilen mit den Vettern;
Dann darfst du König sein in deinem Reiche,
Statt zu schmarotzen, und dein Schicksal sei,
Wenn du der Buche nachstehst und der Eiche,
Nicht hoch zu wachsen, aber schlank und frei.
Mir einen mächtigen Patron entdecken
Und als gemeines Schlinggewächs dem Schaft,
An dem ich aufwärts will, die Rinde lecken?
Durch List empor mich ranken, nicht durch Kraft?
Nein, niemals! Oder soll ich, wie so viele,
Ein Loblied singen auf gefüllte Taschen,
Soll eines Hofmanns Lächeln mir erhaschen,
Indem ich seinen Narren spiele?
Nein, niemals! Oder soll ich Kröten schlucken,
Auf allen Vieren kriechen, gleich dem Vieh,
Durch Rutschen wund mir scheuern meine Knie,
Kreuzschmerzen leiden durch beständ’ges Ducken?
Nein, niemals! Soll ich einem Schäfchen gleichen,
Um selbst mir eins ins Trockene zu bringen?
Soll Honig streun um Zucker einzustreichen?
Und unermüdlich Weihrauchfässer schwingen?
Niemals! Soll ich als lust’ger Zeitvertreiber
Nach großem Ruhm in kleinem Kreise spähn,
Damit sich von den Seufzern alter Weiber
Des Dichterschiffleins schlaffe Segel blähn?
Niemals! Für meine Verse dem Verleger,
Der sie mir druckt, bezahlen runde Summen?
Niemals! In der Verbrüderung der Dummen
Gefeiert werden als der Bannerträger?
Ein einziges Sonett wie ein Hausierer
Vorzeigen, statt noch andre zu verfassen?
Niemand talentvoll nennen als die Schmierer?
Vor jedem Literatenklatsch erblassen
Und eifrig forschen: Werd ich anerkannt?
Hat der und jener lobend mich genannt?
Niemals! Stets rechnen, stets Besorgnis zeigen,
Lieber Besuche machen als Gedichte,
Bittschriften schreiben, Hintertreppen steigen?
Nein, Niemals, niemals, niemals! - Doch im Lichte
Der Freiheit schwärmen, durch die Wälder laufen,
Mit fester Stimme, klarem Falkenblick,
Den Schlapphut übermütig im Genick,
Und je nach Laune reimen oder raufen!
Nur singen, wenn Gesang im Herzen wohnt,
Nicht achtend Geld und Ruhm, mit flottem Schwunge
Arbeiten an der Reise nach dem Mond
Und insgeheim sich sagen: Lieber Junge,
Freu dich an Blumen, Früchten, selbst an Blättern,
Die du von deinem eignen Beet gepflückt!
Wenn dann vielleicht bescheidner Sieg dir glückt,
Dann mußt du nicht ihn teilen mit den Vettern;
Dann darfst du König sein in deinem Reiche,
Statt zu schmarotzen, und dein Schicksal sei,
Wenn du der Buche nachstehst und der Eiche,
Nicht hoch zu wachsen, aber schlank und frei.
Von Blogs und Tags und einem Avatar
Neulich bekam ich eine
persönliche Mail von einem Blogfreund, der mir auf
einen Eintrag antwortete und u.a. erzählte, dass er,
wenn er auf der Straße mit seinem Nick-Name bzw.
User-Name gerufen würde, er sich umdrehen würde, so
ganz selbstverständlich …
Also mir ginge es genauso. –
So schreibe ich also unter meinem User-Namen »khnemo«.
Seit 1998 ist dies gewissermaßen mein Avatar. Ich bin der Chef, ich baue ihn auf, forme durch all meine Einträge seinen Charakter. Die Tags werden bewusst gesetzt, bilden Kategorien seines Denkens, formulieren zusammenfassend das Wesentliche seiner Einträge. Also eine klare Bewegung von außen nach innen, von der Tastatur hinein ins Netz?
Nein, das ist nicht die ganze Wahrheit!
Mein Avatar erzieht auch mich, er will sich nämlich schlicht nicht blamieren,
er w i l l freundlich sein in dieser virtuellen Welt, auch höflich, es so gut machen, wie er nur kann.
Also entwickle ich für ihn ein aufgefrischtes Fehlerbewusstsein, lese im Deutschlandpuls, benutze wieder Duden, Fremdwörterbuch, immer häufiger die Wikipedia, die Encarta, diverse Suchmaschinen, Google Earth, LEO, das hervorragende englisch-deutsche Wörterbuch usw. Und es passiert etwas ganz eigenartiges: Durch das Formulieren so unterschiedlicher Kommentartexte, zeitweilig auch in schneller Folge, durch die eine oder andere auch schwierige Fragestellung, die eine oder andere auch verwirrende Spur, die es zu verfolgen gilt, wächst auch meine kommunikative Kompetenz in der realen Welt, dank meinem Avatar.
Hallo, Ihr Lehrer, seht ihr darin nicht auch Chancen? …
Tag: Mediendidaktik, Medienkritik
- gewidmet zwei Menschen bei Blog.de, Marina & Slash und ihren Einträgen voller Ernsthaftigkeit, Selbstreflektion, Fairnis und sprachlich gestalteten Überraschungen, die ich auf eine Art wahrnehme und auch genieße, wie ich es auch zuweilen bei der Betrachtung eines Bildes empfinde.
Mein Gruß gilt nun auch Dir, Du hast bis zu dieser Stelle gelesen …
khnemo
Weblog: http://khnemo.wordpress.com/
Also mir ginge es genauso. –
So schreibe ich also unter meinem User-Namen »khnemo«.
Seit 1998 ist dies gewissermaßen mein Avatar. Ich bin der Chef, ich baue ihn auf, forme durch all meine Einträge seinen Charakter. Die Tags werden bewusst gesetzt, bilden Kategorien seines Denkens, formulieren zusammenfassend das Wesentliche seiner Einträge. Also eine klare Bewegung von außen nach innen, von der Tastatur hinein ins Netz?
Nein, das ist nicht die ganze Wahrheit!
Mein Avatar erzieht auch mich, er will sich nämlich schlicht nicht blamieren,
er w i l l freundlich sein in dieser virtuellen Welt, auch höflich, es so gut machen, wie er nur kann.
Also entwickle ich für ihn ein aufgefrischtes Fehlerbewusstsein, lese im Deutschlandpuls, benutze wieder Duden, Fremdwörterbuch, immer häufiger die Wikipedia, die Encarta, diverse Suchmaschinen, Google Earth, LEO, das hervorragende englisch-deutsche Wörterbuch usw. Und es passiert etwas ganz eigenartiges: Durch das Formulieren so unterschiedlicher Kommentartexte, zeitweilig auch in schneller Folge, durch die eine oder andere auch schwierige Fragestellung, die eine oder andere auch verwirrende Spur, die es zu verfolgen gilt, wächst auch meine kommunikative Kompetenz in der realen Welt, dank meinem Avatar.
Hallo, Ihr Lehrer, seht ihr darin nicht auch Chancen? …
Tag: Mediendidaktik, Medienkritik
- gewidmet zwei Menschen bei Blog.de, Marina & Slash und ihren Einträgen voller Ernsthaftigkeit, Selbstreflektion, Fairnis und sprachlich gestalteten Überraschungen, die ich auf eine Art wahrnehme und auch genieße, wie ich es auch zuweilen bei der Betrachtung eines Bildes empfinde.
Mein Gruß gilt nun auch Dir, Du hast bis zu dieser Stelle gelesen …
khnemo
Weblog: http://khnemo.wordpress.com/
Resümee 1
Mir wird nun klar, dass ich inzwischen wohl auch über einen Avatar verfüge, oder ist er eher ich? Es fing im Herbst 1998 mit meiner ersten Mailanschrift an und ich habe ihn mehr und mehr »aufgebaut«, ihn in die Homepage eingebracht, und in die Fotoalbenaccounts. Er bekam durch meine Texte und Fotografien einen Charakter, – oder ist es doch umgekehrt? Wie dem auch sei, ich gebe ihn nicht auf, verlasse ihn nicht.
