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Sauwettertour 2015 - Nach Krakauebene in der Steiermark

Mein Motorrad stand 2 Nächte und einen Tag am Straßenrand unter einem Baum. Am Abend nach dem Heurigenbesuch hatte es ein paar Tropfen geregnet. Es war der erste Regen nach längerer Zeit in Wien. Meine Honda war kaum wiederzuerkennen. Alles was der Regen vom Baum abgewaschen hatte klebte an ihr. Zumindest die Sitzbank musste ich erstmal waschen ehe ich losfahren konnte.

Um 8 Uhr machte ich mich bei nicht mehr ganz so heißem Wetter wie an den zwei Tagen davor auf den Weg in den Süden. Da es ein Sonntagmorgen war brauchte ich den Stadtverkehr auf dem Weg zum Wienerwald nicht zu fürchten. Immer wieder begegnete ich anderen Motorradfahrern. Beim Gasthaus Kalte Kuchl traf ich sie dann alle wieder. Nach der Pause an diesem legendären Motorradtreffpunkt ging meine Reise weiter nach Mariazell. Hier besuchte ich die reich geschmückte Wallfahrtsbasilika und aß in einem Straßenrestaurant zu Mittag. Weiter zeigte mir mein Navi den Weg in das Gesäuse, dann nach Altenmarkt bei St. Gallen und zum Hengstpass.

Vom Stadtrand von Wien bis zum Hengstpass hatte ich rund 200 Kilometer allerfeinster Motorradstrecken genießen können. In einer waldreichen Bilderbuchlandschaft reiht sich Kurve an Kurve, die alle schön flüssig und schwungvoll zu fahren sind. Selten ist das Gelände im Alpenvorland so steil, dass Serpentinen den Schwung einbremsen. Ich war in Hochstimmung als mich mitten auf dem Hengstpass ein Gewitter überraschte. Diese sommerlichen Wärmegewitter sind recht kurz aber umso heftiger. Ich konnte mich glücklicherweise in einer Hütte am Wegesrand unterstellen, während meine Honda gewaschen wurde. Bei der Weiterfahrt auf den nun nassen Straßen wurde sie aber schnell wieder dreckig.

In Windischgarsten bog ich ab nach Süden und fuhr über den Pyhrnpass zum Ennstal. Von Liezen bis Stein an der Enns steuerte ich auf wenig befahrenen Nebenstrecken den Sölkpass an. Während ich in Stein tankte fing es leicht an zu regnen. Also begab ich mich in das Gasthaus neben der Tankstelle und ließ mir einen leckeren Apfelstrudel mit einem Kaffee gut schmecken. Die dunkle Regenwolke zog inzwischen weiter.

Aber auf nun nassen Straßen nahm ich den Sölkpass unter die Räder. Die Erzherzog-Johann-Panoramastraße über den Sölkpass ist eine meiner Lieblingsstrecken in den österreichischen Alpen. Das war noch einmal ein schönes Highlight zum Abschluss dieses Tages mit meinem neuen Motorrad. Um 19:15 machte ich den Motor der Maschine aus und bezog mein bestelltes Zimmer im Bergdorf Krakauebene in der Weststeiermark.

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