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Algen
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Leider
kann man davon ausgehen, daß in einem Aquarium eine Vielzahl
von Algensporen,wenn auch unsichtbar, vorhanden sind. Kein
Aquarium ist wirklich algenfrei, im günstigen Fall besteht
lediglich ein so stabiles biologisches System, dass die Algen
nicht überhand nehmen und somit nicht merklich zum Vorschein
treten - dann sprechen wir von einem "algen-freien"
Aquarium. Die meisten Algenarten sind auch Pflanzen mit geringeren
Ansprüchen an Ihre Umwelt als höhere Pflanzen. Die
beste Algenprophylaxe besteht darin, erst gar kein optimales
Algenmillieu entstehen zu lassen und für ein biologisches
Gleichgewicht zu sorgen. Nicht immer gelingt dies jedoch auf
Dauer und so hat wohl schon fast jeder Aquarianer im Laufe
seines Aquarianerlebens eine "Algenplage" erlebt
und mehr oder minder erfolgreich bekämpft.
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Vorbeugung
gegen Algen
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Bereits
bei der Becken-Ersteinrichtung ist es ganz wichtig das Aquarium
dicht mit schnellwüchsigen Pflanzen zu besetzen. Außerdem
sollte man sofort algenfressende
Fische oder sgn. "Amano-Garnelen",
die in den ersten 3 Wochen nicht zusätzlich gefüttert werden
dürfen, einsetzen. So kann man die kritische Anfangsphase
des Aquariums sehr gut überwinden. Hierbei gilt es aber auch,
deren Lebensbedingungen im Hinblick auf Beckengröße
und Wasserqualität zu berücksichtigen. Algen, wie
bereits erwähnt, sind auch Wasserpflanzen, die allerdings
einfacher aufgebaut sind als die übrigen Unterwassergewächse.
Daraus folgt, daß Algen in direkter Nahrungskonkurenz zu unserer
Unterwasserflora stehen. Wenn die Aquarienpflanzen optimale
Wuchsbedingungen vorfinden, kann es nicht zur gefürchteten
Algenblüte kommen. Nachdem mein Becken eingelaufen war habe
ich meine Beleuchtung so eingestellt, daß von 12:00 bis 15:00
Uhr kein Licht an ist. Den Pflanzen wird hierduch eine Ruhepause
gegönnt, die sie einem mit erhöhtem Wachstum danken und den
Algen, die auf Lichtentzug etwas empfindlicher reagieren,
der garaus gemacht. Alle Algen lieben hohe Nitrat und Phosphat
Werte! Ein regelmäßiger Wasserwechsel (30% pro
Woche) versteht sich deshalb von selbst. Immer wieder wird
auch zuviel gefüttert. Nicht verbrauchte Nährstoffe
sind eine der Hauptursachen für Algenaufkommen. Es sollte
deshalb stets nur soviel gefüttert werden, wie von den
Fischen innerhalb von 5 Minuten restlos gefressen wird. Es
ist falsch verstandene Tierliebe, solange zu füttern,
bis die Fische nichts mehr annehmen. Im Gegenteil, in ihren
natürlichen Lebensräumen herrscht nämlich ein
steter Nahrungsmangel und die Fische müssen sich sehr
viel mehr bewegen um ihre Futterration zu bekommen. Ein Fastentag
pro Woche ist deshalb nicht nur eine Massnahme gegen Algen,
sondern tut auch den Fischen gut. Von entscheidender Bedeutung
für die Wasserqualität ist aber auch die Wahl der
Filterung. Nähere Einzelheiten hierüber finden Sie
im Kapitel "Filter".
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Sofortmaßnahmen
bei Algenproblemen:
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Zunächsteinmal sollte das vorhandene Ökosystem
Aquarium vollständig überprüft werden:
- Sind zuviele Fische darin?
- Sind ausreichend Pflanzen vorhanden?
- Wird der Wasserwechsel regelmäßig durchgeführt?
- Sind alle Wasserwerte
im gründen Bereich?
(Tests sind in jedem Fachgeschäft
erhältlich)
- Entspricht die Filterleistung
und Befüllung
dem Aquarium?
- Ist die Düngung angemessen?
Um die weitere Verbreitung der Algen möglichst
einzudämmen sollten alle befallenen Einrichtungsgegenstände
und Pflanzen gründlich gesäubert werden.
