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Sauwettertour 2015 - Nach Mühlheim an der Donau

Auch an diesem Morgen waren alle meine dicken, grauen Freunde über mir. Bei Nieselregen steuerte ich die mautpflichtige Silvretta-Hochalpenstraße über Ischgl und Galtür an. Erst auf der Passhöhe hörte das Sauwetter auf. Auf dem Parkplatz vor dem Hotel Piz Buin unterhielt ich mich mit mehreren anderen Motorradfahrern. Natürlich war das seit Tagen schlechte Wetter ein Thema. Zudem war es empfindlich kalt über der Baumgrenze. Unsere Motorräder sahen alle gleich aus. Sie waren alle mit einer dicken Schlammkruste überzogen.

Ich war froh als ich in Partenen die Mautstelle passiert hatte. Die vielen, engen Serpentinen steil bergab bei der Abfahrt auf nassen Straßen, das ist nicht das, was mir Spaß macht. Auch die Sicht auf das Hochgebirgspanorama Kärntens, Salzburgs, Tirols und Vorarlbergs bekam ich wegen der dicken grauen Regenwolken kaum mal zusehen. Zudem war das mein roter Baustellenampeltag. Etliche Male musste ich davor halten. Auch drei Streckensperrungen wegen Baustellen musste ich auf der weiteren Tour durch Vorarlberg hinnehmen.

Aber dann kam die Grenze zu Deutschland und alles war auf einmal anders. Die Straße war trocken und der Himmel weiß-blau. Die kleinen grauen Restwolken hatten keine Chance mehr. Es war auch deutlich wärmer geworden. Das Regenzeug war längst im Staufach vor mir verschwunden, die Klimamembrane der Jacke im Topcase hinter mir und die ersten Lüftungsklappen waren geöffnet.

So fuhr ich nördlich des Bodensees durch den Allgäu. Mit heruntergeklapptem Sonnenvisier steuerte ich das obere Donautal an. Die Lust am Motorradfahren war längst wieder da. Um 18 Uhr erreichte ich in Mühlheim an der Donau mein bestelltes Zimmer. Wenn der Wetterbericht stimmte würde ich noch ein paar schöne Tage vor mir haben.

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