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Sauwettertour 2015 - Nach Weding bei Flensburg

Der letzte Tourtag passte gut zur bisherigen Tour. Ich startete bei kühlem und leicht feuchtem Herbstwetter. Oder auch Aprilwetter. Je nachdem, wie man es sehen möchte. Es wurde leider auch nicht besser. Nach 20 Kilometer musste ich die erste Umleitung nördlich von Königslutter hinnehmen. Nach 30 Kilometer kam der erste Regenschauer. Die Schauer wechselten sich ab mit etwas trockenerem Wetter bis ich gegen 11 Uhr die Elbregion erreichte. Hier hörte der Regen nicht mehr auf. Zudem hatte ich auf den ca. 50 Kilometer südlich der Elbe die schlechtesten Straßen der gesamten Tour. Außerorts herrschten Flickstellenstraßen mit vielen Aufbrüchen vor. Innerorts war mal Kopfsteinpflaster auf den Straßen. Irgendwann fing man an die gröbsten Löcher mit Asphalt zuzuschütten. Dazwischen wächst immer mehr Gras. Diesen Streckenabschnitt hatte ich so noch nie gewählt. Ich werde auch nie mehr diese Region einplanen. Ich werde in Zukunft wie bisher westlich davon im Raum Lauenburg, Lüneburg und Uelzen von der Elbe zum Elm fahren oder östlich davon über Dömitz, Dannenberg, Lüchow und Salzwedel die Strecke nach Königslutter wählen. Aber dazwischen bestimmt nicht mehr.

Als ich mich nördlich von Lauenburg ein Stück weit von der Elbe entfernt hatte ging der Regen in Schauerwetter über. Ich blieb den ganzen Tag in meinem Regenzeug. Die Fahrt ähnelte über weite Strecken wieder mehr einer Schleichfahrt denn einer Motorradtour. Meine Stimmung war trotzdem ganz gemischt. Am Abend würde ich endlich zu Hause ankommen und die Tour wäre endlich zu Ende. Die Sommertour ist immer der Jahreshöhepunkt. Diesmal kann es aber nur besser werden. Dazu muss der Sommer aber erst mal kommen und den April ablösen.

Es war meine erste Tour mit der neuen Honda NC 750 X DCT mit dem Schaltautomaten. Die 6 Gänge werden, wenn man es will, automatisch geschaltet. Die Elektronik bestimmt den richtigen Zeitpunkt für den Gangwechsel. Das variiert aber je nach erforderlichem Drehmoment in den Bergen. Und wenn es mal nicht passt kann man immer manuell auf Knopfdruck den richtigen Gang einlegen. Mit der Schaltung bin ich sehr zufrieden. Aber die knapp 30 Kilo Mehrgewicht im Verhältnis zur BMW machen sich in den engen Kehren in den Bergen doch unangenehmer bemerkbar als ich dachte. Der Spritverbrauch ist dank der idealen Schaltpunkte sehr niedrig. Um die 3,3 Liter Benzin reichen um kraftvoll und flott voranzukommen.

Die Tour selbst war gut gewählt. Jeden Tag gab es ein oder mehrere Highlights. Sei es auf der Motorradstrecke oder als besonders schöne und sehenswerte Panorama-Ansicht. Leider machte mir das Wetter bei beiden einen dicken Strich durch die Rechnung. Die Postkarten-Panoramaansichten in den Bergen Kärntens, Tirols, Vorarlbergs usw. versteckten sich leider alle in und über den Wolken. Die hatten leider nur kalte Duschen und Nieselregen für mich übrig. Ich fahre in diesem Jahr noch ein paar Tage nach Norwegen mit dem Motorrad. Diese Reise wird dann hoffentlich alles wieder gut machen.

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