Eventuell ist ein Bekannter bereit, die überzählichen
Fische abzunehmen, ansonsten bietet sich
nur die Möglichkeit, ein seperates Becken
einzurichten. Die übermäßige Wasserbelastung
würde sonst die Algenbekämpfung unmöglich
machen. Erhöhte Wasserwechselintervalle (2x
je Woche 20-30%) begünstigen den Erfolg der
Massnahmen stark. Hilfreich sind ebenfalls
"lebendige Helferlein" in Form
von algenfressenden Fischen oder z.B. auch
Amano-Garnelen (je 1 für 50 Liter). Beleuchtungspausen
in der Mittagszeit, sogenannte "Mittagspausen"
stören den Stoffwechsel der Algen, nicht
aber der Pflanzen und sind somit ebenfalls
förderlich. Filter sollten nicht zu oft
gereinigt werden. Erst bei stark veringertem
Wasserdurchfluss sollte hier eingegriffen
werden, eine biologische Filterleistung ist
sonst nicht gewährleistet. Schnellwachsende
Pflanzenarten (z.B. Hornkraut, Wasserpest,
etc...) nehmen den Algen die Nährstoffgrundlage
und sorgen für ausreichend Sauerstoff im
Aquarium. Leichte Düngung hilft den Pflanzen
bei ihrer Entwicklung - hier aber sehr vorsichtig
dosieren. Die Wasserwerte müssen in der Phase
der Algenbekämpfung unbedingt regelmäßig
kontrolliert werden, insbesondere Nitrat
und Phosphat.
Das Wichtigste aber ist G E D U L D. Algen
kommen nicht von heute auf morgen und sie
verschwinden auch nicht sobald. Sie sind
ein Produkt der vorhandenen Umwelt und erst
wenn diese sich dauerhaft verändert hat,
werden die Algen zurückgehn.
Algenvernichtungsmittel sind grundsätzlich
auch für Pflanzen schädlich und enthalten
außerdem häufig Giftstoffe, die auch die
Fische schädigen. Von ihrer Anwendung rate
ich deshalb dringend ab!
zum
Menue
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| Algenbestimmung
anhand der Symptome |
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Fäden
an den Blatträndern
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Bartalgen
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Rötlicher
Überzug auf Steinen und Pflanzenblättern
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Kieselalgen
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Grüngefärbtes
Wasser
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Schwebe-
oder Volvox-Algen
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Dunkle,
pinselartige Büschel an Pflanzen und Einrichtungsgegenständen
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Pinselalgen
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Grünblauer
"schmieriger" Film über Kies und Pflanzenblättern
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Blaualgen
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| Hinweis:
Einige Bilder mußte ich (zum Glück) im Internet suchen,
da ich keine geeigneten Algenarten selbst fotografieren konnte.
Bei meiner Suche nach Bildmaterial im Netz fiel mir jedoch auf,
dass nahezu alle verfügbaren Seiten dieselben Bilder verwenden
und somit kein Urheber ermittelt werden konnte. Sollte jemand
seine Bilder hier erkennen und mit der Veröffentlichung
nicht einverstanden sein, so bitte ich um einen Hinweis per
PM. Ich werde dann das entspr. Bildmaterial umgehend von der
Seite nehmen. |
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| Ursachenforschung
und Bekämpfung von Algen |
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Das
wirksamste Mittel zur Algenbekämpfung ist "Geduld".
Nichts ist häufiger die Ursache für gescheiterte
Versuche das Aquarium von Algen zu befreien als ein Mangel
an Geduld. Natürlich hat jede Algenart auch ihre speziellen
Ursachen, eine ist jedoch allen gemein: Das biologische Gleichgewicht
im Ökosystem Aquarium ist gestört. Es gilt deshalb
zuallererst die Ursachen für das vermehrte Auftreten
einer bestimmten Algensorte zu erforschen. Nahezu alle im
Handel erhältlichen Wassertest-Sets sind hierfür
geeignet. Aufschluss über den "Störfaktor"
geben die Wasserwerte jedoch lediglich dann, wenn Vergleichswerte
aus Zeiten vorliegen, in denen das Ökosystem noch stabil
war und keine Algen sichtbar waren. Solche Testsets zählen
deshalb zur Grundausstattung eines jeden Aquarianers. Die
Wasseranalysen sollten in regelmässigen Abständen
durchgeführt und auch protokolliert werden. Nur dann
kann auch wirklich die tatsächliche Ursache der jeweiligen
Algenplage bestimmt werden. Die üblichen Wasserwerte
sind:
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Wasserwerte
zur Ursachenbestimmung
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* abhängig
vom Fisch-/Pflanzenbesatz
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©
copyright Christian Ebert 2000
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Folgende
Rückschlüsse können aus Werten außerhalb
des Sollbereichs, bzw. aus Veränderungen zum bisherigen
Messergebnis gezogen werden:
PH-Wert,
KH, GH:
Veränderungen
dieser Wasserwerte sind nomalerweise die Folge von chemischen
Zusätzen (CO2-Gas, PH-Minus-Präparate, Eichenextrakt...),
bzw. von Wasseraufbereitung durch Einsatz von Umkehrosmoseanlagen
oder Vollentsalzern. Oft ist sogar die Absicht edel, nämlich
naturähnliche Bedingungen für unsere Aquarienbewohner
zu schaffen, aber die Vorgehensweise verkehrt.
