Allgemeines

Ev. Altenheim für DEN KIRCHENKREIS GUSSEW IN SADOROSCHJE

Home
Allgemeines
Aktuelles
Anteilnahme
Ansichten
Anregungen
Absicherung

 

Bildnis von Carl Blum - Das Foto wurde von seinem Enkel Friedrich Blum zur Verfügung gestellt

Warum denn Carl-Blum-Haus, wer war das eigentlich? Was hat er gemacht, wann hat er gelebt?

Berechtigte Fragen, doch die Antworten lassen sich nur begrenzt so einfach geben. Carl Blum war Pfarrer an der Wolga, dort hat er eine Predigtsammlung verfasst, die den Gemeinden in der pfarrerlosen, sprich also kommunistischen Zeit  in der Sowjetunion Halt und Richtschnur für ihre Gottesdienste war.

Soviel weiß jeder, der sich mit dem religiösen Leben der Deutschen in Rußland befasst hat. Fragt man dann aber nach biographischen Daten, setzt Schweigen ein.

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland und Pfarrer Dr. R. Stahl, Generalsekretär vom Martin-Luther-Bund, denen ich an dieser Stelle Dank sagen möchte, konnten mir  weiterhelfen. Carl, auch Karl geschrieben, Theodor Wilhelm Blum wurde am 04.05.1841 in Garssen/Kurland geboren. Gestorben ist er am 10.02.1906 in Dorpat. Sein Vater war Peter Blum, ein Bauer und Pächter, seine Mutter Anna, geb.Rosenblatt. Am 13.01.1868 heiratete er Marie Luise Schilling, Tochter des Propstes Georg Schilling, geboren am 28.05.1838 in Schwaneburg/Livland, gestorben am 14.02.1922 in Goldingen.

Carl Blum besuchte das Gymnasium in Mitau und studierte von 1860-65 Theologie in Dorpat. Von 1866-67 war er als Hauslehrer im Pastorat Edwahlen und Dubena/Kurland tätig, seine Ordination erfolgte am 31.12.1867 zu Riga. Es folgten verschiedene Pfarrstellen:

                                        1868-71     Morgenthau/Torgun

                                        1872-74     Ludwigsthal

                                        1874-79     Dondangen/Kurland

                                        1879-81     Fresental

                                        1881-1905  Krasnojar

Seine berufliche Laufbahn beendete er als Propst der Propstei Wolga-Wiesenseite in den Jahren 1901-05.

Mehr biographische Daten habe ich bislang noch nicht, aber vielleicht kann mir einer der Leser/ eine der Leserinnen dieser Seite noch weiterhelfen. Ich selbst werde mich auch weiter bemühen, noch etwas herauszubekommen, also schauen Sie alle Weile wieder einmal bei uns vorbei.

Wer sich generell für die Arbeit der evangelischen Pastoren in Rußland interessiert, dem sei das Buch: " Die Pastoren der evangelischen Kirchen in Rußland" von Erik Amburger, Martin-Luther-Verlag 1998, herzlich anempfohlen.

H-PB