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Der Aschberg, mit 98 Metern einer der höchsten Erhebungen in Schleswig-Holstein, war dieses Jahr zum ersten Mal der Austragungsort eines Teleskoptreffens. ( 54°24,9905 N 9°41,6045 E ) Schon in den 80èr Jahren wurde der Aschberg von mir aufgesucht. Damals hatte ich noch einen mobilen 8 Zöller und in mondlosen Nächten ein beliebter Standort. Der Aschberg liegt in einem Dreieck zwischen Eckernförde, Schleswig und Rendsburg. In trockenen und klaren Nächten können fts 6.3 erreicht werden. Leider musste ich durch meine neue Fernrohrausrüstung auf einen Besuch dieses dunkelnen Standortes verzichten. In den letzten Jahren hat sich aber eine Gruppe von Amateuren herausgebildet, die unterstützt durch das Internet, zu unregelmäßigen Treffen zusammenkommen. Mit der Zeit kam ein Teamgeist auf und die Kerngruppe nannte sich Aschbergconnection. Über eine Mailinkliste gibt jeder kurzfristig bekannt, dass er auf den Aschberg fährt. Meistens kommen 4-5 Personen zur gemeinsamen Beobachtung zusammen. Aus dieser Gruppe heraus wurde eines Nachts die Idee geboren, ein Teleskoptreffen zu organisieren. Meistens wurde aber nur darüber geredet, bis man sich im Januar 2003 bei Armin Quante in Eckernförde getroffen hat. Die 5-köpfige Gruppe entschloss sich dann, den Aschberg, den sie fast nur aus der Nacht kannten, am Tage aufzusuchen. Was sie vorfanden, war eine ausreichende Infrastruktur zur Durchführung des gewagten Unternehmen Teleskoptreffen. Das AFT-Team bestand aus Armin Quante, Torsten Krahn, Michael Hahn, Hartwig Janus, Hoddle Rehn, Arno Becker und Thorsten Lohf. Zur Verfügung stand eine Jugendherberge mit 36 Betten, eine Gastronomie und natürlich ein ausreichend großer Platz zum Aufstellen der Teleskope und der Zelte. Besonders der Sportplatz war durch seine Größe hervorragend geeignet. Um die Rasenfläche herum war eine ausreichend große Aschenbahn, die mit Genehmigung befahren werden durfte. Die Camper konnten sich dann auf der großen Wiese mit ihrer Ausrüstung ausbreiten. Nachdem alle Genehmigungen eingeholt und die Jugendherberge auf Verdacht komplett gebucht wurde, konnte die Werbung für das Teleskoptreffen starten. Armin Quante und Thorsten Grahn haben sich dann als Hauptinitiatoren mächtig ins Zeug gelegt. Torsten hat eine Internetseite speziell für das Astrotreffen unter www.AFT-Info.de ins Netz gestellt. Hier konnte man alles wichtige über das Treffen erfahren. Ziemlich nervös hat man gehofft, dass sich mindesten 25 - 30 Teilnehmer zu diesem ersten Treffen einfinden, damit wenigsten die Jugendherberge, die ins Blaue hinein komplett reserviert wurde, getragen werden kann. Das es am Ende über 70 Zusagen gegeben hat, daran hatte man im Traum nicht gedacht. Desto näher der Termin rückte, umso mehr drehte sich auch bei mir alles um die Ausrüstung. Immerhin musste ich zum ersten Mal meine komplette Ausrüstung zu einem anderen Ort transportieren. Da dies grundsätzlich nicht so vorgesehen war, immerhin wiegt die Montierung alleine fast 50 Kg und kann auch nicht zerlegt werden, musste ich vieles bedenken. Auch wollte ich die Nachführung auf einen Stand bringen, der eine GoTo- Funktion mit der Mel-Bartels Steuerung zulässt. Hierzu wollte ich das Schwungrad aus einer alten Waschmaschine und den Schrittmotor samt Getriebe über eine Fahrradkette so verbinden, dass die Deklinationsachse angetrieben wird. Wie es meistens so kommt, hatten wir fast drei Wochen vor dem Treffen eine Schönwetterskatastrohe mit anhaltendem sonnigen Tagen und klaren Nächten. Ausgerechnet an dem Wochenende, wo wir uns auf dem Aschberg einfinden wollten, sollte es regnen. Daher entschlossen sich einige Spechtler, schon am Donnerstag anzureisen um mindestens eine Nacht beobachten zu können. Da ich die gesamte Ausrüstung nicht in meinem Kombi unterbringen konnte, musste ein Freund mich mit seinem Anhänger zum Aschberg fahren. Diesen erreichte ich dann auch gegen 15:45 Uhr. Zunächst wurde das Fernrohr aufgebaut und ich fing an die Montierung an einem Sonnefleck einzuscheinern. Diese Aufgabe übernahm dann der Jupiter, der gegen 18:00 Uhr grob im Süden kulminierte. Noch war es einigermaßen klar und die Zuversicht auf eine erfolgreiche Beobachtungsnacht stieg. Gegen 17:00 Uhr war ich dann nicht mehr alleine auf dem großen Gelände. Es gesellte sich Volker Mehlich aus Lemgo dazu. Mit seinem 8-Zöller auf einer EQ 6 i.V.m. mit der CCD Kamera „Star2000" war ich fast schon neidisch. Er konnte innerhalb weniger Minuten unter mäßigem Himmel Galaxien auf seinem Laptop