Jedwede
gewünschte Veränderung der Wasserwerte sollte stets
in kleinen Schritten und äussert behutsam durchgeführt
werden. Ein zu schnelles Umstellen der Wasserwerte kann eine
Kettenreaktion auslösen, deren Folgen nur sehr schwer
abzuschätzen und noch schwerer wieder zu beheben sind.
Fische und Pflanzen gewöhnen sich nur sehr langsam an
veränderte Lebensbedingungen - wie wir Menschen übrigens
auch. Pflanzen reagieren mit Wuchsstörungen, dies kann
wiederum zu einem Nährstoffüberschuss führen,
der dann schlussendlich die Ursache einer Algenplage sein
kann. PH-Minus-Präparate enthalten ausserdem oft sehr
hohe Phosphat-Konzentrationen - hierzu später mehr.
Ist
es trotzdem passiert und die Algen blühen nach zu schnellem
Einstellen der Wasserhärte, so hilft nur, die Wasserwerte
durch mehrmalige Wasserwechsel wieder in kleinen Schritten
auf die Ursprungswerte zurückzuführen und später
sehr langsam wieder in Richtung Wunschwerte zu verändern.
Phosphat:
Zum
Thema Phosphat und Algen habe ich einen eigenständigen
Artikel verfasst, auf den ich an dieser Stelle verweisen möchte.
"Phospat
und Algen"
Nitrat/Nitrit:
Werte
ausserhalb der o.g. Bereiche deuten auf ein Problem beim Schadstoffabbau
hin. Dies kann entweder an zu hohen Schadstoffkonzentrationen
(übermässige Fütterung, abgestorbene Pflanzen/Fische...),
oder an zu geringer Leistungsfähigkeit der Filterung
/ Wasserwechsel liegen. Erhöhte Werte führen meistens
zu Algen, in Extremfällen sogar zur Vergiftung der Fische.
Auch hier sollten die erste Massnahme mehrere Wasserwechsel
in Folge sein. Aber es gilt nicht nur die Symptome (hohe Nitrat(Nitrit-Werte)
zu bekämpfen, sondern die Ursachen. Häufig ist ein
ungeeignetes, bzw. mangelhaftes Filtersystem der Grund , seltener
mangelnde Wasserhygiene (Wasserwechselintervalle, Überfütterung).
Auch ein technischer Defekt am Filter (Pumpe) ist nicht auszuschließen
und sollte überprüft werden.
zum
Menue
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| Stabilisieren
des Ökosystems |
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Sobald
die Wasserwerte durch die o.g. Massnahmen wieder reguliert
worden sind, gilt es das System wieder zu stabilisieren indem
der Pflanzenwuchs gefördert wird. Sofern genügend
Pflanzen vorhanden sind, sollten diese durch vorsichtige Düngerzugabe
zum wachsen angeregt, fehlende Pflanzen ersetzt werden. Die
vermehrten Wasserwechselintervalle können langsam wieder
auf einen Turnus von 1-2 Wochen zurückgeschraubt werden.
Wöchentliche Messung der Wasserwerte anhand der Testsets
erleichtert die Erfolgskontrolle. Während der gesamten
Behandlung ist es wichtig, soviele Algen wie möglich
mechanisch zu entfernen. Erst nach Wochen - manchmal sogar
Monaten ist zunächst ein Stagnieren, später ein
Rückgang der Algen erkennbar und das Mikro-Ökosystem
Aquarium beginnt sich zu festigen.
zum
Menue
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| Algenarten: |
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Die
oben beschriebenen Massnahmen zur Bekämpfung von Algenplagen
sind allgemeine Vorgehensweisen. Jede Algenform hat jedoch
auch ihre Eigenarten und damit spezielle Methoden ihr entgegenzuwirken.
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Grünalgen
zählen zu den häufigsten und auch "ungefährlichsten"
Algenarten. Jedes Aquarium enthält in irgendeiner Form
solche Algen. Es gibt verschiedene Arten: z.B. gehören auch
die Fadenalgen oder einzellige Algen, die Wassertrübung
oder einen Film an der Wasseroberfläche entstehen lassen
dazu. Auch der leicht grüne Belag an den Aquarienscheiben
oder Wasserpflanzen zählen dazu. Zum Problem werden sie
erst bei übermäßigem Befall.
