Didaktik
Blog-Nachrichten
28Februar08
In meinem Blog [ http://khnemo.wordpress.com/ ] habe
ich nun unter Pages eine Seite »betrifft BK«
eingefügt. In unregelmäßiger Reihenfolge, doch
vorerst zwei bis dreimal im Monat, erscheinen hier
Links und Ergänzungen zu Einträgen, Unterrichtsideen,
Schülerarbeiten … – die das Fach »Bildende Kunst«
betreffen.
Eine weitere Seite hält jetzt eingeordnete Phasenbilder eines ganzen Lehrgangs als »Hilfen für das Gestalten eines Blogs bei Wordpress« im PDF-Format zum Download bereit.
Einen generellen Link [ http://rolfholunder.wordpress.com/ ] füge ich gleich hier an dieser Stelle noch ein: Es ist der Blog von »Rolf Holunder«, ein Blog, den Du in seiner Art auch zusammen mit Kindern bzw. Schülern gestalten könntest. Ursprünglich stellte er nur einen »Lernblog« dar, um meine Tochter per »Fernunterricht« bei der Einrichtung ihres eigenen Blogs zu unterstützen. Doch nun, da er so gut funktioniert und einen gewissen Liebreiz ausstrahlt, … (ich bin nun einmal Fan von Pu dem Bären) … – entsteht auch allmählich ein gewisses inhaltliches und gestalterisches Konzept …
Die Landesanstalt für Medien - Nordrhein-Westfalen [ http://www.lfm-nrw.de/ ] stellt einen Ratgeber »Neue Medien Band 5« der Deutschen Medienakademie Köln zur Verfügung. Unter dem Titel »"Weblogs, Podcasts & Co" - Eine Broschüre für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz« kann man sich den Text sowohl in einer Bildschirm (72 dpi)- als auch in Druckauflösung (300 dpi) herunterladen. [ http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444 ]
Besonders Eltern, Lehrer und Erzieher finden bei »Klicksafe.de« alle wichtigen Informationen zu diesem Thema. Der Name ist Programm.
[ http://www.klicksafe.de ] .
Hier noch einmal die Links:
http://www.lfm-nrw.de/
http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444
http://www.klicksafe.de
http://khnemo.wordpress.com/
http://rolfholunder.wordpress.com/
Eine weitere Seite hält jetzt eingeordnete Phasenbilder eines ganzen Lehrgangs als »Hilfen für das Gestalten eines Blogs bei Wordpress« im PDF-Format zum Download bereit.
Einen generellen Link [ http://rolfholunder.wordpress.com/ ] füge ich gleich hier an dieser Stelle noch ein: Es ist der Blog von »Rolf Holunder«, ein Blog, den Du in seiner Art auch zusammen mit Kindern bzw. Schülern gestalten könntest. Ursprünglich stellte er nur einen »Lernblog« dar, um meine Tochter per »Fernunterricht« bei der Einrichtung ihres eigenen Blogs zu unterstützen. Doch nun, da er so gut funktioniert und einen gewissen Liebreiz ausstrahlt, … (ich bin nun einmal Fan von Pu dem Bären) … – entsteht auch allmählich ein gewisses inhaltliches und gestalterisches Konzept …
Die Landesanstalt für Medien - Nordrhein-Westfalen [ http://www.lfm-nrw.de/ ] stellt einen Ratgeber »Neue Medien Band 5« der Deutschen Medienakademie Köln zur Verfügung. Unter dem Titel »"Weblogs, Podcasts & Co" - Eine Broschüre für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz« kann man sich den Text sowohl in einer Bildschirm (72 dpi)- als auch in Druckauflösung (300 dpi) herunterladen. [ http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444 ]
Besonders Eltern, Lehrer und Erzieher finden bei »Klicksafe.de« alle wichtigen Informationen zu diesem Thema. Der Name ist Programm.
[ http://www.klicksafe.de ] .
Hier noch einmal die Links:
http://www.lfm-nrw.de/
http://www.lfm-nrw.de/presse/index.php3?id=444
http://www.klicksafe.de
http://khnemo.wordpress.com/
http://rolfholunder.wordpress.com/
Von Blogs und Tags und einem Avatar
22November07
Neulich bekam ich eine
persönliche Mail von einem Blogfreund, der mir auf
einen Eintrag antwortete und u.a. erzählte, dass er,
wenn er auf der Straße mit seinem Nick-Name bzw.
User-Name gerufen würde, er sich umdrehen würde, so
ganz selbstverständlich …
Also mir ginge es genauso. –
So schreibe ich also unter meinem User-Namen »khnemo«.
Seit 1998 ist dies gewissermaßen mein Avatar. Ich bin der Chef, ich baue ihn auf, forme durch all meine Einträge seinen Charakter. Die Tags werden bewusst gesetzt, bilden Kategorien seines Denkens, formulieren zusammenfassend das Wesentliche seiner Einträge. Also eine klare Bewegung von außen nach innen, von der Tastatur hinein ins Netz?
Nein, das ist nicht die ganze Wahrheit!
Mein Avatar erzieht auch mich, er will sich nämlich schlicht nicht blamieren,
er w i l l freundlich sein in dieser virtuellen Welt, auch höflich, es so gut machen, wie er nur kann.
