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Sommertour 2014 - Nach Hauzenberg im Bayrischen Wald

Neuer Tag, neues Glück, der neue Tag begrüßte mich mit reichlich Sonne. Der Himmel war nicht weiß-blau über Franken, das ja zu Bayern gehört, sondern blau-weiß. Die weißen Schönwetterwolken waren deutlich in der Minderheit. So schön blieb es den ganzen Tag.

Trotzdem war mein Motorrad vom Tau richtig nass. Der Fahrtwind und die Sonne trockneten es sehr schnell. Ab ca. 11 Uhr wurde es dann ziemlich warm. Meine Jacke hat viele raffinierte Lüftungsreißverschlüsse und Klappen, die ich so nach und nach öffnete. Durch den Fahrtwind war mein Körper so wohltemperiert.

Los ging's auf den Landstraßen des Frankenwaldes. Das machte richtig gute Laune. Schön zu fahrende Kurven, ein guter Fahrbahnbelag und wenig Verkehr ließen mir die Zeit nicht lang werden. Auch im anschließenden Fichtelgebirge luden mich die herrlich angelegten Kurven zum flüssigen Fahren ein. Einfach Klasse, mein Motorrad und ich und diese Landschaft mit den herrlichen Kurven. Dazu das gute Wetter und kaum Verkehr, mehr Urlaub möchte ich gar nicht haben. So schön ging es weiter.

Im Oberpfälzer Wald und Bayrischen Wald scarvte ich Stunde um Stunde nach Süden. Dabei vermied ich immer die verkehrsreichen Bundesstraßen und Städte. Ich musste nicht einmal auf den Verkehr Rücksicht nehmen. Die holperigen Rumpelstraßen hatte ich alle im Norden, also in Ostdeutschland, hinter mir gelassen.

Auf einmal merkte ich, dass mir die Lippen, ja der ganze Mund wehtat. Die Ursache war schnell gefunden. Ich hatte die ganze Zeit eine Melodie, so einen Ohrwurm, vor mich hin gepfiffen. Das hatte ich gar nicht bewusst wahrgenommen. Ich hörte auf mit dem Pfeifen - und begann die Melodie eben leise mit zu singen.

Eine Panne muss ich doch noch gestehen. Bei einer Pause merkte ich, dass mein Scheinwerfer nicht ging. Ich fuhr mit den angeschalteten Nebelscheinwerfern weiter bis zur nächsten Autowerkstatt mit Tankstelle. Es war ein großes VW-Autohaus. Sie hatten alles, nur keine 12V H3 Lampe. Eine 24V H3 Lampe hätte ich bekommen können. Die ARAL-Tankstelle einen halben Kilometer weiter hatte die passende Lampe für meinen kleinen Tourer. Sie lag schon griffbereit hinter der Kasse im Regal neben den Zigaretten. Ich brauchte doch mehrere Versuche um die alte Lampe heraus zu fummeln, ohne dabei richtig hinsehen zu können. Schließlich war die neue Lampe eingebaut und das Licht strahlte wieder. Die schlechten Straßen im Harz und Thüringer Wald hatten wohl dem Glühfaden den Garaus gemacht.

Pünktlich um 18 Uhr erreichte ich meine Pension in Hauzenberg in der Nähe von Passau. Die Pension liegt direkt am kleinen Freudensee. Von meinem Zimmer aus konnte ich einen großen Teil des Sees mit dem schön angelegten Wanderweg und den Büschen und Bäumen am Ufer überblicken. Ich hatte phantastische 400 Kilometer hinter mir und ließ den Tag auf der Terrasse vor meinem Zimmer mit dem Schreiben dieses Berichtes ausklingen.

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