Bekämpfung:Die
meisten Arten lassen sich mit etwas Geduld bereits durch mechanisches
Entfernen in Verbindung mit vermehrtem Wasserwechsel erfolgreich
bekämpfen. Scheibenbeläge können dazu
mit einer Rasierklinge abgeschaft werden, Fäden
kann man mit einem Holzspieß einfach aufdrehen und somit
aus dem Aquarium entfernen. Eine grüne Wassertrübung
(Schwebe- oder Volvox-Algen) ist durch einen UV-Wasserklärer
sehr schnell beseitigt. So ein UV-Klärer ist eine UV-Lampe,
die in den Filterkreislauf angeschlossen wird und durch ihre
Strahlung Keime und eben Algen beseitigt.
Häufige
Ursachen:
zu
viel Nährstoffen im Wasser (häufig Überfütterung der Fische)
und zu viel Licht.
zum
Menue
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Blaualgen:
Gerade in der Anfangsphase eines neu eingerichteten Aquariums
droht die Gefahr der Blaualgenbildung. Genaugenommen handelt
es sich dabei garnicht um Algen im herkömmlichen Sinn,
sondern um sogenannte Cyanobakterien. Trotzdem werden sie
als Algen bezeichnet. Sie sind besonders gefährlich, da sie
die Unterwasserpflanzen mit einem schmierigen, grünlich blauen
Schleier überziehen und dadurch ersticken und außerdem
recht hartnäckig sind. Sie werden deshalb auch "Schmieralgen"
genannt.
Häufige
Ursache ist direkte Sonneneinstrahlung ins Becken und hartes,
kalkreiches Wasser.
Bekämpfung:
Zunächst kann man versuchen diese Algen mechanisch zu
entfernen, obwohl dieses niemals vollständig gelingen wird,
weil aus kleinsten Rückständen in kurzer Zeit wieder neue
Algenteppiche heranwachsen. Leider sind auch keine Fische
oder Schnecken bekannt, die für eine biologische Bekämpfung
der Blaualgen in Frage kommen.
Algenbekämpfung:
Als Sofortmaßnahme empfiehlt sich eine komplette Abdunklung
des AQ für ca. 7-10 Tage. Dies schadet den meisten Pflanzen
und Fischen nicht. Vorhandene Algenteppiche sollten vorher
so gut wie möglich abgesaugt werden. Später dann
sollten die Lichtverhältnisse überprüft werden (alte Röhren
austauschen); Düngung optimieren; Wasserwerte überprüfen (hohe
Nitrat und Phosphat Werte beseitigen); schnellwüchsige Wasserpflanzen
einsetzen; befallene Einrichtungsgegenstände des Aquariums
entfernen bzw. abkochen.
Sauerstoffzufuhr
über einen Oxidator treibt kein wertvolles CO2 aus und
fördert die Blaualgenbekämpfung.
Ebenfalls
förderlich zur Beseitigung dieser lästigen Alge
ist der Einsatz von Osmose-, oder vollentsalztem Wasser,
wobei natürlich die Wasseranforderungen des Fischbestandes
zu beachten sind.
Häufige
Ursachen:
Hartes,
kalkreiches Wasser, schlechte Wasserqualität, zu hohe Nitrat-
oder Nitritgehalte, biologisches Ungleichgewicht und falsche
Lichtverhältnisse..
zum
Menue
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Kieselalgen:
Die wenigsten Aquarianer haben Probleme mit dieser Algengattung,
die fälschlicherweise auch oft als "Braunalge"
bezeichnet wird. Wenn doch, dann tauchen sie als schmierig-brauner
Belag auf. Diese Algen werden vor allem durch geringen Sauerstoffgehalt,
schlechte Lichtverhätnisse, hartes Wasser und hohe Phosphatwerte
begünstigt.
Bekämpfung:
Werden die Wasserwerte durch einen Wasserwechsel verbessert
und die Leuchtstofflampen ersetzt, verschwinden diese Algen
in der Regel nach kurzer Zeit. Befallene Gegenstände
und Scheiben lassen sich einfach mit einem Schwamm oder einer
Rasierklinge säubern.
Häufige
Ursachen:
zu
wenig Licht, schlechte Wasserqualität taucht bevorzugt
in hartem Wasser mit geringer Sauerstoffkonzentration auf.
zum
Menue
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Die
Pinsel oder Pelzalgen sind wohl die lästigsten Algen,
die unser Aquarium befallen können. Dies Algen befallen alles,
Blätter, Wurzeln, Steine, selbst vor Glasscheiben wird nicht
halt gemacht.