!Xabbu:
»Wer neben dem Wasserloch lebt, träumt nicht von Durst«
(in »Otherland« Band 1 - »Stadt der goldenen Schatten« von Tad Williams)
Eine der neuen medialen Möglichkeiten –––dazu völlig kostenlos –
– für eine
didaktisch interessante Erweiterung all der Projekte
von Selbstdarstellungen, Dokumentationen, Reportagen
und Illustrationen kann ein Flickr-Account darstellen,
der Zugang in ein großes Internet-Fotoalbum, in dem Du
Dir in der kostenfreien Variante bis zu drei eigene
Alben mit insgesamt 200 Bildern einrichten kannst.
Bezogen auf derzeit übliche Klassen- bzw.
Projektgruppengrößen können also für jeden Schüler 6-10
Fotografien eingestellt, dauerhaft gespeichert und,
falls Du das für Dein Projekt vorsiehst, weltweit von
jedem internetgeeigneten Computer aus betrachtet
werden. Aber auch eine Zugangsbeschränkung, nur auf
einen bestimmten Personenkreis bezogen, ist möglich.
Du selbst richtest über www.yahoo.de oder direkt von www.Flickr.com den Account ein – es ist leicht, Du wirst geführt – wählst Benutzernamen und ein Passwort aus, das auch zukünftig nur Du kennen solltest (die Lerngruppen wechseln und du möchtest die Alben sicher wieder für ein neues Projekt verwenden), und wirst schließlich aufgefordert, den zweiten Teil des Zugangslinks zu formulieren. Bei mir habe ich z.B. das X0_khnemo_0X eingetragen. Diesen Zugangslink bekommen dann alle Teilnehmer der Projektgruppe und alle die, von denen ihr meint, dass Eure Alben sie interessieren könnten. Mit diesem Link kann also jeder, ohne selbst Mitglied bei Flickr zu sein, alle Eure Bilder, die ihr für »öffentlich« erklärt habt, anschauen, aber nichts verändern. Das ist wichtig. Veränderungen an den Alben, also das Löschen von Bildern, das Einstellen (Hochladen) neuer Bilder und die Eingabe von Titeln und Beschreibungen finden nur nach Absprache innerhalb der Lerngruppe und nach Eingabe des Passwortes durch den Lehrer statt, in der Regel also im Computerraum der Schule.
Mit einer normalen DSL 2000-Internetverbindung haben sich Bildgrößen von 18x24 cm bzw. 510x680 Pixel bei 72dpi als gut und schnell hochladbar erwiesen. Auch 600x800 Pixel sind noch gut vertretbar, strapazieren nicht unnötig Geduld bzw. Unterrichtszeit und führen zu einem noch größeren sichtbaren Bild. Soweit der technische und organisatorische Rahmen …
Inhaltlich und didaktisch anspruchsvoller, aber auch sehr interessant, wird sicherlich die Diskussion des »Öffentlichen«. Hier sollte man in der Lerngruppe einmal innehalten und es sich vergegenwärtigen:
Jedes Bild, das wir für öffentlich erklären, kann nicht nur von den Menschen angesehen, ja sogar heruntergeladen werden, denen wir unseren Link gegeben haben, sondern auch von jedem Flickr-Mitglied auf der ganzen Welt und natürlich auch von deren Freunden usw. usw. (innerhalb von 12 Tagen haben z.B. 419 Menschen eins meiner Fotoalben aufgesucht)…
Wollen wir das? Können wir das auch verantworten? Gegenüber uns selbst, gegenüber unseren Eltern, Geschwistern, Freunden, Mitschülern, Lehrern?.. Gegenüber all denjenigen, die wir fotografiert haben?..
Bei reinen »Sachaufnahmen« fällt die Antwort sicher leichter als bei »Menschenbildern«.
Was heißt das eigentlich, »Persönlichkeitsrechte« oder »das Recht am eigenen Bild«? Müssen wir fragen, und wen, wenn wir ein bestimmtes Bild veröffentlichen wollen?
Dürfen wir uns ein Bild aus den Internetalben herunterladen und es dann wieder im Zusammenhang mit unseren Projekten in unseren Alben oder in vervielfältigten Referaten veröffentlichen? Was bedeutet das eigentlich – »Copyright«? …
In vielen dieser Fragestellungen und Antworten, Schülermeinungen und Diskussionen wird sicher eine erste Anmutung einer »journalistischen« Ethik deutlich. Das wäre für mich der Reiz dieser Arbeit.
Und dann tritt noch eine methodische Besonderheit hervor, das Taggen. Ich habe es schon an anderer, Dir zugänglicher Stelle beschrieben und will hier nur noch auf ein weiteres didaktisch wichtiges Feld hinaus: das Prinzip des Austausches; Flickr wirbt extra mit dem Fotosharing. Unsere Schüler können und nutzen es längst, das Suchen (auch mit Hilfe bestimmter Suchbegriffe, Schlüsselwörter, Tags), Herunterladen und Weiterverwenden von Bildern aller Art. Übergeordnet tritt uns nun ins Bewusstsein, dass wir mit dem Veröffentlichen unserer Projektergebnisse nun auch anderen, uns völlig fremden Menschen etwas Bildhaftes zeigen bzw. zur Verfügung stellen, das ihnen vielleicht in einer bestimmten Dimension von Bedeutung sein könnte. Und umgekehrt empfinden wir das bei der einen oder anderen Fotografie, die uns in den Flickr-Alben ins Auge fällt, wahrscheinlich genau so. Eigentlich ist es doch fair, Bilder auch hinsichtlich eines Austausches einzustellen, nicht nur ein konsumierender Nutznießer zu sein. Und es stellt sich drastisch ausgedrückt auch die Frage: Müllen wir mit unseren Beiträgen zu oder bereichern wir die Vielfalt an Aussage und Gestaltung, die uns da entgegentritt.
Mit dem Taggen können wir das gezielte Suchen, Finden bzw. Tauschen erleichtern, wenn wir sprachlich zutreffende, differenzierende Schlüsselwörter eingeben. Das eine oder andere darf aber auch nur für unsere Vorhaben zutreffend sein und eine interne Ordnung der Projektbilder unterstützen. Das Taggen kann schließlich bei der Bildersuche aber auch zu seltsamen Überraschungen führen, zu Zusammenhängen, an die wir vielleicht nie gedacht hätten, eventuell sogar zu regelrechten Schüben von Anregungen bezüglich unserer Kreativität. Sollte dies also passieren, ist es auch sinnvoll, besonders eindrucksvolle Fotografien als Favoriten zu markieren, einen Kommentar einzugeben oder beides … Flickr bietet zudem die Möglichkeit, intern Mails zu verschicken und zu empfangen. Insofern wären auch gezielte kommunikative Vorhaben im Kontakt zu einer Lerngruppe einer anderen Schule denkbar.
Einige klassische inhaltliche Verknüpfungen zu Schulleben und Projektarbeit fallen mir sofort ein:
– Da wäre es wieder, das »Selbstdarstellungsprojekt«, in Berlin oft unterrichtet in Verbindung mit einer Bildbetrachtung des Bildnisses des Kaufmanns Georg Gize von Holbein (Gemäldegalerie, Kulturforum).
– Dann könnte im Zusammenhang mit einer »journalistischen« Reportage von schulischen Ereignissen (Theateraufführungen, Sportfest, Projekttage) das Fotoalbum zum Bildarchiv der Schülerzeitung werden.
– Bezogen auf eine Lerngruppe sollte eines der drei zur Verfügung stehenden Alben eher als kommunikativer Platz für die »persönlichen« Bilder der Schüler reserviert bleiben, für die Fotos von Wandertagen, Party-, Klassenfahrt- und Ferienerlebnissen, für Freundes- und Familienbilder usw.
