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Namensgebung / Verbreitungsraum
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Elaphe dione lautet der zoologisch korrekte Name für diese Art, die zur Familie der Colubridae (eigentliche Nattern) gehört. Darüberhinaus gibt es einige <populärwissenschaftliche> Bezeichnungen, derer es aber bei genauer Betrachtung oft an Präzision mangelt
(vgl. www.reptil.net).
So wird die 'Dione-Natter' auch als 'Steppen-Natter' bezeichnet.
Peter Heimes macht in seinem Reisebericht (DATZ, 1997/3, S. 152-158) über das
nordchinesische Bergland, wo diese Art sehr häufig anzutreffen ist , zurecht darauf aufmerksam, dass man Elaphe dione ob ihres riesigen Verbreitungsgebiets (große Teile des heutigen Russlands bis hin zum Japanischen Meer) kaum als ausschließlichen Steppenbewohner bezeichnen kann.
Im angelsächsischen Sprachraum heißt die Dione-Natter gar 'Steppes Ratsnake', was die
Schlange nicht nur auf ein Verbreitungsgebiet, sondern auch auf eine bevorzugte Diät einschränkt.
Man kann aber davon ausgehen, dass Dione neben Ratten und Mäusen auch Vögel, Eier,
kleine Echsen und Frösche verzehrt. Beim Fischen ist sie auch schon beobachtet worden.
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Aussehen
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Typisch für die Dione ist ihre auffällige Kopfzeichnung, die ihr auch ihren Namen verlieh
(lat. 'Dione' = Hirsch). Irritationen treten immer wieder auf, wenn man die Dione mit der Zweiflecknatter (Elaphe bimaculata) vergleicht (s. Diekmann).
Reliable Unterscheidungskriterien beschreibt Schulz in seiner Monographie ausführlich.
Die Färbung der Tiere unterscheidet sich deutlich nach dem Verbreitungsraum
(vgl. wiederum Schulz).
Tiere aus dem chinesischen Raum sind in ihrer Grundfarbe überwiegend gelb, weisen 4 dunkle Längsstreifen auf , die mit roten/rotbraunen Flecken durchzogen sind (s. auch meine Bilder).
In Gewicht und Größe variieren beide Geschlechter signifikant. Während die Männchen selten
1 Meter lang werden, können die Weibchen eine Größe bis zu 1,10 Meter erreichen.
In diesem Zusammenhang spricht man von Sexualdimorphismus, der sich biologisch damit
erklären lässt, dass Weibchen, die bis zu 16 Eier zur Welt bringen können, für diese große
Belastung körperlich gerüstet sein müssen.
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Verhalten
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Die Dione ist wenig angriffslustig. Fühlt sie sich behelligt oder kommt man ihr zu nah,
ist ein auffälliges, gut hörbares Schwanzzittern zu vernehmen. Häufig sucht sie dann aber
eine Deckung auf.
Im Terrarium ist sie tagsüber ziemlich aktiv, manchmal auch noch nach Mitternacht.
Die Tatsache, dass sie ohne Schwierigkeiten in der Lage ist, sich nur mit einem Bruchteil
ihres Körpers festzuhalten, während sie sich mit dem Rest frei in der Luft in alle Richtungen orientieren kann, zeigt ihre guten Kletterfähigkeiten.
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Paarung / Nachwuchs
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Die Größe der Gelege in freier Natur scheint in unmittelbarem Zusammenhang mit der Populationsgröße anderer Nahrungskonkurrenten zu stehen. So zeigte sich, dass sich im nordchinesischen Bergland die Zahl der gelegten Eier proportional zur Populationsdichte
von Agkistrodon blomhoffii brevicaudus (Grubenotter) im gemeinsam bewohnten Lebensraum verhält, sprich: viele Grubenottern = große Dione-Gelege.
Im Terrarium dagegen ist eher ein Gelege von 5 - 7 Eiern zu erwarten
(vgl. etwa van de Belt, Diekmann, Bennemann).
Die Tiere paaren sich bis zu zweimal jährlich. Gidi und Wim van de Belt berichten, dass Tiere,
die im Herbst zur Welt kamen, in der Regel größer geraten und empfehlen, Weibchen nicht vor Erreichen des 3. Lebensjahres zu verpaaren.
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Artenschutz
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Elaphe dione fällt unter die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV). Dabei handelt es sich um eine Art, die unter den "Anhang B" , gemäß den Vereinbarungen des Washingtoner Artenschutzabkommens (Anhang II), fällt.
Demnach ist diese Art bei der zuständigen Landesbehörde meldepflichtig!
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