Also entwickle ich für ihn ein aufgefrischtes Fehlerbewusstsein, lese im Deutschlandpuls, benutze wieder Duden, Fremdwörterbuch, immer häufiger die Wikipedia, die Encarta, diverse Suchmaschinen, Google Earth, LEO, das hervorragende englisch-deutsche Wörterbuch usw. Und es passiert etwas ganz eigenartiges: Durch das Formulieren so unterschiedlicher Kommentartexte, zeitweilig auch in schneller Folge, durch die eine oder andere auch schwierige Fragestellung, die eine oder andere auch verwirrende Spur, die es zu verfolgen gilt, wächst auch meine kommunikative Kompetenz in der realen Welt, dank meinem Avatar.
Hallo, Ihr Lehrer, seht ihr darin nicht auch Chancen? …
Tag: Mediendidaktik, Medienkritik
- gewidmet zwei Menschen bei Blog.de, Marina & Slash und ihren Einträgen voller Ernsthaftigkeit, Selbstreflektion, Fairnis und sprachlich gestalteten Überraschungen, die ich auf eine Art wahrnehme und auch genieße, wie ich es auch zuweilen bei der Betrachtung eines Bildes empfinde.
Mein Gruß gilt nun auch Dir, Du hast bis zu dieser Stelle gelesen …
khnemo
Weblog: http://khnemo.wordpress.com/
Also mir ginge es genauso. –
So schreibe ich also unter meinem User-Namen »khnemo«.
Seit 1998 ist dies gewissermaßen mein Avatar. Ich bin der Chef, ich baue ihn auf, forme durch all meine Einträge seinen Charakter. Die Tags werden bewusst gesetzt, bilden Kategorien seines Denkens, formulieren zusammenfassend das Wesentliche seiner Einträge. Also eine klare Bewegung von außen nach innen, von der Tastatur hinein ins Netz?
Nein, das ist nicht die ganze Wahrheit!
Mein Avatar erzieht auch mich, er will sich nämlich schlicht nicht blamieren,
er w i l l freundlich sein in dieser virtuellen Welt, auch höflich, es so gut machen, wie er nur kann.
Also entwickle ich für ihn ein aufgefrischtes Fehlerbewusstsein, lese im Deutschlandpuls, benutze wieder Duden, Fremdwörterbuch, immer häufiger die Wikipedia, die Encarta, diverse Suchmaschinen, Google Earth, LEO, das hervorragende englisch-deutsche Wörterbuch usw. Und es passiert etwas ganz eigenartiges: Durch das Formulieren so unterschiedlicher Kommentartexte, zeitweilig auch in schneller Folge, durch die eine oder andere auch schwierige Fragestellung, die eine oder andere auch verwirrende Spur, die es zu verfolgen gilt, wächst auch meine kommunikative Kompetenz in der realen Welt, dank meinem Avatar.
Hallo, Ihr Lehrer, seht ihr darin nicht auch Chancen? …
Tag: Mediendidaktik, Medienkritik
- gewidmet zwei Menschen bei Blog.de, Marina & Slash und ihren Einträgen voller Ernsthaftigkeit, Selbstreflektion, Fairnis und sprachlich gestalteten Überraschungen, die ich auf eine Art wahrnehme und auch genieße, wie ich es auch zuweilen bei der Betrachtung eines Bildes empfinde.
Mein Gruß gilt nun auch Dir, Du hast bis zu dieser Stelle gelesen …
khnemo
Weblog: http://khnemo.wordpress.com/
Eine der neuen medialen Möglichkeiten –––dazu völlig kostenlos –
10September07
– für eine
didaktisch interessante Erweiterung all der Projekte
von Selbstdarstellungen, Dokumentationen, Reportagen
und Illustrationen kann ein Flickr-Account
darstellen, der Zugang in ein großes
Internet-Fotoalbum, in dem Du Dir in der kostenfreien
Variante bis zu drei eigene Alben mit insgesamt 200
Bildern einrichten kannst. Bezogen auf derzeit
übliche Klassen- bzw. Projektgruppengrößen können
also für jeden Schüler 6-10 Fotografien eingestellt,
dauerhaft gespeichert und, falls Du das für Dein
Projekt vorsiehst, weltweit von jedem
internetgeeigneten Computer aus betrachtet werden.
Aber auch eine Zugangsbeschränkung, nur auf einen
bestimmten Personenkreis bezogen, ist möglich.
Du selbst richtest über www.yahoo.de oder direkt von www.Flickr.com den Account ein – es ist leicht, Du wirst geführt – wählst Benutzernamen und ein Passwort aus, das auch zukünftig nur Du kennen solltest (die Lerngruppen wechseln und du möchtest die Alben sicher wieder für ein neues Projekt verwenden), und wirst schließlich aufgefordert, den zweiten Teil des Zugangslinks zu formulieren. Bei mir habe ich z.B. das X0_khnemo_0X eingetragen. Diesen Zugangslink bekommen dann alle Teilnehmer der Projektgruppe und alle die, von denen ihr meint, dass Eure Alben sie interessieren könnten. Mit diesem Link kann also jeder, ohne selbst Mitglied bei Flickr zu sein, alle Eure Bilder, die ihr für »öffentlich« erklärt habt, anschauen, aber nichts verändern. Das ist wichtig. Veränderungen an den Alben, also das Löschen von Bildern, das Einstellen (Hochladen) neuer Bilder und die Eingabe von Titeln und Beschreibungen finden nur nach Absprache innerhalb der Lerngruppe und nach Eingabe des Passwortes durch den Lehrer statt, in der Regel also im Computerraum der Schule.