Dort hätten aber auch die Bilder Platz, die Euch aus einer anderen Lerngruppe oder Schule … erreichen.
Wechselt die Lerngruppe, bzw. ist ein Projekt beendet, könnte den Schülern rechtzeitig ein Zeitraum eingeräumt werden, in dem sie, so noch nicht geschehen, Bilder auf ihre persönlichen Computer selbst herunterladen, bzw. mit USB-Sticks vom Schulcomputer aus nach Hause tragen können. Dann werden die drei Alben gelöscht und für eine neue Gruppe eingerichtet.
Möchtest Du Fotografien bzw. Projektergebnisse längerfristig speichern, ordnen und Dir im Internet zugänglich erhalten, so kannst Du Dir auch bei http://picasaweb.google.de etliche Alben einrichten, bei einem Speicherplatz von 1GB und ebenfalls kostenlos. Schau es Dir an!
Du selbst richtest über www.yahoo.de oder direkt von www.Flickr.com den Account ein – es ist leicht, Du wirst geführt – wählst Benutzernamen und ein Passwort aus, das auch zukünftig nur Du kennen solltest (die Lerngruppen wechseln und du möchtest die Alben sicher wieder für ein neues Projekt verwenden), und wirst schließlich aufgefordert, den zweiten Teil des Zugangslinks zu formulieren. Bei mir habe ich z.B. das X0_khnemo_0X eingetragen. Diesen Zugangslink bekommen dann alle Teilnehmer der Projektgruppe und alle die, von denen ihr meint, dass Eure Alben sie interessieren könnten. Mit diesem Link kann also jeder, ohne selbst Mitglied bei Flickr zu sein, alle Eure Bilder, die ihr für »öffentlich« erklärt habt, anschauen, aber nichts verändern. Das ist wichtig. Veränderungen an den Alben, also das Löschen von Bildern, das Einstellen (Hochladen) neuer Bilder und die Eingabe von Titeln und Beschreibungen finden nur nach Absprache innerhalb der Lerngruppe und nach Eingabe des Passwortes durch den Lehrer statt, in der Regel also im Computerraum der Schule.
Mit einer normalen DSL 2000-Internetverbindung haben sich Bildgrößen von 18x24 cm bzw. 510x680 Pixel bei 72dpi als gut und schnell hochladbar erwiesen. Auch 600x800 Pixel sind noch gut vertretbar, strapazieren nicht unnötig Geduld bzw. Unterrichtszeit und führen zu einem noch größeren sichtbaren Bild. Soweit der technische und organisatorische Rahmen …
Inhaltlich und didaktisch anspruchsvoller, aber auch sehr interessant, wird sicherlich die Diskussion des »Öffentlichen«. Hier sollte man in der Lerngruppe einmal innehalten und es sich vergegenwärtigen:
Jedes Bild, das wir für öffentlich erklären, kann nicht nur von den Menschen angesehen, ja sogar heruntergeladen werden, denen wir unseren Link gegeben haben, sondern auch von jedem Flickr-Mitglied auf der ganzen Welt und natürlich auch von deren Freunden usw. usw. (innerhalb von 12 Tagen haben z.B. 419 Menschen eins meiner Fotoalben aufgesucht)…
Wollen wir das? Können wir das auch verantworten? Gegenüber uns selbst, gegenüber unseren Eltern, Geschwistern, Freunden, Mitschülern, Lehrern?.. Gegenüber all denjenigen, die wir fotografiert haben?..
Bei reinen »Sachaufnahmen« fällt die Antwort sicher leichter als bei »Menschenbildern«.
Was heißt das eigentlich, »Persönlichkeitsrechte« oder »das Recht am eigenen Bild«? Müssen wir fragen, und wen, wenn wir ein bestimmtes Bild veröffentlichen wollen?
Dürfen wir uns ein Bild aus den Internetalben herunterladen und es dann wieder im Zusammenhang mit unseren Projekten in unseren Alben oder in vervielfältigten Referaten veröffentlichen? Was bedeutet das eigentlich – »Copyright«? …
In vielen dieser Fragestellungen und Antworten, Schülermeinungen und Diskussionen wird sicher eine erste Anmutung einer »journalistischen« Ethik deutlich. Das wäre für mich der Reiz dieser Arbeit.
Und dann tritt noch eine methodische Besonderheit hervor, das Taggen. Ich habe es schon an anderer, Dir zugänglicher Stelle beschrieben und will hier nur noch auf ein weiteres didaktisch wichtiges Feld hinaus: das Prinzip des Austausches; Flickr wirbt extra mit dem Fotosharing. Unsere Schüler können und nutzen es längst, das Suchen (auch mit Hilfe bestimmter Suchbegriffe, Schlüsselwörter, Tags), Herunterladen und Weiterverwenden von Bildern aller Art. Übergeordnet tritt uns nun ins Bewusstsein, dass wir mit dem Veröffentlichen unserer Projektergebnisse nun auch anderen, uns völlig fremden Menschen etwas Bildhaftes zeigen bzw. zur Verfügung stellen, das ihnen vielleicht in einer bestimmten Dimension von Bedeutung sein könnte. Und umgekehrt empfinden wir das bei der einen oder anderen Fotografie, die uns in den Flickr-Alben ins Auge fällt, wahrscheinlich genau so. Eigentlich ist es doch fair, Bilder auch hinsichtlich eines Austausches einzustellen, nicht nur ein konsumierender Nutznießer zu sein. Und es stellt sich drastisch ausgedrückt auch die Frage: Müllen wir mit unseren Beiträgen zu oder bereichern wir die Vielfalt an Aussage und Gestaltung, die uns da entgegentritt.
Mit dem Taggen können wir das gezielte Suchen, Finden bzw. Tauschen erleichtern, wenn wir sprachlich zutreffende, differenzierende Schlüsselwörter eingeben. Das eine oder andere darf aber auch nur für unsere Vorhaben zutreffend sein und eine interne Ordnung der Projektbilder unterstützen. Das Taggen kann schließlich bei der Bildersuche aber auch zu seltsamen Überraschungen führen, zu Zusammenhängen, an die wir vielleicht nie gedacht hätten, eventuell sogar zu regelrechten Schüben von Anregungen bezüglich unserer Kreativität. Sollte dies also passieren, ist es auch sinnvoll, besonders eindrucksvolle Fotografien als Favoriten zu markieren, einen Kommentar einzugeben oder beides … Flickr bietet zudem die Möglichkeit, intern Mails zu verschicken und zu empfangen. Insofern wären auch gezielte kommunikative Vorhaben im Kontakt zu einer Lerngruppe einer anderen Schule denkbar.
Einige klassische inhaltliche Verknüpfungen zu Schulleben und Projektarbeit fallen mir sofort ein:
– Da wäre es wieder, das »Selbstdarstellungsprojekt«, in Berlin oft unterrichtet in Verbindung mit einer Bildbetrachtung des Bildnisses des Kaufmanns Georg Gize von Holbein (Gemäldegalerie, Kulturforum).
– Dann könnte im Zusammenhang mit einer »journalistischen« Reportage von schulischen Ereignissen (Theateraufführungen, Sportfest, Projekttage) das Fotoalbum zum Bildarchiv der Schülerzeitung werden.
– Bezogen auf eine Lerngruppe sollte eines der drei zur Verfügung stehenden Alben eher als kommunikativer Platz für die »persönlichen« Bilder der Schüler reserviert bleiben, für die Fotos von Wandertagen, Party-, Klassenfahrt- und Ferienerlebnissen, für Freundes- und Familienbilder usw.
Dort hätten aber auch die Bilder Platz, die Euch aus einer anderen Lerngruppe oder Schule … erreichen.
