Das Jahr 1777 hatte Christian Pfeyfer eine große Überraschung gebracht: Vom einfachen Mohrenpfeifer im Füsilier-Regiment Prinz Heinrich von Preußen war er zum Hautboisten, zum Militärmusiker im Unteroffiziersrang befördert worden. Und er war fest überzeugt gewesen, dass nichts, was ihn in seinem weiteren Leben noch erwartete, dieses Ereignis in den Schatten stellen könnte.


Er irrte sich.


Drei Monate später befand er sich auf einem anderen Kontinent, in einer verwirrend fremden Welt und inmitten eines mörderischen Krieges. Friedrich der Große hatte sich bereitgefunden, König Georg III. von Großbritannien für den Kampf gegen die rebellischen amerikanischen Kolonien einige seiner unbesiegbaren Bataillone zu leihen. So landeten im August 1777 fünftausend preußische Soldaten in Charleston, um das aufständische South Carolina für die britische Krone zurückzuerobern. Und einer von ihnen war Christian Pfeyfer, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte, dass er bald zwischen die Mühlsteine tödlicher Intrigen geraten würde … und noch weniger, dass binnen kurzem das Schicksal von Millionen Menschen in seiner Hand liegen sollte.


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"Der Mohrenpfeifer" ist die Vorgeschichte zu "Die Fahrt des Leviathan" und schildert, wie es zu einer preußischen Provinz auf amerikanischem Boden kam. Zwischen riesigen Reisplantagen, auf denen Heerscharen von Sklaven unter der Peitsche das "Weiße Gold South Carolinas" für ihre Herren anbauen müssen, schlägt die Weltgeschichte einen anderen Pfad ein …


Der Roman befindet sich gegenwärtig in Arbeit; der Erscheinungstermin liegt noch nicht fest.








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Oliver Henkel

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