Mit einer normalen DSL 2000-Internetverbindung haben sich Bildgrößen von 18x24 cm bzw. 510x680 Pixel bei 72dpi als gut und schnell hochladbar erwiesen. Auch 600x800 Pixel sind noch gut vertretbar, strapazieren nicht unnötig Geduld bzw. Unterrichtszeit und führen zu einem noch größeren sichtbaren Bild. Soweit der technische und organisatorische Rahmen …
Inhaltlich und didaktisch anspruchsvoller, aber auch sehr interessant, wird sicherlich die Diskussion des »Öffentlichen«. Hier sollte man in der Lerngruppe einmal innehalten und es sich vergegenwärtigen:
Jedes Bild, das wir für öffentlich erklären, kann nicht nur von den Menschen angesehen, ja sogar heruntergeladen werden, denen wir unseren Link gegeben haben, sondern auch von jedem Flickr-Mitglied auf der ganzen Welt und natürlich auch von deren Freunden usw. usw. (innerhalb von 12 Tagen haben z.B. 419 Menschen eins meiner Fotoalben aufgesucht)…
Wollen wir das? Können wir das auch verantworten? Gegenüber uns selbst, gegenüber unseren Eltern, Geschwistern, Freunden, Mitschülern, Lehrern?.. Gegenüber all denjenigen, die wir fotografiert haben?..
Bei reinen »Sachaufnahmen« fällt die Antwort sicher leichter als bei »Menschenbildern«.
Was heißt das eigentlich, »Persönlichkeitsrechte« oder »das Recht am eigenen Bild«? Müssen wir fragen, und wen, wenn wir ein bestimmtes Bild veröffentlichen wollen?
Dürfen wir uns ein Bild aus den Internetalben herunterladen und es dann wieder im Zusammenhang mit unseren Projekten in unseren Alben oder in vervielfältigten Referaten veröffentlichen? Was bedeutet das eigentlich – »Copyright«? …
In vielen dieser Fragestellungen und Antworten, Schülermeinungen und Diskussionen wird sicher eine erste Anmutung einer »journalistischen« Ethik deutlich. Das wäre für mich der Reiz dieser Arbeit.
Und dann tritt noch eine methodische Besonderheit hervor, das Taggen. Ich habe es schon an anderer, Dir zugänglicher Stelle beschrieben und will hier nur noch auf ein weiteres didaktisch wichtiges Feld hinaus: das Prinzip des Austausches; Flickr wirbt extra mit dem Fotosharing. Unsere Schüler können und nutzen es längst, das Suchen (auch mit Hilfe bestimmter Suchbegriffe, Schlüsselwörter, Tags), Herunterladen und Weiterverwenden von Bildern aller Art. Übergeordnet tritt uns nun ins Bewusstsein, dass wir mit dem Veröffentlichen unserer Projektergebnisse nun auch anderen, uns völlig fremden Menschen etwas Bildhaftes zeigen bzw. zur Verfügung stellen, das ihnen vielleicht in einer bestimmten Dimension von Bedeutung sein könnte. Und umgekehrt empfinden wir das bei der einen oder anderen Fotografie, die uns in den Flickr-Alben ins Auge fällt, wahrscheinlich genau so. Eigentlich ist es doch fair, Bilder auch hinsichtlich eines Austausches einzustellen, nicht nur ein konsumierender Nutznießer zu sein. Und es stellt sich drastisch ausgedrückt auch die Frage: Müllen wir mit unseren Beiträgen zu oder bereichern wir die Vielfalt an Aussage und Gestaltung, die uns da entgegentritt.
Mit dem Taggen können wir das gezielte Suchen, Finden bzw. Tauschen erleichtern, wenn wir sprachlich zutreffende, differenzierende Schlüsselwörter eingeben. Das eine oder andere darf aber auch nur für unsere Vorhaben zutreffend sein und eine interne Ordnung der Projektbilder unterstützen. Das Taggen kann schließlich bei der Bildersuche aber auch zu seltsamen Überraschungen führen, zu Zusammenhängen, an die wir vielleicht nie gedacht hätten, eventuell sogar zu regelrechten Schüben von Anregungen bezüglich unserer Kreativität. Sollte dies also passieren, ist es auch sinnvoll, besonders eindrucksvolle Fotografien als Favoriten zu markieren, einen Kommentar einzugeben oder beides … Flickr bietet zudem die Möglichkeit, intern Mails zu verschicken und zu empfangen. Insofern wären auch gezielte kommunikative Vorhaben im Kontakt zu einer Lerngruppe einer anderen Schule denkbar.
Einige klassische inhaltliche Verknüpfungen zu Schulleben und Projektarbeit fallen mir sofort ein:
– Da wäre es wieder, das »Selbstdarstellungsprojekt«, in Berlin oft unterrichtet in Verbindung mit einer Bildbetrachtung des Bildnisses des Kaufmanns Georg Gize von Holbein (Gemäldegalerie, Kulturforum).
– Dann könnte im Zusammenhang mit einer »journalistischen« Reportage von schulischen Ereignissen (Theateraufführungen, Sportfest, Projekttage) das Fotoalbum zum Bildarchiv der Schülerzeitung werden.
– Bezogen auf eine Lerngruppe sollte eines der drei zur Verfügung stehenden Alben eher als kommunikativer Platz für die »persönlichen« Bilder der Schüler reserviert bleiben, für die Fotos von Wandertagen, Party-, Klassenfahrt- und Ferienerlebnissen, für Freundes- und Familienbilder usw.