Wechselt die Lerngruppe, bzw. ist ein Projekt beendet, könnte den Schülern rechtzeitig ein Zeitraum eingeräumt werden, in dem sie, so noch nicht geschehen, Bilder auf ihre persönlichen Computer selbst herunterladen, bzw. mit USB-Sticks vom Schulcomputer aus nach Hause tragen können. Dann werden die drei Alben gelöscht und für eine neue Gruppe eingerichtet.
Möchtest Du Fotografien bzw. Projektergebnisse längerfristig speichern, ordnen und Dir im Internet zugänglich erhalten, so kannst Du Dir auch bei http://picasaweb.google.de etliche Alben einrichten, bei einem Speicherplatz von 1GB und ebenfalls kostenlos. Schau es Dir an!
eine sehr menschliche Methode …
»Mit der Kunst
kann man sich keinen Lebensunterhalt verdienen. Sie ist
eine sehr menschliche Methode, das Leben erträglicher
zu machen. Eine Kunst auszuüben, egal, wie gut oder
schlecht, ist eine Methode, die Seele wachsen zu
lassen, verdammtnochmal. Singt unter der Dusche. Tanzt
zur Musik im Radio. Erzählt Geschichten. Schreibt
jemand Liebem ein Gedicht, gern auch ein lausiges.
Macht es so gut, wie ihr nur irgend könnt. Ihr werdet
eine Riesenbelohnung dafür kriegen. Ihr werdet etwas
geschaffen haben.«
(aus »Mann ohne Land« von Kurt Vonnegut, übersetzt von Harry Rowohlt, Pendo-Verlag, 2006)
(aus »Mann ohne Land« von Kurt Vonnegut, übersetzt von Harry Rowohlt, Pendo-Verlag, 2006)
Tag…Tag…Tag…
Ist das ein
Geräusch?.. –
Der Schluss eines Kinderreims oder eher ein Ausdruck des Verrinnens von Zeit?..
Bezogen auf die Arbeit vor dem Bildschirm, angesichts eines Ordners voller Fotografien der unterschiedlichsten Art, ist mit »Tag« bzw. dem Taggen eher ein gedanklich reflektierendes Verhalten gemeint, seinem »Schatz« eine inhaltlich ordnende Struktur zu verleihen. Du kannst einem Foto ein »Tag« zuweisen, es dürfen auch mehrere sein…, – ein Tag, das wie ein Schlüsselwort funktioniert und damit beziehst Du Dich auf eine Funktion von Sprache, sodass Dich gleichzeitig auch ein Hauch von realer Poesie umweht, wenn Du Dir die »beliebtesten Tags« des Flickr-Albums anzeigen lässt.
Mithilfe dieser Tags kannst Du also Bilder finden, die etwas gemeinsam haben – in den eigenen Fotoalben auf Deinem Computersystem aber auch weltweit in den Archiven all der Fotografen, die ihre Bilder bei Flickr eingestellt, »getagt« und freigegeben haben. Zudem weist Google auf besondere Tags hin, z.B.: »Photos from everyone tagged struktur«. Ein Klick darauf und es öffnen sich in diesem Moment Links auf 1197 Fotografien…
Auf die gedankliche Auseinandersetzung mit den sowohl formal-ästhetischen als auch inhaltlichen Gesichtspunkten und »Zusammenhängen« meiner Bilder bezogen, schimmert sie sogleich auf, –eine mögliche Grundlage einer Didaktik der digitalen Bildbearbeitung. Der Bilderfülle all dieser Entwürfe, Variationen, Serien und Phasenbilder wird nun ein bewertendes, ordnendes Handeln und auch eine universal wirkende Struktur entgegengesetzt, die dann wiederum zu vielen überraschenden und auch ermutigenden Anregungen oder Ideen führen kann. Ein Tag schließt Dir in diesem riesigen Flickr-Internet-Fotoarchiv scheinbar unendliche, vielfältige Bildräume auf und lässt Dir zuweilen auch manchen überraschenden Zusammenhng regelrecht ins Auge springen. Gleichzeitig spürst Du sie sofort, – die Anerkennung bzw. den Respekt für viele so gute Fotografien all dieser Dir doch unbekannten Menschen. Vielleicht noch etwas zaghaft beginnst Du, Dir das erste, zweite, dritte Bild als »Favoriten« auszuwählen und einen ersten anerkennenden Kommentar einzutragen. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass eine Antwort eintrifft.
Gib ein Tag ein und aktiviere die Suche!
Tag: »Otherland«
Ortskundeprüfung im »Second Life« ?
Erinnerst Du Dich an den Fantasy-Roman »Otherland« ?
Nun, ich habe ihn damals regelrecht verschlungen und ersehnte immer das Erscheinen eines weiteren Bandes, ganz gespannt darauf, wie die Geschichte um Kinder, die im »Netz« hängen geblieben bzw. verschollen waren, die Suche nach ihnen im Otherland und nicht zuletzt auch das Ausgestalten dieser so differenziert phantastisch beschriebenen virtuellen Welt fortgesetzt würde. Nun, abgesehen von aller Fantasy, Ted Williams hat es um 1998 gewissermaßen aufgeschrieben, was jetzt in diesen Tagen im »Tagesspiegel« berichtet wird, ein Fall von Spielsucht: Da leben Mutter und Sohn in Berlin zusammen in einer kleinen Wohnung, doch eigentlich »begegnen« sie sich, jeder in seinem Zimmer vor einem Rechner sitzend, nur in einer virtuellen Welt, in einem Computerspiel. In diesem Spiel hat sich jeder eine Figur, einen Avatar, »aufgebaut«, gewissermaßen als Stellvertreter des Ich in einem »Second Life«. Je länger der Spieler in diesem Spiel online ist, desto spielstärker wird die Figur, gewinnt an Kraft, Macht… – das ist die Regel. In diesem Fall bzw. Spiel ist es die Mutter. Ihr Avatar ist die am allermeisten gefürchtete Figur, der gefährlichste Gegner… Wissen die beiden eigentlich, dass sie es sind, deren Avatare sich so ineinander verbeißen? – Im realen Leben begegnen sich Mutter und Sohn selten, eigentlich so gut wie nie…
Übrigens gibt es tatsächlich das Spiel »Second Life« und der Name ist Programm. Ein Strand-Kiosk in diesem Spiel kannst Du bei Arktis.de wohl für 3,50 Euro erwerben, die Miete eines 1024 qm Grundstücks beträgt 7,90 Euro monatlich und der Dubai Tower im deutschen Teil namens Apfelland soll ab 50.000 Euro versteigert werden. Beworben wird das Ganze in etwa so: »Mehr Spaß im zweiten Leben: Second Life bringt's. Eine echte interaktive Lebenssimulation! Die virtuelle Welt von Second Life bietet eine nahezu unendliche Fülle an Chancen und Möglichkeiten! Leute kennen lernen, Clubs besuchen, neuer Traumjob, die eigene Firma gründen und nochmals von vorne anfangen: Das ist Second Life - die grenzenlose Welt voller Überraschungen und Abenteuer. Erfahren Sie alles über das Design Ihrer digitalen Persönlichkeit ("Avatar"), die angesagtesten Plätze, die unterhaltsamsten Events, die einträglichsten Jobs, den Kauf von Land…u.v.m.«
Gestern konnte man allerdings im Tagesspiegel lesen, dass die anfängliche Begeisterung für dieses Spiel sehr nachgelassen hat. Ganze Landstriche wären verweist, Avatare vergessen und mit dem Geldverdienen im Second Life ist es wohl eher schwierig. Wieso sollte es dort auch leichter sein… – und gibt es eigentlich ein Tierheim für verlassene oder ausgesetzte Avatare?
