Resümee
Von Blogs und Tags und einem Avatar
Neulich bekam ich eine
persönliche Mail von einem Blogfreund, der mir auf
einen Eintrag antwortete und u.a. erzählte, dass er,
wenn er auf der Straße mit seinem Nick-Name bzw.
User-Name gerufen würde, er sich umdrehen würde, so
ganz selbstverständlich …
Also mir ginge es genauso. –
So schreibe ich also unter meinem User-Namen »khnemo«.
Seit 1998 ist dies gewissermaßen mein Avatar. Ich bin der Chef, ich baue ihn auf, forme durch all meine Einträge seinen Charakter. Die Tags werden bewusst gesetzt, bilden Kategorien seines Denkens, formulieren zusammenfassend das Wesentliche seiner Einträge. Also eine klare Bewegung von außen nach innen, von der Tastatur hinein ins Netz?
Nein, das ist nicht die ganze Wahrheit!
Mein Avatar erzieht auch mich, er will sich nämlich schlicht nicht blamieren,
er w i l l freundlich sein in dieser virtuellen Welt, auch höflich, es so gut machen, wie er nur kann.
Also entwickle ich für ihn ein aufgefrischtes Fehlerbewusstsein, lese im Deutschlandpuls, benutze wieder Duden, Fremdwörterbuch, immer häufiger die Wikipedia, die Encarta, diverse Suchmaschinen, Google Earth, LEO, das hervorragende englisch-deutsche Wörterbuch usw. Und es passiert etwas ganz eigenartiges: Durch das Formulieren so unterschiedlicher Kommentartexte, zeitweilig auch in schneller Folge, durch die eine oder andere auch schwierige Fragestellung, die eine oder andere auch verwirrende Spur, die es zu verfolgen gilt, wächst auch meine kommunikative Kompetenz in der realen Welt, dank meinem Avatar.
Hallo, Ihr Lehrer, seht ihr darin nicht auch Chancen? …
Tag: Mediendidaktik, Medienkritik
- gewidmet zwei Menschen bei Blog.de, Marina & Slash und ihren Einträgen voller Ernsthaftigkeit, Selbstreflektion, Fairnis und sprachlich gestalteten Überraschungen, die ich auf eine Art wahrnehme und auch genieße, wie ich es auch zuweilen bei der Betrachtung eines Bildes empfinde.
Mein Gruß gilt nun auch Dir, Du hast bis zu dieser Stelle gelesen …
khnemo
Weblog: http://khnemo.wordpress.com/
Also mir ginge es genauso. –
So schreibe ich also unter meinem User-Namen »khnemo«.
Seit 1998 ist dies gewissermaßen mein Avatar. Ich bin der Chef, ich baue ihn auf, forme durch all meine Einträge seinen Charakter. Die Tags werden bewusst gesetzt, bilden Kategorien seines Denkens, formulieren zusammenfassend das Wesentliche seiner Einträge. Also eine klare Bewegung von außen nach innen, von der Tastatur hinein ins Netz?
Nein, das ist nicht die ganze Wahrheit!
Mein Avatar erzieht auch mich, er will sich nämlich schlicht nicht blamieren,
er w i l l freundlich sein in dieser virtuellen Welt, auch höflich, es so gut machen, wie er nur kann.
Also entwickle ich für ihn ein aufgefrischtes Fehlerbewusstsein, lese im Deutschlandpuls, benutze wieder Duden, Fremdwörterbuch, immer häufiger die Wikipedia, die Encarta, diverse Suchmaschinen, Google Earth, LEO, das hervorragende englisch-deutsche Wörterbuch usw. Und es passiert etwas ganz eigenartiges: Durch das Formulieren so unterschiedlicher Kommentartexte, zeitweilig auch in schneller Folge, durch die eine oder andere auch schwierige Fragestellung, die eine oder andere auch verwirrende Spur, die es zu verfolgen gilt, wächst auch meine kommunikative Kompetenz in der realen Welt, dank meinem Avatar.
Hallo, Ihr Lehrer, seht ihr darin nicht auch Chancen? …
Tag: Mediendidaktik, Medienkritik
- gewidmet zwei Menschen bei Blog.de, Marina & Slash und ihren Einträgen voller Ernsthaftigkeit, Selbstreflektion, Fairnis und sprachlich gestalteten Überraschungen, die ich auf eine Art wahrnehme und auch genieße, wie ich es auch zuweilen bei der Betrachtung eines Bildes empfinde.
Mein Gruß gilt nun auch Dir, Du hast bis zu dieser Stelle gelesen …
khnemo
Weblog: http://khnemo.wordpress.com/
Resümee 1
Mir wird nun klar, dass ich inzwischen wohl auch über einen Avatar verfüge, oder ist er eher ich? Es fing im Herbst 1998 mit meiner ersten Mailanschrift an und ich habe ihn mehr und mehr »aufgebaut«, ihn in die Homepage eingebracht, und in die Fotoalbenaccounts. Er bekam durch meine Texte und Fotografien einen Charakter, – oder ist es doch umgekehrt? Wie dem auch sei, ich gebe ihn nicht auf, verlasse ihn nicht.
!Xabbu:
»Wer neben dem Wasserloch lebt, träumt nicht von Durst«
(in »Otherland« Band 1 - »Stadt der goldenen Schatten« von Tad Williams)