Buschkampkeller 2004

15. März 2006

Vom Rand des Swimmingpools
© 2006 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt Mittwoch 15. März 2006
„Bibbern eint“ im Buschkampkeller
Senne. Nach ihrem Erfolg im vorigen Jahr spielt „Bibbern eint“ nun zum zweiten Mal im Buschkampkeller: am Donnerstag, 16. März, ab 20 Uhr.
„Geschichten vom Rand des Swimmingpools“ nennt das Trio das neue Programm. Lieder von der Wiege bis zur Bahre, hätte das Programm auch heißen können. Aber weil das Leben eines Menschen ja zu über 67 Projekt aus Wasser besteht, transportiert dieser Titel viel deutlicher, worum es den drei Musikern eigentlich geht: gepflegten Unsinn mit ernster Attitüde und in trockener Art und Weise dem Publikum so lange in die Ohren tackern, bis kein Auge trocken bleibt.

Sabine Griep, Bernd Hainke und Dirk Fimmel sind eigentlich ernst zu nehmende Leute mit einem beinahe ordentlichen Berufsleben. Auf der Bühne aber nehmen alle drei nichts mehr ernst. Alles wird aufs Korn genommen, was versehentlich vor ihre Flinte gerät. Sie bedienen sich dabei jedweder Musik, die ihnen vor die Ohren kommt, und bearbeiten Melodien und Texte so lange, bis das Ergebnis Publikum und Musik im „Bibbern“ eint.
Heraus kommt dabei eine schwer zu beschreibende Melange, die im Kaffeehaus genauso gut schmeckt wie auf der Bühne des Buschkampkellers. Die Gäste können sich am Donnerstag auf einen kurzweiligen Abend im Buschkampkellerfreuen.

*Programme*

Senne (buck). Voller Menschen ist die kleine Buschkamp-Höhle. „Bibbern eint“ heißen die Drei auf der Bühne. Eine Glosse in der Neuen Westfälischen trug diese Überschrift im Januar 1997. „Das isses“, fand seinerzeit die Band auf Bandnamensuche. Das Programm „Geschichten vom Rand des Swimming-Pools“ kommt keineswegs unterkühlt daher. Donnerstagabend heizten Sabine Griep, Dirk Fimmel und Bernd Hainke dem Publikum im Buschkamp-Keller ein.
Schnell wärmt sich der urige Kellerraum. Witzig, bisweilen wild und ironisch ist, was die „Bibbernden“ servieren. Dreistimmig singen sie. Vom Leben. Von der Zeugung, über die Kindheit, Jugendsünden, Schilddrüsen-Unterfunktion – augenzwinkernd, intellektuell. Und sämtlich Anleihen bei weniger bekannten Comedians und Kabarettisten dieses Landes. „Aber nicht minder lustig“, sagen die Musiker. Sacht streuen sie Ironie wie Puderzucker in die Menge, beinhart kracht die Plattitüde bisweilen hernieder. Wer genau zuhört, ist klar im Vorteil. „Bibbern eint“ liefern kein Gedudel für nebenbei. Zuhören fällt dem einen oder anderen am Raum-Ende schwer. „Lauter“, ruft’s hin und wieder aus dem Publikum. „Bibbern eint“ tun, was sie können – ohne die Ohren jener zu schädigen, die vorne sitzen. Bereitwillig stimmt das Publikum an ausgesuchter Stelle mit ein, ein Kanon kommt gar zustande.

Kellnerinnen schieben sich derweil durch die Menge, versorgen die Gäste mit knusprigen Gewürzstangen, Griebenschmalz und Heringsstipp. Gemütlich. Ein bisschen wie ein weinseliger Abend mit guten Freunden, die aus ihrem Leben erzählen, zwar auf der Bühne sitzen, aber ganz nah dran sind.

Hier klicken und es geht zur Hompage vom Buschkampkeller (museumshof-senne.de)

Sabine macht den Dylan (geht mir auf den Sack)