Tag: Guckkasten
Werner Nekes hat zusammengetragen und sehr differenziert beschrieben wie erfindungsreich hinsichtlich technischer Konstruktion und dekorativer Ausgestaltung die Menschen des 18. bis 20. Jh. Jahrhunderts ihre Guckkästen, Papiertheater, Schattenspielbühnen, Dioramen, Panoramen, Stereobetrachter… und schließlich auch die Abspielmaschinen für »bewegte Bilder« erschufen. Die Hamburger Ausstellung »Ich sehe was, was Du nicht siehst« ließ die ganze Faszination deutlich werden –ein zeitloses Spiel mit den faszinierten Blicken in reale, informierende aber auch in fantastische, wundersame, märchenhafte Welten. In diese Tradition reihe ich mich gern ein und erkläre unter anderem meinen iMac zum Guckkasten. So wird der Bildschirm konkret zu einer leidlich ästhetisch eingerahmten Fläche für die Darstellung von Bildern aller Art und gleichzeitig interessiert es mich, auch die dritte Dimension einzubeziehen und die Virtualität ihrer Darstellung auf dieser Bildfläche wahrzunehmen und auch zu genießen.
Doch mein Guckkasten erlaubt auch einen Blick auf die Erde…
Im Alter von acht, neun Jahren interessierte mich oft der Globus meines Vaters. Damals, 1952/53 wurde bei uns zu Hause oft über den Koreakrieg gesprochen und ich hatte während des Betrachtens der auf mich sehr zerrissen wirkenden Darstellung des Landes Korea auf der »Erdkugel« die daher leicht verständliche Vorstellung, das diese Zerrissenheit von den Bomben herrühren müsse.
Ich erinnerte mich gestern daran, als ich den Versuch unternahm, fünf Stereofotografien in der Weltkarte des Flickr-Albums im Wadi Rum Jordaniens einzufügen, eine ebenfalls sehr zerklüftete, labyrinthische Landschaft. Ich nahm zur Orientierung Google Earth zu Hilfe, »flog« über Jerusalem, Elat und Aqaba ein und es gelang nach vielem Vergleichen geografischer Gegebenheiten und auch unter Berücksichtigung einiger schon eingebundener Fotografien, genau den Ort zu finden, wo Ostern 1998 das Zelt der »Bedus« stand. Ja, ich entdeckte tatsächlich den Felsen wieder, auf dem ich so gern unter diesem unglaublich schönen Sternenhimmel der Wüstennacht mein Lager aufgeschlagen hatte. Nur, dass ich dieses Mal nach unten sah - durch meinen Guckkasten hindurch…
Doch wieder fühlte ich mich mit dieser Erde verbunden, geerdet eben.
––––––––––––––und Rolf Holunder hat einen Fan…
– sein »Gipfelfoto über der Höhle von Kamares« wurde von >cabezadegusano< den persönlichen Favoriten zugewiesen. Ich denke, es liegt nicht am Foto, sondern am Mut und dem Durchhaltevermögen Rolf Holunders, diesen Berg bestiegen zu haben, – gratuliere, Rolfi!
Nun fahren wir bald nach Schweden zu Wasser und Wald und erleben neue Abenteuer im »Ersten Leben«, dem einzigen.
Der Schluss eines Kinderreims oder eher ein Ausdruck des Verrinnens von Zeit?..
Bezogen auf die Arbeit vor dem Bildschirm, angesichts eines Ordners voller Fotografien der unterschiedlichsten Art, ist mit »Tag« bzw. dem Taggen eher ein gedanklich reflektierendes Verhalten gemeint, seinem »Schatz« eine inhaltlich ordnende Struktur zu verleihen. Du kannst einem Foto ein »Tag« zuweisen, es dürfen auch mehrere sein…, – ein Tag, das wie ein Schlüsselwort funktioniert und damit beziehst Du Dich auf eine Funktion von Sprache, sodass Dich gleichzeitig auch ein Hauch von realer Poesie umweht, wenn Du Dir die »beliebtesten Tags« des Flickr-Albums anzeigen lässt.
Mithilfe dieser Tags kannst Du also Bilder finden, die etwas gemeinsam haben – in den eigenen Fotoalben auf Deinem Computersystem aber auch weltweit in den Archiven all der Fotografen, die ihre Bilder bei Flickr eingestellt, »getagt« und freigegeben haben. Zudem weist Google auf besondere Tags hin, z.B.: »Photos from everyone tagged struktur«. Ein Klick darauf und es öffnen sich in diesem Moment Links auf 1197 Fotografien…
Auf die gedankliche Auseinandersetzung mit den sowohl formal-ästhetischen als auch inhaltlichen Gesichtspunkten und »Zusammenhängen« meiner Bilder bezogen, schimmert sie sogleich auf, –eine mögliche Grundlage einer Didaktik der digitalen Bildbearbeitung. Der Bilderfülle all dieser Entwürfe, Variationen, Serien und Phasenbilder wird nun ein bewertendes, ordnendes Handeln und auch eine universal wirkende Struktur entgegengesetzt, die dann wiederum zu vielen überraschenden und auch ermutigenden Anregungen oder Ideen führen kann. Ein Tag schließt Dir in diesem riesigen Flickr-Internet-Fotoarchiv scheinbar unendliche, vielfältige Bildräume auf und lässt Dir zuweilen auch manchen überraschenden Zusammenhng regelrecht ins Auge springen. Gleichzeitig spürst Du sie sofort, – die Anerkennung bzw. den Respekt für viele so gute Fotografien all dieser Dir doch unbekannten Menschen. Vielleicht noch etwas zaghaft beginnst Du, Dir das erste, zweite, dritte Bild als »Favoriten« auszuwählen und einen ersten anerkennenden Kommentar einzutragen. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass eine Antwort eintrifft.
Gib ein Tag ein und aktiviere die Suche!
Tag: »Otherland«
Ortskundeprüfung im »Second Life« ?
Erinnerst Du Dich an den Fantasy-Roman »Otherland« ?
Nun, ich habe ihn damals regelrecht verschlungen und ersehnte immer das Erscheinen eines weiteren Bandes, ganz gespannt darauf, wie die Geschichte um Kinder, die im »Netz« hängen geblieben bzw. verschollen waren, die Suche nach ihnen im Otherland und nicht zuletzt auch das Ausgestalten dieser so differenziert phantastisch beschriebenen virtuellen Welt fortgesetzt würde. Nun, abgesehen von aller Fantasy, Ted Williams hat es um 1998 gewissermaßen aufgeschrieben, was jetzt in diesen Tagen im »Tagesspiegel« berichtet wird, ein Fall von Spielsucht: Da leben Mutter und Sohn in Berlin zusammen in einer kleinen Wohnung, doch eigentlich »begegnen« sie sich, jeder in seinem Zimmer vor einem Rechner sitzend, nur in einer virtuellen Welt, in einem Computerspiel. In diesem Spiel hat sich jeder eine Figur, einen Avatar, »aufgebaut«, gewissermaßen als Stellvertreter des Ich in einem »Second Life«. Je länger der Spieler in diesem Spiel online ist, desto spielstärker wird die Figur, gewinnt an Kraft, Macht… – das ist die Regel. In diesem Fall bzw. Spiel ist es die Mutter. Ihr Avatar ist die am allermeisten gefürchtete Figur, der gefährlichste Gegner… Wissen die beiden eigentlich, dass sie es sind, deren Avatare sich so ineinander verbeißen? – Im realen Leben begegnen sich Mutter und Sohn selten, eigentlich so gut wie nie…
Übrigens gibt es tatsächlich das Spiel »Second Life« und der Name ist Programm. Ein Strand-Kiosk in diesem Spiel kannst Du bei Arktis.de wohl für 3,50 Euro erwerben, die Miete eines 1024 qm Grundstücks beträgt 7,90 Euro monatlich und der Dubai Tower im deutschen Teil namens Apfelland soll ab 50.000 Euro versteigert werden. Beworben wird das Ganze in etwa so: »Mehr Spaß im zweiten Leben: Second Life bringt's. Eine echte interaktive Lebenssimulation! Die virtuelle Welt von Second Life bietet eine nahezu unendliche Fülle an Chancen und Möglichkeiten! Leute kennen lernen, Clubs besuchen, neuer Traumjob, die eigene Firma gründen und nochmals von vorne anfangen: Das ist Second Life - die grenzenlose Welt voller Überraschungen und Abenteuer. Erfahren Sie alles über das Design Ihrer digitalen Persönlichkeit ("Avatar"), die angesagtesten Plätze, die unterhaltsamsten Events, die einträglichsten Jobs, den Kauf von Land…u.v.m.«
Gestern konnte man allerdings im Tagesspiegel lesen, dass die anfängliche Begeisterung für dieses Spiel sehr nachgelassen hat. Ganze Landstriche wären verweist, Avatare vergessen und mit dem Geldverdienen im Second Life ist es wohl eher schwierig. Wieso sollte es dort auch leichter sein… – und gibt es eigentlich ein Tierheim für verlassene oder ausgesetzte Avatare?
