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Sommertour 2014 - Nach Langenholzhausen im Weserbergland

Schon kurz nach 8 Uhr schwang ich mich auf meine Maschine. Ich wollte ein Stück des Weges schaffen bevor die Sommerhitze versuchen würde, mich unter dem Helm zu garen. Das Wetter hätte für einen Sommertag besser nicht sein können.

Den ersten kurzen Stopp machte ich gleich in Hillscheid, einem Nachbardorf von Neuhäusl, bei einem nachgebauten römischen Turm, der mal zum Limes gehörte. Ich musste ihn erst suchen, die Ausschilderung ist wohl noch von Kaiser Hadrian.

Dann lenkte ich meinen Scarver nach Isenburg zum Saynbach, einem kleinen Nebenfluss des Rheins. Neben dem Flüsschen ist eine Landstraße, die ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen wollte. Ich folgte dem Sayn flusaufwärts bis zu seiner Quelle bei Himburg. Die Landstraße macht jede Flussbiegung mit. Ich liebe die Fahrten neben den Flüssen. Da sind die Straßen nicht so steil und die Kurven runder. Die Flüsse fließen ja auch eher in runden Biegungen talabwärts. Die Uferstraßen passen sich dem Gelände gut an. Das ergibt schöne, runde, fließend zu fahrende Kurven. Die ersten zwei Gänge braucht man dafür nicht. Schnell finde ich hier meinen Rhythmus und ziehe geschmeidig um die vielen Kurven.

Bis ca. 11 Uhr blieb ich im schönen Westerwald. Immer nach Nordosten brachten mich kleine Landstraßen bis an den Rand des Westerwaldes. Die Richtung behielt ich bei und steuerte dabei den Edersee an, den ich gegen 13:30 Uhr erreichte. Am Edersee machte ich aber nur eine kurze Pause. Der Besucherrummel war mir einfach zu groß. Nach einem kurzen Fotostopp fuhr ich gleich weiter. Die Seeuferstraße ist wieder schön flüssig zu fahren, wie für mich gemacht. Auch auf dem nächsten Stück nach Bad Arolsen laden viele herrlich angelegte Kurven zum geschmeidigen Scarven ein. Selbst eine längere Umleitung konnte das Leuchten in meinen Augen nicht vertreiben. Das hätte fast die Bedienung an einer Tankstelle geschafft. Er wollte mir verwähren, dass ich meine Handschuhe im Kühlfach platzierte. Das fände er nicht so gut, meinte er. Ich meinte, er könne ja mal bei den 30°C draußen den Helm eine Minute aufsetzen. Ich fügte mich dann doch seinem Wunsch. Nächstes Mal fragte ich gar nicht mehr. Ich nahm mir einen Eistee aus der Kühlung und vergaß dabei die Handschuhe.

Auf dem Stück von Bad Arolsen bis zum Südrand des Weserberglandes war ich überwiegend auf schnellen Straßen unterwegs. Sie waren ziemlich leer, daher konnte ich meine Maschine lange mit knapp über 100 km/h laufen lassen. Die Leute waren wohl schon alle zu Hause und bereiteten sich auf das Viertelfinale Deutschland - Frankreich vor. Das hohe Tempo war gut für meine Kühlung, richtig Spaß machte es aber auf Dauer nicht.

So ganz allmählich änderte sich die Farbe des Himmels. Aus blau war grau geworden. Nur die Hitze blieb. Es wurde schwül. Die letzten 10 Minuten auf den Kurven des Weserberglandes kam dann der Segen leicht von oben. Aber nur ganz wenig. Als ich den Motor vor dem Gasthaus in Langenholzhausen ausmachte war zwar mein Visier nass, aber die Straße noch nicht. Schnell zog ich mich auf meinem Zimmer um. Rechtzeitig zum Anpfiff war ich im Saal. Mit vielen anderen zusammen ließen wir den Abend bei einem spannenden Fußballspiel ausklingen.

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