Dort hätten aber auch die Bilder Platz, die Euch aus einer anderen Lerngruppe oder Schule … erreichen.
Wechselt die Lerngruppe, bzw. ist ein Projekt beendet, könnte den Schülern rechtzeitig ein Zeitraum eingeräumt werden, in dem sie, so noch nicht geschehen, Bilder auf ihre persönlichen Computer selbst herunterladen, bzw. mit USB-Sticks vom Schulcomputer aus nach Hause tragen können. Dann werden die drei Alben gelöscht und für eine neue Gruppe eingerichtet.
Möchtest Du Fotografien bzw. Projektergebnisse längerfristig speichern, ordnen und Dir im Internet zugänglich erhalten, so kannst Du Dir auch bei http://picasaweb.google.de etliche Alben einrichten, bei einem Speicherplatz von 1GB und ebenfalls kostenlos. Schau es Dir an!
Du selbst richtest über www.yahoo.de oder direkt von www.Flickr.com den Account ein – es ist leicht, Du wirst geführt – wählst Benutzernamen und ein Passwort aus, das auch zukünftig nur Du kennen solltest (die Lerngruppen wechseln und du möchtest die Alben sicher wieder für ein neues Projekt verwenden), und wirst schließlich aufgefordert, den zweiten Teil des Zugangslinks zu formulieren. Bei mir habe ich z.B. das X0_khnemo_0X eingetragen. Diesen Zugangslink bekommen dann alle Teilnehmer der Projektgruppe und alle die, von denen ihr meint, dass Eure Alben sie interessieren könnten. Mit diesem Link kann also jeder, ohne selbst Mitglied bei Flickr zu sein, alle Eure Bilder, die ihr für »öffentlich« erklärt habt, anschauen, aber nichts verändern. Das ist wichtig. Veränderungen an den Alben, also das Löschen von Bildern, das Einstellen (Hochladen) neuer Bilder und die Eingabe von Titeln und Beschreibungen finden nur nach Absprache innerhalb der Lerngruppe und nach Eingabe des Passwortes durch den Lehrer statt, in der Regel also im Computerraum der Schule.
Mit einer normalen DSL 2000-Internetverbindung haben sich Bildgrößen von 18x24 cm bzw. 510x680 Pixel bei 72dpi als gut und schnell hochladbar erwiesen. Auch 600x800 Pixel sind noch gut vertretbar, strapazieren nicht unnötig Geduld bzw. Unterrichtszeit und führen zu einem noch größeren sichtbaren Bild. Soweit der technische und organisatorische Rahmen …
Inhaltlich und didaktisch anspruchsvoller, aber auch sehr interessant, wird sicherlich die Diskussion des »Öffentlichen«. Hier sollte man in der Lerngruppe einmal innehalten und es sich vergegenwärtigen:
Jedes Bild, das wir für öffentlich erklären, kann nicht nur von den Menschen angesehen, ja sogar heruntergeladen werden, denen wir unseren Link gegeben haben, sondern auch von jedem Flickr-Mitglied auf der ganzen Welt und natürlich auch von deren Freunden usw. usw. (innerhalb von 12 Tagen haben z.B. 419 Menschen eins meiner Fotoalben aufgesucht)…
Wollen wir das? Können wir das auch verantworten? Gegenüber uns selbst, gegenüber unseren Eltern, Geschwistern, Freunden, Mitschülern, Lehrern?.. Gegenüber all denjenigen, die wir fotografiert haben?..
Bei reinen »Sachaufnahmen« fällt die Antwort sicher leichter als bei »Menschenbildern«.
Was heißt das eigentlich, »Persönlichkeitsrechte« oder »das Recht am eigenen Bild«? Müssen wir fragen, und wen, wenn wir ein bestimmtes Bild veröffentlichen wollen?
Dürfen wir uns ein Bild aus den Internetalben herunterladen und es dann wieder im Zusammenhang mit unseren Projekten in unseren Alben oder in vervielfältigten Referaten veröffentlichen? Was bedeutet das eigentlich – »Copyright«? …
In vielen dieser Fragestellungen und Antworten, Schülermeinungen und Diskussionen wird sicher eine erste Anmutung einer »journalistischen« Ethik deutlich. Das wäre für mich der Reiz dieser Arbeit.
Und dann tritt noch eine methodische Besonderheit hervor, das Taggen. Ich habe es schon an anderer, Dir zugänglicher Stelle beschrieben und will hier nur noch auf ein weiteres didaktisch wichtiges Feld hinaus: das Prinzip des Austausches; Flickr wirbt extra mit dem Fotosharing. Unsere Schüler können und nutzen es längst, das Suchen (auch mit Hilfe bestimmter Suchbegriffe, Schlüsselwörter, Tags), Herunterladen und Weiterverwenden von Bildern aller Art. Übergeordnet tritt uns nun ins Bewusstsein, dass wir mit dem Veröffentlichen unserer Projektergebnisse nun auch anderen, uns völlig fremden Menschen etwas Bildhaftes zeigen bzw. zur Verfügung stellen, das ihnen vielleicht in einer bestimmten Dimension von Bedeutung sein könnte. Und umgekehrt empfinden wir das bei der einen oder anderen Fotografie, die uns in den Flickr-Alben ins Auge fällt, wahrscheinlich genau so. Eigentlich ist es doch fair, Bilder auch hinsichtlich eines Austausches einzustellen, nicht nur ein konsumierender Nutznießer zu sein. Und es stellt sich drastisch ausgedrückt auch die Frage: Müllen wir mit unseren Beiträgen zu oder bereichern wir die Vielfalt an Aussage und Gestaltung, die uns da entgegentritt.