Tag: Guckkasten
Werner Nekes hat zusammengetragen und sehr differenziert beschrieben wie erfindungsreich hinsichtlich technischer Konstruktion und dekorativer Ausgestaltung die Menschen des 18. bis 20. Jh. Jahrhunderts ihre Guckkästen, Papiertheater, Schattenspielbühnen, Dioramen, Panoramen, Stereobetrachter… und schließlich auch die Abspielmaschinen für »bewegte Bilder« erschufen. Die Hamburger Ausstellung »Ich sehe was, was Du nicht siehst« ließ die ganze Faszination deutlich werden –ein zeitloses Spiel mit den faszinierten Blicken in reale, informierende aber auch in fantastische, wundersame, märchenhafte Welten. In diese Tradition reihe ich mich gern ein und erkläre unter anderem meinen iMac zum Guckkasten. So wird der Bildschirm konkret zu einer leidlich ästhetisch eingerahmten Fläche für die Darstellung von Bildern aller Art und gleichzeitig interessiert es mich, auch die dritte Dimension einzubeziehen und die Virtualität ihrer Darstellung auf dieser Bildfläche wahrzunehmen und auch zu genießen.
Doch mein Guckkasten erlaubt auch einen Blick auf die Erde…
Im Alter von acht, neun Jahren interessierte mich oft der Globus meines Vaters. Damals, 1952/53 wurde bei uns zu Hause oft über den Koreakrieg gesprochen und ich hatte während des Betrachtens der auf mich sehr zerrissen wirkenden Darstellung des Landes Korea auf der »Erdkugel« die daher leicht verständliche Vorstellung, das diese Zerrissenheit von den Bomben herrühren müsse.
Ich erinnerte mich gestern daran, als ich den Versuch unternahm, fünf Stereofotografien in der Weltkarte des Flickr-Albums im Wadi Rum Jordaniens einzufügen, eine ebenfalls sehr zerklüftete, labyrinthische Landschaft. Ich nahm zur Orientierung Google Earth zu Hilfe, »flog« über Jerusalem, Elat und Aqaba ein und es gelang nach vielem Vergleichen geografischer Gegebenheiten und auch unter Berücksichtigung einiger schon eingebundener Fotografien, genau den Ort zu finden, wo Ostern 1998 das Zelt der »Bedus« stand. Ja, ich entdeckte tatsächlich den Felsen wieder, auf dem ich so gern unter diesem unglaublich schönen Sternenhimmel der Wüstennacht mein Lager aufgeschlagen hatte. Nur, dass ich dieses Mal nach unten sah - durch meinen Guckkasten hindurch…
Doch wieder fühlte ich mich mit dieser Erde verbunden, geerdet eben.
––––––––––––––und Rolf Holunder hat einen Fan…
– sein »Gipfelfoto über der Höhle von Kamares« wurde von >cabezadegusano< den persönlichen Favoriten zugewiesen. Ich denke, es liegt nicht am Foto, sondern am Mut und dem Durchhaltevermögen Rolf Holunders, diesen Berg bestiegen zu haben, – gratuliere, Rolfi!
Nun fahren wir bald nach Schweden zu Wasser und Wald und erleben neue Abenteuer im »Ersten Leben«, dem einzigen.
Ein »Tag« für Rolf Holunder…
wanted! – moonshinegang
So ungefähr zwanzig Jahre mag es her sein, als ich mit einem Freund einmal das Zusammenleben mit einem Kuscheltier diskutierte. Wir waren damals so um die Vierzig und noch ganz ernsthaft und eifrig dabei, die Beziehungen zu unseren Partnerinnen pflegen, gestalten - auch genießen zu wollen, entdeckten Humor und Imagination – und eben auch »Pu den Bären«. Die Übersetzung von Harry Rowohlt ist schlicht umwerfend, ebenso sein Vorlesen und wenn Dir jemand im Zug gegenübersitzt, eigentlich schon erwachsen, doch ebenfalls die allgegenwärtigen Hörer im Ohr, weiß verkabelt und den iPod im Schoß, still vor sich hin kichernd, dann darfst Du durchaus vermuten, dass er gerade Pu dem Bären zuhört, oder dem Frkl oder gar der ganzen Geschichte, wie IAah seinen Geburtstag erlebt…
H. erzählte mir damals von einem mit ihm befreundeten Paar, das zuweilen, in Krisensituationen und dann wohl beim Frühstück, einer Puppe als einer Dritten im Bunde gegenübersitzt. Ja, und diese Puppe redet, diskutiert, überlegt nun alles mit, ergreift Partei, ist aber auch fair in der Auseinandersetzung und häufig unendlich komisch. Natürlich klärt sie so manche Missverständnisse auf, übersetzt dem einen oder anderen geduldig die Meinung des Partners mit liebevollen Worten, - man unterbricht ihre Sätze ungern…
Noch Fragen?..
Also lebe ich mit Rolf Holunder zusammen. Und das Schönste ist, er hat auch »Pu der Bär« gelesen und verschwindet immer wieder einmal im Hundert-Morgen-Wald… So sind wir uns über Beobachtungen und Einschätzungen der Welt um uns herum grundsätzlich einig.
Imagination.
Es folgt ein Einschub:
»Neulich wurde von mir die inzwischen verbreitete Tätigkeit verlangt, auf dem Flughafen bei der Sicherheitskontrolle die Schuhe auszuziehen. Als ich meine Schuhe in dieser Schale hinterlegte, durchzuckte mich eine Ahnung äußerster Absurdität. Ich muss die Schuhe ausziehen und röntgen lassen, weil irgendein Typ versucht hat, eine Linienmaschine mit seinen Turnschuhen in die Luft zu sprengen. Und ich dachte: Ich komme mir vor wie in einer Welt, die sich nicht einmal Kurt Vonnegut hätte ausdenken können. (…) (Wenn jemand Explosivhosen erfindet, sitzen wir nämlich wirklich in der Tinte.)«
(aus »Mann ohne Land« von Kurt Vonnegut, übersetzt von Harry Rowohlt, Pendo-Verlag, 2006)
Vor gar nicht so langer Zeit fiel mir ein Zeitungsartikel in die Hände, in dem in sehr launiger Art und Weise davon berichtet wurde, dass es wohl doch etliche erwachsene Menschen um uns herum gäbe, die mit ihrem Kuscheltier im Gepäck verreisen. Beziehe ich nun diese Information auf die zunehmenden Sicherheitskontrollen auf jedem Flugplatz, die etliche Autoren inzwischen in eine Zukunft hochrechnen, in der wir wohl bald alle nackt fliegen müssen, so vermute ich, dass nun offensichtlich so mancher, sehr seriös wirkende Zeitgenosse ganz öffentlich als Kuscheltierliebhaber in Erscheinung treten muss. Pu der Bär würde dies symphatisch finden und ein »Gesumm« anstimmen, während Asterix wohl ausrufen würde: »Die spinnen, die Europäer!« Ich sehe das gelassen, denn nun mal im Ernst, würdest Du an meiner Stelle »Rolf Holunder« in den Koffer legen bzw. im Reisegepäck »aufgeben«. Nein, natürlich nicht! Er wird nicht aufgegeben und kuschelt sich in meinem Hand-Gepäck-Rucksack neben die Kamera. Es ist ein wenig hart, doch schön dunkel und das liebt er.