zeigen, die ich so noch nie in meinem 10-Zöller gesehen habe. Gleichzeitig konnte diese Kamera die EQ-6 automatisch nachführen. Bis 22:00 waren wir dann mit 7 Beobachtern auf dem Aschberg versammelt. Bei einem Vergleich des 10-Zöllers von Arno Becker, der auf einem Dobson montiert war, bemerkte ich mal wieder, dass mein Bild vom Jupiter viel flauer war als das von Arno. Auch hatte ich einen kometenartigen Schweif. Tubusseeing war die erste Prognose und eine Dejustierung von Haupt und Fangspiegel. Im Schnellverfahren wurde mir auf die Unterseite der Hauspiegelhalterung ein transportabeler Lüfter von Armin Quante angeflanscht. Intrafocal konnte man dann erkennen, wie die warme Luft kaminartig aus dem Tubus wirbelte. Am nächsten Tag wurde der Hauptspiegel von mir ausgebaut und Armin Quante brachte seinen selbstgebauten Foucaulttester mit. In der Jugendherberge wurde dann im Vortragsraum der Test aufgebaut. Mit diesem Aufbau sollte die Parabel des Spiegels überprüft werden. Wenn man das erste Mal an der Messerschneide vorbeischaut erkennt man nicht viel. Aber mit der Anleitung von Armin sah man doch, worauf es bei diesem Test ankommt. Beruhigend nahm ich dann zur Kenntnis, dass mein Spiegel keine Auffälligkeiten besitzt und der Fehler evtl. am Fangspiegel zu suchen ist. Da ich zum ersten Mal an solch einem Treffen teilnahm, habe ich die meiste Zeit an den Fernrohren der anderen Teilnehmer verbracht als an dem eigenen Fernrohr. Ungläubigen musste ich aber immer wieder beweisen, dass mein Kettenantrieb hervorragend funktionierte. Die Positionierung per Go-to funktionierte bis auf wenige Bogenminuten genau. Der Restfehler lag eher an der ungenauen Justierung als an dem mechanischen Fehlern. Einziges Problem war die Unkehrung der Drehrichtung in Deklination. Diese wurde per Backlash teilweise korrigiert. Der mäßige Himmel ließ aber nur Beobachtungen an den langsam untergehenden Planeten zu. Nur Volker mit seiner Star2000 konnte die schwachen Deep-Sky Objekte darstellen. So wurde M 51, M 101 und M 13 auf die Festplatte abgelegt. Gegen 03:00 Uhr gingen wir dann in die Zelte, da Zirren den Himmel komplett verschlossen. Am 25.04.03, der offizielle Beginn des AFT, wurden wir von Armin Quante gegen 09:00 Uhr mit Kaffee und Brötchen begrüßt. An dieser Stelle sei noch einmal den Veranstaltern Dank gesagt, da sie jederzeit bemüht waren uns trotz des schlechter werdendem Wetters bei Laune zu halten. Dies gelang ihnen auch hervorragend. Um 15:00 Uhr fuhr Raffael Benner aus Selent mit seinem Anhänger vor. Auf diesem befand sich zunächst ein komisch wirkendes Gerüst und eine riesige Kiste. Hieraus zauberte er das größte Instrumentarium. Ein 75 cm Dobson entstand auf der Wiese und man musste schon in luftige Höhen steigen, um sein Okularauszug zu erreichen. Leider ließ das Wetter zu keinem Zeitpunkt eine Beobachtung zu. Schade !! Während wir am Nachmittag ein riesiges Zelt mit vereinten Kräften aufbauten, fanden sich bis zum Abend 60 weitere Teilnehmer ein. Hieraus wurde ein schön anmutender Fernrohrpark aufgebaut, der aber gegen Abend verschwand, da sich eine Regenfront mit seinen Ausläufern feucht bemerkbar machte. Mike Hammer-Kruse aus Kiel kam dann gegen 21:00 Uhr und baute sein Mobiles Planetarium auf. Dieses bestand aus einer Kuppel, die sich durch Überdruck aufbaute und mit einer Luftschleuse versehen waren. Es konnte ohne Probleme über 20 Personen darin Platz finden. Das was er uns mit seinem mobilen System, Made in France, zeigte, war beeindruckend und genial einfach. Die Sternendarstellung bis ca. 4,5 Mag war sehr gut und konnte durch eine Diaprojektion ergänzt werden. Immerhin konnten so die später Angereisten ein paar Sterne auf dem Aschberg sehen. Noch am selben Abend wurde das Planetarium abgebaut, um am Nächsten Morgen in Flensburg eine Kaufhauskette mit Sternenlicht zu versorgen. Die folgende Nacht blieb Nass und es fing am Morgen an zu regnen. Leider musste ich aus persönlichen Gründen am Samstag Nachmittag das Meeting verlassen. Die gesamte Ausrüstung wurde teilweise nass wieder eingepackt und ich verabschiedete mich bis zum Nächsten treffen, welches auf jeden Fall wiederholt werden muss. Alle anderen Teilnehmer hatten am Samstagnachmittag die Möglichkeit, an verschiedenen Vorträgen teilzunehmen. Bildergalerie aller bereits stattgefundenen AFT´s |
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AFT 2003-2008 Aschberg-Frühjahrs-Teleskopetreffen |
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Termin 2009: 24.04. - 26.04. Weitere Info: HIER |