Mit dem Taggen können wir das gezielte Suchen, Finden bzw. Tauschen erleichtern, wenn wir sprachlich zutreffende, differenzierende Schlüsselwörter eingeben. Das eine oder andere darf aber auch nur für unsere Vorhaben zutreffend sein und eine interne Ordnung der Projektbilder unterstützen. Das Taggen kann schließlich bei der Bildersuche aber auch zu seltsamen Überraschungen führen, zu Zusammenhängen, an die wir vielleicht nie gedacht hätten, eventuell sogar zu regelrechten Schüben von Anregungen bezüglich unserer Kreativität. Sollte dies also passieren, ist es auch sinnvoll, besonders eindrucksvolle Fotografien als Favoriten zu markieren, einen Kommentar einzugeben oder beides … Flickr bietet zudem die Möglichkeit, intern Mails zu verschicken und zu empfangen. Insofern wären auch gezielte kommunikative Vorhaben im Kontakt zu einer Lerngruppe einer anderen Schule denkbar.
Einige klassische inhaltliche Verknüpfungen zu Schulleben und Projektarbeit fallen mir sofort ein:
– Da wäre es wieder, das »Selbstdarstellungsprojekt«, in Berlin oft unterrichtet in Verbindung mit einer Bildbetrachtung des Bildnisses des Kaufmanns Georg Gize von Holbein (Gemäldegalerie, Kulturforum).
– Dann könnte im Zusammenhang mit einer »journalistischen« Reportage von schulischen Ereignissen (Theateraufführungen, Sportfest, Projekttage) das Fotoalbum zum Bildarchiv der Schülerzeitung werden.
– Bezogen auf eine Lerngruppe sollte eines der drei zur Verfügung stehenden Alben eher als kommunikativer Platz für die »persönlichen« Bilder der Schüler reserviert bleiben, für die Fotos von Wandertagen, Party-, Klassenfahrt- und Ferienerlebnissen, für Freundes- und Familienbilder usw.
Dort hätten aber auch die Bilder Platz, die Euch aus einer anderen Lerngruppe oder Schule … erreichen.
Wechselt die Lerngruppe, bzw. ist ein Projekt beendet, könnte den Schülern rechtzeitig ein Zeitraum eingeräumt werden, in dem sie, so noch nicht geschehen, Bilder auf ihre persönlichen Computer selbst herunterladen, bzw. mit USB-Sticks vom Schulcomputer aus nach Hause tragen können. Dann werden die drei Alben gelöscht und für eine neue Gruppe eingerichtet.
Möchtest Du Fotografien bzw. Projektergebnisse längerfristig speichern, ordnen und Dir im Internet zugänglich erhalten, so kannst Du Dir auch bei http://picasaweb.google.de etliche Alben einrichten, bei einem Speicherplatz von 1GB und ebenfalls kostenlos. Schau es Dir an!
Tag…Tag…Tag…
16August07
Ist das ein
Geräusch?.. –
Der Schluss eines Kinderreims oder eher ein Ausdruck des Verrinnens von Zeit?..
Bezogen auf die Arbeit vor dem Bildschirm, angesichts eines Ordners voller Fotografien der unterschiedlichsten Art, ist mit »Tag« bzw. dem Taggen eher ein gedanklich reflektierendes Verhalten gemeint, seinem »Schatz« eine inhaltlich ordnende Struktur zu verleihen. Du kannst einem Foto ein »Tag« zuweisen, es dürfen auch mehrere sein…, – ein Tag, das wie ein Schlüsselwort funktioniert und damit beziehst Du Dich auf eine Funktion von Sprache, sodass Dich gleichzeitig auch ein Hauch von realer Poesie umweht, wenn Du Dir die »beliebtesten Tags« des Flickr-Albums anzeigen lässt.
Mithilfe dieser Tags kannst Du also Bilder finden, die etwas gemeinsam haben – in den eigenen Fotoalben auf Deinem Computersystem aber auch weltweit in den Archiven all der Fotografen, die ihre Bilder bei Flickr eingestellt, »getagt« und freigegeben haben. Zudem weist Google auf besondere Tags hin, z.B.: »Photos from everyone tagged struktur«. Ein Klick darauf und es öffnen sich in diesem Moment Links auf 1197 Fotografien…
Auf die gedankliche Auseinandersetzung mit den sowohl formal-ästhetischen als auch inhaltlichen Gesichtspunkten und »Zusammenhängen« meiner Bilder bezogen, schimmert sie sogleich auf, –eine mögliche Grundlage einer Didaktik der digitalen Bildbearbeitung. Der Bilderfülle all dieser Entwürfe, Variationen, Serien und Phasenbilder wird nun ein bewertendes, ordnendes Handeln und auch eine universal wirkende Struktur entgegengesetzt, die dann wiederum zu vielen überraschenden und auch ermutigenden Anregungen oder Ideen führen kann. Ein Tag schließt Dir in diesem riesigen Flickr-Internet-Fotoarchiv scheinbar unendliche, vielfältige Bildräume auf und lässt Dir zuweilen auch manchen überraschenden Zusammenhng regelrecht ins Auge springen. Gleichzeitig spürst Du sie sofort, – die Anerkennung bzw. den Respekt für viele so gute Fotografien all dieser Dir doch unbekannten Menschen. Vielleicht noch etwas zaghaft beginnst Du, Dir das erste, zweite, dritte Bild als »Favoriten« auszuwählen und einen ersten anerkennenden Kommentar einzutragen. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass eine Antwort eintrifft.
