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Sommertour 2014 - Nach Göstling an der Ybbs

Es hatte die ganze Nacht geregnet. Am Morgen regnete es immer noch in Strömen. Alle freuten sich, sie hatten schon lange auf Regen gewartet. Nur ich konnte den heute überhaupt nicht gebrauchen, aber man muss das Wetter eben nehmen wie es ist.

Wetterfest durch meine Regenklamotten startete ich zu meiner Tagestour. Eigentlich sollte der Tag das Highlight der ganzen Tour werden. So musste ich mit gebremstem Schaum den Asphalt im Weinviertel unter die Räder nehmen. Ich fuhr zunächst nach Südwesten im Weinviertel. Bei Tulln überquerte ich die Donau. Die Richtung behielt ich bei bis ich zur Landeshauptstadt von Niederösterreich, St. Pölten, kam. Ich gönnte mir aber nicht den Stadtverkehr sondern fuhr knapp daran vorbei nach Pyhra bei St. Pölten. Es ist etwas größer als émein' Pyhra, aber außer dem gleichen Namen haben die beiden Dörfer nichts miteinander zu tun. Durch die unterschiedlichen Postleitzahlen findet die Post heute immer den richtigen Empfänger. Früher gab es schon mal Irrläufer in das falsche Pyhra.

Die Region im Südwesten davon heißt Mostviertel. Hier werden die Motorradstrecken durch das Alpenvorland nicht nur immer schöner, nein, es ist die schönste zusammenhängende Motorradregion überhaupt, die ich kenne. Das Alpenvorland und der Übergang im Süden in die Alpen ist allen deutschen Mittelgebirgen, die ich kenne, durchaus vergleichbar. Ich glaube, ich kenne alle deutschen Mittelgebirge. Nur, leider regnete es noch immer auf meinen Lieblingsstrecken, die ja das Highlight der Tour werden sollten. Die Goretexmembrane in den Stiefeln und den Handschuhen musste mal zeigen was sie kann. Der Rest von mir war durch die Regenhose und die Regenjacke gut geschützt. Trotz des weiten Übergangs von der Jacke zur Hose wurde ich am Bauch doch etwas nass. Gegen 15 Uhr hörte es das erste Mal kurz auf zu regnen. Da hatte ich aber schon ca. ein Viertel meiner Lieblingsstrecken gut und sicher bewältigt. Ich stelle meinen Fahrstil auf Nassgripp und schlechte Sicht um und weiter ging's. Meine Lieblingsstrecken sind alle in dem großen Viereck vom Wienerwald zur Buckligen Welt im Osten und dem Salzkammergut im Westen. Es ist der Übergang vom Alpenvorland zu den Alpen. Mittendrinn so tolle Strecken wie das Gesäuse von Admont bis Mariazell, der Erlaufsee, der Lunzersee, oder der Hengstpass und der Pyhrnpass, die ganz knapp an der 1000 Meter Marke kratzen. Es geht längs der meist reißenden Gebirgsflüsse Pielach, Enns, Salza und Ybbs hoch und runter rund um Hochkar (1808 m)und Ötscher (1893m).

Hier drehte ich zwei große runde Schleifen bei leichtem Regen und doch auch schon mal trockenen Straßen. Wenigstens brauchte ich keine zerplatzen Insekten von meinem Visier entfernen. Man kann eben nicht alles haben. Ich passte meine Fahrweise den nassen Gegebenheiten an und genoss dabei das etwas gemütlichere Kurvenschwingen bei herrlichem Bergpanorama. Nach 440 konzentrierten Kilometern kam ich müde aber glücklich bei meinem Nachtquartier in Göstling an der Ybbs an.

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