Bei
dieser Algenart gilt es, das biologische System genau auf
Schwachstellen zu untersuchen. Das bedeutet Wasserwerte umfassend
messen, Filterung optimieren, Düngung kontrolieren, Leitungswasser
messen, und, und, und.... Die wichtigste Grundregel bei der
Bekämpfung von Pinselalgen heißt Wasserwechsel
noch und nöcher! Außerdem müssen befallene Einrichtungsgegenstände
herausgenommen und abgekocht werden. Befallene Pflanzenblätter
werden entfernt und die Scheiben mit einer Rasierklinge gereinigt,
wobei gleichzeitig mit einem Schlauch die abgetrennten Büschel
abgesaugt werden. Für die Lösung des Pinselalgenproblems
haben wir kaum biologische Helfer. Lediglich die Amano-Garnele
und die Siamesische
Rüsselbarbe
sind bekannt dafür auch die "jungen" Pinselalgen
abzuweiden. Ältere Algen werden aber überhaupt nicht
mehr genommen. Diese muß man mechanisch entfernen. Besonders
hier ist es wichtig, die Ursache und nicht nur die Auswirkungen
zu bekämpfen. Auslöser für Pinselalgen sind
häufig zu hohe Nitrat-, bzw. Phoshat-Werte.
Hierzu ein kleiner Erfahrungsbericht
einer ca. 6-monatigen "Schlacht" zur Bekämpfung
dieser hatnäckigen Algenart.
Häufige
Ursachen:
zu
hoher Nährstoffgehalt (PO4) und gleichzeitiger CO2-Mangel,
starke Strömung.
->
weiterführende Informationen zum Thema Phosphat
im Aquarium
zum
Menue
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| Algenfresser
(natürliche Algenbekämpfung): |
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Zwar
bietet die Industrie mittlerweile eine Vielzahl von chemischen
Hilfsmitteln an, die alle mehr oder minder brauchbare Ergebnisse
liefern, aber das Grundproblem wird hiermit nicht gelöst,
so daß es lediglich eine Frage der Zeit ist, bis erneut
die Algen das Aquarium besiedeln.
Gute
Helfer bei der Bekämpfung von Algen sind auch einige
Aquarienbewohner. Mit dem blauen Antennenwels (Ancistrus
dolichopterus),
der den Ruf als guter Algenfresser genießt, habe ich
nicht so gute Erfahrungen gemacht, da er die Echinodorus-Pflanzenblätter
"skelettiert" und sofern irgendeine Futteralternative bestand,
keine Algen mehr angerührt hat.
Effektiver
ist hier schon die siamesische Rüsselbarbe (Epalzeorhynchus
siamensis). Die Rüsselbarben beseitigten alle restlichen
Pinselalgen auf den Blättern perfekt.
Mein
beliebtester, weil zuverlässigster Algenvertilger, ist
der Zwergharnischwels (Otocinclus
vittatus).
Er bleibt ca. 6 cm klein und weidet aber den ganzen Tag unermüdlich
Algen ab ohne dabei Pflanzen zu schädigen. Einzig Pinselalgen
rührt er nicht an.
Mittlerweile
immer beliebter, da sehr effektiv, sind die Amano-Garnelen
(Caridina
japonica);
kleine Glasgarnelen, die emsig heranwachsende Algenteppiche
abweiden. Sie zählen auch zu den wenigen Vertretern,
die auch die hartnäckigen Pinselalgen vertilgen, die
die meisten ihrer Kollegen verschmähen.Hier sollte aber
unbedingt darauf geachtet werden, daß sie nicht mit
allzu großen, bzw. fresslustigen Fischen vergesellschaftet
werden, da diese sie kurzerhand als "Delikatesse"
angesehen werden. Von 30 eingesetzten Garnelen haben meine,
damals halbwüchsigen Skalare keine mehr übriggelassen.
Wichtig:
Alle o.g. Helfer sind Tiere, die zwar zur Algenbekämpfung
sehr hilfreich sein können, aber auch nicht in jedes
Aquarium passen. Vor dem Kauf sollte man sich deshalb gründlich
über deren Ansprüche an die Lebensbedingungen informieren.
Als erste Hilfe dazu empfehle ich den Mergus Aquarienatlas
(ISBN 3-88244-101-1), der in keinem Aquarianerhaushalt fehlen
sollte. Ebenfalls informativ ist die, in meiner Linkliste
aufgeführte Online-Datenbank "Fishbase".
zum
Menue
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