Gib ein Tag ein und aktiviere die Suche!
Tag: »Otherland«
Ortskundeprüfung im »Second Life« ?
Erinnerst Du Dich an den Fantasy-Roman »Otherland« ?
Nun, ich habe ihn damals regelrecht verschlungen und ersehnte immer das Erscheinen eines weiteren Bandes, ganz gespannt darauf, wie die Geschichte um Kinder, die im »Netz« hängen geblieben bzw. verschollen waren, die Suche nach ihnen im Otherland und nicht zuletzt auch das Ausgestalten dieser so differenziert phantastisch beschriebenen virtuellen Welt fortgesetzt würde. Nun, abgesehen von aller Fantasy, Ted Williams hat es um 1998 gewissermaßen aufgeschrieben, was jetzt in diesen Tagen im »Tagesspiegel« berichtet wird, ein Fall von Spielsucht: Da leben Mutter und Sohn in Berlin zusammen in einer kleinen Wohnung, doch eigentlich »begegnen« sie sich, jeder in seinem Zimmer vor einem Rechner sitzend, nur in einer virtuellen Welt, in einem Computerspiel. In diesem Spiel hat sich jeder eine Figur, einen Avatar, »aufgebaut«, gewissermaßen als Stellvertreter des Ich in einem »Second Life«. Je länger der Spieler in diesem Spiel online ist, desto spielstärker wird die Figur, gewinnt an Kraft, Macht… – das ist die Regel. In diesem Fall bzw. Spiel ist es die Mutter. Ihr Avatar ist die am allermeisten gefürchtete Figur, der gefährlichste Gegner… Wissen die beiden eigentlich, dass sie es sind, deren Avatare sich so ineinander verbeißen? – Im realen Leben begegnen sich Mutter und Sohn selten, eigentlich so gut wie nie…
Übrigens gibt es tatsächlich das Spiel »Second Life« und der Name ist Programm. Ein Strand-Kiosk in diesem Spiel kannst Du bei Arktis.de wohl für 3,50 Euro erwerben, die Miete eines 1024 qm Grundstücks beträgt 7,90 Euro monatlich und der Dubai Tower im deutschen Teil namens Apfelland soll ab 50.000 Euro versteigert werden. Beworben wird das Ganze in etwa so: »Mehr Spaß im zweiten Leben: Second Life bringt's. Eine echte interaktive Lebenssimulation! Die virtuelle Welt von Second Life bietet eine nahezu unendliche Fülle an Chancen und Möglichkeiten! Leute kennen lernen, Clubs besuchen, neuer Traumjob, die eigene Firma gründen und nochmals von vorne anfangen: Das ist Second Life - die grenzenlose Welt voller Überraschungen und Abenteuer. Erfahren Sie alles über das Design Ihrer digitalen Persönlichkeit ("Avatar"), die angesagtesten Plätze, die unterhaltsamsten Events, die einträglichsten Jobs, den Kauf von Land…u.v.m.«
Gestern konnte man allerdings im Tagesspiegel lesen, dass die anfängliche Begeisterung für dieses Spiel sehr nachgelassen hat. Ganze Landstriche wären verweist, Avatare vergessen und mit dem Geldverdienen im Second Life ist es wohl eher schwierig. Wieso sollte es dort auch leichter sein… – und gibt es eigentlich ein Tierheim für verlassene oder ausgesetzte Avatare?
Tag: Guckkasten
Werner Nekes hat zusammengetragen und sehr differenziert beschrieben wie erfindungsreich hinsichtlich technischer Konstruktion und dekorativer Ausgestaltung die Menschen des 18. bis 20. Jh. Jahrhunderts ihre Guckkästen, Papiertheater, Schattenspielbühnen, Dioramen, Panoramen, Stereobetrachter… und schließlich auch die Abspielmaschinen für »bewegte Bilder« erschufen. Die Hamburger Ausstellung »Ich sehe was, was Du nicht siehst« ließ die ganze Faszination deutlich werden –ein zeitloses Spiel mit den faszinierten Blicken in reale, informierende aber auch in fantastische, wundersame, märchenhafte Welten. In diese Tradition reihe ich mich gern ein und erkläre unter anderem meinen iMac zum Guckkasten. So wird der Bildschirm konkret zu einer leidlich ästhetisch eingerahmten Fläche für die Darstellung von Bildern aller Art und gleichzeitig interessiert es mich, auch die dritte Dimension einzubeziehen und die Virtualität ihrer Darstellung auf dieser Bildfläche wahrzunehmen und auch zu genießen.
Doch mein Guckkasten erlaubt auch einen Blick auf die Erde…
Im Alter von acht, neun Jahren interessierte mich oft der Globus meines Vaters. Damals, 1952/53 wurde bei uns zu Hause oft über den Koreakrieg gesprochen und ich hatte während des Betrachtens der auf mich sehr zerrissen wirkenden Darstellung des Landes Korea auf der »Erdkugel« die daher leicht verständliche Vorstellung, das diese Zerrissenheit von den Bomben herrühren müsse.