Rolf Holunder ist ein Maulwurf.
Du willst mehr von ihm wissen? Nun, ich habe leichtsinnigerweise „Rolf Holunder” in Googles Suchfenster eingetragen und musste eine Überraschung erleben. Mein Kuscheltier enpuppte sich als Mitglied der Moonshinegang von Sigikid, nachtaktiv (stimmt), ein Schlenkertier (was auch immer das ist), sitzt (sehr schön), 20 cm groß (stimmt), Handwäsche bei 40 Grad (ist mal wieder fällig, von allein kommt er nicht darauf) … – so der Steckbrief im Internet.
»Oh, Rolf, was machst Du eigentlich des Nachts?«, fragte ich einigermaßen entsetzt, denn schon meine Suchanfrage bei Google nach einem Mitglied einer nachtaktiven Moonshinegang würde sicherlich in der Anti-Terror-Datenbank gespeichert, bestenfalls nur im deutschen Innenministerium. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Also hüte Dich, Papa eines Kuscheltieres!
Doch auf dem Euro-Airport Basel-Mulhouse, sollte noch einmal alles gut ausgehen, wenn auch Rolf Holunder seinen großen öffentlichen Auftritt hatte, inmitten der Sicherheitskontrolle, von einem leichten Erschrecken begleitet. Er war noch ganz verschlafen. Es war schließlich Tag.
Der Euro-Airport macht seinem Namen alle Ehre. Wir fuhren mit dem Zubringerbus am Freiburger Hauptbahnhof los, also in Deutschland, kommen auf dem französchischen Teil des Flughafens an, gehen einen schmalen Gang entlang, zeigen kurz den Ausweis und sind in der Schweiz um schließlich mit Easy Jet nach Berlin, Deutschland, zu fliegen. Irgendwie genial, oder? – Das ganze für den Preis von sechs Kinokarten hin und zurück, einschließlich Rolf Holunder. Nun ja, er hatte seinen Freund Lukas, den unheimlich schönen Kater meiner Tochter besucht und träumte nun in meinem Rucksack so vor sich hin, während ich mich der Schweizer Sicherheitskontrolle näherte. Von einem Flug in die USA, zusammen mit Rolf Holunder, hatte ich mich schon innerlich verabschiedet; ein Mitglied der Moonshinegang, –dann noch 72 Stunden vorher anzumelden, meine auffällige Suchanfrage bei Google und ich selbst ein Typ, der schon einmal illegal über eine Grenze gegangen ist (was zählt heute noch der kalte Krieg, wir befinden uns im Anti-Terror-Kampf, einem heißen!), das wird wohl schief gehen …
Das Problem war nun nicht etwa Rolf, sondern mein zugegeben etwas ungewöhnlich geformter, in seiner Funktion aber genialer Karabinerhaken aus dem dänischen Seglerbedarf, mit dem ich immer mein ledernes Geld-und Ausweistäschchen an den Gürtelschlaufen sichere. Ich hatte schlicht vergessen, es aus dem Rucksack zu nehmen, und dieses kleine metallene Teil war in der Schweiz offensichtlich unbekannt. Das so interessant grün-grau-gelb-ockerfarbene Bild meines Rucksacks und seines nun sichtbaren Inhalts blieb schon auffällig lange auf dem Monitor der Durchleuchtungsanlage stehen –(und Rolf schien gesund zu sein), während ich schon die Wanderschuhe ausziehen und den Hosengürtel öffnen musste …
Früher, in den 70iger, 80iger Jahren hatten wir uns über solche und ähnliche Prozeduren in Helmstedt/Marienborn oder Drewitz/Dreilinden völlig lustig gemacht oder uns mit Recht tief empört, doch wie gesagt – was zählt schon…
So verändert sich die Welt, mehr und mehr… doch wohin? …
Mein Rucksack wurde ausgepackt und so stand der Sicherheitsbeamte mit völlig ausdrucksloser Miene am Band der Apparatur, in der rechten Hand mein Geldtäschchen, den Karabinerhaken seinem Kollegen am Bildschirm zeigend, in der linken Hand, fast noch höher gehalten – Rolf Holunder. Ich musste lächeln und mein Maulwurf, mein kleiner nachtaktiver Gangster, war mir dankbar dafür. Es beruhigte ihn.
Imagination und Ortskundeprüfung
von Bildergalerien & Fotoalben
Hello again,
mit diesem Gruß aus den Anfängen des Apple Macintosh beginne ich heute meinen Eintrag, der sich vor allem an meine Kolleginnen und Kollegen aus dem Fachbereich »Bildende Kunst« richtet. Er soll gewissermaßen auch als Anstoß und Ermutigung dienen:
Meine Homepage ist jetzt vorerst fertig und in ihrer Struktur wohl überschaubar und zu mir passend. Gewissermaßen entspricht sie meinem Zuhause, führt die kleinen Galerien an meinen Wänden fort bzw. erweitert die Tischflächen meines Arbeitsplatzes - und was steht da nicht alles herum! Meine kleine Wohnung wird somit ein wenig größer -und… bist Du jetzt nicht gerade mein virtueller Gast. Ob Du mir wohl eine Mail schreibst?..
Es ist eine interessante Erfahrung, eine solche Homepage einzurichten und sie als eine Kommunikations- »Ebene« zu begreifen und ihr immer mehr Struktur zu verleihen. Der Prozess ähnelt dem künstlerischen Collagieren und Montieren, wobei ich gleichzeitig dem entsprechenden »Material« begegne und auch oft von ihm überrascht werde. Wenn Du auf einige meiner eingefügten Links klickst und Dich eventuell dann sogar noch weiterführen lässt, wirst Du mich vielleicht verstehen, zumal wenn Du mich persönlich kennst. Ich selbst habe etliche sehr interessante Entdeckungen gemacht und Lust bekommen, nun auch so manche Stereografie der Wikipedia zu schenken, Panoramabilder meiner Reisen in virtuelle Weltkarten einzufügen, in meinem Blog den einen oder anderen Gedanken, die eine oder andere Geschichte aufzuschreiben - so verändert sich tatsächlich die Welt, zumindest die Wahrnehmung von ihr und das Nachdenken über sie - Site für Site. Die Kamera wird mich wieder häufiger begleiten und wie schon gesagt: Wer wohl antworten wird und welche Bilder ich noch entdecken werde?..
