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Sommertour 2014 - Nach Irschenberg in Oberbayern

Der Wetterbericht versprach schönes Sommerwetter für diesen Tag. Der erste Blick am Morgen zum Himmel bestätigte diese Prognose. Der Himmel war blau über den Bergen und es war angenehm warm. Am Nachmittag wurden es bis zu 26°C, sodass ich meine Jacke schnell auf Sommerbetrieb umstellen konnte.

Zunächst begleitete ich die Ybbs noch ein Stück auf ihrem Weg zur Donau ehe ich die Region nach Westen verließ. Auf vielen schwungvollen Landes- und Bundesstraßen näherte ich mich dem Salzkammergut, das ich bei Gmunden am Traunsee erreichte. Hier steckte ich vor ein paar Jahren schon mal im Stau fest. Diesmal war es ähnlich. Langsam schob ich mich durch die Stadt ehe ich mich auf den Weg zum Attersee machen konnte. Diese ca. 25 Kilometer am nördlichen Rand des Höllengebirges kann ich jedem Motorradfahrer empfehlen. Die herrlichen Kurven in dieser Bilderbuch-Alpenlandschaft sind bei schönem Wetter immer eine Tour wert. Am Attersee nahm der Verkehr schlagartig zu. Auch auf dem weiteren Stück im Süden davon nach Bad Ischl musste ich auf die Autos vor meiner Nase aufpassen.

Es folgte das erste große Highlight des Tages. Die Mautstraße über die Postalm von Strobl nach Voglau und das nächste Stück im Tennengebirge bis Golling an der Salzach. Ich schwärme lieber nicht so viel davon, damit dieses Stück ein Geheimtipp bleibt und nicht vom Touristenverkehr überlaufen wird. Wobei, die Touristen bleiben eh' lieber an den Seen. Von Golling über Hallein bis zur Bayrischen Grenze bei Bad Dürnberg musste ich mich wieder durch den Verkehr quälen. Aber dann hatte ich endlich mal das Glück und Kaiserwetter auf der Rossfeld-Panoramastraße bei Berchtesgaden. Ich glaube, es ist mein fünfter Versuch diese berühmte Straße zu ‚erfahren'. Der Hochgebirgs-Panoramablick auf Watzmann, Kehlstein, Untersberg, das Tennengebirge und das Dachsteinmassiv im Salzburger Land vom Scheitelpunkt der Straße aus sind jeden Euro der Maut wert. Auf der Abfahrt nach Berchtesgaden hatte ich zwei 24%ige Gefällestrecken zu bewältigen. Meine kleine BMW schaffte das problemlos mit der Motorbremse. Trotzdem sollte man schon einigermaßen Kehren fahren können um diese steilen Serpentinen sicher bewältigen zu können.

Ich setzte die Reise auf der deutschen Alpenstraße mit einem kurzen Abstecher zum Hintersee fort. Über den Steinpass wechselte ich wieder hinüber nach Österreich, nach Tirol. Der Weg über Lofer nach Kössen war wenig aufregend. Es war eine schnelle Etappe auf einer gut ausgebauten Bundesstraße mit einigen längeren Tunneln. Auf dem kurzen Stück von Kössen über Niederndorf bis Oberau waren fünf Baustellenampeln. Ich steckte in einer Kolonne fest, in der auch mehrere LKWs waren. Langsam schoben wir uns voran. Ich war froh, als ich endlich die bei Motorradfahrern so beliebte und berühmte, schmale Tatzelwurmstraße unter die Räder nehmen konnte. Es folgte die genauso berühmte, aber breitere Sudelfeldstraße bis Bayrisch-Zell. Beide Straßen sind neuerdings mit diesen Rumpelschwellen versehen, die ein Rasen an diesen Stellen verhindern sollen. Schade, dass es wohl kaum eine andere Möglichkeit gibt, die unverantwortlichen Raser anders einzubremsen. So müssen alle darunter leiden.

Die letzten 50 Kilometer von Bayrisch-Zell nach Nordwesten bis Irschenberg waren wieder wenig aufregend. Aber auch auf den normalen Landstraßen Oberbayerns reiht sich Kurve an Kurve. Es müssen nicht immer 10% bis 24% Steigung und Gefälle sein in den Kurven. Die Ufer des Schliersees habe ich aber umfahren, da ich hier schon mehrfach schlechte Erfahrung mit dichtem Verkehr machen durfte. So erreichte ich gegen 18:30 Uhr wohlgelaunt nach einem super Motorradurlaubstag einen Bauernhof in Irschenberg, auf dem ich ein Zimmer für die Nacht bestellt hatte.

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