Ich erinnerte mich gestern daran, als ich den Versuch unternahm, fünf Stereofotografien in der Weltkarte des Flickr-Albums im Wadi Rum Jordaniens einzufügen, eine ebenfalls sehr zerklüftete, labyrinthische Landschaft. Ich nahm zur Orientierung Google Earth zu Hilfe, »flog« über Jerusalem, Elat und Aqaba ein und es gelang nach vielem Vergleichen geografischer Gegebenheiten und auch unter Berücksichtigung einiger schon eingebundener Fotografien, genau den Ort zu finden, wo Ostern 1998 das Zelt der »Bedus« stand. Ja, ich entdeckte tatsächlich den Felsen wieder, auf dem ich so gern unter diesem unglaublich schönen Sternenhimmel der Wüstennacht mein Lager aufgeschlagen hatte. Nur, dass ich dieses Mal nach unten sah - durch meinen Guckkasten hindurch…
Doch wieder fühlte ich mich mit dieser Erde verbunden, geerdet eben.
––––––––––––––und Rolf Holunder hat einen Fan…
– sein »Gipfelfoto über der Höhle von Kamares« wurde von >cabezadegusano< den persönlichen Favoriten zugewiesen. Ich denke, es liegt nicht am Foto, sondern am Mut und dem Durchhaltevermögen Rolf Holunders, diesen Berg bestiegen zu haben, – gratuliere, Rolfi!
Nun fahren wir bald nach Schweden zu Wasser und Wald und erleben neue Abenteuer im »Ersten Leben«, dem einzigen.
Der Schluss eines Kinderreims oder eher ein Ausdruck des Verrinnens von Zeit?..
Bezogen auf die Arbeit vor dem Bildschirm, angesichts eines Ordners voller Fotografien der unterschiedlichsten Art, ist mit »Tag« bzw. dem Taggen eher ein gedanklich reflektierendes Verhalten gemeint, seinem »Schatz« eine inhaltlich ordnende Struktur zu verleihen. Du kannst einem Foto ein »Tag« zuweisen, es dürfen auch mehrere sein…, – ein Tag, das wie ein Schlüsselwort funktioniert und damit beziehst Du Dich auf eine Funktion von Sprache, sodass Dich gleichzeitig auch ein Hauch von realer Poesie umweht, wenn Du Dir die »beliebtesten Tags« des Flickr-Albums anzeigen lässt.
Mithilfe dieser Tags kannst Du also Bilder finden, die etwas gemeinsam haben – in den eigenen Fotoalben auf Deinem Computersystem aber auch weltweit in den Archiven all der Fotografen, die ihre Bilder bei Flickr eingestellt, »getagt« und freigegeben haben. Zudem weist Google auf besondere Tags hin, z.B.: »Photos from everyone tagged struktur«. Ein Klick darauf und es öffnen sich in diesem Moment Links auf 1197 Fotografien…
Auf die gedankliche Auseinandersetzung mit den sowohl formal-ästhetischen als auch inhaltlichen Gesichtspunkten und »Zusammenhängen« meiner Bilder bezogen, schimmert sie sogleich auf, –eine mögliche Grundlage einer Didaktik der digitalen Bildbearbeitung. Der Bilderfülle all dieser Entwürfe, Variationen, Serien und Phasenbilder wird nun ein bewertendes, ordnendes Handeln und auch eine universal wirkende Struktur entgegengesetzt, die dann wiederum zu vielen überraschenden und auch ermutigenden Anregungen oder Ideen führen kann. Ein Tag schließt Dir in diesem riesigen Flickr-Internet-Fotoarchiv scheinbar unendliche, vielfältige Bildräume auf und lässt Dir zuweilen auch manchen überraschenden Zusammenhng regelrecht ins Auge springen. Gleichzeitig spürst Du sie sofort, – die Anerkennung bzw. den Respekt für viele so gute Fotografien all dieser Dir doch unbekannten Menschen. Vielleicht noch etwas zaghaft beginnst Du, Dir das erste, zweite, dritte Bild als »Favoriten« auszuwählen und einen ersten anerkennenden Kommentar einzutragen. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass eine Antwort eintrifft.
Gib ein Tag ein und aktiviere die Suche!
Tag: »Otherland«
Ortskundeprüfung im »Second Life« ?
Erinnerst Du Dich an den Fantasy-Roman »Otherland« ?