Es ist übrigens leicht und sehr faszinierend, Fotografien, Grafiken, Schülerarbeiten… bei Google - Picasa bzw. bei Flickr einzustellen. Das ist allemal besser und befriedigender als ewig auf die Gestaltung oder Aktualisierung der Schul-Homepage zu warten. Wäre ich noch Klassenlehrer, hätte ich jetzt eine virtuelle Plattform für meine Klasse oder zumindest eine »Galerie« im Internet. -Gut, eine gewisse Einarbeitungszeit braucht es schon, sich durch all die Steuerungen der Zugangsmöglichkeiten und -rechte durchzuklicken, Alben anzulegen, Reihenfolgen der Darstellung auszuwählen, Beschriftungen vorzunehmen. Der Anspruch an Sinn und Perfektion steigt sehr schnell, zumal ich mir dann oft die Frage stelle: Wer sieht sich das alles an? Kann man dieses Bild zeigen?.. Nun habe ich meine ersten zwei Alben vorerst für »privat« erklärt und nur meine Freunde eingeladen, sie anzusehen. Der nächste Schritt wird sein, einige Bilder sehr bewusst auszuwählen und sie »in die Welt zu entlassen« –
I’ll soon back… - mit meinem Mac…
http://picasaweb.google.de
http://picasaweb.google.com/khnemo (Meine Galerie)
http://www.flickr.com/
mit diesem Gruß aus den Anfängen des Apple Macintosh beginne ich heute meinen Eintrag, der sich vor allem an meine Kolleginnen und Kollegen aus dem Fachbereich »Bildende Kunst« richtet. Er soll gewissermaßen auch als Anstoß und Ermutigung dienen:
Meine Homepage ist jetzt vorerst fertig und in ihrer Struktur wohl überschaubar und zu mir passend. Gewissermaßen entspricht sie meinem Zuhause, führt die kleinen Galerien an meinen Wänden fort bzw. erweitert die Tischflächen meines Arbeitsplatzes - und was steht da nicht alles herum! Meine kleine Wohnung wird somit ein wenig größer -und… bist Du jetzt nicht gerade mein virtueller Gast. Ob Du mir wohl eine Mail schreibst?..
Es ist eine interessante Erfahrung, eine solche Homepage einzurichten und sie als eine Kommunikations- »Ebene« zu begreifen und ihr immer mehr Struktur zu verleihen. Der Prozess ähnelt dem künstlerischen Collagieren und Montieren, wobei ich gleichzeitig dem entsprechenden »Material« begegne und auch oft von ihm überrascht werde. Wenn Du auf einige meiner eingefügten Links klickst und Dich eventuell dann sogar noch weiterführen lässt, wirst Du mich vielleicht verstehen, zumal wenn Du mich persönlich kennst. Ich selbst habe etliche sehr interessante Entdeckungen gemacht und Lust bekommen, nun auch so manche Stereografie der Wikipedia zu schenken, Panoramabilder meiner Reisen in virtuelle Weltkarten einzufügen, in meinem Blog den einen oder anderen Gedanken, die eine oder andere Geschichte aufzuschreiben - so verändert sich tatsächlich die Welt, zumindest die Wahrnehmung von ihr und das Nachdenken über sie - Site für Site. Die Kamera wird mich wieder häufiger begleiten und wie schon gesagt: Wer wohl antworten wird und welche Bilder ich noch entdecken werde?..
Es ist übrigens leicht und sehr faszinierend, Fotografien, Grafiken, Schülerarbeiten… bei Google - Picasa bzw. bei Flickr einzustellen. Das ist allemal besser und befriedigender als ewig auf die Gestaltung oder Aktualisierung der Schul-Homepage zu warten. Wäre ich noch Klassenlehrer, hätte ich jetzt eine virtuelle Plattform für meine Klasse oder zumindest eine »Galerie« im Internet. -Gut, eine gewisse Einarbeitungszeit braucht es schon, sich durch all die Steuerungen der Zugangsmöglichkeiten und -rechte durchzuklicken, Alben anzulegen, Reihenfolgen der Darstellung auszuwählen, Beschriftungen vorzunehmen. Der Anspruch an Sinn und Perfektion steigt sehr schnell, zumal ich mir dann oft die Frage stelle: Wer sieht sich das alles an? Kann man dieses Bild zeigen?.. Nun habe ich meine ersten zwei Alben vorerst für »privat« erklärt und nur meine Freunde eingeladen, sie anzusehen. Der nächste Schritt wird sein, einige Bilder sehr bewusst auszuwählen und sie »in die Welt zu entlassen« –
I’ll soon back… - mit meinem Mac…
http://picasaweb.google.de
http://picasaweb.google.com/khnemo (Meine Galerie)
http://www.flickr.com/
Desiderata
25Juli07 Abgelegt in:Persönliches
–aus der alten St.Paulus-Kirche, Baltimore, 1692
Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen ruhig zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte. Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du. Freue dich deiner Leistungen wie auch deiner Pläne. Bleibe weiter an deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden auch immer. Er ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber nichts soll dich blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voll Heldentum.
Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung, noch sei zynisch, was die Liebe betrifft: denn auch im Augenblick aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie Gras. Ertrage freundlich gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber erschöpfe dich nicht mit Phantasien. Viele Ängste kommen aus Ermüdung und Einsamkeit. Neben einer heilsamen Selbstdisziplin sei freundlich mit dir selbst.
Du bist Kind Gottes genauso wie die Bäume und die Sterne; du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es dir bewusst ist oder nicht, es besteht kein Zweifel, das Universum entfaltet sich wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du auch immer von ihm hast.
Was auch immer deine Arbeit und dein Sehnen ist, erhalte dir den Frieden mit deiner Seele in der lärmenden Wirrnis des Lebens. Mit all der Schande, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt. Strebe behutsam danach, glücklich zu sein.
Meine erste Notiz
Hallo!
–Zu meinem Thema »Ortskundeprüfungen« wirst Du an dieser Stelle in gewissen Abständen Einträge vorfinden. Zuerst ist es mir nur wichtig für meine Homepage eine sowohl inhaltliche, als auch formale Struktur zu finden.
Inhaltlich beginne ich mit Bildern, Fotografien bzw. fotografischen Techniken, die mich schon immer beschäftigt haben. Hauptsächlich ist es hier die Stereoskopie, zumal es die digitale Bildbearbeitung am Computer im Programm -Photoshop- ermöglicht, auch 3D-Anaglyphen darzustellen und auszudrucken, s.a. mein erster Lehrgang.
Formal hilft mir jetzt aktuell das Programm -RapidWeaver 3.6 für Mac- dieser Homepage ein klares, doch auch ansprechendes Aussehen zu verleihen. Ich lerne und übe allerdings noch und so wird sich die Struktur ab und zu verändern, zumal ich den doch geringen Speicherplatz von 10 MB bei Versatel berücksichtigen muss.
Gleichzeitig bin ich selbst gespannt, wohin das Gestalten und Schreiben hier noch führen werden, stelle ich doch jetzt schon fest, dass sich in meiner bisherigen Arbeit an dieser Homepage eine gewisse Verspieltheit auf der einen Seite und Ernsthaftigkeit sowie ästhetisches Bemühen auf der anderen Seite ganz interessant zu vermischen scheinen.
Schließlich stellt sich auch die Frage: Wie stelle ich mich selbst dar?
–Zu meinem Thema »Ortskundeprüfungen« wirst Du an dieser Stelle in gewissen Abständen Einträge vorfinden. Zuerst ist es mir nur wichtig für meine Homepage eine sowohl inhaltliche, als auch formale Struktur zu finden.
Inhaltlich beginne ich mit Bildern, Fotografien bzw. fotografischen Techniken, die mich schon immer beschäftigt haben. Hauptsächlich ist es hier die Stereoskopie, zumal es die digitale Bildbearbeitung am Computer im Programm -Photoshop- ermöglicht, auch 3D-Anaglyphen darzustellen und auszudrucken, s.a. mein erster Lehrgang.
Formal hilft mir jetzt aktuell das Programm -RapidWeaver 3.6 für Mac- dieser Homepage ein klares, doch auch ansprechendes Aussehen zu verleihen. Ich lerne und übe allerdings noch und so wird sich die Struktur ab und zu verändern, zumal ich den doch geringen Speicherplatz von 10 MB bei Versatel berücksichtigen muss.
Gleichzeitig bin ich selbst gespannt, wohin das Gestalten und Schreiben hier noch führen werden, stelle ich doch jetzt schon fest, dass sich in meiner bisherigen Arbeit an dieser Homepage eine gewisse Verspieltheit auf der einen Seite und Ernsthaftigkeit sowie ästhetisches Bemühen auf der anderen Seite ganz interessant zu vermischen scheinen.
Schließlich stellt sich auch die Frage: Wie stelle ich mich selbst dar?