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Sommertour 2014 - Nach Pyhra im Weinviertel

Am Morgen zeigte sich der Himmel freundlich. Am späten Vormittag wurde es richtig heiß, die Sonne versteckte sich den ganzen Tag nicht vor mir. Gemütliches Einschwingen direkt nach dem Aufbruch in Hauzenberg gab es aber nicht. Denn der Weg zur nahen österreichischen Grenze ist sehr kurvenreich und überzeugte auch mit wenig Verkehr. Der Fahrspaß war von der ersten Minute an gegeben.

Unmittelbar nach der Grenze zu Oberösterreich war genau quer zu meiner Fahrtrichtung der Ranastausee. Ich wollte ihn im Süden neben der Staumauer umfahren. Als ich dort ankam war die Brücke gesperrt. Ich musste zurück und den See komplett im Norden umfahren. Auf meinem weiteren Weg nach Osten, nach Pyhra im Weinviertel in meine alte Heimat, hatte ich keine weiteren Hindernisse mehr zu umfahren.

Der Böhmerwald zwischen der Donau im Süden und der tschechischen Grenze im Norden, also das Mühlviertel in Oberösterreich ist eine erstklassige Motorradregion. Die Straßen sind wie gemacht für uns. Eine geschmeidige Kurve reiht sich an die andere in dem stark hügeligen Gelände dieses Mittelgebirges. Trotz vieler Steigungs- und Gefällestrecken zwischen 10% und 16% braucht man die ersten zwei Gänge kaum. So mag ich das am liebsten. Mit Schwung durch die Kurven. Mein Scarver gab alles, er war wieder in seinem natürlichen Lebensraum.

Wir wurden nur einmal eingebremst. In Freistadt steckten wir kurz im Stau. Ansonsten haben wir vom übrigen Verkehr nicht viel mitbekommen.

Den Übergang vom Mühlviertel in das Niederösterreichische Waldviertel merkt man nicht. Der Rhythmus ist hier genauso schön. Nördlich der Wachau lenkte ich meine F 650 CS nach Langenlois, einem großen Weinbauort im Kamptal. Die Kamptalstauseen ließ ich diesmal links liegen. Es gibt auch so viele andere hervorragende Motorradstrecken in der Region. Von Langenlois fuhr ich weiter im Straßer- und Schmidatal zum Manhartsberg. Dahinter beginnt das Weinviertel. Erst hier ist der Böhmerwald endgültig zu Ende, erst hier werden die Berge niedriger, aber die Kurven bleiben. Man kann sie nur mit noch mehr Schwung unter die Reifen nehmen, was ich auch mit großer Begeisterung tat.

Um 16 Uhr erreichte ich in Pyhra den ehemaligen elterlichen Bauernhof, auf dem jetzt einer meiner Brüder mit seiner Frau lebt. Den Abend verbrachten wir im Festzelt auf dem Dorfplatz. Die Freiwillige Feuerwehr richtete ihren alljährlichen Feuerwehrheurigen aus. Bei Musik, gutem Essen und noch mehr trinken, viel Erzählen mit all den Bekannten im Dorf, verging die Zeit wie im Flug. Am Sonntag fuhren wir nach Wien. Auf dem Rathausplatz war ein großes Fest. Unter anderem boten ca. 30 Länder und Regionen ihre Köstlichkeiten dar. Von Hawaii über Mexiko, Brasilien und einigen afrikanischen Ländern bis Japan war alles dabei. Die europäische und Wiener Küche kam natürlich auch nicht zu kurz. Später genossen wir noch selbstgebackenen Kuchen bei meinem anderen Bruder in Wien ehe wir wieder am Abend die Heimfahrt nach Pyhra antraten. Bei unserer Abfahrt in Wien fielen die ersten Regentropfen. Noch beunruhigten die mich nicht wirklich. Bis zu meinem Rückreisestart am Montagmorgen war es ja noch lange hin.

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