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Atomkraft und
Atomwaffen
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Polen plant den Wiedereinstieg in die Atomkraft und hat dafür einen langfristigen Aktionsplan ausgearbeitet. Dieser reicht von Uranabbau und -anreicherung über die Ausbildung von Fachkräften bis hin zum Bau von Atomkraftwerken und Endlagern. Einzelheiten zu den polnischen Atomkraft-Plänen finden sich in der Kurzdarstellung des polnischen Atomprogramms aus dem Jahre 2009. Für den Bau der AKWs, der 2016 beginnen soll, hat der polnische Energiekonzern PGE - der derzeit mit hohen Gewinnerwartungen privatisiert wird - Kooperationsabkommen mit GE Hitachi (USA) und EDF (Frankreich) unterzeichnet. GE Hitachi würde (bauartbedingt besonders gefährliche) Siedewasserreaktoren, EDF Druckwasserreaktoren vom EPR-Typ bauen. Ein Prototyp des EPR (= europäischer Druckwasserreaktor) wird derzeit von Siemens/Framatome in Finnland errichtet, auch er zeichnet sich neben davongaloppierenden Kosten durch extreme Sicherheitsmängel aus, wie durch einen Insiderbericht bekannt wurde. Derzeit sind zwei Standorte für
Atomkraftwerke an der Oder angedacht und im Auswahlverfahren. Die Bürgerinitiative AFLUM
(Atomkraftfrei leben in der Uckermark) mobilisiert schon seit
längerem gegen diese Kraftwerke, bisher vor allem auf deutscher
Seite. Unser Camp soll dazu dienen, den Widerstand gegen die geplanten
Kraftwerke auf beiden Seiten der Oder bekannter zu machen, mit der
schon etablierten Anti-Atombewegung zu vernetzen und vor allem mit der
polnischen Umweltbewegung zusammenzubringen. Wir wollen dabei über
die Gefahren und Probleme der Atomkraft sowie Alternativen dazu
informieren. Das
Camp selbst findet auf dem Parkplatz des Nationalparks "Unteres
Odertal" in Mescherin statt. Organisiert wird es von der
Anti-Atom-Cooperation (AAC) und der AFLUM. Die Schirmherrenschaft für das
deutsch-polnische Anti-Atom-Camp liegt in den Händen von Herman
Scheer (Mitglied des Deutschen Bundestags und Träger des
Alternativen Nobelpreises).
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