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Sauwettertour 2015 - Nach Höxter im Weserbergland

In der Nacht gab es reichlich Segen von oben. Die Honda war klatschnass bis in den letzten Winkel. Es war kalt. Ich hatte keine Lust mehr auf diese Sommertour, ja überhaupt auf Motorradfahren. In den letzten Tagen hatte ich viel zu viele verbissene Schleichfahrten machen müssen. An Motorradfahren war bei diesem Sauwetter gar nicht zu denken. Aber ich war in Iserlohn im Sauerland und sollte bis zum Abend mein in Höxter im Weserbergland gebuchtes Quartier erreichen.

Also zog ich mein Regenzeug an und fuhr los. Eine kräftige, kalte Brise kam mir von Nordwesten entgegen. Über mir war der Himmel überwiegend dunkelgrau. An den Rändern am Horizont auch mal etwas heller. Die Straßen waren mal nass, mal feucht und an ganz wenigen Stellen trocken. Mal nieselte es ein wenig. So quälte ich mich lustlos durch den Norden des Sauerlandes. Die schönen Seen, wie der Diemelsee und die Möhnetalsperre hatten an diesem Tag auch keine Postkartenansicht für mich. Im Gegenteil, im November können sie nicht grauer sein.

Vom Sauerland fuhr ich weiter nach Detmold zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald, das ich gegen 14 Uhr erreichte. Das Wetter hatte sich tatsächlich etwas trockener stabilisiert. Das Hermannsdenkmal wurde von vielen Ausflüglern belagert. Ähnliches erwartete ich bei den nahen Externsteinen. Da ich keine Lust darauf hatte strich ich diese Pause von meinem Tagesprogramm und fuhr geich weiter zum Köterberg.

Das Wetter wurde immer besser. Immer mehr weiße Wolken waren am Himmel zu sehen. Es war auch etwas wärmer geworden. Ich begann Vertrauen zum trockenen Wetter zu entwickeln und zog oben auf dem Köterberg mein Regenzeug aus.

Auf der Auffahrt zum Köterberg erlebte ich vor einigen Jahren zum ersten Mal die absichtlich angebrachten Stolperschwellen auf der Straße, um die Motorradfahrer zum langsam fahren zu zwingen. In den letzten Jahren wurden diese Schwellen an immer mehr Stellen auf den besonders schönen Motorradstraßen angebracht. Vielen Dank liebe rasende Motorradkumpel dafür. Auf dem Köterberg nun waren diese Schwellen wieder abgebaut worden. Die Spuren waren auf den Straßen noch deutlich zu sehen. Ich hoffe, auch die anderen Straßenbauämter lassen sich ebenfalls etwas besseres einfallen um die schnellen und lauten Kumpel von ihrem asozialen Verhalten abzubringen.

Trocken erreichte ich eine halbe Stunde später meinen Gasthof in Höxter. In der Tonnenburg in Höxter fand an diesem Wochenende ein Treffen der seltenen und teuren Motorradmarke Victory statt. Zwei dieser wertvollen Motorräder verschwanden neben meiner Honda in der Garage der Pension. Solche Motorräder lässt man nachts nicht einfach im Freien stehen. Die Hoffnung auf besseres Wetter an den letzten zwei Tourtagen nahm mir dann der Wetterbericht. Es sollten kalter Wind und immer wieder Regenschauer vorherrschen.

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