Nun, ich habe ihn damals regelrecht verschlungen und ersehnte immer das Erscheinen eines weiteren Bandes, ganz gespannt darauf, wie die Geschichte um Kinder, die im »Netz« hängen geblieben bzw. verschollen waren, die Suche nach ihnen im Otherland und nicht zuletzt auch das Ausgestalten dieser so differenziert phantastisch beschriebenen virtuellen Welt fortgesetzt würde. Nun, abgesehen von aller Fantasy, Ted Williams hat es um 1998 gewissermaßen aufgeschrieben, was jetzt in diesen Tagen im »Tagesspiegel« berichtet wird, ein Fall von Spielsucht: Da leben Mutter und Sohn in Berlin zusammen in einer kleinen Wohnung, doch eigentlich »begegnen« sie sich, jeder in seinem Zimmer vor einem Rechner sitzend, nur in einer virtuellen Welt, in einem Computerspiel. In diesem Spiel hat sich jeder eine Figur, einen Avatar, »aufgebaut«, gewissermaßen als Stellvertreter des Ich in einem »Second Life«. Je länger der Spieler in diesem Spiel online ist, desto spielstärker wird die Figur, gewinnt an Kraft, Macht… – das ist die Regel. In diesem Fall bzw. Spiel ist es die Mutter. Ihr Avatar ist die am allermeisten gefürchtete Figur, der gefährlichste Gegner… Wissen die beiden eigentlich, dass sie es sind, deren Avatare sich so ineinander verbeißen? – Im realen Leben begegnen sich Mutter und Sohn selten, eigentlich so gut wie nie…
Übrigens gibt es tatsächlich das Spiel »Second Life« und der Name ist Programm. Ein Strand-Kiosk in diesem Spiel kannst Du bei Arktis.de wohl für 3,50 Euro erwerben, die Miete eines 1024 qm Grundstücks beträgt 7,90 Euro monatlich und der Dubai Tower im deutschen Teil namens Apfelland soll ab 50.000 Euro versteigert werden. Beworben wird das Ganze in etwa so: »Mehr Spaß im zweiten Leben: Second Life bringt's. Eine echte interaktive Lebenssimulation! Die virtuelle Welt von Second Life bietet eine nahezu unendliche Fülle an Chancen und Möglichkeiten! Leute kennen lernen, Clubs besuchen, neuer Traumjob, die eigene Firma gründen und nochmals von vorne anfangen: Das ist Second Life - die grenzenlose Welt voller Überraschungen und Abenteuer. Erfahren Sie alles über das Design Ihrer digitalen Persönlichkeit ("Avatar"), die angesagtesten Plätze, die unterhaltsamsten Events, die einträglichsten Jobs, den Kauf von Land…u.v.m.«
Gestern konnte man allerdings im Tagesspiegel lesen, dass die anfängliche Begeisterung für dieses Spiel sehr nachgelassen hat. Ganze Landstriche wären verweist, Avatare vergessen und mit dem Geldverdienen im Second Life ist es wohl eher schwierig. Wieso sollte es dort auch leichter sein… – und gibt es eigentlich ein Tierheim für verlassene oder ausgesetzte Avatare?
Tag: Guckkasten
Werner Nekes hat zusammengetragen und sehr differenziert beschrieben wie erfindungsreich hinsichtlich technischer Konstruktion und dekorativer Ausgestaltung die Menschen des 18. bis 20. Jh. Jahrhunderts ihre Guckkästen, Papiertheater, Schattenspielbühnen, Dioramen, Panoramen, Stereobetrachter… und schließlich auch die Abspielmaschinen für »bewegte Bilder« erschufen. Die Hamburger Ausstellung »Ich sehe was, was Du nicht siehst« ließ die ganze Faszination deutlich werden –ein zeitloses Spiel mit den faszinierten Blicken in reale, informierende aber auch in fantastische, wundersame, märchenhafte Welten. In diese Tradition reihe ich mich gern ein und erkläre unter anderem meinen iMac zum Guckkasten. So wird der Bildschirm konkret zu einer leidlich ästhetisch eingerahmten Fläche für die Darstellung von Bildern aller Art und gleichzeitig interessiert es mich, auch die dritte Dimension einzubeziehen und die Virtualität ihrer Darstellung auf dieser Bildfläche wahrzunehmen und auch zu genießen.
Doch mein Guckkasten erlaubt auch einen Blick auf die Erde…
Im Alter von acht, neun Jahren interessierte mich oft der Globus meines Vaters. Damals, 1952/53 wurde bei uns zu Hause oft über den Koreakrieg gesprochen und ich hatte während des Betrachtens der auf mich sehr zerrissen wirkenden Darstellung des Landes Korea auf der »Erdkugel« die daher leicht verständliche Vorstellung, das diese Zerrissenheit von den Bomben herrühren müsse.
Ich erinnerte mich gestern daran, als ich den Versuch unternahm, fünf Stereofotografien in der Weltkarte des Flickr-Albums im Wadi Rum Jordaniens einzufügen, eine ebenfalls sehr zerklüftete, labyrinthische Landschaft. Ich nahm zur Orientierung Google Earth zu Hilfe, »flog« über Jerusalem, Elat und Aqaba ein und es gelang nach vielem Vergleichen geografischer Gegebenheiten und auch unter Berücksichtigung einiger schon eingebundener Fotografien, genau den Ort zu finden, wo Ostern 1998 das Zelt der »Bedus« stand. Ja, ich entdeckte tatsächlich den Felsen wieder, auf dem ich so gern unter diesem unglaublich schönen Sternenhimmel der Wüstennacht mein Lager aufgeschlagen hatte. Nur, dass ich dieses Mal nach unten sah - durch meinen Guckkasten hindurch…
Doch wieder fühlte ich mich mit dieser Erde verbunden, geerdet eben.
––––––––––––––und Rolf Holunder hat einen Fan…
– sein »Gipfelfoto über der Höhle von Kamares« wurde von >cabezadegusano< den persönlichen Favoriten zugewiesen. Ich denke, es liegt nicht am Foto, sondern am Mut und dem Durchhaltevermögen Rolf Holunders, diesen Berg bestiegen zu haben, – gratuliere, Rolfi!
Nun fahren wir bald nach Schweden zu Wasser und Wald und erleben neue Abenteuer im »Ersten Leben«, dem einzigen.